China
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A protester stands in the midst of tear gas during confrontation with police in Hong Kong during the early hours of Sunday, Aug. 4, 2019. Hong Kong protesters ignored police warnings and streamed past the designated endpoint for a rally Saturday in the latest of a series of demonstrations targeting the government of the semi-autonomous Chinese territory. (Elson Li/HK01 via AP)

Ein Demonstrant an den Protesten in Hongkong. Bild: AP

«Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um» – scharfe Warnung an Hongkong-Demonstranten



Nach dem Generalstreik in Hongkong mit erneuten gewalttätigen Konfrontationen hat die chinesische Regierung den Ton gegenüber der Protestbewegung drastisch verschärft. «Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um», sagte Yang Guang, Sprecher des für die chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau zuständigen Büros des Staatsrats, am Dienstag.

Die Demonstranten in Hongkong bezeichnete Yang als «Kriminelle». An sie gerichtet sagte er: «Unterschätzt niemals die feste Entschlossenheit und die enorme Stärke der Zentralregierung.» Die «radikalen Proteste» hätten Hongkong an den Rand eines «gefährlichen Abgrunds» gestossen.

Yang Guang, spokesman for the Chinese Cabinet's Hong Kong and Macao Affairs Office, speaks during a press conference in Beijing, Tuesday, Aug. 6, 2019. A Chinese official responsible for Hong Kong affairs says punishment for those behind weeks of sometimes violent protests in the Chinese special administrative region is

Harte Worte an die Demonstranten von Yang Guang. Bild: AP

Yangs Äusserungen sind die bislang schärfsten Warnungen, die Peking mit Blick auf die Proteste lanciert hat. Die chinesische Volksbefreiungsarmee hatte ihrerseits bereits vergangene Woche gewarnt, sie habe alle «Einsatzmöglichkeiten», um die Sicherheit in Hongkong sowie Chinas «nationale Souveränität» aufrechtzuerhalten.Yang betonte indessen, dass die Hongkonger Regierung «vollständig dazu in der Lage sei», «Ordnung» und «Stabilität» wiederherzustellen.

Hongkongs Peking-nahe Regierungschefin Carrie Lam bezeichnete die Proteste in einer Pressekonferenz als Herausforderung für die Souveränität Chinas. Den Demonstranten warf sie den Versuch vor, «Hongkong zu zerstören».

148 Festnahmen bei Generalstreik

Der Generalstreik am Montag hatte das Leben in der Finanzmetropole weitgehend lahmgelegt. Wie schon häufiger in den vergangenen Wochen schlugen die Proteste stellenweise in Gewalt um. Demonstranten attackierten mehrere Polizeiwachen sowie ein von Polizisten bewohntes Gebäude mit Steinen und Eiern.

A protester throws a brick to the Tseung Kwan O police station during an anti-extradition bill protest in Hong Kong, Sunday, Aug. 4, 2019. Two planned protests in Hong Kong have kicked off as a sea of umbrellas filled the streets. (AP Photo/Vincent Thian)

Ein Protestler wirft einen Stein auf die Polizeistation. Bild: AP

Bei einer von Protesten des Hongkonger Journalistenverbands gegen Polizeigewalt begleiteten Pressekonferenz warf Polizeivertreter John Tse den Demonstranten die «rücksichtslose Zerstörung der Rechtsstaatlichkeit» vor.

Laut Tse nahm die Polizei am Montag 95 Männer und 53 Frauen im Alter zwischen 13 und 63 Jahren fest. Einsatzkräfte setzten demnach 800 Patronen Tränengas gegen Demonstranten ein.

Protesters use traffic cones to cover the tear gas fired by riot police as they face off near the Legislative Council building and the Central Government building in Hong Kong, Monday, Aug. 5, 2019. Droves of protesters filled public parks and squares in several Hong Kong districts on Monday in a general strike staged on a weekday to draw more attention to their demands. (AP Photo/Vincent Thian)

Demonstranten werden am 5. August 2019 in Hongkong mit Tränengas in Schach gehalten. Bild: AP

Die seit zwei Monaten andauernden Proteste waren ursprünglich durch ein – später zurückgezogenes – Auslieferungsgesetz ausgelöst worden, das die Überstellung von Verdächtigen an Festland-China erlaubt hätte.

