International

Wenn du dieses Video siehst, wirst du dein Obst nie wieder in der Migros kaufen

14.03.15, 12:52 16.03.15, 14:20

«Wir sind ein Familienunternehmen mit Tradition – in einem kompetitiven Umfeld konnten wir uns stets behaupten.» Mit einer rauchigen Stimme präsentiert das wohl beste Image-Video den kleinen Obststand von Dieter Schweiger – oder wie ihn seine Kunden liebevoll nennen: «Didi».

Wer sich das Video anschaut, erlebt in vier Minuten eine volle Ladung Emotionen, Slogans und Gefühle. Man merkt ziemlich schnell: «S'Lebn is a Freid» ist eine Verballhornung der üblichen Image-Videos.

Dabei gehen die Macher des Videos – die Werbeagentur Al Dente Entertainment – nach üblichem Schema vor: Eine beruhigende Stimme, angenehme Hintergrundmusik mit leichter Dramatik. Die Manager werden als «ganz normale» Personen dargestellt, gemischt mit Szenen aus der Stadt, klischeehaften Slogans, Worthülsen und abgedroschenen Werbephrasen. 

Das Konzept ist aufgegangen: «Die Mutter aller Imagefilme» wurde bereits über 300'000 mal auf YouTube angeschaut. «Didis Obststandl» ist aber nicht das einzige Image-Video, welches die Werbeschemata perfekt übernimmt. Mustafa's Gemüsekebap etwa wirbt mit frischem Gemüse und der Verulkung einer Werbung des Babynahrungs-Herstellers Hipp: «Davor stehe ich mit meinem Namen.»

Auch die Schweiz kennt ulkige Werbevideos. Die Werbung der Fischer Bettwarenfabrik in Wädenswil-Au ging ähnlich viral ab. Den Spruch «Federn von toten Tieren» kennen mittlerweile nicht nur Zürcher, wie 20 Minuten schreibt.

(pma)

So schön war Werbung früher

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Dieser Schaffhauser könnte schon bald die drittgrösste Stadt im Kosovo regieren

Faton Topalli wohnt im beschaulichen Dörflingen im Kanton Schaffhausen. Gleichzeitig sitzt er seit vier Jahren im Parlament des Kosovo – wo er auch schon mal eine Tränengas-Petarde zündete. Am Sonntag könnte Topalli Bürgermeister von Ferizaj werden, einer Stadt mit über 100'000 Einwohnern.  

Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am Dienstagabend im Stadtzentrum von Ferizaj im Süden des Kosovo. Die Oppositionspartei «Lëvizja Vetëvendosje» (Bewegung für Selbstbestimmung) hatte zur Abschlusskundgebung des Lokalwahlkampfs gerufen. Angereist waren die Granden der Bewegung: Visar Ymeri, der Parteivorsitzende, und Albin Kurti, ihr Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten.

Doch der eigentliche Star des Abends war ein 53-jähriger, im Kanton Schaffhausen wohnhafter, …

Artikel lesen