Zürich
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Im Drogenrausch einen guten Freund getötet – Galeristensohn engagiert drei Staranwälte



Der Verteidiger des 34-Jährigen, der Ende Dezember 2014 im Drogenrausch einen guten Freund getötet hat, hat am Montag vor dem Zürcher Obergericht Freispruch seines Mandanten beantragt. Dieser sei zur Tatzeit vollkommen schuldunfähig gewesen. Das Urteil folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Ende Dezember 2014 hatte er in der elterlichen Villa in Küsnacht an der Zürcher Goldküste mit seinem Freund Kokain und Ketamin konsumiert. Die beiden gerieten dann in Streit. Der Beschuldigte schlug dem Freund den Schädel ein, rammte ihm eine Kerze in den Rachen und erwürgte ihn.

Das Bezirksgericht Meilen hatte den Sohn eines wohlhabenden Galerie-Inhabers im Juni 2017 wegen vorsätzlicher Tötung, Vergewaltigung und anderer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 12,5 Jahren verurteilt. Es ordnete eine strafvollzugsbegleitende Therapie an, die der Beschuldigte vor längerer Zeit angefangen hat.

Er habe seither grosse Fortschritte gemacht, sagte der junge Mann, der sich bereits im vorzeitigen Strafvollzug befindet. Seit seiner Inhaftierung am Tattag habe er keine Drogen mehr konsumiert. Heute nehme er auch keinerlei Medikamente mehr. «Darüber bin ich glücklich». Er wäre auch motiviert für eine stationäre Massnahme, sagte er.

«Ich bete für sie»

Bezüglich des Tötungsdelikts machte er von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Er wandte sich aber im Schlusswort an die Angehörigen des Opfers und versicherte, wie leid ihm seine Tat tue. «Bitte verzeihen Sie mir.»

Er habe seinen langjährigen Freund, den er «wie einen Bruder geliebt» habe, nicht mit Absicht getötet. Dennoch schäme er sich für seine Tat und bereue sie zutiefst. Er sei in Gedanken bei den Angehörigen und «bete für sie in dieser schlimmen Zeit».

Laut Verteidiger hatte sich der Beschuldigte zur Tatzeit nach ausgiebigem Konsum von Kokain und dem Medikament Ketamin in einem psychotischen Rausch befunden. Auch der psychiatrische Gutachter habe festgehalten, dass seine Einsichtsfähigkeit damals vollständig aufgehoben gewesen sei. Für das Tötungsdelikt könne er deshalb nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Da der Beschuldigte seit Jahren drogensüchtig gewesen sei, habe er eben nicht – wie die erste Instanz geltend machte – «ohne weiteres» auf den Konsum illegaler Substanzen verzichten können. Er sei deshalb nicht selbstverschuldet in den psychotischen Zustand geraten. Aus diesem Grund sei er freizusprechen.

Zweifel an Aussagen

Der Staatsanwalt gab seinem Zweifel an den Ausführungen des Beschuldigten zu seinem Wahnzustand Ausdruck. Bereits das Bezirksgericht hatte sie als unglaubhaft bezeichnet. «Strategische Schutzbehauptungen» seien nicht auszuschliessen.

Der Beschuldigte habe von früheren Erfahrungen her genau gewusst, wie verheerend sich sein Drogen- und Medikamentenkonsum auswirken könne. Er war deswegen schon einmal in die Psychiatrie eingewiesen worden. Laut Staatsanwalt verweigerte er aber jede Therapie.

