Coronavirus
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YouTube-Video von deutscher Wissenschaftlerin geht viral – so sieht es in der Schweiz aus

Wie eine Epidemie zu einer weltweiten Pandemie wird, haben wir in den letzten Wochen miterlebt. Aber wie verschwindet ein Virus wieder? In einem Video erklärt eine deutsche Wissenschaftlerin drei Auswege – und landet damit einen viralen Hit. Wir haben uns das genauer angeschaut.



Das Youtube-Video der deutschen Journalistin und promovierten Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim geht derzeit viral. Innerhalb einer Woche verzeichnete es über viereinhalb Millionen Klicks.

Bild

Die Journalistin und Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim versucht darzulegen, warum es bis zum Ende der Pandemie noch länger gehen könnte. bild: screenshot

Im 22-minütigen Video legt sie mit Daten der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie und des Robert Koch-Instituts dar, «warum Corona erst gerade losgeht.» Darüber, wie lange die Pandemie noch anhalten könnte, sei bisher nicht genug berichtet worden. «Es ist richtig und wichtig, im Nebel auf Sicht zu fahren. Aber wir wollen doch trotzdem wissen, wie lange die Strasse sein wird, oder?», sagt Nguyen-Kim, deren YouTube-Kanal übrigens von funk unterstützt wird. funk ist ein Gemeinschaftsangebot der deutschen Medienunternehmen ARD und ZDF.

Ihre Analyse ist düster. Aber dazu später mehr. Sie erwähnt im Video drei Auswege aus dem Lockdown: die Herdenimmunität, die gezielte Isolation und das Impfen. Das sind deren Vor- und Nachteile im Detail.

Mögliche Enden Epidemien

alle grafiken: watson

Herdenimmunität

Mögliche Enden Epidemien

Bei der viel diskutierten Herdenimmunität müssen sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung infizieren, damit das Virus zu wenige neue «Wirte» findet und somit ausgerottet wird.

In der Schweiz entsprächen diese 60 bis 70 Prozent ca. 5,1 bis 6 Millionen Menschen, die diesen Prozess durchlaufen müssten. Aktuell gibt es in der Schweiz 21’737 (Stand 7. April 2020) positiv Getestete. Wir wären also jetzt bei knapp 0,25 Prozent des vorausgesetzten Herdenimmunitätswerts. Doch niemand weiss, wie viele tatsächlich schon angesteckt sind oder die Krankheit ohne Symptome schon überstanden haben. Über diese Dunkelziffer herrscht momentan Unklarheit. Rechnen wir also wie die Wissenschaftlerin Nguyen-Kim mit einer zehnfachen Dunkelziffer. Wir wären dann erst bei 2,5 Prozent Herdenimmunität.

Mögliche Enden Epidemien

Um 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus zu infizieren, gibt es im Grundsatz zwei Möglichkeiten (respektive eine Mischung daraus).

1. Die langsame Option

Zurzeit gelten für die Schweiz massive Massnahmen. Dank ihnen konnten wir die Zahl der positiv Getesteten auf rund 600 pro Tag drücken. Gehen wir nochmals von einer zehnfachen Dunkelziffer aus, würde dies bedeuten, dass sich pro Tag in der Schweiz 6000 Personen mit dem Coronavirus infizieren.

Bis wir also die 5.1 Millionen infizierten Personen haben, die es für die Herdenimmunität braucht, würde es also noch rund 850 Tage dauern – also knapp zweieinhalb Jahre! Und das selbstverständlich nur mit den bestehenden Massnahmen: also geschlossene Schulen, Grenzen und Geschäfte.

Obwohl so unser Gesundheitssystem stabil bliebe und den Erkrankten die bestmögliche Pflege garantieren würde – für die Wirtschaft ist das keine Option.

2. Die schnelle Option

Natürlich könnte man die Massnahmen lockern und dafür sorgen, dass sich wieder mehr Personen mit dem Virus infizieren. So wäre innerhalb kürzerer Zeit unsere Gesellschaft immun.

Das Problem hier: Da viel mehr Personen gleichzeitig krank sind, würde unser Gesundheitssystem völlig überlastet. Es würde sich schnell die Frage stellen, wer an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird und wer nicht. Wie viele Menschenleben wir in Kauf nehmen müssten, ist kaum vorhersehbar und ethisch in einer Demokratie nur schwer zu vertreten.

