Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sake. Japanerin.

Essen will gelernt sein in Japan. Bild: shutterstock

9 Tipps, die dich vor einem Fauxpas in japanischen Restaurants bewahren 

In Japan hat das Essen einen hohen Stellenwert. Es gibt unzählige ungeschriebene Regeln und dementsprechend zahlreiche Fettnäpfchen, in die nicht Eingeweihte treten können. 

15.07.15, 16:43 15.07.15, 17:34

Präsentiert von

1. Der Automat als Kellner 

Vieles ist in Japan automatisiert. In zahlreichen Restaurants gibt es gleich neben dem Eingang einen Automaten. Dort wählt der Gast das Gericht aus und wirft das Geld ein. Der Automat spuckt ein Ticket aus, das an der Theke abgegeben wird. Nach kurzer Wartezeit stellt einem der Koch das Essen vor die Nase. Ein Kellner ist nicht nötig. 

People stand in front of a ticket machine outside an instant noodle restaurant at a business district in Tokyo, Japan, April 30, 2015. Japan's core consumer prices rose 2.2 percent in March from a year earlier, government data showed on Friday. Picture taken April 30, 2015. REUTERS/Yuya Shino

Männer stehen vor einem Automaten Schlange. Bild: YUYA SHINO/REUTERS

2. Stäbchen nicht in den Reis stecken

Es gilt als äusserst unhöflich, seine Essstäbchen in eine mit Reis gefüllte Schale zu stecken. Und zwar, weil die Japaner dies mit einem Beerdigungsbrauch assoziieren. Dabei werden mit einer länglicheren Variante der Essstäbchen die Knochen aus der Asche von Verstorbenen in die Urne gefüllt.

Stäbchen.

So nie. Bild: shutterstock

3. Getränkeautomaten, überall Getränkeautomaten 

Wer behauptet, in Japan stehe an jeder Ecke ein Getränkeautomat, der untertreibt. Im Land der aufgehenden Sonne gibt es alle fünf Meter Automaten mit Softdrinks, Kaffee, Tee. Vor jedem Hauseingang stehen sie, vor jedem Laden. Drückt man auf Kaffee, kommt dieser in Büchsenform aus dem Automaten und die Büchse ist heiss.

Automat. Japan.

Das könnte überall sein in Japan. Automaten, Automaten, Automaten. Bild: shotterstock

4. Trinkgeld verboten 

Der Kunde ist in diesem Sinne wirklich König. Ein exzellenter Service ist in Japan Voraussetzung. Es ist nicht nur so, dass niemand ein Trinkgeld erwartet, Trinkgeld ist gar verpönt. 

YEN.

Der Yen ist fast immer, aber nicht als Trinkgeld willkommen. Bild: shotterstock

5. Steh-Restaurants 

Steh-Restaurants sind im Trend. Die Japaner schlürfen nicht nur Ramen-Suppe oder Sushi im Stehen. Gourmet-Essen im Stehen ist ebenfalls verbreitet. Man isst in Reih und Glied an langen Bars. 

Essen und sitzen ist momentan eher out.  Bild: shotterstock

6. Nicht essen beim Gehen

Es ist in Japan tabu, auf offener Strasse im Gehen zu essen. Zum Essen sollte man sich hinsetzen. Allerdings nicht in der U-Bahn. Dort isst niemand. Die Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen und andere Fernzüge sind die Ausnahme.

Argentina's Pablo Zabaleta eats a fruit as he walks during a training session in La Serena, Chile, June 17, 2015. Argentina will play against Jamaica on June 20 during their Group B soccer match at the Copa America soccer tournament in Chile.  REUTERS/Marcos Brindicci

Der argentinische Fussballer Pablo Zabaleta isst einen Apfel auf dem Weg zum Training. Das kommt in Japan schlecht an.  Bild: MARCOS BRINDICCI/REUTERS

7. Schlürfen erwünscht 

Geräuschvolles Essen ist okay. Sprechen mit vollem Mund oder Schlürfen ist vor allem beim Essen von japanischen Nudelsuppengerichten nicht verkehrt. Umgekehrt wird vor allem von Männern erwartet, beim Essen der Nudeln zu schlürfen. Das gilt als Zeichen, dass das Gericht schmeckt.