Am Nachmittag kommen die Sexualdelikte zur Sprache, für die der jungen Mann ebenfalls erstinstanzlich verurteilt wurde. Das Plädoyer übernimmt dann sein zweiter Anwalt. Die Öffentlichkeit ist von diesem Teil der Verhandlung ausgeschlossen. Nur akkreditierte Journalisten und die Familie des Beschuldigten sind zugelassen. Wann die mündliche Urteilseröffnung erfolgt, ist noch offen. (sda)

Das ist die Bilanz der grossen Verkehrskontrolle

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 19.11.2019 10:06
    Highlight Highlight Und da gibt es tatsächlich noch Leute welche für eine Legalisierung von harten Drogen sind.
  • Magnum44 18.11.2019 16:46
    Highlight Highlight Btw krass, was hier in den Kommentaren sonst noch für Unsinn erzählt wird. Dunning Kruger Effekt am brennen.
  • Neah 18.11.2019 14:11
    Highlight Highlight Man stelle das unermessliche Leid der Angehörigen des Opfers vor. 2 Jahre nach dem erstinstanzlichen Urteil gehen sie heute nochmals durch diese Hölle und ein drittes Mal wird ihnen wohl bevorstehen, wenn dieser Fall an das Bundesgericht weitergezogen wird. Diese furchtbare Tat mit Drogenkonsum verharmlosen oder gar entschuldigen zu wollen verhöhnt sowohl das Opfer als auch die Hinterbliebenen.
  • Der_Andere 18.11.2019 13:42
    Highlight Highlight Die Schuldunfähigkeit bzw. Unzurechnungsfähigkeit greift gemäss Art. 19 Abs. 4 des StGB nicht, wenn der Zustand der Unzurechnungsfähigkeit vermeidbar gewesen wäre. Das weiss jeder Jus Erstsemestler. Dann gibts auch noch Art. 263 StGB.

    Wenn er Glück hat, wird er eine Strafminderung rausschlagen können. Aber kein Richter wird dich freisprechen, wenn du dich vorsätzlich mit Drogen vollpumpst und deinen Freund umbringst.
  • Neah 18.11.2019 13:33
    Highlight Highlight Man stelle sich einmal das unfassbare Leid der Angehörigen des Opfers vor. 2 Jahre nach dem erstinstanzlichen Urteil müssen sie nochmals durch diese Hölle. Und ein drittes Mal wird ihnen bevorstehen wenn der Fall an das Bundesgericht weitergezogen wird.

    Die Tat durch Drogenkonsum zu 'verharmlosen' oder gar zu entschuldigen verhöhnt sowohl Opfer als auch Hinterbliebene. Mögen die Richter den Mut haben, hier ein Zeichen zu setzen
  • Cat‘sName 18.11.2019 12:22
    Highlight Highlight Bis zum rechtsgültigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung, obwohl der Beschuldigte die Tat nie bestritten hat. Habe Nur ich Mühe mit solchen Formulierungen?
  • Magnum44 18.11.2019 10:23
    Highlight Highlight Der Titel "Beschuldigter macht von seinen Verteidigungsrechten gebrauch" wäre halt nur halb so sensationsgeil, gell.
    • Astrogator 18.11.2019 12:30
      Highlight Highlight Das - es zeigt aber auch exemplarisch die Unterschiede zwischen Arm und Reich.

