Vor mehr als 20 Jahren nahm das Hubble-Teleskop das bis dahin tiefste Bild des Universums im sichtbaren Licht auf. Nun hat das James-Webb-Teleskop einen neuen Blick auf dieses Ultra Deep Field geworfen – mit faszinierenden Ergebnissen.
Im Jahr 2004 veröffentlichten die NASA und die Europäische Weltraumorganisation ESA das
Hubble Ultra-Deep Field (HUDF) – zu diesem Zeitpunkt das «tiefste» Bild des Universums im Bereich des sichtbaren Lichts. Das Weltraumteleskop hatte dafür vom September 2003 bis zum Januar 2004 einen kleinen Teil des Nachthimmels gescannt. Das untersuchte Gebiet in der gut erforschten Himmelsregion im südlichen Sternbild
Chemischer Ofen (Fornax) entsprach nur einem Vierzigmillionstel des gesamten Himmels – ungefähr die Fläche, die man durch das Nadelöhr einer Nähnadel sieht, die man an der ausgestreckten Hand gegen den Himmel hält. Müsste das Hubble-Teleskop den gesamten Himmel in dieser Auflösung beobachten,
würde es eine Million Jahre dafür benötigen.