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Wanderer in den Alpen.
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Das bedingungslose Grundeinkommen ist der erste Schritt einer Reise ins Unbekannte

Finnland experimentiert mit einem bedingungslosen Grundeinkommen. In der Schweiz werden wir bald darüber abstimmen. Alles naive Schwärmerei – oder doch mehr?

Publiziert: 13.12.15, 08:49 Aktualisiert: 08.04.16, 10:14

«Das Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.» So steht es im Text der Volksinitiative, über die wir nächstes Jahr abstimmen werden. Zyniker könnten sagen, eine Diskussion erübrige sich, schliesslich glauben selbst die Initianten nicht an einen Erfolg. «Es wäre vermessen, bei einer Abstimmung auf Anhieb mit einer Mehrheit zu rechnen», sagt Daniel Häni von Unternehmen «Mitte» in Basel. Er ist eine der treibenden Kräfte der Initiative. Allerdings fügt er hinzu: «Wir sind jedoch überzeugt davon, dass ein Grundeinkommen früher oder später kommen wird.»

«Die grössten Umverteilungskämpfe würden aber dadurch ausgelöst, dass das BGE zu einer massiven Senkung der Lohnkosten führen soll.»

Beat Ringger, Gewerkschafter

Bereits heute nimmt die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) Fahrt auf, nicht nur in der Schweiz. In Finnland soll 2017 ein Experiment mit einem Grundeinkommen von 800 Euro für jeden Erwachsenen gestartet werden. Offensichtlich ist das BGE eine Idee, deren Zeit gekommen zu sein scheint.

Wer nicht arbeitet, der soll nicht essen

Die Idee lässt sich jedoch schlecht einordnen. Konservative mögen das BGE nicht, weil sie nach wie vor nach dem Motto leben: «Wer nicht arbeitet, der soll nicht essen.» Liberale hingegen haben gelegentlich Sympathien für das Anliegen. Sie finden vor allem Geschmack daran, dass der Verwaltungsaufwand und die Bürokratie des Sozialstaates mit einem Federstrich wegfallen würden.

Am anderen Ende des politischen Spektrums ist die Stimmung ebenfalls ambivalent. In Deutschland setzt sich «Die Linke» seit Jahren für das BGE ein, während die SP Schweiz sich dagegen ausspricht. Auch die Gewerkschaften mögen die Idee nicht. Ihr Thinktank «Denknetz» hat kürzlich unter den Titel «Würde, bedingungslos» ein Buch veröffentlicht, das sich kritisch mit dem BGE befasst.

Kritisiert das BGE aus linker Perspektive: Heiner Flassbeck.
Bild: KEYSTONE

Der führende Kritiker des BGE auf der linken Seite ist Heiner Flassbeck, Ex-Chefökonom der Unctad, der für Wirtschaft und Handel zuständigen Unterorganisation der UNO. Flassbeck argumentiert so, wie man es eigentlich von konservativer Seite erwarten würde. Er sagt: «Wenn sich alle Bürger eines Landes auf den Anspruch des bedingungslosen Grundeinkommens berufen und nur das tun, was ihnen gerade Spass macht, was aber nicht notwendigerweise am Markt von irgendjemand anderem nachgefragt wird, gibt es keine ausreichende materielle Grundlage, aus der heraus die gesetzlichen Ansprüche jedes Einzelnen gegen den Staat, gegen die ‹Allgemeinheit›, bedient werden können.»

«Meiner Ansicht nach ist die effektivste Lösung ein bedingungsloses Grundeinkommen.»

Martin Ford, Buchautor

Die Vorstellung, dass mit einem BGE jeder machen kann, «was ihm Spass macht», ist weit verbreitet, aber nur bedingt zutreffend. Zwar sollen die Menschen tatsächlich von der Sklaverei der Erwerbsarbeit befreit werden, aber zu glauben, dass wir dann nur eine Gesellschaft von Möchte-gern-Künstler und Freizeit-Bastler sein werden, ist Blödsinn.

Die Angst der Gewerkschaften

Ein BGE deckt die Grundbedürfnisse, mehr nicht. Nur wenige Menschen werden sich damit zufrieden geben, schliesslich ist nicht jeder zum Asket geboren. Wer glaubt, sich als Rockmusiker oder Eventkünstler ein Zubrot zu verdienen, könnte hart landen. Gerade in diesen Bereichen kann sich nur durchsetzen, wer sehr grosse Leidensbereitschaft an den Tag legt. Ein BGE wird vielmehr den bereits sehr intensiven Wettbewerb in diesen Bereichen noch verstärken.

Beat Ringger, lange Zentralsekretär der Gewerkschaft VPOD, greift eine bei den Linken ebenfalls weit verbreitete Angst auf, nämlich, dass das BGE die Reichen noch reicher machen würde. «Die grössten Umverteilungskämpfe würden aber dadurch ausgelöst , dass das BGE zu einer massiven Senkung der Lohnkosten führen soll», schreibt Ringger. Mit anderen Worten: Die Unternehmer können sich einen Teil der Lohnkosten sparen, die der breite Mittelstand durch eine höhere Mehrwertsteuer aufbringen muss.

Die ersten Vorboten einer neuen Wirtschaftsordnung

So gesehen wäre das BGE tatsächlich ein miserabler Deal. Doch dieser Betrachtungsweise liegt ein entscheidender Irrtum zugrunde: Sie geht davon aus, dass ein BGE in die bestehende Wirtschaftsordnung eingebaut wird. Das wäre ein aussichtsloses Unterfangen. Das BGE ist vielmehr ein Bestandteil einer neuen Wirtschaftsordnung, die sich erst allmählich entwickelt. Erste Vorboten sind bereits vorhanden.

Der rasante technische Fortschritt wird unsere Arbeitswelt umkrempeln. Roboter und künstliche Software werden viele Arbeiten überflüssig machen und die meisten Arbeitsprozesse beeinflussen. Selbst wenn man den ganzen Techno-Hype diskontiert, wird man um diese Tatsache nicht herumkommen. Die meisten Spezialisten, die sich mit diesem Thema befassen, empfehlen deshalb auch ein BGE.

Mehr Bildung allein wird nicht genügen

Stellvertretend etwa Martin Ford, Autor des Buches «Rise of the Robots». Er schreibt: «Wenn wir akzeptieren, dass auch immer grössere Investitionen in das Bildungswesen unsere Probleme nicht lösen werden, und Aufrufe, die zunehmende Automatisierung der Arbeit zu verhindern, nicht realistisch sind, dann müssen wir über den Tellerrand der bestehenden politischen Ansätze hinausschauen. Meiner Ansicht nach ist die effektivste Lösung ein bedingungsloses Grundeinkommen.»

Zwei Befürworter des BGE: Daniel Häni und Philip Kovce. 
bild: kostas maros

Zum gleichen Schluss kommt auch Paul Mason, der sich in seinem Buch «Postcapitalism» aus ökonomischer Sicht mit der sich abzeichnenden «Null-Grenzkosten-Gesellschaft» auseinandersetzt. Die sich ausbreitende Gratiskultur wird zu einer Gefahr der Marktwirtschaft, weil eine vernünftige Preisbildung nicht mehr stattfinden kann. Mason bezeichnet daher das Grundeinkommen als Mittel «zur Sozialisation der Kosten der Automation.»

Links und rechts war gestern

Die entscheidende Trennlinie in der BGE-Diskussion verläuft nicht zwischen links und rechts, sondern entlang der Frage: Ist die bestehende Wirtschaftsordnung noch zu retten oder nicht? Wer die Frage mit Ja beantwortet, der wird ein BGE mit guten Gründen ablehnen. Wer hingegen glaubt, dass wir am Ende eines Zyklus angelangt sind und am Beginn einer Reise, von der wir nicht wissen, wohin sie führen wird, der wird das BGE als einen ersten Schritte auf dieser Reise betrachten.