Die beiden Optionen (und eine Mischlösung) im grafischen Vergleich

Mögliche Enden Epidemien

So sähen die Kurven unter den bestmöglichen Bedingungen (2% aller Infizierten benötigen intensivmedizinische Betreuung, 10 Tage Liegedauer) aus. grafik: watson / quelle: deutsche gesellschaft für epidemiologie

Die Grafik für Deutschland zeigt: Bei der schnellen Option infiziert 1 Person 3 weitere Personen (mehr dazu weiter unten). Dadurch ist die Epidemie in Deutschland zwar nach «bereits» etwas über 100 Tagen vorbei und die Herdenimmunität erreicht – mehrere 100'000 Personen wären aber gleichzeitig auf ein Bett in einer Intensivstation angewiesen und würden die Spitäler überlasten.

Würde ein Infizierter jedoch nur 1,1 weitere Personen anstecken, verliefe die Kurve deutlich flacher. Weniger Personen wären gleichzeitig auf intensivmedizinische Betreuung angewiesen – die Kurve zieht sich dadurch allerdings massiv in die Länge und ist auch nach einem Jahr noch nicht vorbei.

Vor- und Nachteile Herdenimmunität

Gesellschaft ist immun (zumindest solange das Virus nicht mutiert)

Grosser Schaden entweder für das Gesundheitssystem (= viele Tote) oder für die Wirtschaft

Quellenangabe

Die Angaben für ihre Thesen hat Mai Thi Nguyen-Kim von diversen Quellen, die sie unterhalb ihres YouTube-Videos auflistet. Sie wird unterstützt von funk, einem Gemeinschaftsangebot der deutschen Medienunternehmen ARD und ZDF.

Infizierte isolieren und Kontaktketten kontrollieren

Mögliche Enden Epidemien

Das Ziel dieser Methode ist, mit einem strengen Lockdown die Anzahl der Infizierten so weit zu senken, dass man wieder einen Überblick über die Neuinfizierungen hat. Die infizierten Personen werden dabei professionell isoliert und ihre Kontaktketten dadurch gebrochen. Das Virus würde sich also nur in einem Kreis bewegen, den man ganz genau kennt. So versucht man zu erreichen, dass eine infizierte Person so wenige Menschen wie möglich ansteckt.

Bei dieser Zahl handelt es sich um die sogenannte Basisreproduktionszahl (R0). Sie sagt also aus, ob eine infizierte Person drei weitere Personen oder eben nur eine weitere Person ansteckt. Sinkt die Zahl R0 unter 1, wird das Virus längerfristig verschwinden. Bei SARS-CoV-2 liegt dieser Wert gemäss dem deutschen Robert Koch-Institut aktuell zwischen 2.4 und 3.3. Jeder Infizierte steckt also, wenn keine Massnahmen getroffen werden, zwei bis drei weitere Personen an.

Bei aktuell über 20'000 Fällen in der Schweiz ist es unmöglich, jetzt noch nachzuverfolgen und zu testen, wer infiziert ist und mit wem diese Person allenfalls Kontakt hatte. Die Youtuberin und Wissenschaftlerin Nguyen-Kim nimmt im Video als Grössenordnung an, dass dies erst bei ungefähr 1000 Fällen in Deutschland wieder möglich wäre.

Eine Senkung auf unter 1000 Fälle in der Schweiz ist nur möglich, wenn drastische Massnahmen eingehalten werden. Und aktuell steigen die Zahlen ja noch – auf eine allfällige vollständige Lockerung des Lockdowns müssten wir entsprechend noch lange warten.

Vor- und Nachteile Isolation von Infizierten

Nach einer Zeit mit strengen Massnahmen würde für ein Grossteil der Bevölkerung langsam wieder Normalität einkehren

Strenge Massnahmen bleiben vorerst für einige Zeit bestehen

Sobald ein Fehler passiert und man die Kontrolle über die Infizierten verliert, kann das Ganze von vorne los gehen

Impfstoff / Medikament

Derzeit laufen laut WHO weltweit 68 Impfstoffprojekte. Die Projekte, die schon am weitesten vorangekommen sind, haben bereits die Etappe 4 erreicht oder werden sie demnächst erreichen. In dieser wird der Impfstoff an Freiwilligen getestet.