      Hier der Vermögende Sexualstraftäter und Mörder der Dank seinen finanziellen Mitteln alle Möglichkeiten des Systems nutzen kann (und auch darf) und auf einen Freispruch hoffen kann. Auf der anderen Seite Carlos, auch kein Unschuldslamm, aber hat weder getötet noch vergewaltigt und wird womöglich verwahrt.
    • Magnum44 18.11.2019 16:43
      Highlight Highlight Auch arme Leute bekommen einen Anwalt, in Zürich kann das dann auch jemand aus einer renommierten Kanzlei sein. Carlos hatte seine Chancen.
  • adam gretener 18.11.2019 10:13
    Highlight Highlight Lese gerade, seine Anwälte fordern Freisprüche für beide Taten und eine angemessene Geldstrafe...... Unglaublich.
    • Magnum44 18.11.2019 16:44
      Highlight Highlight Unvorstellbar, dass ein Anwalt seine Auftrag wahrnimmt und sich seinem Mandanten verpflichtet, gell?
    • adam gretener 18.11.2019 22:45
      Highlight Highlight Unvorstellbar, dass ein Anwalt völlig unrealistische und höchst arrogante und weltfremde Forderungen stellt. Gell? Freispruch nach einem zugegebenen Mord ...
  • sherpa 18.11.2019 09:49
    Highlight Highlight hier wird wieder mal aufgezeigt, was sich die Reichen und Uneinsichtigen so alles zu leisten bereit sind, ohne sich auch nur einen Deut Gedanken zu machen, was die Angehörigen des Opfers zu durchleben haben. >Hauptsache man kann sich eine tiefe Strafe erkaufen, dazu ist diesen Leuten jedes Mittel recht
  • Statler 18.11.2019 09:42
    Highlight Highlight «Normally, I kill for money - you're my friend, I'll kill you for free»
  • Sanchez 18.11.2019 09:34
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass sich das Gericht nicht von diesen „Staranwälten“ (was für ein doofer Boulevard-Ausdruck) beeinflussen lässt..
    Eine abscheuliche Tat sondergleichen.
    • Trump's verschwiegener Sohn 18.11.2019 12:57
      Highlight Highlight Ja Staranwalt ist lustig: "Gehypter Anwalt" wäre in der CH wohl besser. Die wahren Staranwälte in der CH kennen wohl die wenigsten. Mal abgesehen davon, dass das Rechtssystem in der CH einem Anwalt gar nie diesen Spielraum lässt wie in anderen Ländern. Valentin Landmann ist so einer. Aber noch nie wurde ein einziger Fall von Landmann erwähnt, wo er eine solch brilliante Leistung erbracht hat, dass dieser Begriff "Staranwalt" gerechtfertigt wäre. Dasselbe bei Thomas Fingerhut, welcher auch Bennett vertritt. Was sind seine spektakulären Leistungen in konkreten Fällen?
  • c_meier 18.11.2019 09:31
    Highlight Highlight befindet er sich eigentlich im "vorzeitigen Gewahrsam" (oder wie das so heisst) oder auf freiem Fuss?
    • adam gretener 18.11.2019 09:48
      Highlight Highlight Bei Mord kommt man nicht so schnell auf freien Fuss. Wahrscheinlich U-Haft oder vorzeitiger Haft, wie Du richtig sagst.
    • PlayaGua 18.11.2019 10:03
      Highlight Highlight Entweder dürfte er im vorzeitigen Strafantritt sein (dazu müsste er sein Einverständis geben) oder dann in Sicherheitshaft.
    • peeti 18.11.2019 12:53
      Highlight Highlight Lesen hilft, auch in diesem Fall:
      “Er habe seither grosse Fortschritte gemacht, sagte der junge Mann, der sich bereits im vorzeitigen Strafvollzug befindet.”
  • Pumba 18.11.2019 09:02
    Highlight Highlight Bin ich der Einzige der findet, dass Drogen-oder Alkoholeinfluss nicht als strafmildernd gelten darf? Jeder weiss, dass diese Substanzen sein eigenes Verhalten verändern kann, so soll man auch die volle Verantwortung dafür übernehmen.
    • adam gretener 18.11.2019 09:15
      Highlight Highlight Stimmt. Im Strassenverkehr wird es ja genau anders rum gehandhabt.
    • ingmarbergman 18.11.2019 09:30
      Highlight Highlight Es gibt rechtsphilosophisch problematische Konsequenzen, wenn man das nicht mehr tun würde.
      Unser Rechtssystem basiert darauf, dass ein Täter eine Tat bewusst durchführen muss.
    • Maedhros Niemer 18.11.2019 09:31
      Highlight Highlight Ich finde es auch schwierig.
      Denn so kann die verteidigende Seite jeweils, gerechtfertigt oder nicht, mit Drogenkonsum argumentieren um das Strafmass zu lindern.
      Persönlich finde ich, dass z.B. wenn ein Mann seine Frau unter Alkoholeinfluss schlägt, sich das nicht Strafmindernd auswirken sollte - wenn, dann eher das Gegenteil.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 18.11.2019 08:43
    Highlight Highlight Warum ist hier die Verwahrung kein Thema? Nur weil er benebelt war? Er tötet, er vergewaltigt, er ist definitv eine Gefahr für die Gesellschaft.
    • nichtalleswisser 18.11.2019 10:29
      Highlight Highlight Er ist nur eine Gefahr, wenn er die Drogen konsumiert. Schon vorher kam es zu Gewaltausbrüchen, aber nur unter Drogen. Dieses Mal ist es nur eskaliert. Die beste Lösung wäre es, ihm unter anderem zu einer Therapie zu schicken, damit ihm geholfen wird. Und natürlich eine Strafe.
    • dä dingsbums 18.11.2019 10:36
      Highlight Highlight Die Verwahrung sollte die letzte mögliche Massnahme, nicht die Erste.
    • EhrenBratan. Hääää! 18.11.2019 10:42
      Highlight Highlight Diese Person kann ja noch nichtmal die Verantwortung für seine Tat übernehmen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 18.11.2019 08:41
    Highlight Highlight Ich glaube nach wie vor das jeder in entsprechender Situation unter bestimmten Umständen zum Mörder werden kann.

