Wirtschaft
Schweiz

Gegen israelische Drohnen: Aktivisten blockieren Thuner Waffenplatz

Gegen israelische Drohnen: Aktivisten blockieren Thuner Waffenplatz

26.05.2015, 11:4926.05.2015, 12:55

Aus Protest gegen den geplanten Kauf von israelischen Drohnen durch die Schweiz haben Aktivisten verschiedener Organisationen am Dienstagmorgen den Zugang zum Waffenplatz Thun BE blockiert. Nach etwa einer Stunde war die friedliche Aktion beendet.

Den Aktivisten ging es laut einer Mitteilung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) darum, den Mitgliedern der Sicherheitspolitischen Kommissionen beider eidgenössischer Räte den Zugang zum Waffenplatz zu verwehren. Auf dem Waffenplatz stand eine Vorführung des Rüstungsprogramms 2015 für die National- und Ständeräte auf dem Programm.

Der Bundesrat hatte im Februar bekanntgegeben, er wolle im Rahmen des Rüstungsprogramms sechs israelische Hermes-900-HFE-Drohnen kaufen. Die GSoA wirft der Herstellerfirma vor, direkt in verschiedene Völker- und Menschenrechtsverstösse verwickelt zu sein.

Bundesrat Ueli Maurer sagte im Februar, dass die Herstellerin der Drohnen aus Israel stamme, halte die Landesregierung für unproblematisch.

Eine Sprecherin der Kantonspolizei Bern sagte auf Anfrage, die Polizei habe vor Ort die Personalien einzelner Aktivisten aufgenommen, aber niemanden angehalten. Auf von den Aktivisten veröffentlichten Fotos war zu sehen, wie diese sich vor der Einfahrt zum Waffenplatz auf den Boden legten und so den Fahrzeugen die Einfahrt verunmöglichten. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Trumps Kehrtwende im Iran-Krieg: Verdacht auf Insiderhandel verdichtet sich
Am Montag legte US-Präsident Donald Trump erneut eine Kehrtwende im Iran-Krieg hin und verlängerte sein Ultimatum gegenüber Teheran. Grosse Wetten in den USA legen nun den Verdacht auf Insiderhandel nahe.
Dass Donald Trump seine Haltung zu geopolitischen Fragen häufig ändert, ist bekannt. Doch hinter diesen Kurswechseln könnte ein Muster stecken: Seine Ankündigungen fallen auffällig oft mit den Öffnungs- und Schlusszeiten der Finanzmärkte zusammen – ein Umstand, der Spekulationen über möglichen Insiderhandel nährt.
Zur Story