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132 Kommentare anzeigen
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  • Tropfnase 30.01.2016 23:27
    Highlight Ersetzt das BGE Iv Renten, Ahv Renten und Arbeitslosen Geld?Dan müsste man auch keine Beiträge mehr zahlen? Muss ich das BGE auch wider versteuern? Wird das BGE an die Teuerung gekoppelt? Wo genau kommen die Milliarden für das BGE her, bezahlen das dijenigen die noch einer Arbeit nach gehen? Wass passiert Wen man nicht arbeiten kann aber das BGE nicht reicht, gibt es noch sozialhilfe usw
    2 0 Melden
    600
  • Evan 30.01.2016 08:48
    Highlight Was ich über das BGE noch nicht ganz verstanden habe ist folgendes: Angenommen jemand verdient 5000 Franken, bekommt er dann die 2500 des BGE's obendrauf?
    2 2 Melden
    • Tsunami90 11.04.2016 20:04
      Highlight Nein. Das Grundeinkommen garantiert dir lediglich die Existenz.
      0 0 Melden
    • Evan 11.04.2016 21:28
      Highlight so hab ich das eigentlich auch verstanden, denn obendrauf ist schlicht unmöglich. Aber es scheinen es eben viele so zu verstehen...
      0 0 Melden
    600
  • deleted_938131847 16.12.2015 15:10
    Highlight Der weitaus grösste Anteil der Steuereinnahmen wird von Privatpersonen und eben nicht von Firmen entrichtet. Dabei entspringt ein Grossteil aus Erwerbsarbeit. Wenn nun die Produktivität durch Automation und IT steigt, dann sinkt, bei stagnierendem Mark, ist jetzt so, die Zahl der Erwerbstätigen und es sinken die Steuereinnahmen. D. h. es gibt mehr Arbeitslose und mehr Staatsdefizit. Das kann nur wettgemacht werden mit höheren Löhnen, bzw. kürzerer Arbeitszeit, bzw. dem BGE.
    Alternative: eine saftige Umsatzsteuer für Firmen. Umsatz statt Gewinn, weil Umsatz sich nicht wegbuchhaltern lässt.
    23 11 Melden
    600
  • Sapere Aude 13.12.2015 17:12
    Highlight Innerhalb eines wirtschaftlichen Systemes, welches auf Bedürfnis und Notwendigkeit augerichtet ist und nicht auf Produktivität, wäre ein BGE sicherlich sehr sinnvoll. Das heutige System ist bereits an die Grenzen gekommen, die technische Entwicklung wird früher oder später dazu führen, dass wir zuwenig Arbeit für zuviele Menschen haben.
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    600
  • Dovahkiin 13.12.2015 14:59
    Highlight Ja also, da fehlt ein "nicht" im Text. (Bei den Zynikern.)

    Und zum BGE: Die Idee ist brilliant und könnte funktionieren. Ja es wäre sogar sehr fair, wenn Schweizer endlich auch das bekämen, dass ja viele Migranten sowieso bekommen.

    Aber, mit unserer Einwanderungspolitik, würde die (jetzt schon kaum zumutbare) Zuwanderung, wahrscheinlich sofort verdoppelt oder verdreifacht...

    Fazit: Eine Begrenzung der Zuwanderung, wäre als Grundlage für die Realisierung des BGE notwendig. Aber sogar der Mindestlohn ist in der Schweiz ja abgelehnt worden, weil wir so viel Ausländer haben.
    42 40 Melden
    • Walter Sahli 13.12.2015 18:41
      Highlight Was möchtest Du denn vom Staat, das Du nicht, die Migranten aber schon kriegen?
      26 11 Melden
    • Dovahkiin 13.12.2015 20:35
      Highlight @Wahlter Sahli

      Nein, eben nicht, genau das haben wir ja jetzt. Mit dem BGE, hätte ich nicht mehr das Gefühl, gegenüber anderen benachteiligt zu werden:)
      7 13 Melden
    • trio 13.12.2015 22:36
      Highlight Was hat das BGE mit der Einwanderung zu tun?
      16 3 Melden
    • Humbolt 13.12.2015 23:15
      Highlight Bist du hier am trollen, oder for real?!
      Du wurdest demfall hier geboren und hattest vom Beginn weg alle Möglichkeiten offen. Wo von ein Migrant nur zu träumen mag. Wenn du von alleine dir nicht mehr erwirtschaften kannst als ein Migrant (mit oder ohne staatliche Unterstützung) und deshalb neidisch bist auf den Migranten, dann hast du ein echtes Problem.
      34 9 Melden
    600
  • Rendel 13.12.2015 14:15
    Highlight Zum Thema Steuern. Es wird Arbeit besteuert. Da Maschinen die Arbeit der Menschen ersetzen, sollte man in Zukunft Maschinen besteuern. Ich wäre dafür.
    66 11 Melden
    • Charlie Brown 13.12.2015 16:46
      Highlight Es wird Einkommen und Vermögen, Gewinn und Kapital besteuert. Und mit der MWST wird Konsum besteuert. Nur so um bei den Fakten zu bleiben.
      33 5 Melden
    • Rendel 13.12.2015 17:53
      Highlight Wer wollte hat mich sicher verstanden, auch ohne eine Aufzählung anderer Steuern die es gibt. (Gäbe noch mehr, als die in Deiner Aufzählung.)
      13 9 Melden
    • Charlie Brown 13.12.2015 18:50
      Highlight Mag sein. Ich finde die Idee einfach nicht durchdacht.

