Zu wenig Recycling, zu viel Food Waste – Analyse zeigt, was Zürcher alles wegwerfen
Zum ersten Mal führte die Stadt Zürich eine Abfallanalyse durch. Die Ergebnisse überraschen: Einen grossen Anteil des Abfallgewichts machen Lebensmittel aus und noch mehr könnte über bestehende Recycling-Kanäle entsorgt werden. Das schreibt der Tages-Anzeiger.
20 Prozent Lebensmittel
Rund ein Dutzend Studierende durchstöberten im Auftrag von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) 832 Züri-Säcke und sortierten deren Inhalte. 20 Prozent des Abfallgewichts sind Lebensmittel, schreibt der «Tages-Anzeiger». Pro Einwohnerin und Einwohner landen jährlich 23,4 Kilogramm Lebensmittel im Müll. Das seien laut ERZ «zu viele». Die Stadt plant nun Sensibilisierungsmassnahmen gegen Food Waste.
40 Prozent recycelbar
Auch zu viele Wertstoffe, also recycelbare Materialien, landen im Kehricht. Insgesamt 40 Prozent des Zürcher Abfallgewichts könnte eigentlich wiederverwertet werden. Bei den Wertstoffen handelt es sich laut «Tages-Anzeiger» um 12 Prozent Rüstabfälle, 12 Prozent Kunststoffverpackungen und Getränkekartons, 5 Prozent Karton, 5 Prozent Papier und 4 Prozent Glas.
Nebst den Abfallsäcken seien auch Anlieferungen beim Recyclinghof untersucht worden. Hier würden allen voran Möbel, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände entsorgt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger». 68 Prozent davon seien noch funktionstüchtig, 29 Prozent defekt und 3 Prozent reparierbar.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, will die Stadt Zürich über diverse Projekte Recycling und Kreislaufwirtschaft fördern. Wenn indirekte Emissionen durch Abfall nicht sinken, wird es schwer für die Stadt Zürich, ihr Netto-Null-Ziel bis 2040 zu erreichen. (nil)