    Ob aus Verzweiflung oder durch verfehltes Verhalten welches im Mord gipfelt.

    Im Umgang mit der Tat zeigt sich aber (fehlende) Einsicht.

    Als extrareicher sich extrateure Anwälte zu leisten um die Strafe, welche in Anbetracht der Tat m.E. schon recht mild ist, noch weiter zu reduzieren ist „echly gruusig“ und zeugt von fehlendem Bewusstsein für das eigene Handeln und dessen Konsequenzen.

    Sollte also noch 1-2 jahre extra geben.


    • Max Cherry 18.11.2019 11:57
      Highlight Highlight Also sollte er härter bestraft werden, nur weil er von seinen rechtsstaatlich legitimierten Grundrechten gebrauch macht?
      In welchem Regime bist du denn aufgewachsen?
    • no-Name 18.11.2019 14:15
      Highlight Highlight In einem Regime in dem es legitim ist über Reichtum mildere Strafen zu kaufen.

      Was glaubst du „kann“ ein Pflichtverteidiger? Oder glaubst du echt der verzweifelte Vater der aus Geldnot einen Raub begangen hat und aus der Eskalation heraus jmd erschiesst ist mit dem Pflichtverteidiger Äquivalent vertreten?

      Die Definitionen der Rechtsstaatlichkeit ist nicht an das Prinzip Gerechtigkeit gebunden.

      Und wie bist du sozialisiert worden?
    • Max Cherry 18.11.2019 17:13
      Highlight Highlight Wie hoch die Strafe ausfällt bestimmt immer noch das Gericht und kein teuer gekaufter Anwalt.

      Was würdest du denn tun, wenn dir über 12 Jahre Knast drohen? Einen schlechten Anwalt engagieren? Es liegt doch in der Natur des Menschen im eigenen Interesse zu handeln...

      Übrigens kann der Pflichtverteidiger unter Umständen auch selber bestimmt werden, solange er mit den Konditionen des Staates einverstanden ist.