Die Entwicklung, Erprobung und Zulassung der Impfstoffe sind jedoch nicht die einzigen entscheidenden Faktoren. Es hängt auch von den Produktionskapazitäten ab. Deshalb ist nicht primär entscheidend, wer mit dem ersten Impfstoff die Zulassung erreicht, sondern auch, dass davon möglichst viel hergestellt werden kann.

Obwohl die Forschenden mit Hochdruck an Impfstoffen arbeiten, werden sie wohl erst im Frühjahr 2021 bereit sein, wie der Präsident des Robert Koch-Instituts gegenüber ARD sagte.

Neben dem Impfstoff soll das Virus auch mit Medikamenten bekämpft werden. Weltweit werden knapp 70 Medikamente getestet. Doch die WHO kritisierte die mangelnde Qualität der bisherigen Studien. Deshalb kündigte die Weltgesundheitsorganisation an, gemeinsam mit zehn Ländern eine grosse Studie unter dem Namen «Solidarity» aufzulegen. Es soll die zentrale Frage beantwortet werden, ob eines der Medikamente die Sterblichkeit oder die Zeit im Krankenhaus verringern kann.

Vor- und Nachteile Impfstoff

Gesellschaft und insbesondere die Risikogruppen wären nachhaltig immun gegen das Coronavirus

Zeitplan schwierig abzuschätzen, vermutlich nicht vor Frühjahr 2021 verfügbar

Fazit

Natürlich gibt es auch noch andere Faktoren, die den Verlauf der Pandemie beeinflussen können. Beispielsweise untersuchen Wissenschaftler zurzeit, ob das Virus im Sommer weniger ansteckend ist. Es könnte auch sein, dass doch ein grösserer Teil der Bevölkerung als zurzeit angenommen immun gegen das Virus ist. Zur Klärung, wie gross diese Dunkelziffer ist, laufen derzeit verschiedene Projekte, wie Daniel Koch vom BAG am Dienstag mitteilte.

Das Fazit für ist für die Wissenschaftlerin Nguyen-Kim aber klar: Egal, welche Faktoren schlussendlich dafür sorgen, dass die Pandemie gestoppt wird: Wir brauchen Geduld, das Ende ist noch in weiter Ferne. Das Video schliesst sie ab mit den Worten: «Es ist ein Marathon.»

Das Video in voller Länge:

abspielen

Video: YouTube/maiLab

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168Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 09.04.2020 13:51
    Highlight Highlight Ich bin einigermassen verwundert, dass keiner der Experten darüber aufklärt, dass sowohl ein Impfstoff wie auch das Anstreben einer Herdenimmunität nur dann funktioniert, wenn die aufgebaute Immunität für eine Weile vorhält.

    Die humanen Coronaviren, welche eine Erkältung verursachen, erzeugen nur eine Immunität von wenigen Wochen.

    Falls das mit dem neuen Virus auch der Fall ist, fallen Szenario 1 und 3 schon mal weg.

    Der Virus existiert einfach zu wenig lang, als dass wir da schon Gewissheit hätten.
  • Eau Rouge 09.04.2020 13:49
    Highlight Highlight Nach dem Lesen sehr vieler Kommentare interpretiere ich ein gewisse Abneigung oder Unkenntnisse von Frau Nguyen. Korrigiert mich bei einer Fehlinterpretation
    Mit einem technischen Hintergrund wurden mir persönlichjedenfalls zum ersten Mal eine mögliche Dauer und Verlauf aufgezeigt. Verständlich und plausibel. Besten Dank Frau Nguyen!

