Schweiz

Bild: KEYSTONE

Migros: Grosse Investitionen, weniger Gewinn

28.03.17, 10:29 28.03.17, 14:19

Die Migros hat im vergangenen Jahr einen Gewinnknick hinnehmen müssen. Der Reingewinn des «orangen Riesen» sank um 16,2 Prozent auf 663 Millionen Franken. Grund für den Rückgang seien Wertberichtigungen bei Tochtergesellschaften, gab die Migros am Dienstag an ihrer Bilanzmedienkonferenz in Zürich bekannt.

Der Betriebsgewinn (EBIT) schrumpfte um 7,2 Prozent auf 911 Millionen Franken. Der Umsatz legte indes um 1,2 Prozent auf 27,7 Milliarden Franken zu.

Der Preiskampf, der anhaltende Einkaufstourismus sowie die Talfahrt der Rohölpreise, die aufs Benzin- und Heizölgeschäft von Migrol schlugen, machten dem Umsatz zu schaffen. Zudem litt die Reisetochter Hotelplan darunter, dass Terroranschläge und politische Turbulenzen aufs Geschäft drückten.

Bei den zehn regionalen Migros-Genossenschaften stagnierte der Umsatz im In- und Ausland bei 15,6 Milliarden Franken. Der Discounter Denner konnte dagegen um 2 Prozent auf knapp 3 Milliarden Franken zulegen.

Coop mit Aufwärtstrend

Damit hat sich Konkurrentin Coop besser entwickelt als die Migros. Coop steigerte 2016 den Gruppenumsatz um 5,1 Prozent auf 28,3 Milliarden Franken und zog damit an der Erzrivalin vorbei. Dies vor allem dank eines kräftigen Wachstumsschubs in der Sparte Grosshandel und Produktion.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte bei Coop um 6,6 Prozent auf 763 Millionen Franken. Unter dem Strich schrieb die Coop-Gruppe 475 Millionen Franken Gewinn. Das ist ein Plus von 14,1 Prozent.

Wachstum im Ausland

Bei der Migros stieg der gesamte Detailumsatz im In- und Ausland um 1,2 Prozent auf 23,3 Milliarden Franken. Ohne den Preisverfall wäre der Umsatz um 2,1 Prozent gewachsen, hiess es. Besonders im Ausland konnte der Konzern deutlich zulegen. Die Migros France, die deutsche Tegut-Gruppe, die Gries-Deco-Gruppe Deutschland und Österreich sowie der Probikeshop legen um 6,4 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken zu, wie die Migros bereits im Januar bekannt gegeben hatte. (nfr/sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Olf 28.03.2017 14:45
    Highlight Vielleicht weil es kein Bier gibt da.
    Karma, bitch.
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  • Döst 28.03.2017 12:34
    Highlight "Grund für den Rückgang seien Wertberichtigungen bei Tochtergesellschaften,"
    Der Reingewinn kann fast beliebig geseuert werden.
    Das Geschäft bei Migros lief nicht schlecht, aber anscheinend mussten bei Töchtern Abschreiber vorgenommen werden (das sind dann eher strategische Fehler gewesen, und haben wenig mit Einkaufstourismus zu tun).
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  • Amboss 28.03.2017 12:14
    Highlight Vielleicht sollte Migros jetzt mal auf der Kostenseite ansetzen - und zwar nicht bei den Löhnen.
    Sondern bei all den schönen Dingen, die Migros uns schenkt und die wir gar nie verlangt haben. Märggli zum ichläbe, Osterhasen-Päckli, Cumulus Punkte, Familienplattform, Kochclub - kostet alles.
    Ich meine Kundenbindung ist wichtig und der CH-Kunde möchte seine schöne Migros-Welt, aber ich finde, man hat es jetzt übertrieben.

    Der Preiskampf ist Realität, der Euro steigt nie mehr auf 1.50. Zeit also, endlich günstigere Preise zu bringen und so gerade Einkaufstouristen wieder zu gewinnen.
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  • Erarehumanumest 28.03.2017 11:17
    Highlight Wieso bringt ihr nichts zum falschen Bruttomargenvergleich?
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    • pamayer 28.03.2017 12:14
      Highlight Genau! Die höchste Bruttomarge weit und breit.
      Kommt mir immer in den Sinn, wenn ich in Migros oder Coop an der Kasse stehe. Und fühle mich verarscht.

      Und die an der Kasse mit ihren Millionenboni erst!
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    • Erarehumanumest 28.03.2017 13:38
      Highlight Ich muss etwas klarstellen: H. Bolliger hat aufzeigt, wie gewisse europäische Margenvergleiche offensichtlich falsch dargestellt werden und hat dies länger erörtert. Leider verliert kein Onlineportal auch nur eine Silbe darüber...inkl. Watson
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