      Schau, schon in den 80ern wurde gesagt, der Computer zerstöre Arbeitsplätze. Hätte man da den PC mit einer "Strafsteuer" belegt, wo wären wir heute in Sachen Innovation? Ich helfe dir nach: Weder du noch ich würden hier auf watson einen online-Artikel kommentieren. Und das ist nur ein winziger Aspekt.
      18 14 Melden
    • Jazzomaniac 13.12.2015 19:14
      Highlight Guter Input - in der Tat ist das eine nicht zu unterschätzende Komponente. Denn wenn Roboter u. Software unsere Jobs wegnehmen (und davon bin ich überzeugt) fehlt am Ende erhebliches Steuersubstrat. Die Unternehmen werden ohne Druck nicht in diese Bresche springen.
      11 6 Melden
    • Rendel 13.12.2015 19:15
      Highlight Eine Idee, ist eine Idee. Du kannst die gern schlecht finden. Völlig durchdacht muss eine Idee auch nicht sein, sonst wär es keine Idee sondern bereits ein Konzept oder eine Lösung. Ich spreche nicht von einer Strafsteuer, auch wenn Du das so empfindest.
      Ich bedarf keiner Hilfe, da muss ich ja schmunzeln.
      5 9 Melden
    • maxy 14.12.2015 10:27
      Highlight Wenn Maschinen besteuert werden müssen Menschen wieder mehr Dinge erledigen die sich eigentlich automatisieren lassen. Ich denke wir haben alle besseres zu tun mit unserer Lebenszeit. Und Steuern auf Staubsaug-Roboter und Waschmaschinen, damit wieder Jobs in der Reinigung entstehen? Auf Bestückungsroboter, damit wieder mehr von Hand bestückt werden muss? Nein danke. Wenn schon muss man die Gewinne besteuern, egal wie sie zustande gekommen sind. Oder das Kapital das sich dadurch anhäuft. Aber sicher nicht die Werkzeuge.
      5 1 Melden
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  • deleted_702975121 13.12.2015 12:53
    Highlight In meiner Jugend hatten wir diskutiert wie eine Art "Vorbezug der AHV" sein könnte. Das heisst, bis 30 oder 35 Altersjahr eine Rente/Zahlung erhalten für Bildung, etc. Dann ab jenem Alter voll im Arbeitsprozess bis etwa 80.
    Die ge'outeten Vorteile: bessere Berufswahl, reifere Personen, mehr Ideen dank vielfältigerem Wissen, mehr Engagement am Arbeitsplatz, ...
    17 17 Melden
    • Max Havelaar 13.12.2015 14:52
      Highlight Auf den ersten Blick klingt das gut. Jedoch wäre arbeiten bis 80ig nicht realisierbar.
      18 0 Melden
    • deleted_702975121 13.12.2015 16:15
      Highlight Max Havelaar: bis das soweit ist, ist man mit 80 vermutlich noch fit genug :-).
      2 7 Melden
    • Max Havelaar 13.12.2015 19:05
      Highlight So in etwa in hundert Jahren, meinst du 😁 😇
      4 0 Melden
    • Rendel 13.12.2015 19:27
      Highlight Ich find das ist völliger Quatsch. Dann pubertieren die Menschen bald bis 40. Wäre doch besser, dass man gute Möglichkeiten für Umschulungen schafft, dass man leichter die Richtung noch einmal ändern kann. Ein Mensch reift auch, indem er Stück für Stück mehr Verantwortung übernehmen muss, kann, darf.
      6 4 Melden
    • deleted_702975121 13.12.2015 22:50
      Highlight Max: ohch, die Zeit geht ja rasend schnell vorbei, schon bald sind die Osterhasen in den Regalen. 🤓
      Reindel: okay, vielleicht ein kl. Einwand: mitten im Berufsleben haben einige Häuser, Familie, ... da liegen keine grossen Einkommenspausen drin. Firmen beteiligen sich nur wenn Eigennutzen da ist.
      1 0 Melden
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  • Big ol'joe 13.12.2015 12:48
    Highlight (Teil 2) Es ist eine Illusion zu glauben, wir würden nicht mehr arbeiten. Das
    BGE ist nur für die Lebensnotwendigen Güter. Wieso arbeitet dann niemand nur 2 Tage in der Woche für einen Lohn von 1500.-? Genau, weil wir mehr wollen. Nur mit dem BGE kann sich niemand selbst verwirklichen und seinem Hobby nach gehen, denn Freizeit kostet!
    Es gibt sicherlich besser Argumente dagegen, aber es gibt auch starke dafür. Ich freue mich auf spannende Diskussionen.
    52 7 Melden
    • Rendel 13.12.2015 14:21
      Highlight Nicht nur weil wir mehr wollen, sondern auch weil man im Alter, oder wenn man nicht mehr arbeiten kann, nur einen Teil bekommt, vom ehemaligen Lohn. Ein Teil von 1500.- reicht dann nicht mal mehr für die Miete einer Einzimmerwohnung, je nachdem wo man lebt. 1500.- reicht eh vielleicht nur, wenn man bei den Eltern lebt ;) .
      19 7 Melden
    • Tsunami90 13.12.2015 14:29
      Highlight Ein BGE ersetzt die AHV. System mit Pensionskassen und 3a sollten erhalten bleiben. Also macht arbeiten durchaus sinn!
      17 2 Melden
    600
  • Big ol'joe 13.12.2015 12:45
    Highlight Wichtig ist die Ausgestaltung des BGW. Es darf nicht über einen "Preis/Wert" gemacht werden. Damit die Wirtschaft weiterhin flexibel bleibt, sollte es sich als Prozentsatz am eigenen BIP orientieren, so wird nur so viel ausgeschüttet, wie wir effektiv erwirtschaften können. Der Prozentsatz wiederum orientiert sich an den Weltmarktpreisen von Grundgüter, welche/wieviel muss diskutiert werden. Die Idee ist ja, dass wir von der Automatisierung profitieren.
    Und ich denke, kaum jemand von euch will sich "nur" mit diesen knappen Güter zufrieden geben ;) (Teil 1)
    24 2 Melden
    600
  • Jol Bear 13.12.2015 12:43
    Highlight Die konkrete Umsetzung wird entscheidend sein. Ersetzt das bGE die Sozialleistungen? Alle oder wenn nicht, welche? Soll der Wechsel für den Staat kostenneutral sein und die bisherigen Sozialleistungen +/- bedarfsgerecht verteilt worden sein, dann werden jene, die Sozialleistungen benötigen, mit dem Grundeinkommen schlechter bedient sein. Vorausgesetzt, die vom Sozialstaat abhängigen waren vor dem Systemwechsel in der Minderheit, was in den meisten Ländern auch der Fall ist. D.h., die Asketen oder Anspruchslosen würden sich auf Kosten der Bedürftigen über bGE beim Staat bedienen.
    14 5 Melden
    • stadtzuercher 13.12.2015 13:01
      Highlight sehe das auch so. im moment projeziert jeder sein ideal ins BGE hinein, von abschaffung des sozialstaats bis zu schlaraffenland, ökologisches paradies, familienförderung, sinkende arbeitgeberkosten, weniger staat, tiefere steuern etc. dieser watson-artikel liegt genau auf dieser jekami-linie.
      als einzige gemeinsamkeit aller vorschläge sehe ich, dass offenbar ein regimewechsel bei den steuern angestrebt wird, von den progressiven einkommensteuern zu einer 'flat-tax' bzw. einer massiven erhöhung der mehrwertsteuer.
      14 3 Melden
    • Abnaxos 13.12.2015 14:05
      Highlight Das BGE ersetzt die Sozialleistungen bis zu seiner Höhe. Man rechnet etwa Existenzminimum + 10% (Würde). Daher die Zahl 2500.-: AHV-Maximalsatz (2350.-) als Existenzminimum + 10%. Das ist nur eine Modellzahl (IMHO etwas zu knapp), hat aber ihren Ursprung in heute akzeptierten Zahlen. Mit einer Einführung des BGE würden sich wohl auch die zugrundeliegenden Zahlen ändern.

      Nicht immer reicht das aus, z.B. könnte die Behinderung eines IV-Bezüglers weitere Kosten verursachen. In Fällen, wo das Grundeinkommen nicht ausreicht, würden ergänzende Sozialleistungen dazu kommen.
      9 3 Melden
    • Karl33 14.12.2015 08:34
      Highlight Abnaxos, bei der Lösung die du vorschlägst, würde es weiterhin eine Verwaltung für die IV brauchen. Und all die anderen Ämter wie AHV etc. Wo soll da denn das Geld der Verwaltung eingespart werden?
      2 1 Melden
    • maxy 14.12.2015 10:58
      Highlight Jol Bear, guter Einwand, und aus diesem Grund wird es wohl nicht ohne eine leichte Einbusse der höheren Einkommensklassen gehen. Die bedarfsgeprüfte Sozialhilfe hat aber einen ähnlichen Nachteil, nämlich dass sie nur an Menschen geht die nicht zu stolz sind diese auch zu beantragen und sich dafür auf dem Amt nackt auszuziehen. So bereichern sich heute die welche am lautesten schreien und fordern an den still verzweifelten und stolzen. Das BGE würde dies ändern, aber hätte auch viele nicht-finanzielle Auswirkungen wie z.B. eine Machtverschiebung im Niedriglohnsektor.
      1 1 Melden
    600
  • whatthepuck 13.12.2015 12:29
    Highlight Warum versuchen wir es nicht einfach mal auf 5 oder 10 Jahre hinaus? Entwickelt sich das Ganze in eine unerwünschte Richtung, wird Status 2015 wieder eingeführt. Das sind Dinge die man wagen muss, um zu erfahren, ob sie wirklich zu was taugen oder nicht. Dass das eine Gesellschaft nicht leichtfüssig wagen will, ist natürlich auch klar. Niemand kann wissen, wohin das in der Praxis führt.