Die Proteste weiteten sich danach zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in Hongkong aus. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Regierungschefin Lam und demokratische Reformen.

Erster Auftritt von Protest-Vertretern

Zum ersten Mal seit Beginn der Proteste traten Vertreter der Protestbewegung am Dienstag offiziell an die Öffentlichkeit. Drei maskierte Demonstranten erneuerten bei einer Pressekonferenz ihren Anspruch auf «Demokratie, Freiheit und Gleichheit». Sie riefen die Regierung auf, «die Macht an die Bevölkerung zurückzugeben und auf die Forderungen der Hongkonger einzugehen».

China hatte London bei der Rückübergabe Hongkongs im Jahr 1997 zugesichert, dass in der ehemaligen britischen Kronkolonie Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit für mindestens 50 Jahre gewahrt bleiben sollten. Hongkongs Oppositionsbewegung wirft der Zentralregierung in Peking allerdings vor, die als «Ein Land, zwei Systeme» bekannte Regelung zunehmend zu unterlaufen. (mim/sda/afp)

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Hongkong: Neuste Bilder der Proteste und vom Generalstreik

Die Megastadt Hongkong kommt nicht zur Ruhe

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • So en Ueli 06.08.2019 20:37
    Highlight Highlight Never mess with China. Die kennen keine Vergebung und machen alles platt, was ihnen in den Weg kommt. Entweder man unterwirft sich dem Staat und deren Ideologie oder man wird Bürger zweiter Klasse und muss mit Repressalien rechnen. Die aktuelle Situation in HK müsste uns im Westen eine Warnung sein.
  • Sherlock_Holmes 06.08.2019 14:09
    Highlight Highlight Es wäre enorm wichtig, dass Hongkong wirksame internationale Rückendeckung erhielte.

    Chinas internationale wirtschaftliche und regionale militärische Macht, sowie – in diesem Fall – nationale Souveränität, setzen dem allerdings enge Grenzen.

    Das Risiko einer wirtschaftlichen Eskalation – und erst recht die Gefahr eines militärischen Konfliktes – ist schlicht zu gross.

    China hat längst Fakten geschaffen, welche befürchten lassen, dass der Preis zur internationalen Durchsetzung des Sonderstatus fast unbezahlbar ist.

    Das lange Zeit bipolare Kräftegleichgewicht hat sich diametral verändert.
    • RatioRegat 06.08.2019 16:14
      Highlight Highlight Ich stimme dir zu, dass internationale Rückendeckung für Hong Kong extrem wichtig ist. Wichtig ist, dass das Ganze in einem grösseren Kontext gesehen wird. Denn Xi könnte es nutzen um die Grenzen zu testen.

      Gerade mit Blick auf Taiwan halte ich es für zweifelhaft, ob Xi deine Auffassung, wonach die Gefahr einer wirtschaftlichen Eskalation und eines militärischen Konfliktes zu gross sei, teilt.

