Schweiz
Arbeitswelt

Trotz Küsschen: Juncker erteilt Sommaruga eine Abfuhr, er will bei der Schutzklausel mitreden

Simonetta Sommaruga zu Besuch bei Jean-Claude Juncker.
Simonetta Sommaruga zu Besuch bei Jean-Claude Juncker.
Bild: LAURENT DUBRULE/EPA/KEYSTONE

Trotz Küsschen: Juncker erteilt Sommaruga eine Abfuhr, er will bei der Schutzklausel mitreden

Die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative bleibt schwierig. Die EU akzeptiert eine einseitige Einführung der Schutzklausel nicht. 
21.12.2015, 13:5021.12.2015, 15:37

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem luxemburgischen Aussenminister Jean Asselborn über die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative gesprochen. Juncker akzeptiert eine Schutzklausel nur mit Zustimmung der EU.

Das sagte er am Montag nach dem Treffen in Brüssel deutlich. Sommaruga ihrerseits betonte die positiven Aspekte. Man habe bei den Gesprächen Fortschritte gemacht. Schliesslich habe die EU mit der Schweiz anfangs gar nicht darüber sprechen wollen.«Jetzt hat man begonnen miteinander zu sprechen.»

Ausserdem habe man «einen Ort gefunden, wo mit Interpretation eine Lösung möglich wäre», sagte die Bundespräsidentin mit Verweis auf den Artikel 14.2 im Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU. Der politische Wille, eine Lösung zu finden, sei jedenfalls auf beiden Seiten vorhanden.

Doch sie dämpft gleichzeitig allzu hohe Erwartungen. Ob man am Schluss eine gemeinsame Lösung finden werde, «das kann ich ihnen heute nicht sagen».

Trotz Küsschen: Das Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz hat sich seit der Annahme der Zuwanderungsinitiative abgekühlt.
Trotz Küsschen: Das Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz hat sich seit der Annahme der Zuwanderungsinitiative abgekühlt.
Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Nach der Annahme der Initiative im Februar 2014 kühlte sich das Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz merklich ab. Die EU-Kommission lehnte zudem die Forderung der Schweiz ab, Verhandlungen zur Anpassung des Freizügigkeitsabkommens Schweiz-EU aufzunehmen.

Um die Situation zu deblockieren und eine Lösung zu finden, vereinbarten Sommaruga und Juncker im vergangenen Februar, so genannte Konsultativgespräche durchzuführen. Bis anhin gab es zehn Gesprächsrunden. Diese Konsultationen sollen im kommenden Jahr weitergeführt werden. (sda/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Stromschlag- und Brandgefahr: Aldi Suisse ruft Haartrockner zurück
In Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) ruft Aldi Suisse den Haartrockner «Ambiano Fashion Blow» zurück.
Bei unsachgemässer Handhabung kann es zu einer Beschädigung des Netzkabels kommen, heisst es in einer Mitteilung des Bundes. Es besteht Stromschlag- und Brandgefahr.
Zur Story