    Wäre mal wieder etwas wirklich Spannendes was unsere Demokratie hervorbringen könnte, neben all dem Gemurkse im vergangenen Jahrzehnt.
    27 16 Melden
    • Oberon 13.12.2015 13:25
      Highlight Bevor dieser Schritt gemacht werden kann müssen erst andere Themen die in Schieflage sind geklärt/aufgeräumt werden sonst macht dieser Pilot keinen Sinn.
      6 6 Melden
    600
  • _kokolorix 13.12.2015 11:52
    Highlight Heiner Flassbeck wird hier etwas verkürzt zitiert. seine kritik fusst auf mehr als nur diesem argument. sein haupteinwand ist nämlich, dass mit dem bge die ungleichverteilung von einkommen und vermögen nicht korrigiert wird. diese ungleichheit ist aber die quelle fast all unserer wirtschaftlichen probleme. eine feststellung welche neben flassbeck auch picketty und stieglitz stützen.
    20 1 Melden
    600
  • deleted_568762254 13.12.2015 11:24
    Highlight Die Idee der negativen Einkommenssteuer (eine fairere Variante des BGE) stammt von Milton Friedmann und zwar geht es darum, damit die falschen Anreize in der Sozialpolitik aufzuheben. Wer heute Geld vom Staat bekommt (Fürsorge, IV, ALV usw) wird bestraft wenn er arbeitet, die Unterstützung des Staates wird teilweise stärker gekürzt als die selber verdienten Einnahmen zunehmen. Das würde bei einem wirklich bedingungslosen Grundeinkommen nicht passieren. Es würden dann mehr Menschen arbeiten. Dass das die Gewerkschaften stört, dass ist ja wohl logisch.
    26 13 Melden
    • Karl33 13.12.2015 11:50
      Highlight Ah, einer der neoliberalen Unterstützer des BGE. Weshalb "würden mit BGE mehr Menschen arbeiten" als heute?
      12 8 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 12:02
      Highlight Dass das die Gewerkschaften stört ist NICHT logisch. Dein Dogma? Die Gewerkschaften hätten genügend zu tun auch bei einer Vollbeschäftigung! Die Wirtschaft selbst hat ihre Probleme mit sehr tiefer Arbeitslosigkeit oder Vollbeschäftigung; das würde den Lohnforderungen Auftrieb verleihen, weil der Arbeitgeber gar kein grosses Ausweichen mehr hätte. Und das BGE greift nicht bei den mittleren Löhnen, die bei einer Vollbeschäftigung den Druck ausüben würden. Es macht für die Wirtschaft Sinn eine Arbeitslosigkeit von 2-4% aufrecht zu erhalten! Unschön, nie richtig thematisiert aber wahr.
      25 3 Melden
    • deleted_568762254 13.12.2015 12:37
      Highlight Lieber Karl: In der Schweiz kriegt man Wertschätzung, Freunde und Zufriedenheit bei der Arbeit, darum. Im heutigen Sozialsystem wird bestraft wer arbeitet. Die Leute bekommen eine Rente, aber keine Wertschätzung. Zum Beispiel eine "Invalidenrente". Haben Sie sich schon mal überlegt, was "Invalid" auf ausgedeutscht heisst? Die behinderten Menschen wissen, was es heisst.
      18 6 Melden
    • deleted_568762254 13.12.2015 12:40
      Highlight Lieber Franco. Je weniger Leute ihre Arbeit anbieten, desto höher ist der Lohn und das freut die Gewerkschaft, nicht. Eine Arbeitslosigkeit von 2 - 4 % ist Vollbeschäftigung. Es gibt verschiedene Typen der Arbeitslosigkeit. Sie würden sich vielleicht besser etwas wirtschaftlich ausbilden, bevor Sie Ihr unverdautes Halbwissen mit irgendwelchen Verschwörungstheorien mischen.
      6 16 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 13:19
      Highlight Rolf Suter; Vielleicht versuchen Sie ein wenig von Ihrem festgefahrenen Dogma die Gerätschaften setzen sich nur für den Lohn ein zu verabschieden. Es wäre auch noch dienlich die 2-4 % nicht apriori als Vollbeschäftigung zu taxieren. Als KMUler habe ich genügend mit den Gewerkschaften zu tun und sehe täglich wo deren Wünsche ansetzen. Und Sie?
      4 2 Melden
    • deleted_568762254 13.12.2015 15:16
      Highlight Lieber Franco
      Wie gesagt, es gibt verschiedene Typen von Arbeitslosigkeit, die unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen haben und auch unterschiedlich angegangen werden sollen. Hier hilft Pauschalisieren nichts. Also: Was genau sind denn die Wünsche der Gewerkschaften? Und wieso haben Sie als KMUler so viel mit Gewerkschaften zu tun?
      5 0 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 16:48
      Highlight Ganz einfach, weil die Gewerkschaften zB einen klarenAuftrag zur Arbeitssicherheit betreuen oder gewerkschaftlich geregelt ist, welche Qualifikationen in welchen Mass eingesetzt und auch entsprechend entlöhnt werden sollen. Da geht es nicht um den Lohn per se sondern um das Spiel zwischen Entlöhnung, Verrechnung beim Kunden stimmig mit der Qualifikation der ausführenden Person. Das ist mitunter unser täglich Brot nicht mehr und nicht weniger. Die Pauschalisierung bei den Arbeitslosen kann zulässig sein weil die Arbeiter auch pauschal auf die % reagieren und sich entsprechend verhalten.
      1 2 Melden
    • deleted_568762254 13.12.2015 16:51
      Highlight Lieber Franco
      Schuster bleibt bei Leisten bzw. siehe mein erster Kommentar.
      1 3 Melden
    600
  • Oberon 13.12.2015 11:21
    Highlight Bevor man über ein BGE Reden kann muss klar definiert werden was genau der Zweck davon sein soll. Dies wird vor allem für die vorhanden Strukturen wichtig, denn diese müssen auch entsprechend neu gestaltet werden.
    Probleme sehe ich vor allem bei den staatlichen Subventionen und Steuererhebungen, die teilweise falsch erhoben werden und für andere Bereiche genutzt werden.
    Somit müsste für erst die Transparents zu diesen Themen hergestellt werden damit ein BGE überhaupt überlebensfähig ist. Erst muss definiert werden wohin und in welcher höhe die Steuergelder fliessen sollen.

    6 7 Melden
    • deleted_693358942 13.12.2015 20:39
      Highlight Bezüglich Transparenz brauch es sowieso neue Grundlagen, da kann das BGE vorerst nicht viel. Dafür gibt es neue dezentrale autonome Organisationen (DAO) durch Ethereum Projekt im Aufbau und kann von jedem mitverfolgt und mitgestaltet werden. Sehr spannend was da kommt. und ebä dezentral, offenes Netzwerk = Transparent
      0 2 Melden
    • Oberon 13.12.2015 21:22
      Highlight Ich befürchte die Schweiz, bzw. die Bevölkerung ist noch nicht soweit.
      2 1 Melden
    • deleted_693358942 26.12.2015 09:21
      Highlight Das hast du aus meiner Sicht richtig beobachtet. Somit wäre die Frage an dich Oberon ob du bereit bist. Falls ja, dann was bedeutet dies für dich?
      Sobald die Menschen bereit sind, werden es die Politiker auch sein, dies ist dann die Konsequenz davon. Dies Dauert natürlich, no Happy Pill! Diese Spannung vorausschauend auszuhalten kann sehr erfüllend sein.
      0 1 Melden
    600
  • deleted_358751267 13.12.2015 11:16
    Highlight Zuerst dachte ich BGE = Kommunismus 2.0, ab es ist leider nur Kommunismus reloaded
    19 66 Melden
    • FrancoL 13.12.2015 12:09
      Highlight Ja Deine Sprüche sind sinnreich.
      18 11 Melden
    • Tsunami90 13.12.2015 14:37
      Highlight Man muss halt zuerst wissen was Kommunismus ist.
      15 5 Melden
    • dracului 13.12.2015 15:00
      Highlight Sollen wir lieber bei der kapitalistischen Marktwirtschaft 0.8 Patchlevel 1023048 bleiben? Dieser Artikel zeigt doch sehr schön, dass es eine Welt nach dem eigenen Nasenspitz geben könnte und dass es um mehr geht, als die alte Laier "Kommunismus gegen Kapitalismus". Die aktuelle "Welt" ist so buggy und outdated, dass praktisch jede Änderung zu einer Verbesserung führen wird! Es ist zwar ein riesiger Schritt für die Konservativen (Bewahrer), aber ein kleiner Schritt zu einer Verbesserung.
      15 7 Melden
    • Stefan von Siegenthal 13.12.2015 21:13
      Highlight Interessant wie schnell das Wort Kommunismus hier gebraucht wird. Dabei zeigt dies ja nur, dass der der es verwendet entweder das BGE oder den Kommunismus oder beides nicht verstanden hat. Schade.
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  • deleted_302212390 13.12.2015 11:15
    Highlight viele kommen mit der begründung der sinkenden verwaltungskosten.
    aber was ist mit all den angestellten in den verwaltungen?
    die stehen dann auf der strasse!
    beispiel griechenland...

    und wer soll das dann alles bezahlen?

    auch wer und auf welcher bemessungsgrundlage entscheidet, wieviel in welcher gemeinde das grundeinkommen wert ist?

    was im hintersten chrachen reicht, ist für die grossstadt nicht mal ein butterbrot wert...

    und wie will man verhindern, dass gewisse "schlaue köpfe" wege finden höhere bge in ort a zu kassieren, aber in einem günstigeren ort b ihren lebensabend verbringen?
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    • E. Edward Grey 13.12.2015 11:56
      Highlight Die Leute in der Verwaltung müssen so oder so gezahlt werden. Wenn man genau nachdenkt entstehen keine Mehrkosten.