    Bleibt alle gesund💚🙏🍀 http://
  • Locutus70 09.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt halte ich bei dem Thema nicht viel von ihren Videos, ebenso wie von Prof. Lesch (den ich im übrigen sehr schätze).
    Sie ist Chemikerin, hat im Bereich Virologie allenfalls ein rudimentäres Wissen.
    Ich höre jeden Tag die Podcasts von Christian Drosten und Alexander Kekule - das reicht mir völlig.
    • Shlomo 09.04.2020 13:48
      Highlight Highlight Naja Kekule hat wenigstens mal Chemie studiert aber Drosten ist nur Mediziner.
    • Locutus70 09.04.2020 17:52
      Highlight Highlight @Shlomo - Christian Drosten arbeitet seit 2000 als Virologe und hat den SARS-CoV mitentdeckt. Für den SARS-Cov2 hat er einen Impfstoff entwickelt.
    • Shlomo 09.04.2020 18:09
      Highlight Highlight Naja, wohl eher sein Team aus Biologen und Biochemikern. Als Mediziner war er dazu wohl kaum in der Lage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Äuämeetsjep 09.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Es können nie alle Faktoren berücksichtigt werden. Wir sind nur Menschen. Es wird länger dauern, dass ist uns allen doch sowieso klar. Wer aber nach 3 Wochen Mühe hat, wird bei der Aussicht auf Monate eventuell auch denken; egal, nütz ja eh nix, da mag ich mich sicher nicht so lange dran halten und wieder Freunde treffen etc. Solche Voraussagen können zusätzlich deprimieren und demotivieren. Ich sehe die Auswirkungen heute bei meiner Arbeit in der Medizin. Ich verlasse mich gerne auf Leute, die mit Ihren Aussagen dann auch die Verantwortung übernehmen.
  • De-Saint-Ex 09.04.2020 12:51
    Highlight Highlight Eigentlich fahren wir doch überall auf der Welt auf 2 Gleisen gleichzeitig: Teil-Herdenimmunität und Teil-Schutz... und hoffen auf Gleis 3, Impfstoff, die wohl einzig valable Lösung... bis der allerdings verfügbar sein wird... und da dieser Virus auf allen Kontinenten aktiv ist... es sieht wahrlich nicht sonderlich gut aus.
    • Locutus70 09.04.2020 13:47
      Highlight Highlight Das wichtigere ist ohnehin ein Medikament und der bessere Schutz der Risikogruppen.
      Letzteres würde im übrigen auch für die Influenza gelten. Da liegt nach Schätzungen die Herdenimmunität bei "nur" 50 % - es lassen sich aber nur 10 % impfen.
  • Avalon 09.04.2020 12:28
    Highlight Highlight Und wie wäre es, wenn wir mal lesen würden, wie man das Immunsystem stärkt?
    Angst und Stress (auch zB durch Isolation) schwächen das Immunsystem ...
    • cheeky Badger 09.04.2020 13:21
      Highlight Highlight Das Immunsystem besteht ja eben aus Antikörpern. Da das Virus neu ist, haben wir keine Entsprechenden.

      Also hilft auch Tiefenentspannung nichts dagegen.
    • Locutus70 09.04.2020 13:48
      Highlight Highlight @cheeky Badger - Natürlich hilft ein starkes Immunsystem. Warum glaubst du denn, das gerade Menschen mit Vorerkrankungen oder alte Menschen anfällig sind?
      Genau - weil deren Immunsystem schwach ist.
    • lilie 09.04.2020 16:38
      Highlight Highlight @Avalon: Zur Stärkung des Immunsystems gelten die üblichen Massnahmen wie gesundes Essen, regelmässige Bewegung an der frischen Luft, eine positive Lebenseinstellung und ein intaktes soziales Netz.

