DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Wenn die FIFA ihren Willen bekommt, dann erwartet die Schweizer Fans eine frostige WM.  bild: watson

Frost-Frust für Fussballfans

Marroni in der Halbzeit und Glühwein statt Bier: Sieht so das Public Viewing bei der Schlotter-WM 2022 aus? 

Kein Scherz: Die FIFA macht Ernst mit der Winter-WM. Wenn es nach der Empfehlung der Spielkalender-Kommission geht, dann steigt die Endrunde in Katar 2022 vom 18. November bis am 18. Dezember. Das könnte die Fans in der Schweiz erwarten.

Alex Dutler, Melanie Gath


1 / 12
So wird das Public Viewing an der Schlotter-WM 2022
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Mit der Verschiebung ans Jahresende will die FIFA den Athleten und Zuschauern die Hitze-Hölle in Katar ersparen. Zum üblichen Termin im Sommer herrscht im Wüstenstaat eine Durchschnittstemperatur von 42 Grad – im Dezember hingegen, sind es angenehme 24 Grad. 

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Der neue Termin würde für gewaltige Probleme im internationalen Spielkalender sorgen – und noch ist unklar, wie die FIFA-Experten diese zu lösen gedenken. Um eine seriöse Vorbereitung der Nationalmannschaften zu ermöglichen, müssten die grossen Ligen ihre Winterpause beispielsweise wohl schon ab Oktober einlegen. In England fiele der traditionelle «Boxing Day» am 26. Dezember komplett ins Wasser. Auch die Planer der Champions League stehen im Schilf: Dort fällt im Dezember jeweils die Entscheidung in der Gruppenphase.

epa04011942 (FILE) A file picture dated 02 December 2010 shows FIFA President Joseph S. Blatter (R) and Sheikh Hamad bin Khalifa Al-Thani (L), Emir of Qatar, with the World Cup trophy after Qatar was announced to host the FIFA soccer World Cup 2022 during the FIFA 2018 and 2022 World Cup Bid Announcement in Zurich, Switzerland. FIFA secretary general Jerome Valcke said 08 January 2014 that the FIFA World Cup 2022 in Qatar will not be held in the summer months June or July.  EPA/WALTER BIERI *** Local Caption *** 00000402476812

Für die Freunde aus Katar stellt die FIFA den Kalender auf den Kopf. Bild: EPA

Auch der Ski-Zirkus muss leiden

Sogar die Wintersport-Fraktion tobt gegen den egoistischen Vorschlag der FIFA. Ihr droht 2022 ein massiver Aufmerksamkeitsverlust. Gian Franco Kasper, der Chef des Skiweltverbands FIS, hat sein Urteil bereits vor Wochen gefällt: «Für Sepp Blatter ist der Wintersport anscheinend inexistent.»

Mit ihrer geballten Macht kann die FIFA wohl all diese Probleme beiseite wischen. Ein Hindernis für die Daheimgebliebenen bleibt aber auf jeden Fall bestehen: Die grosse Völkerverständigungs-Party unter freiem Himmel ist mit der Winter-WM gestorben. Statt heisser Stimmung beim Public-Viewing an einem schönen Sommerabend, droht kollektives Frieren. Freuen können sich immerhin die Trikot-Hersteller. Wer sein Leibchen über der Daunenjacke tragen möchte, der dürfte eine neue Version in XXL benötigen.

Eine Fussball-WM im Winter, Top oder Flop?

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder …

Artikel lesen
Link zum Artikel