      Wenn das BGE landesweit gleich ist sind all die anderen Punkte ebenfalls hinfällig, oder nicht?
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    • 1337pavian 13.12.2015 15:21
      Highlight Das wirkliche Problem wäre wohl eher, dass man dann auch ohne festen Wohnsitz leben könnte. Eine solche neuerliche Freiheit der Lebensführung hätte so glaube ich mehr Feinde als man so ohne weiteres annehmen würde.
      Grüsse aus dem Chreis Cheib!
      3 2 Melden
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  • Volande 13.12.2015 11:15
    Highlight Wenn Herr Löpfe befürchten müsste, in nächster Zeit schwanger zu werden, wäre ihm höchstwahrscheinlich noch eine zusätzliche Dimension der Diskussion BGE eingefallen.
    10 9 Melden
    • Tsunami90 13.12.2015 14:41
      Highlight Ich sehe das bGE auch als Möglichkeit Alleinerziehende Mütter zu entlasten, da das Kind ja auch bGE erhält.
      7 3 Melden
    • Philipp Löpfe 13.12.2015 17:27
      Highlight Relativ unwahrscheinlich...
      3 2 Melden
    • Volande 13.12.2015 19:02
      Highlight Sorry für den doofen Vergleich oben. Die ganzen feministischen Aspekte des BGE einfach zu ignorieren, geht aber gar nicht. Schliesslich betrifft dies in der Umsetzung Care-Themen dermassen, dass Frauenorganisationen noch eher als Gewerkschaften interviewt werden sollten. Wo man auch hätte rausfinden können, dass es auch in der alten Wirtschaftsordnung genügend Gründe gibt, eine solche Idee zu diskutieren.
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    • Alex_Steiner 14.12.2015 10:41
      Highlight @Volande: Das find ich jetzt ein wenig Rassistisch. Du scheinst vollkommen die Schwarze Bevölkerung ausser Acht gelassen zu haben. Schäm dich!
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    • maxy 14.12.2015 11:33
      Highlight @Steiner: Volande meint wahrscheinlich den Stellenwert von Erziehungs- und Haus- und Pflegearbeit. Heute ist es ja so dass Erwerbsarbeit den höchsten gesellschaftliche Stellenwert hat, wer Kinder grosszieht oder Familienmitglieder pflegt "arbeitet nicht". Das BGE wäre auch eine Anerkennung dass unbezahlte Arbeit eben auch ein vollwertiger Beitrag an die Gesellschaft sein kann.
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  • Karl33 13.12.2015 11:00
    Highlight Man könnte anstatt einem Grundeinkommen verteilen auch staatliche Leistungen umsonst anbieten und diese Leistungen noch ausbauen (Wasserversorgung, Strom, öffentlicher Verkehr, in Kuba ist gar das Wohnen gratis).
    Allerdings kann dann der Staat diese Leistungen nicht mehr besteuern, und das dürfte ein gewichtiges Argument beim BGE sein: Eine hohe MwSt welche alle unabhängig vom Einkommen bezahlen müssen. Manchmal scheint mir, das BGE soll primär den Kapitalismus und die Umverteilung nach oben retten, auch wenn dafür noch viel mehr staatliches Geld verteilt werden muss.
    15 11 Melden
    • E. Edward Grey 13.12.2015 11:59
      Highlight Ihre Kapitalismuskritiker in allen Ehren, aber rein ökologisch würde das schon nicht passen da sie natürlich begrenzte Ressourcen zur unlimitierten Verwendung frei geben.
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    • Karl33 13.12.2015 12:35
      Highlight Grey, Ihr Argument: Geht es zuvielen Menschen zu gut, schadet das den natürl. Ressourcen. Knappe Verfügbarkeit und limitierter Reichtum schützt Ressourcen. Im Prinzip nachvollziehbar. Allerdings zeigen weltweit Beispiele, dass mittels ‚freiem Markt‘ die natürl. Ressourcen nicht zum Wohl der Mehrheit verteilt (und geschützt) werden: knappes Wasser auf Golfplätze anstatt Felder der Bauern -> ‚freier Markt‘ schützt Ressourcen suboptimal und gegen die Interessen der Bevölkerung. Alternative Ansätze wie lokale ‚Allmendenwirtschaft‘ uä. schützen nachhaltiger als kapitalkräftige globale Konzerne.
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    • E. Edward Grey 13.12.2015 14:08
      Highlight Ich gebe Ihnen Recht dass der Zugriff auf Ressourcen über Geld reglementiert oft Ungerechtigkeit erzeugt. Ein unlimitierter Zugang zu Wasser für alle wird aber eine ungerechte Ressourcenkontrolle durch gar keine Ressourcenkontrolle ersetzen, was mindestens kein gültiger Lösungsansatz für die hoffentlich unbestrittene Notwendigkeit einer Ressourcenkontrolle ist.
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  • Monti_Gh 13.12.2015 10:43
    Highlight Die Initiative ist zu avantgardistisch für die konservative Schweiz.
    Erst wenn grosse Massen im Dienstleistungssektor wie z.B. Buchhalter/in oder Kassier/in durch Roboter ersetzen werden, fangen die Leute sich Gedanken über ein BGE zu machen.
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  • koks 13.12.2015 10:41
    Highlight man könnte ja einfach faire steuern einführen. ah, ist schlecht für die wirtschaft und die reichen?
    dann besser eine lösung, die das geld mit einer reichenfreundlichen steuer beim mittelstand und den armen holt: das BGE.
    26 16 Melden
    • shills-anonymous 13.12.2015 13:14
      Highlight aber es tönt gut! jetzt lass mir meinen traum.....
      4 2 Melden
    • Nick_ 13.12.2015 13:14
      Highlight @koks: Was wäre für sie eine "faire" Steuer? Ich gehe mit Ihnen einig, dass eine Erhöhung der MWSt zur Finanzierung des BGE sicher nicht von den Initianten zu Ende gedacht ist.
      Vermögenssteuern um die 0.5% jährlich und maximale Einkommenssteuersätze um die 30 bis 38% sind aus Ihrer sicht nicht fair?
      2 2 Melden
    • Tsunami90 13.12.2015 14:47
      Highlight Nein. Denn es wird zur Hauptsache nur menschliche Arbeit besteuert. Einkommen aus anderen Quellen ist dagegen sehr schwach belastet. Dazu kommt, dass Arbeit von Maschinen nicht belastet wird. Und diese Gewinne landen dann eben in Investitionen, die schwach besteuertes Einkommen generieren.
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  • Skeagle 13.12.2015 10:37
    Highlight Ich werde auf jeden Fall für das BGE stimmen. In den letzten Jahren gab es in vielen Berufen freistellungen wegen moderner Maschinen/Roboter. Die Menschen sollten von der Technik profitieren und nicht deren Sklave sein. Schon seit längerem müssen die Menschen trotz moderner maschinen länger und für immer weniger Geld arbeiten. Ich erwarte vom BGE nicht Utopia aber einen Schritt in einere schönere, für die Menschen bereicherendere, Zukunft.
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    • deleted_904825345 13.12.2015 10:44
      Highlight Die Menschen müssen immer länger Schicht arbeiten? Das Gegenteil ist der Fall.
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    • Karl33 13.12.2015 11:06
      Highlight Skeagle, "Die Menschen sollten von der Technik profitieren und nicht deren Sklave sein." Um das zu erreichen, würde es bereits genügen, Kapitalgewinne zu besteuerun. Kapitalgewinne sind letzten Endes Gewinne durch Technisierung der Arbeit. Weshalb ist Lohnarbeit massiv stärker besteuert als Gewinne an der Börse, auf investiertem Kapital etc?
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    • E. Edward Grey 13.12.2015 11:08
      Highlight @Zaafee von Schicht war nicht die Rede. Es wird aber immer wieder von verlängerter Wochenarbeitszeit geredet (zuletzt z.B. bei der Euro-Franken-Krise) sowie einer längeren Lebensarbeitszeit (Heraufsetzung des Rentenalter wegen Defizit in der Sozialkasse). Diese werden in der Regel von der Wirtschaft gefordert da sie kurzerhand leicht durchsetzbar sind, gehen aber immer einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer. All dem würde das BGE entgegen steuern.
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    • FrancoL 13.12.2015 12:07
      Highlight Zaafee; Du scheinst überall einen kleinen Kontrapunkt setzen zu wollen. Allerdings liegst DU auch hier falsch. in fast allen Bereichen steigt der Arbeitsdruck, die verlangte Arbeitsleistung für die grössere Anzahl Arbeitnehmer und auch für manchen KMUler.
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    • deleted_904825345 13.12.2015 12:16
      Highlight Stimmt, von Schicht war nicht die Rede, das ist mir unglücklich falsch im Kopf gewesen. Sorry. Trotzdem hat sich auch die Wochenarbeitszeit nicht verlängert, fragen Sie mal Ihren Opa (Schwankungen gibt es natürlich immer). Auch die Lebensarbeitszeit ist nicht unbedingt länger geworden, wenn man bedenkt, wie viel länger wir leben und dies aus dem Erwerbsleben bezahlt werden muss.
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    • deleted_904825345 13.12.2015 12:17
      Highlight Als letzten Punkt möchte ich anmerken, wieviel mehr Luxus wir heute geniessen. Wer sich heute mit dem Standard von vor 50-100 Jahren zufrieden gibt, muss dafür noch einen Bruchteil soviel arbeiten wie man es früher musste.

