Schweiz
Grüne

SVP verschweigt Frauenanteil, Grüne frisiert Mitgliedszahlen: Parteien schönen ihre Porträts in der Wahlanleitung des Bundes

Im Büro der Grünen.
Im Büro der Grünen.
Bild: KEYSTONE

SVP verschweigt Frauenanteil, Grüne frisiert Mitgliedszahlen: Parteien schönen ihre Porträts in der Wahlanleitung des Bundes

06.10.2015, 06:2906.10.2015, 07:25

In der offiziellen Wahlanleitung des Bundes werden alle Parteien portraitiert – ganz nach deren Gutdünken. Wie der Blick.ch am Dienstag berichtet hat die SVP darin als einzige Partei ihren mageren Frauenanteil ihrer Parlaments-Vertretung verschwiegen. Und die Grünen frisierten ihre Mitgliederzahlen. 

So behauptet die Partei in der Broschüre, sie hätten 18'500 Mitglieder. Gemäss Blick.ch sagte Grünen-Generalsekretärin Miriam Behrens aber, dass die Partei nur 8000 echte Mitglieder habe.

Der Grund für den «Bluff»: In der Wahlanleitung 2011 habe man noch nur die wirklichen Parteimitglieder gezählt (7500). Nachdem die Bundeskanzlei den Grünen aber mitgeteilt habe, dass alle anderen Parteien ihre Mitgliederzahlen viel grosszügiger ermittelten, habe man eine breitere Definition angewendet. 

So würden auch Gönner und Spender dazugezählt. Anders bei der SP, die sehr streng argumentiert. Wer den Mitgliedsbeitrag nicht zahlt, fällt aus der Statistik, heisst es bei Blick.ch. (dwi)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Der Schweizer Hass auf Klimaanlagen kostet Leben und Geld – nun kippt die Stimmung
Jahrelang galten die Kühlgeräte als unnötiger Luxus und waren verpönt. Das ändert sich nun. Behörden, Betriebe wie die SBB und Hotels denken um.
Mit dem Sommer steigen neben den Temperaturen auch die Preise für Klimageräte. Die Händler nutzen die Sehnsucht nach kühler Luft gnadenlos aus. Bei Digitec Galaxus wird der Bestseller, eine mobile Split-Klimaanlage eines chinesischen Herstellers, derzeit für 1297 Franken angeboten. Im Februar lag der Preis bei 826 Franken.
Zur Story