      Das Problem ist aber, dass unser Immunsystem auch nur dann gegen die Virenlast ankommt, wenn diese nicht zu hoch ist. Deshalb ist es entscheidend, die vom Bund empfohlenen Hygienemassnahmen strikt einzuhalten.
  • lema 09.04.2020 12:15
    Highlight Highlight Wir sind bereits unter 1000 Fälle und die zahlen werden noch weiter sinken, klar im vergleich zu D müssten wir auf 100 Fällen sein. Wir befinden uns ja alle in Selbstisolation. Zumindest die meisten, sprich unser R0 ist bereits unter 1 und die Dunkelziffer wird weiter fallen. Jetzt müssen wir dies noch weiter drücken um bei den neuinfektionen in einen zweitstelligen bereich zu kommen um dannach mit dem richtigen contact tracing zu beginnen. Mit App oder Schlüsselanhänger warnen, isolierung der Risikogruppe, noch mehr testen. Südkorea macht ja vor, dass es möglich ist.
    • De-Saint-Ex 09.04.2020 13:19
      Highlight Highlight Alle in Selbstisolation...? Ist Dein Kommentar also rein polemisch?
    • AHTOH 09.04.2020 13:50
      Highlight Highlight Nein: 1000 aktive Patienten INSGESAMT! nicht weniger als 1000 neue pro Tag!
    • lema 09.04.2020 14:31
      Highlight Highlight Ich meine das die meisten Zuhause bleiben und keine Kontakte pflegen mit anderen Leuten die nicht im selben Haushalt sind. Oder würdest du das bestreiten? Es muss ja fast so sein sonst würden wir immernoch gleich viele Fälle haben wie letzte Woche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raber 09.04.2020 12:15
    Highlight Highlight Das ist, was ich vom BAG vermisse. Das Ziel "italienisch Zustände" zu verhindern wurde erreicht, dank den Massnahmen des BAGs. Aber jetzt sollte ein neues Ziel definiert werden, was nicht geschah an der PK gestern. Die Möglichkeiten sind in diesem Video aufgezeigt, jetzt sollte eine Richtung vorgegeben werden und dazu können die Massnahmen angepasst werden. Alles andere ist Planlos,habe gestern schon geschrieben.
    • Pafeld 09.04.2020 12:44
      Highlight Highlight Italienische Zustände sind noch lange nicht verhindert. Fährt man die Massnahmen jetzt runter, schnellt die Infektionsrate sofort wieder hoch. Die aktuelle Infektionsrate können wir nur mit den aktuellen Massnahmen halten.
    • lema 09.04.2020 14:37
      Highlight Highlight Wer sagt das der BR das nicht macht? Nur weil sie's noch nicht kommuniziert haben, heisst das nicht das sie nicht mit hochdruck daran arbeiten. Die Neuinfektionen haben einen wesentlichen Einfluss darauf wann welche Massnahmen gelockert werden können, deshalb für mich schlüssig das man das ganze noch um eine Woche verlängert. Es gibt nur eine Richtung und die ist Neuinfektionen soweit runterdrücken das man mit dem "richtigen" contact tracing beginnen kann.
    • lilie 09.04.2020 17:02
      Highlight Highlight @Raber: Doch, das Ziel wurde sogar genau vorgegeben (Aufhebung des Notstandes und Rückkehr in die Normalität innerhalb von einugen Wocgen), was du meinst ist, dass der Weg noch nicht vorgezeichnet ist.

      Diese Pläne will der Bundesrat am 16. April vorlegen. Sie prüfen dabei alle Möglichkeiten.

      Einzig Durchseuchung ist kein Thema, da ethisch nicht vertretbar, zudem riskant für dss Gesundheitssystem und zudem unklar, obs überhaupt funktionieren würde, da noch nicht bekannt ist, wie lange die Immunität anhält.

      Die gleiche Problematik ergibt sich bei der Impfung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 09.04.2020 11:42
    Highlight Highlight Das was Mai Thi sagt klingt plausibel, aber was qualifiziert sie als Chemikerin zur Virologin? Ich frage ja auch nicht einen Maurer was falsch gelaufen ist, wenn der Dachstuhl eingestürzt ist. Ich werde einen Zimmermann fragen. Nur weil sie Wissenschaftlerin ist hat sie deshalb nicht unbedingt mehr Ahnung. Ihr Talent ist, dass sie es gut erklären kann, es macht es deshalb aber nicht richtig. Und damit wir uns richtig verstehen, ich sage nicht, dass sie falsch liegt. Ich will nur darauf hinweisen, dass man skeptisch sein muss, wenn Branchenfremde etwas erklären, auch wenn es gut klingt.
    • Gowynda 09.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Was Naturwissenschaftler "Branchen"-übergreifend qualifiziert, ist, dass sie gelernt haben, wissenschaftliche Artikel zu lesen und interpretieren. Sie haben ein wissenschaftliches "Mindset".
      Das ist auch was Mai Thi in ihren Videos tut. Sie diskutiert und kritisiert wissenschaftliche Arbeiten.

      Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wenn der Dachstock eingestürzt ist, dann fragt man lieber jemanden mit einem technischen Beruf als den Arzt.
    • Thorium 09.04.2020 12:28
      Highlight Highlight Doch hat sie. Eben als promovierte Chemikerin weiss sie wie diese Dinge zusammenhängen. Sie weiss auch wie man Studien liest und richtig einordnet. Sie weiss wie man Statistiken richtig interpretiert und einordnet. Sie weiss wem sie die richtigen Fragen stellt. Das hat sie schon mehrfach bewiesen. Und das reicht aus, um diese Aussagen zu treffen. Da musst du kein Virologe sein.
    • Swen Goldpreis 09.04.2020 12:39
      Highlight Highlight Als Youtuberin ist Mai Thi eine Journalistin und deswegen ist ihre Aufgabe, Fakten so aufzubereiten, dass sie von Leuten verstanden werden, die nicht vom Fach sind.