      P.S. Ich stehe dem BGE positiv-kritisch gegenüber.
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  • gelb 13.12.2015 10:34
    Highlight Bei solchen alternativen Wirtschaftsmodellen wird meistens nur der Endzustand betrachtet aber die Übergangsphase wird ignoriert. Genau dort sehe ich die grössten Schwierigkeiten. So eine Übergangsphase zu einem neuen Wirtschaftsmodell wird wohl mehrere Jahrzehnte dauern und die Menschheit ist nicht bekannt für ihre Geduld.

    Ein wichtiges Argument wurde vergessen, heute sind die Menschen und die Staaten abhängig von Firmen und Konzernen. Die Gesellschaft wird häufig von Konzernen erpresst, weil sie so viel Macht besitzen. Beim BGE würde sich diese Situation ändern.
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    • Karl33 13.12.2015 11:07
      Highlight inwiefern würde sich die Machtakkumulation der Konzerne durch ein BGE ändern?
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    • gelb 13.12.2015 13:17
      Highlight Beim BGE haben die Arbeitnehmer deutlich bessere Verhandlungspositionen als heute.
      Die Arbeitgeber werden gezwungen gute Arbeitsbedingungen anzubieten damit sie die Mitarbeiter halten oder anstellen können.
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  • Mok2nd 13.12.2015 10:33
    Highlight Bester und ausgeglichenster Text zu diesem Thema bisher.
    Gratulation.
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  • stadtzuercher 13.12.2015 10:30
    Highlight Die Argumente sind nicht neu, schliesslich werden seit dem Beginn der Industrialisierung Jobs durch Maschinen ersetzt. Und, das finde ich fast bemerkenswerter, die Hoffnungen auf ein neues System werden durch dieselben positivistischen Versprechen wie zu Beginn des Sozialismus begleitet: Da erhielt die Bevölkerung - ausgenommen die Elite - dann ja auch jeder gleich viel/wenig, und irgendwann hat Stalin eine nationalistische Diktatur draus machen können. Aber es gibt ja auch Verfechter der Idee, dass die Demokratie ein Hindernis ist auf dem Weg zu würdigem Wohlstand für alle...
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    • Stefan von Siegenthal 13.12.2015 22:23
      Highlight .... mit dem großen Unterschied, dass bei einem BGE nicht alle gleich viel erhalten. Wer arbeitet, erhält mehr Lohn. Und jeder hier will arbeiten, denn es hat jeder das Recht Sozialhilfe zu beziehen und trotzdem tun dies 99% der Bevölkerung nicht. Und nur ein Bruchteil der Sozialhilfebezüger tun dies aus Faulheit. Verständlich, dass einige dies anders sehen, denn in den Medien und in der Nachbarschaft fallen nur jene auf, die negativ auffallen, wie sollen die auch auffallen die sich stets um Arbeit bemühen und sich ordentlich benehmen.
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  • deleted_358751267 13.12.2015 10:23
    Highlight Das Bedingungslose Grundeinkommen gibt's heute schon und nennt sich Sozialhilfe. Ist man Ausländer, kann man auch Vorbestraft sein und es gibt keine Einschränkungen. Die Initiative will nur das Stigma der Faulheit der Empfänger beseitigen. Sozialhilfe brauchst nur, weil Länder dorthin wandern, wo die Honigtöpfe sind, bis diese aufgebraucht sind, anstelle dass sie ihre Länder als tragfähige Wirtschaft aufbauen. Es braucht noch lange keine neue Weltordnung, nur engagierte Anführer, die mit klugen Ideen Arbeit und Nahrung schaffen. Das BGE entspricht einem Zoo, wo man die Menschen füttert.
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    • Monti_Gh 13.12.2015 10:36
      Highlight Es ist immer beeindruckend, wie man/frau ihren fremdenfeindlichen Wahnsinn bei jedem Thema herausholen können.
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    • Kiakira 13.12.2015 10:36
      Highlight Du hast es definitiv nicht verstanden, worum es dabei geht!
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    • trio 13.12.2015 10:58
      Highlight auch wenn man ihrer Logik folgt, ist das BGE eine gute Lösung. Immerhin fallen die Administrationskosten weg. Mann kann es drehen und wenden wie man will, heute wird ja auch jeder, der bei uns lebt nicht sich selbst überlassen. Sich diesen riesigen Verwaltungsapparat leisten, nur um denjenigen, die nicht arbeiten wollen/können zu zeigen wie faul sie sind, ist doch lächerlich. Der Vergleich mit dem Zoo ist vielleicht nicht mal so schlecht. Wer will den in einem Zoo leben, eingesperrt und unfrei. Die grosse Mehrheit geht lieber arbeiten.
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    • Karl33 13.12.2015 11:09
      Highlight trio, die 'administrationskosten' sind letzten endes arbeit die durch staatliches geld geschaffen wird. administrationskosten und bge kommen aus demselben kässeli: vom staat, finanziert durch steuern und abgaben. ändern tut sich also eigentlich nicht viel, bloss der name.
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    • Dreamer 13.12.2015 20:23
      Highlight Ja, aber Administrationskosten sind so nicht produktiv. Es wird einfach Geld ausgegeben.
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    • Stefan von Siegenthal 13.12.2015 22:28
      Highlight Ist lustig auf Watson, die Leute machen hier oft ihrem Namen alle Ehre: Gat es no?! Mein Tipp an dich: Hausaufgaben machen und etwas in der Welt rumreisen, das mindert Deine Fremdenfeindlichkeit enorm. Zur Sache: Das BGE, je nach Umsetzungsart, wird verhindern, dass Ausländer schnell in ein Land kommen. Bedingt man, dass das BGE nur erhält, der min. 10 Jahre in der Schweiz wohnt und die Löhne in der Wirtschaft um das BGE gekürzt werden (das Geld erhält man ja schon) dann wird es für Einwanderer unattraktiv in der Schweiz zu arbeiten. Da nur der Lohn ausbezahlt wird, der das BGE voraussetzt.
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  • Crecas 13.12.2015 10:20
    Highlight Sehr spannendes Thema, sehr guter Artikel, der die verschiedenen Seiten und Aspekte beleuchtet.
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  • deleted_702975121 13.12.2015 10:14
    Highlight Im Prinzip gibt es das BGE bereits, es ist einfach bei Null. Aber, man kann von hier aus gedankliche Simulationen in Schritten probieren und sehen, was passieren könnte. Vielleicht ist eine Light-Version der Einstieg?
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    • Crecas 13.12.2015 10:26
      Highlight Interessanter Gedanke, aber wird mit einer Light-Version, welche nicht für das Überleben reicht, nicht der Grundgedanke des BGE ausgehebelt.