      Von Gerechtigkeit habe ich nichts geschrieben, mir geht es um die Wahrung des Rechtsstaates.
  • adam gretener 18.11.2019 08:35
    Highlight Highlight Koks macht Leute, die zu viel davon konsumieren, zu Gefühlsmonstern. Habe ich bei zwei Freunden erleben müssen. Ich kenne auch jemanden, der wurde in Zürich aus einem Club geschmissen weil er randalierte. 3 Polizeistreifen kamen, weil er stadtbekannt ist. Als die 6 Polizisten vor ihm standen meinte er, sie sollen lieber Verstärkung holen...
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 18.11.2019 08:34
    Highlight Highlight Abstossende und traurige Geschichte! Verantwortung heisst, hinstehen und für die das schreckliche Verbrechen zu sühnen. Aber er schiebt es auf die Umstände (Drogen) ab. Diese sind Schuld, nicht er hat sein Opfer getötet. Dieser Mann ist keinen Schritt weiter und die Strafe unter diesem Aspekt zu milde.
    • Marc Fischer 18.11.2019 10:54
      Highlight Highlight Ja, eine abstossende & traurige Geschichte! Aber wir haben ein Schuldstrafrecht und wenn die Einsichtsfähigkeit während der Tat stark vermindert war, ist auch die Schuldfähigkeit reduziert. Es ist eine grosse zivilisatorische Leistung, dass wir bei der Bestrafung das Verschulden berücksichtigen und nicht bloss die Tat an sich. Sonst gilt wieder das "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
    • no-Name 18.11.2019 14:24
      Highlight Highlight Marc: das mag schon stimmen, aber er hat im wissen was Drogen bewirken können diese ausgiebig konsumiert.

      Und er könnte wenn er sich als Opfer der Drogen darstellen will wenigstens die Einsicht zeigen, das es SEIN entscheid war diese zu konsumieren.

      Es ist auch eine (noch grössere) zivilisatorische Leistung (glaubwürdige) Reue als strafmildernd einzustufen. Auch wenn dies kaum bewiesen werden kann. Das Signal an die Gesellschaft für Vertrauen zu plädieren ist dabei nicht zu unterschätzen.
    • Marc Fischer 18.11.2019 17:42
      Highlight Highlight no-Name: das Strafrecht kennt sehr wohl den Begriff der "selbstverschuldeten Zurechnungsunfähigkeit" und berücksichtigt das auch. Vielleicht vom schwarz/weiss-Denken abkommen: es gibt nicht nur Schuld- oder Freispruch, sondern verminderte Schuldfähigkeit kombiniert mit Massnahmen. Das könnte für den Täter sehr wohl sehr schmerzhaft werden...
  • solum 18.11.2019 08:18
    Highlight Highlight Man stelle sich vor dieser Mann gerät wieder in einen ähnlichen Zustand, was naheliegender erscheint, als dass er plötzlich 100% clean durchs Leben ginge. Zudem konsumieren Tausende dieselben Substanzen ohne gleich einen Freund brutalst totzuschlagen. Für mich stellen genau diese Artgenossen die grösste Gefahr für andere dar, leider sieht das unser Justizsystem in der Regel anders.
  • NotWhatYouExpect 18.11.2019 08:08
    Highlight Highlight Wenn man sich so anschaut was diese "Reichen und 'Schönen'" alles für Operationen machen kann man das oft nicht mehr als "schön" bezeichnen.

    Aber so oder so... er hats weit gebracht, wenn man als ......sohn bezeichnet wird.
  • MetalUpYour 18.11.2019 08:04
    Highlight Highlight Ja...

    ...und wer sind jetzt, neben RA Fingerhuth, diese "Star-Anwälte"?
    • Heini Hemmi 18.11.2019 08:33
      Highlight Highlight So genannte „Undercover-Stars“, also Stars, die niemand kennt und deshalb als die wahren Stars gelten.
    • ursus3000 18.11.2019 08:41
      Highlight Highlight RA Lismernadle und RA Nähmaschine
    • Buebi 19.11.2019 14:50
      Highlight Highlight 😂

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

Der Nationalrat ist gegenüber Versuchen zur kontrollierten Abgabe von Cannabis grundsätzlich positiv eingestellt. Trotzdem gibt es noch Widerstand gegen den Experimentierartikel. Wann die ersten Versuche in Schweizer Städten starten und was du sonst noch dazu wissen solltest, liest du hier.

2018 gab der Ständerat grünes Licht für die Cannabis-Versuche und einen neuen Experimentierartikel. Der Ball lag damit beim Nationalrat. Hier hat sich nun Widerstand gegen die Vorlage formiert. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat auf Stichentscheid des Kommissionspräsidenten die Vorlage knapp abgelehnt.

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