In this Aug. 19. 2014 photo, Han Seung-youn, 36, eats

Wenn's schmeckt, soll geschlürft werden. Bild: Ahn Young-joon/AP/KEYSTONE

8. Das warme Tuch

Im Restaurant wird immer ein feuchtes, meist warmes Tuch gereicht. Damit reinigen sich die Gäste vor dem Essen die Hände. Während dem Essen kann das Tuch auch als Serviette benutzt werden. Männer wischen sich damit das ganze Gesicht ab, Frauen tupfen sich nur den Mund.

Tüchlein Japan

Das Tuch gehört zum japanischen Essensritual. Bild: shotterstock

9. Nicht selber nachschenken 

Man füllt sich sein Glas nicht selbst in Japan. Das übernimmt der Gastgeber. Sollte der Gast nicht wollen, dass aufgefüllt wird, lässt er einen Rest im Glas. Ist es leer, heisst das, dass man noch nicht genug hat, und man bekommt mehr.

A staff of Tokyo's French restaurant Narisawa pours a junmai daiginjo sake into a Japanese traditional Edo Kiriko glass, a faceted glass from the Edo period, to pair with a dish called

Bild: YUYA SHINO/REUTERS

Karma: Vegetarischer Genuss aus aller Welt

Gehe auf kulinarische Weltreise. Coop Karma vereint Genuss, Kulinarik, Frische und Convenience – und dies alles erst noch vegetarisch. Von fertigen Menüs über Salate und Sandwiches bis hin zu Snacks, Aufstrichen und einer breiten Tofuauswahl bietet Karma kulinarische Vielfalt mit über 50 Produkten aus aller Welt.

Jetzt mehr entdecken>>

 

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 16.07.2015 07:49
    Highlight Auch wichtig zu Punkt 9.

    Wenn man jemandem ein Getränk einschenkt. Tut dies niemals über den Handrücken.

    Ich habe leider keine Onlinereferenz dazu gefunden, aber mir wurde mal erklärt, dass über den Handrücken einzuschenken symbolisch steht für "möge dies dein letztes Getränk sein" und eher in Yakuza-Kreisen angewandt wird.
    Analog dem "Kuss des Todes" der Mafia.

    Falls ich mich da irren sollte, lass ich mich gerne besseren belehren. (unhöflich ist es ja sowieso jemandem salopp über den Handrücken einzuschenken)
    6 0 Melden
  • syknows 15.07.2015 22:13
    Highlight #7 ist ein Mythos. Es ist schlicht und einfach die Art, wie sie Nudeln essen, wie sie es von klein auf lernten. Menschen, die ich in Japan (zugegeben nur Tokyo) kennengelernt habe, waren eher verblüfft darüber, dass wir ohne Geräusche zu machen ein Ramen konsumieren konnten. Sprich: Iss einfach normal und gewöhn dich ans schlürfen der Japaner. Itadakimasu!
    8 0 Melden
  • Damien 15.07.2015 19:33
    Highlight 10 Essen nicht von Stäbchen zu Stäbchen reichen
    Wird häufig hashiwatashi (箸渡し) genannt und hat auch mit buddhistischen Beerdigungsritualen zu tun.
    7 0 Melden

Diese 5 Schweizer Gastrobetriebe sind ihrer Zeit voraus

Zum heutigen Tag der Nachhaltigkeit erzählen uns fünf Mitarbeitende aus fünf verschiedenen Gastronomien, was sie für einen umweltfreundlicheren Alltag tun und was sie sich von anderen Betrieben wünschen.

Lou Pfister, Sie arbeiten Teilzeit im «Foifi». Erklären Sie uns bitte kurz das Konzept des Ladencafés.Lou Pfister: «Bei uns findet man praktisch alles ausser Plastik. Das heisst, unsere Kunden kommen mit ihren eigenen Einmachgläsern vorbei, füllen ihre Lebensmittel selbst ab und verzichten somit auf unnötiges Verpackungsmaterial. Zudem kann man bei uns gemütlich eine Tasse Kaffee trinken oder ein Sandwich verspeisen.» 

Kriegt man bei euch auch einen coffee to go?«Ja, wir bieten Kaffee …

Artikel lesen