      Die Höhe Stelle ich mit wirklich noch als Hürde vor. In Zürich kommst du mit 1500.- nirgendwohin. Im Engandin kannst du damit aber ein schönes Leben haben. Kann das zur Ghettoisierung führen?
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    • E. Edward Grey 13.12.2015 11:01
      Highlight @Crecas: interessanter Gedanke zum Nebeneffekt. Randregionen werden gestärkt da ein günstigeres Leben möglich ist und gleichzeitig der "Pendlerdruck" zur Existenzsicherung vermindert wird. Im Gegenzug findet der Mittelstand und Kleinbetriebe dort zu attraktiven Konditionen motiviertes Personal welches ein gesünderes und weniger gestresstes Sozialleben führt und dadurch qualitativer und produktiver arbeitet. Die Wirtschaftsverbände können so nicht gegen ein BGE sein, es sei denn sie finden Sklaverei geil.
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    • Karl33 13.12.2015 12:48
      Highlight Grey, das scheint mir jetzt 'Gentrifizierung' schöngemalt. Wir erleben weltweit und in der Schweiz seit 20 Jahren eine Migration in die Städte. Mehr als 50% der Bevölkerung weltweit wohnt in Städten. Gründe sind vielfältig, Infrastruktur (Kultur, medizin. Versorgung, Bildung etc), globalisierte Wirtschaft, Strukturwandel, Wohlstand etc. Städte=Wachstumsmotoren der Länder. Das wird auch mit BGE so bleiben. Dagegen würde nur massive staatliche Planwirtschaft oder eine Abschaffung des Kapitalismus helfen. Im Sozialismus wurde die Idee des Desurbanismus (googeln) übrigens bereits propagiert.
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  • pamaffel 13.12.2015 10:09
    Highlight erster abschnitt: glauben sie nun an einen erfolg oder nicht? ;-)
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  • deleted_944845915 13.12.2015 09:59
    Highlight Sie haben ein falsches Zitat eingestreut. Es heisst im Thessalonicherbrief: «Wer nicht arbeiten WILL, soll auch nicht essen.» Ein wesentlicher Unterschied in der Aussage. - «BeeGeeEe», so eine Art Schlaraffenland für uns Faulpelze!? Wer zahlt?
    Die erwähnten Automaten «zur Sozialisation der Kosten» stehen heute in China! Schickt doch schon mal probehalber eine Rechnung nach Schanghai :-)
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    • trio 13.12.2015 10:47
      Highlight immer das Argument: Wer zahlt? Wie kommt man auf die Idee, das es mehr kostet als heute? Die Grundidee hinter dem BGE ist doch, jeder bekommt das notwendigste zum überleben. Also kein Auto, keine Reisen, kein TV, kein Handy... Ich kann mir nicht vorstellen das viele so leben wollen. Wenn man also davon ausgeht, das die Verwaltungskosten sinken und trotzdem der grösste Teil der Bevölkerung arbeiten geht sind die Kosten überhaupt kein Problem. Wir lassen heute ja auch niemanden verhungern oder draussen erfrieren.
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    • deleted_944845915 13.12.2015 11:40
      Highlight @trio: Was «das Notwendigse zum Überleben» sein soll, ist eine Definitionsfrage. Dies kann beliebig nach oben geschraubt werden. – Was anderes: Statt an einem «bedingungslosen Grundeinkommen» herum zu studieren, könnte man doch an der Gegenseite der Buchhaltung arbeiten. Der Staat und seine Freunde würden die – nebenbei längst real existierenden – Grund-AUSGABEN abschaffen: Billag, Kopfsteuer, Zwangskrankenkasse…
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    • phreko 13.12.2015 18:05
      Highlight Haha, Hank, die USA nach GOP Idealen ist wohl kaum ein Vorbild. Der amerikanische Traum ist gewaltig in der Armut versoffen!
      4 0 Melden
    • trio 13.12.2015 22:35
      Highlight @Hank das geht doch Hand in Hand beim BGE. Eine Kopfsteuer macht keinen Sinn mehr, die Billag fällt auch weg (ich würde TV Konsum nicht Überlebenswichtig nennen, wer TV schauen will kann dafür arbeiten). Das Problem der steigenden Gesundheitskosten, resp. Krankenkasse ist ein anderes Problem, dafür bietet das BGE tatsächlich keine Lösung 😉
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  • Mate 13.12.2015 09:58
    Highlight i hoffe dazu kann eine ehrliche und offene debatte geführt werden. das BGE ist schwer vorstellbar für die meisten (mich eingeschlossen), das soll aber nicht heissen, dass es automatisch schlecht ist.
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  • shills-anonymous 13.12.2015 09:48
    Highlight Meine Meinung hat sich gewandelt.
    Das BLGE ist keine variable Lösung für die Gesellschaft von heute. Es ergibt sich evtl später auf natürliche Weise.
    Ihr werdet Motivation auch dann nicht aufbringen!
    Werdet euch auch dann nicht mehr selbst lieben als bereits jetzt!
    Eure Ängste kann man nicht wegkaufen!
    Eure aller Ausreden werden sich dann nicht von alleine auflösen.
    Nein. Ihr schwärmer...
    Nur so viel:
    WO EIN WILLE IST IST AUCH EIN WEG!
    Besser wäre in jedem Fall aber diese Wege zu unterstützen!
    Bindungslose Bildung zum Beispiel.
    Bedingungslosigkeit kommt vom Inneneren und nicht umgekehrt!
    14 30 Melden
    • deleted_420198696 13.12.2015 10:02
      Highlight Abgesehen vom abstrakten Lernen aus Lehrbücher, lernen Menschen fast alles durch Nachahmung.

      Und das mit dem "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", erzählst du am besten den unschuldig Verarmten, die wegen Umstrukturierungen in Firmen und diversen Einsparungen überall im Abseits gelandet sind. Nicht zu vergessen die Kranken oder Alten, die auch nur noch abgezockt oder weggeschoben werden, wenn sie selbst keinen finanziellen Beitrag mehr an die Gesellschaft leisten.

      Heute wird alles nur noch in Geld gemessen. Menschliche Werte interessieren keinen mehr.
      39 8 Melden
    • shills-anonymous 13.12.2015 10:16
      Highlight ok man kann mein kommentar leicht missverstehen... sorry :-D
      ich bin für einen ausbau des sozialstaates. aber ein effizienter ausbau ohne schlupflöcher bei dem zb eine gruppe sich auf kosten von anderen übermässig bereichert. lohndumping auch bei praktikumsstellen findet heute schon statt. das würde dadurch nicht besser. es braucht mehr anreize für menschen die selbstständig projekte auf die beine stellen wollen. mehr freies coaching für menschen mit schwierigkeiten. manchmal ist nicht viel nötig um jemand zum ziel hin zu führen von dem man träumt.
      19 3 Melden
    • E. Edward Grey 13.12.2015 10:18
      Highlight Bildung ist solange nicht bedingungslos wie die Existenzangst vorherrscht. Vielen Jugendlichen ist die für sie optimale Bildung verwehrt, weil ihnen das Risiko bei der anschliessenden Suche auf einen überlebenssichernden Job zu gross ist.
      Mit BGE kann man sich viel eher auf seine eigene Bestimmung auch bereits in der Ausbildung einlassen. Es garantiert keinen Erfolg, nimmt aber die Überlebensangst und dadurch den Motivator sich gegen die eigene Natur verbiegen zu müssen.
      24 3 Melden
    • shills-anonymous 13.12.2015 10:21
      Highlight ... man könnte auch eine 3te zwei-weg steuer die 'zweiweg steuer' bei der man gelder für projekte beziehen kann erstellen. dann wenn das projekt auch wirtschaftlich taugt, dann gibt es ein rückfluss von x% des nettogewinns pro monat ab 1000.- über alle projekte hinweg. so züg halt wo motiviert zu neue grössene zcho ;-)
      2 7 Melden
    600
  • Charlie Brown 13.12.2015 09:44
    Highlight Ich kann schon beim Argument der mit einem Schlag wegfallenden Verwaltung der Sozialkostdn nicht mehr folgen. Für die wahren Bedüftigen wird das BGE hinten und vorne nicht reichen, es wird Ergänzungen brauchen, welche wiederum administriert werden müssen. Oder kann mir jemand dieses Argument stichhaltig widerlegen? Und bitte nicht mit Allgemeinplätzen wie "Die einen sehen immer nur die Probleme und sind nicht visionär...". Also?
    28 8 Melden
    • Hayek1902 13.12.2015 09:58
      Highlight ein reines bge funktioniert nur, wenn es genau das gibt und mehr nicht, jedenfalls vom staat (frewillige private versicherungen sind natürlich immer erlaubt)
      13 2 Melden
    • Skeagle 13.12.2015 10:10
      Highlight Von wo weisst du jetzt schon das es für die richtig bedürftigen nicht reichen wird? Und im Artikel steht ja auch, dass es nicht in das derzeitige System eingebaut werden sollte.
      7 11 Melden
    • E. Edward Grey 13.12.2015 10:12
      Highlight Die Verwaltung wird nicht wegfallen, sich aber um die vielen "Routinefälle" reduzieren. Dadurch ergibt sich eine effektivere, weil weniger überlastete und durch anspruchsvollere Aufgaben stimulierte öffentliche Hand.
      13 5 Melden
    • trio 13.12.2015 10:16
      Highlight Warum sollte es für die "wahren Bedürftigen" nicht reichen? Oder sind damit Menschen mit einer körperlichen/psychischen Beeinträchtigung gemeint? Für diese Fälle sind in der Tat mit Mehrkosten zu rechnen, wie heute auch schon.
      8 4 Melden
    • Charlie Brown 13.12.2015 10:38
      Highlight @skeagle / trio: Trio gibt die Antwort gleich selbst.

