Schweiz
Wirtschaft

Frauen bekommen noch immer 20 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen

Frauen bekommen noch immer 20 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen

21.08.2015, 09:5421.08.2015, 10:02

Im Jahr 2012 verdienten Frauen in der Privatwirtschaft im Schnitt 21,3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das zeigt die neue Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS). 2008 hatte der Lohnunterschied noch 25,5 Prozent betragen.

Frauen demonstrieren am 1. Mai 2011 in Basel für gleiche Löhne.
Frauen demonstrieren am 1. Mai 2011 in Basel für gleiche Löhne.Bild: KEYSTONE

Die Lohnungleichheit lasse sich zwar teilweise durch strukturelle Faktoren erklären, wie beispielsweise durch Unterschiede im Bildungsstand, in der Anzahl Dienstjahre oder in der ausgeübten Kaderfunktion innerhalb des Unternehmens, schreiben die Statistiker des Bundes in einer Mitteilung am Freitag.

Dennoch blieben 40,9 Prozent der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern im privaten Sektor unerklärt, Insbesondere lasse sich feststellen, dass die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern umso grösser sei, je höher die Kaderfunktion sei, heisst es weiter.

Gender

Wie aus der Auswertung hervorgeht, variieren die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern je nach Wirtschaftszweigen stark. Im Gastgewerbe beispielsweise betrug die Differenz 11 Prozent, in der chemischen Industrie 14,1 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen 18,6 Prozent, im Detailhandel 19,5 Prozent, im Bereich der Information und Kommunikation 23,7 Prozent, in der Maschinenindustrie 25,6 Prozent und im Kredit- und Versicherungsgewerbe 34 Prozent.

Deutlich weniger ausgeprägt sind die Lohnunterschiede im öffentlichen Sektor. Dort lag die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern 2012 bei durchschnittlich 16,5 Prozent. Der Prozentsatz der nicht erklärbaren Unterschiede lag bei 38,8 Prozent. 

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
«Sprengen uns einen Kanal» – Mann von US-Botschafterin in Bern sorgt für Stirnrunzeln
Der US-amerikanische Politiker Newt Gingrich teilte auf X einen Satireartikel mit der Idee, einen neuen Kanal mithilfe von Atomwaffen zu sprengen – und scheint ihn ernst zu nehmen.
Newt Gingrich, Ehemann der US-Botschafterin in Bern und ehemaliger Sprecher des US-Repräsentantenhauses, sorgt auf X für Irritationen. Er teilte einen Artikel mit der Idee, einen neuen Kanal zur Umgehung der Strasse von Hormus zu schaffen, und zitierte ihn, als handle es sich um einen ernst gemeinten Vorschlag. Der Artikel selbst ist jedoch Satire, wie ein Satz am Ende deutlich macht:
Zur Story