      Gerade deswegen wäre nun mit Blick auf Hong Kong ein starkes internationales Signal wichtig.
    • rodolofo 06.08.2019 16:40
      Highlight Highlight Von unserem "Hösi", Ueli Maurer, ist jedenfalls kein solches Signal zu erwarten.
      Der kniet nämlich gerade vor Bin Salman und putzt diesem die Schuhe...
  • Kaspar Floigen 06.08.2019 13:51
    Highlight Highlight Sobald die "Weltpolizei" USA sich nicht mehr für die Brandherde woanders interessiert, geht's rund.
    • sweeneytodd 06.08.2019 14:07
      Highlight Highlight So sehr ich auch das Weltpolizeigehabe der USA hasse, für die HongKonger-bevölkerung könnte es, sofern die USA dort ihre "Interesse" sehen, sehr wichtig werden. Dass die VR China ohne skrupel ihre Politik durchsetzt ist unbestritten.
    • aglio e olio 06.08.2019 16:48
      Highlight Highlight Du vergisst, dass China kein schwächer "gescheiterter" Staat ist. Da könnten sie böse auf die Schnauze fallen.
      Der Pausenhofbully greift sich auch nur die schwächeren.
  • Köbi Löwe 06.08.2019 13:47
    Highlight Highlight PRC and Hongkong
    Nun ja, das kennen wir vom Ungarnaufstand anno 1956 und dann vom Prager Frühling 1968 mit Alexander Dubcek. In Hongkong wird das gleich enden. Die Regierung ruft um Hilfe und Xi sagt dann Hilfe zu um die „Ordnung“ wieder herzustellen. Dann muss unser BP Ueli in die Hosen steigen und Copain Xi nach was fragen? Xi: Auch schon etwas vom Freiheitskampf der Waldstätte, den Menschen in unserer Urschweiz gehört? Damit er dann gewiss viel erreichen!
    Schön, wenn dann Xi seine Panzertruppen zurück pfeift.
  • rodolofo 06.08.2019 13:44
    Highlight Highlight "Gleichfalls!" könnte die Demokratie-Bewegung darauf antworten.
    Für uns hier in Europa, die wir ebenso vom Faschismus bedroht sind, ist es wohltuend zu sehen, dass es auch in China und in Russland sehr viele Menschen gibt, die sich mit diesem Faschismus nicht abfinden wollen!
    Zusammen sind wir stark!
    Lassen wir uns also nicht spalten und in Kulturkämpfen gegeneinander hetzen!
    Diese Miltärköpfe wollen Kriege und Bürgerkriege, denn der Krieg ist ihr Beruf.
    Diesen Krieg können Sie haben!
    Aber anders, als sie ihn sich vorgestellt haben, nähää...
  • Fritz N 06.08.2019 13:39
    Highlight Highlight Ouou, Tian’anmen lässt grüssen... :/
  • Therealmonti 06.08.2019 13:26
    Highlight Highlight Keine Chance für die freiheitsliebenden Hongkonger. Leider.
  • Triple A 06.08.2019 12:59
    Highlight Highlight Leider wird es keinen heroischen Sieg der Demonstranten geben. Es wird sehr „gewöhnlich“ enden: Einmarsch des chin. Militärs/Polizei. Internationale Proteste ohne wirkungsvolle Handlungen. Vollständige Einverleibung Hong Kongs. Leider.😢
    • Donald 06.08.2019 14:05
      Highlight Highlight Oder man opfert die Regierung HK's, setzt eine neue immernoch Peking-treue ein und stösst ein paar Demokratie-ähnliche Reformen an. Wäre ohne Schmerz und Risiko für alle.

      Die wollen kaum Tausende Britische, Kanadische und noch ein paar andere Doppelbürger einlochen.

      Wie man jetzt sieht funktioniert die Bewegung über eine längere Zeit und das macht sie stärker, als man denkt. Peking hat auch kein Patent-Rezept, um dagegen vorzugehen.

      Viele einflussreiche Chinesen geniessen die Freiheiten in HK und haben viel Geld da angelegt. Das will man nicht riskieren. Und dann kommt noch Taiwan...
    • Sharkdiver 06.08.2019 21:48
      Highlight Highlight Donald ich hoffe du hast recht aber China ist skrupelloser als alles andere
    • rodolofo 07.08.2019 06:36
      Highlight Highlight Auf arte läuft eine 9-Teiler-Dokumentation an Dienstag-Themenabenden zum Vietnam-Krieg.
      Wenn ich sehe, mit was für plumpen Argumenten und schematischen Feindbildern Kriege geführt wurden und die Zivilgesellschaft (grösstenteils Bauern) flächenbombardiert, massakriert, vergewaltigt und in Konzentrationslagern (Wehrdörfer) zusammengetrieben wurden, dann stehen mir die Haare zu Berge.
      Müssten alle diese Politiker, Präsidenten und Generäle selber in die Schützengräben steigen und unter Beschuss mit Kanonen und Maschinengewehrfeuern vorrücken, würden sie es sich wohl besser überlegen vorher...
  • chrisdea 06.08.2019 12:51
    Highlight Highlight Ab wann darf man ein Regime offen als faschistisch bezeichnen? Ich meine, Kommunismus trifft für China ja nicht mehr wirklich zu, demokratisch schon gar nicht...