      Wenn das BGE alle Sozialleistungen (ohne administrativen Aufwand) ersetzten soll muss es so hoch angesetzt werden, dass es für jeden zum Leben reicht. Und Empfänger diese Betrages wären auf einen Schlag nicht mehr die, die es wirklich brauchen sondern jeder und jede. Und jetzt rechnen wir mal zusammen...
      9 5 Melden
    • Charlie Brown 13.12.2015 11:04
      Highlight @Christian Grey: Ich beziehe mich auf folgende Stelle: "Sie finden vor allem Geschmack daran, dass der Verwaltungsaufwand und die Bürokratie des Sozialstaates mit einem Federstrich wegfallen würden."
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    • Stephan Locher 13.12.2015 11:12
      Highlight @Hayek sie verdrehen hier etwas: In Ihrem Grundeinkommensmodel setzen Sie die Bedingung "keine Sozialversicherungen und Mensch muss Geld für private Versicherungen haben"

      Ein echtes BGE jedoch enthält keine Bedingungen, ist somit unabhängig von Zusatzleistungen oder Absicherungen.
      5 0 Melden
    • Stephan Locher 13.12.2015 11:19
      Highlight Die Leistungen für die Bedürftigen, die Kranken und ähnliches wäre vom Einkommensteil getrennt. Es braucht somit keine Ergänzungen mehr, sondern direkte, Zielgerichtete Hilfe.

      Heute müssen viele der Menschen, welche dazu ausgebildet wurden anderen zu helfen (IV-, RAV-Berater und ähnliches) Kontrollaufgaben wahrnehmen um den Anspruch auf ein Taggeld-/Rente zu klären. Dies würde wegfallen.
      5 0 Melden
    • Hayek1902 13.12.2015 11:46
      Highlight @ Stephan Locher: Jetzt verdrehen Sie meine Aussage. Was ich meine, ist dass bei einer (sozial-)liberalen Version eines BGE jedem denLebensunterhalt ermöglicht werden müsste, aber mehr nicht. wer sich darüber hinaus absichern will, kann das (beispielsweise den lohn versichern gegen unfall, tod, etc.), muss aber nicht. bei härtefällen würden wohl private stiftungen einspringen oder die gemeinde / kanton.
      2 0 Melden
    • trio 13.12.2015 22:09
      Highlight @tell natürlich wird der Grundbedarf nicht so hoch angesetzt, dass jeder chronisch Kranke damit überleben kann. Sowas ist Realitätsfremd und nicht konstruktiv. Bleiben wir doch bitte etwas ernsthaft. Das es immer Menschen geben wird, die Unterstützung benötigen ist logisch. Und das wird uns auch etwas kosten, daran ändert kein System etwas! Als einigermassen entwickelte Zivilisation sollten wir uns das doch leisten können.
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    • Charlie Brown 13.12.2015 22:58
      Highlight @trio: Ja, natürlich nicht. Weil nicht finanzierbar. Und jetzt kommen wir mit der Sache auf den Punkt. Und trotzdem wird herumgereicht, dass mit einem Schlag alle Sozialwerke abgelöst wären. Und das stimmt einfach nicht. Ich nerve mich ehrlich gesagt ab der unvollständigen und nicht stringenten Argumentation rund um die Befürworter des BGE.

      Und noch zum unterschwelligen Vorwurf: Ich zahle liebend gerne meine Sozialabgaben, damit alle die, die es brauchen, davon leben können. So zivilisiert bin ich, das will ich mir nicht wegreden lassen.
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  • trio 13.12.2015 09:41
    Highlight Jedenfalls wird sich etwas ändern müssen. Ich arbeite in einem handwerklichen Beruf, während meiner Lehre hiess es noch, unser Beruf ist gegen Automatisierung gefeit. Jetzt fahren unzählige automatische Rasenmäher rum. Mal schauen was in 10-20 Jahren noch alles automatisiert wird.
    So schlecht finde ich das BGE nicht. Natürlich nur zusammen mit anderen Massnahmen, einfach so einführen geht nicht. Die MwSt passt dann auch nicht mehr.
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  • Howard271 13.12.2015 09:29
    Highlight In Finnland ist übrigens noch gar nichts entschieden: http://www.bildblog.de/74881/800-euro-fuer-jeden-medien-fuehren-grundeinkommen-in-finnland-ein/
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    • Philipp Löpfe 13.12.2015 10:51
      Highlight Die Lage in Finnland ist - milde ausgedrückt - verworren.
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  • E. Edward Grey 13.12.2015 09:14
    Highlight Wenn jeder machen und versuchen kann was ihm Spass macht ... In einer wieviel besseren Welt würden wir leben! Alle würden von einer ganz neuen Vielfalt und Kreativität profitieren, Krankenstände zurück gehen. Man stelle sich das tägliche Leben vor, jeder kann Glücklich sein ohne Existenzangst. Missbrauch nicht ausgeschlossen, den gibt es jedoch heute auch. In der Summe für alle ein Plus.
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    • Phönix3 13.12.2015 11:02
      Highlight Es kann trotzdem nicht jeder machen was ihm Spass macht; nicht jeder kann Pilot, Tierärztin oder was auch immer werden. Zudem würde dann wohl niemand mehr öffentliche WCs putzen.
      Und ob es fair ist, wenn ein 18jähriger, der keine Lust hat zu arbeiten, gleichviel erhält wie ein 50jähriger, welcher 30 Jahre auf dem Bau gearbeitet hat, sollte man sich auch fragen.
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    • 1337pavian 13.12.2015 15:32
      Highlight Es putzt doch heute schon niemand öffentliche WCs.
      Dieses Problem könnte man mit Intelligenz lösen; da kommt dann ja so oder so ein winwin-Resultat raus, wenn man nicht schwarz malt wie sie.

      Und der 18-jährige, der kein Lust hat, zu arbeiten - warum ficht der Sie an? Dann erhält er ja zuerst einmal nur quasi ein Taschengeld. Würde er gleich einen vollen Lohn einkassieren - noch besser: alle 18-Jährigen (ist das Ihre Heilsvision?) - wären wir mit der plötzlichen finanziellen Ermächtigung dieser Gören ja auch nicht zufrieden. Der 50jährige vom Bau kann Geld gar nicht mehr so schnell ausgeben...
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    • Stefan von Siegenthal 14.12.2015 00:06
      Highlight @phönix Klar werden Leute WC putzen sobald diese Arbeit anständig entlöhnt wird. Jeder der gefährliche oder anspruchsvolle Arbeit leistet erhält entsprechend mehr Gehalt. Der einzige Grund warum scheissarbeit schlechter entlöhnt wird, ist weil es genügend bedürftige Leute gibt, die das billig machen. Und mal abgesehen davon: Gerade solche Arbeit wird als eine der ersten zu 90% automatisiert inklusive Müllabfuhr.
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  • deleted_420198696 13.12.2015 09:13
    Highlight Nur Leute, die glauben, dass man auf einem endlichen Planeten endlose Profitsteigerungen generieren kann, glauben auch, dass es den Kapitalismus von Heute auch noch Morgen geben wird.

    "Glaube" ist dann auch das richtige Wort dafür. Die Logik führt klar zum BGE.

    Wenn nicht eine Katastrophe eintritt, die die Menschheit massiv dezimiert, ist das BGE nur eine Frage der Zeit.
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  • Pipapo 13.12.2015 09:08
    Highlight Soviel ich weiss, wird das Experiment in Finnland nicht bedingungslos sein. Teilnehmende müssen über eine Arbeitsstelle verfügen. Stand mindestens so vorgestern in der Zeitung...
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    • Philipp Löpfe 13.12.2015 09:32
      Highlight Die
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    • 1337pavian 13.12.2015 15:33
      Highlight "Stirb"?

      Damit ist wohl alles gesagt... x)
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