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Bis 40'000 Mann: NATO erweitert Eingreiftruppe um mehr als das Doppelte

Bisher 13'000 Mann, künftig bis zu 40'000 Mann: Die NATO-Eingreiftruppe.
Bisher 13'000 Mann, künftig bis zu 40'000 Mann: Die NATO-Eingreiftruppe.Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

Bis 40'000 Mann: NATO erweitert Eingreiftruppe um mehr als das Doppelte

22.06.2015, 17:3522.06.2015, 17:56

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts will die NATO ihre Eingreiftruppe auf 30'000 bis 40'000 Soldaten erweitern. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Montag in Brüssel, damit werde die «aktuelle Grösse mehr als verdoppelt».

Den Beschluss dazu würden die NATO-Verteidigungsminister auf ihrem Treffen am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel treffen. Bisher zählt der Kern der NATO-Eingreiftruppe rund 13'000 Soldaten, hinzu kommen Kommandoeinheiten und eine Unterstützungsreserve.

Die Soldaten der NATO Response Force (NRF) können im Krisenfall sehr viel schneller stationiert werden als herkömmliche Truppen. Die Ukraine-Krise verdeutlichte aber, dass selbst dies nicht ausreicht.

Britische NATO-Soldaten bei einer Übung.
Britische NATO-Soldaten bei einer Übung.Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

Neue Kommandostruktur

Die NATO gründete deshalb innerhalb der NRF eine sogenannte Speerspitze mit rund 5000 Mann, die binnen Tagen in Krisengebiete geschickt werden kann. Sie soll insbesondere Russland demonstrieren, dass die NATO ihre östlichen Bündnispartner nicht im Stich lassen wird. Dieses Jahr wird das neue Konzept getestet. 2016 soll die Speerspitze voll einsatzbereit sein.

Stoltenberg hatte schon im Februar eine Verdoppelung der NRF auf mehr als 30'000 Mann angekündigt. Er sagte am Montag, die NATO werde auch «ihre Entscheidungsprozesse beschleunigen», um für neue Herausforderungen gewappnet zu sein.

Dazu gehöre auch die Gründung eines neuen Logistik-Hauptquartiers in der Kommandostruktur des Bündnisses. Der NATO-Oberkommandierende werde damit «mehr Verantwortung für die Stationierung» bekommen, was schnellere Reaktionen der 28 Staaten der Allianz ermögliche. Die politische Kontrolle über Einsätze bleibe davon unberührt. (tat/sda/afp)

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