Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Als Dankeschön für den süssen Gruss schickte der britische Astronaut Tim Peake ein Selfie mit der Schoggi. (Bild: Swiss Space Center)

Als Dankeschön für den süssen Gruss schickte der britische Astronaut Tim Peake ein Selfie mit der Schoggi.
Bild: Swiss Space Center

Bevor diese Schweizer Schoggi zur ISS fliegen durfte, musste sie beinharte Tests bestehen



Die jüngste Nachschublieferung für die internationale Raumstation ISS hat einen kulinarischen Gruss aus der Schweiz enthalten: ein Paket mit sechs Boxen Schweizer Schokolade. Vor ihrem Weg ins All durchlief die Schoggi einen aufwendigen Prozess.

Die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gesponserte Lieferung wurde am Swiss Space Center (SSC) an der ETH Lausanne (EPFL) vorbereitet, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.

«Das Ziel ist, die Astronauten in ihrer Arbeit auf symbolische Weise zu ermutigen und zu unterstützen und das auf eine Art, die den Geist und die Kultur unseres Landes widerspiegelt», liess sich SSC-Direktor Volker Gass in der Mitteilung zitieren.

Strikte Regeln

Lebensmittel ins All zu senden, ist jedoch kein Kinderspiel, da strikte Regeln eingehalten werden müssen. Zunächst musste die ESA die Schokolade-Lieferung genehmigen. Die Verpackung wurde anschliessend neu gestaltet, da Logos an Produkten nicht erlaubt sind. Aus ethischen Gründen soll die ISS nicht für Werbezwecke verwendet werden. Weiter sollte die Verpackung möglichst leicht sein.

Der Hersteller, ein kleiner Betrieb im Kanton Luzern, habe zudem eine vollständige Liste der Inhaltsstoffe einreichen und damit einen Teil seines Betriebsgeheimnisses offenlegen müssen, schrieb die EPFL.

Eine kleine Weltreise

Die Boxen mit jeweils sechs kleinen Tafeln wurden anschliessend vom European Research and Technology Centre (ESTEC) in den Niederlanden getestet, um sicherzustellen, dass sie nicht entflammbar sind und keine Bruchteile produzieren, die sich in der Kabine verteilen und die Astronauten verletzen könnten. ESTEC achtete insbesondere darauf, dass die Boxen keine scharfen Ecken und Kanten aufwiesen.

Die Schokolade wurde anschliessend zu einem anderen ESA-Zentrum in Italien geschickt, wo der Inhalt der Boxen bestätigt und die Zolldokumente ausgefüllt wurden. Von dort machte sich das Paket auf den Weg zur NASA und schliesslich an Bord der SpaceX-Rakete – zusammen mit drei Tonnen an Lebensmitteln, Ausrüstung und wissenschaftlichen Experimenten – zur ISS.

Als Dankeschön für den süssen Gruss schickte der britische Astronaut Tim Peake ein Selfie mit der Schoggi und der vom Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation unterzeichneten Grusskarte zur Erde. (whr/sda)

#YearInSpace: Mit diesen atemberaubenden Bildern verabschiedet sich Scott Kelly von der ISS

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Potentiell extrem gute Nachrichten»: Was Experten über die neuen Impf-Resultate sagen

Hoffnung bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Covid-19: Die Testresultate der Biotechunternehmen Pfizer und Biontech zeigen eine 90-prozentige Wirksamkeit ihres Impfstoffes gegen das Coronavirus. Nebenwirkungen sind bislang keine bekannt. Ist das der Durchbruch?

Seit Mitte Januar entwickelte Biontech unter dem Projektnamen «Lightspeed» (Lichtgeschwindigkeit) den Impfstoff BNT162b2. Die entscheidende Phase 3 der Studie, die über eine Zulassung des Imfpstoffes bestimmt, wurde Ende Juli in verschiedenen Ländern eingeleitet. So haben bisher mehr als 43'500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen erhalten, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Nach Angaben der Hersteller wird der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

Beim …

Artikel lesen
Link zum Artikel