    Machen wir uns nichts vor, der Westen geschäftet mit einer genozidalen, faschistoiden Macht die keine Rücksicht auf Mensch oder Umwelt kennt.
    • Shlomo 06.08.2019 15:07
      Highlight Highlight Die zwei grossen Kommunistischen Mächte, Russland und China, haben sich innert 30 Jahren von Kommunistischen Diktaturen in Faschistische Diktaturen Verwandelt.
    • rodolofo 06.08.2019 16:44
      Highlight Highlight Früher war die kommunistische, das heisst staatskapitalistische Variante des Faschismus mehr nach innen gerichtet.
      Jetzt, wo die meisten RussInnen und ChinesInnen resigniert haben, richten sich diese Faschismen vermehrt nach aussen.
  • Magnum 06.08.2019 12:15
    Highlight Highlight Die Replik an die Adresse der Schlächter vom Tiananmen-Platz: Wer durch das Schwert regiert, wird durch das Schwert fallen.

    No Passaran! Der Einsatz der *Volksbefreiungsarmee* (die heisst übrigens so, weil sie sporadisch Teile vom Volk von der Mühsal der irdischen Existenz befreit) gegen Demonstranten ist KEINE innere Angelegenheit Chinas.

    Und die Kommunistische Partei Chinas hat mehr Chinesen umgebracht als die in der staatlichen Propaganda verteufelte Imperiale Armee Japans - eine Leistung für sich.
  • dechloisu 06.08.2019 12:09
    Highlight Highlight Jetzt wirds langsam brenzlig.
    Die Chinesen sind bekannt "Ihr" Land bis ans letzte zu geisseln.

    Hoffe es kommt nicht soweit
  • schuldig 06.08.2019 12:04
    Highlight Highlight Ich fürchte, es ist nicht die Frage ob, sondern nur wann die Zentralregierung den Hahn zudreht.
    Die Weltöffentlichkeit wird sich die Augen reiben, "scharf" kritisieren und das wars denn.
    • RatioRegat 06.08.2019 12:18
      Highlight Highlight Das wäre m.E. verheerend. Es ist bekannt, dass die chinesische Regierung die Volksbefreiungsarmee beauftragt hat, bis 2020 Pläne für eine Invasion in Taiwan auszuarbeiten.

      Aus diesem Grund darf auch mit Blick auf Hongkong keine Appeasementpolitik betrieben werden.
    • Scaros_2 06.08.2019 12:35
      Highlight Highlight 2,.3 Toten mehr, egal.
    • Snowy 06.08.2019 13:39
      Highlight Highlight Entscheidend wird sein, wie genau China vorgehen wird, resp was Du genau mit "Hahn zudrehen" meinst.

      China wird nicht so dumm sein und in die Menge schiessen (vor laufenden Kameras). Sollten solche Bilder um den Globus gehen, hat China ein riesiges (Image)Problem, schlicht weil dann ihre Produkte im Westen nicht mehr gekauft werden, weil diese boykottiert werden.

      Das weiss man in China ganz genau.
      Dies ist auch der Grund warum China (für chinesische Verhältnisse) zurückhaltend vorgeht.

      Ich denke es wird auf eine repressive Zermürbungstaktik hinauslaufen ohne aktive, letale Gewalt.

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  • RatioRegat 06.08.2019 11:55
    Highlight Highlight Ich würde der chinesischen Regierung anraten einmal die Landungsstrände in der Normandie zu besuchen. Nur so zum sehen, was passiert, wenn man es als grössenwahnsinnige Diktatur zu weit treibt...
    • zombie woof 06.08.2019 12:15
      Highlight Highlight Den Tipp werden die Chinesen ganz sicher befolgen.....
    • Donald 06.08.2019 12:53
      Highlight Highlight Aus Interesse, was würde man da sehen?
    • Liselote Meier 06.08.2019 12:56
      Highlight Highlight Was hatte die Bildung einer 2. Frontlinie in Europa auf drängen von Dschughaschwili mit einem Volksaufstand zu tun?

      Die Operation Neptun (D-Day) war dazu nicht mal sonderlich Verlustreich je ca. 4500 Tote auf beiden Seiten.

      Wenn das Militär 100% zur Zentralregierung steht, ist ein Aufstand zum scheitern verurteilt.
      Aufstände gelingen nur wenn das Militär sich zurückhält und nicht eingreift oder Truppen überlaufen.


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