Schweiz
Wirtschaft

Blei in Nudeln? Nestlé droht Klage in Indien wegen falscher Deklaration

Blei in Nudeln? Nestlé droht Klage in Indien wegen falscher Deklaration

31.05.2015, 15:1231.05.2015, 15:17

Die indische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit will Nestlé India strafrechtlich belangen, nachdem in Instantnudeln der Marke Maggi eine gefährliche Konzentration von Blei entdeckt worden ist. Nestlé weist die Vorwürfe zurück.

Das Blei war im März bei Stichproben entdeckt worden. Die Analyse der Nudeln hatte zudem den Zusatz von monosodischem Glutamat ergeben, ein Stoff der laut der Behörde gesundheitsschädigend sein kann. 

Die Behörde erklärte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, sie habe bei einem lokalen Gericht eine Klage gegen Nestlé India wegen falscher Deklaration von Inhaltsstoffen eingereicht. Die erste Anhörung soll am Montag stattfinden. Im Falle einer Verurteilung droht dem Konzern eine Busse und den verantwortlichen Personen eine Gefängnisstrafe .

Nestlé bestreitet die Vorwürfe und will die Rechtmässigkeit der Deklaration mit eigenen Analysen beweisen. Das Unternehmen werde die Resultate mit den Behörden teilen und in der Sache kooperieren, teilte das Unternehmen am Freitag in einem Communiqué mit. (pma/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Smartphone-Konsum: «Diskussion um Bildschirmzeit lenkt von den wichtigen Fragen ab»
Viele wollen ihren Smartphone-Konsum reduzieren. Ein Experte für digitale Medien findet: Wir sollten weniger über Bildschirmzeit und mehr über Infrastruktur sprechen.
Verraten Sie uns Ihre Bildschirmzeit?
Moritz Büchi: Ich kenne sie nicht genau. An gewissen Tagen beträgt sie zwei Stunden, an anderen mehr. Ich arbeite aber am Laptop und greife auch dort auf Apps zu. Das zeigt schon, dass die Smartphone-Bildschirmzeit als Mass wenig taugt.
Zur Story