Schweiz
Zürich

Abfallanalyse Stadt Zürich Zu wenig Recycling, zu viel Food Waste

Blaue und weisse Abfallsaecke der Stadt Zuerich sowie schwarze Abfallsaecke liegen neben zwei Abfallcontainern am Strassenrand bei Locherguet in Zuerich, fotografiert am Mittwoch, 22. November 2023. ( ...
832 Züri-Säcke wurden analysiert.Bild: KEYSTONE

Zu wenig Recycling, zu viel Food Waste – Analyse zeigt, was Zürcher alles wegwerfen

29.05.2026, 15:1129.05.2026, 15:11

Zum ersten Mal führte die Stadt Zürich eine Abfallanalyse durch. Die Ergebnisse überraschen: Einen grossen Anteil des Abfallgewichts machen Lebensmittel aus und noch mehr könnte über bestehende Recycling-Kanäle entsorgt werden. Das schreibt der Tages-Anzeiger.

20 Prozent Lebensmittel

Rund ein Dutzend Studierende durchstöberten im Auftrag von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) 832 Züri-Säcke und sortierten deren Inhalte. 20 Prozent des Abfallgewichts sind Lebensmittel, schreibt der «Tages-Anzeiger». Pro Einwohnerin und Einwohner landen jährlich 23,4 Kilogramm Lebensmittel im Müll. Das seien laut ERZ «zu viele». Die Stadt plant nun Sensibilisierungsmassnahmen gegen Food Waste.

40 Prozent recycelbar

Auch zu viele Wertstoffe, also recycelbare Materialien, landen im Kehricht. Insgesamt 40 Prozent des Zürcher Abfallgewichts könnte eigentlich wiederverwertet werden. Bei den Wertstoffen handelt es sich laut «Tages-Anzeiger» um 12 Prozent Rüstabfälle, 12 Prozent Kunststoffverpackungen und Getränkekartons, 5 Prozent Karton, 5 Prozent Papier und 4 Prozent Glas.

Nebst den Abfallsäcken seien auch Anlieferungen beim Recyclinghof untersucht worden. Hier würden allen voran Möbel, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände entsorgt werden, schreibt der «Tages-Anzeiger». 68 Prozent davon seien noch funktionstüchtig, 29 Prozent defekt und 3 Prozent reparierbar.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, will die Stadt Zürich über diverse Projekte Recycling und Kreislaufwirtschaft fördern. Wenn indirekte Emissionen durch Abfall nicht sinken, wird es schwer für die Stadt Zürich, ihr Netto-Null-Ziel bis 2040 zu erreichen. (nil)

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154 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Raki
29.05.2026 15:56registriert Januar 2024
Ist eigentlich ganz einfach: bezahlt den Menschen etwas für das Recycling von Wertstoffen, zB nach Gewicht. Anstatt Entsorgungsgebühren zu verlangen und zu erhöhen und Geld für spezielle, regionale Säcke für Recycling zu verlangen belohnt die Leute fürs Recycling. Anreize schaffen statt oft als Abzocke empfundene Gebühren.
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El_Chorche
29.05.2026 15:52registriert März 2021
Recycling ist ja schön und gut, aber wieso verbietet man nicht endlich Elektronik mit Ablaufdatum?
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Bassman
29.05.2026 16:36registriert November 2020
Dieser ganze Plast-Müll ist halt fast unvermeidbar.

Aber ich esse eigenlich immer ALLES was ich so einkaufe.

Selbst das harte Brot endet in einer Suppe oder wenigsten in einem Huhn.
😅
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