      Es mag etwas seltsam klingen, aber tatsächlich gelingt das in der Regel Leuten besser, die eben nicht vom Fach sind, aber ein gewisses Verständnis von der wissenschaftlichen Denkweise haben.

      Glaubst du denn, dass der Autor dieses Artikels Mai This Video schlechter zusammenfasst, weil ihm oder ihr vermutlich ein Abschluss in Virologie fehlt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoci 09.04.2020 11:28
    Highlight Highlight Einfach für die, die Mühe haben mit Ifs, Wahrscheinlichkeit, Abschätzungen und Systemen.
    Es geht nicht darum GENAUE Zahlen zu ermitteln. Sondern um verschiedene Szenarien, bei verschiedenen Massnahmen. Zum Beispiel ungefähre Zeitachsen zu ermitteln, wann das Ganze durch ist.
    Das war das Hauptthema der Dame.
    Wie viele Tote, Schäden in der Wirtschaft sind nur qualitativ und grob betrachtet worden.
    Was sie aufgezeigt hat, ist, dass es für das von mir favorisierte Szenario Isolation längst zu spät ist und das Ganze erst in ca. 1 Jahr mit Impfstoffen o. Medikamenten endet.
  • Mia_san_mia 09.04.2020 11:11
    Highlight Highlight Sie macht schon seit Jahren tolle Videos. Super, dass sie wieder zurück ist 🍪
  • ZimmiZug 09.04.2020 11:01
    Highlight Highlight Es ist sichtbar, dass der BR das Ziel des Containment verfolgt. Und sicherlich wäre es die humanste Art (wenigste Todesopfer). Aber leider habe ich Bedenken, dass das Schweizer Volk dafür bereit ist. Es ist uns zu wenige "dreckig" gegangen bis jetzt - vor allem in der Deutschschweiz - als dass wir dann die Disziplin aufbringen würden, welche es dafür braucht, bzw. mit den rigorosen Kontrollmechanismen leben wollen und sie anwenden (Tracing-App usw.). Denn diese Disziplin bräuchte es über MONATE. Ich werde aber sehr gerne eines Bessern belehrt. Dann wäre ich positiv überrascht.
  • Wetterleuchten 09.04.2020 10:49
    Highlight Highlight Wir alle wissen wohl, dass Sie (leider) recht hat. Wir wissen auch, dass sich die Wirtschaft nicht ein Jahr lang selbst erhalten kann. Deshalb die vulnerablen Gruppen konsequent schützen (heutige Massnahmen). Altersheimbesuche wieder er möglichen, aber dann zur Sicherheit nur mit FFP3-Masken und Brille für beide Seiten. Allgemeine Maskenpflicht, am besten generell mit FFP2, in der Öffentlichkeit. Tägliche grossflächige Desinfektion frequentierter Geschäfte, COOP/Migros, Hotels, Werkstatträume, etc.
    Sonst gibt es nach der vorzeitigen Öffnung eine noch wesentlich schlimmere Situation.
  • blong 09.04.2020 10:19
    Highlight Highlight Mai Thi Nguyen-Kim weist daraufhin, dass eine Wirtschaftskrise ebenfalls Menschenleben fordert, was ich sehr schätze. Mit so einer Äusserung wird man in der Regel geblitzt, als sei man der leibhaftige Grosskapitalist himself.

    Es ist mir klar, dass sie als Wissenschaftlerin viel konkretere Thesen präsentieren kann als Politiker, die ungleich mehr Verantwortung übernehmen müssen für das, was sie sagen. Trotzdem wünschte ich, der Bundesrat und das BAG würden etwas konkreter werden in ihren Äusserungen. Die schwammigen Aussagen verleiten die Leute doch bloss dazu, unvorsichtig zu werden.
  • Menel 09.04.2020 10:11
    Highlight Highlight Und es wird wieder einmal deutlich, dass wir flächendeckend durchtested müssen, damit wir endlich klarere Zahlen haben.
    • Hoci 09.04.2020 11:29
      Highlight Highlight Vergiss es. Zu viele unerkannte. du kannst dich an den Toten orientieren, um die gehts ja.
      Das Testen gibt dir nur den Trend, mehr, weniger, gleich.
    • Lotus_ 09.04.2020 11:51
      Highlight Highlight Kannst ja mal ausrechnen, wie lange es dauern würde, bis alle in der Schweiz getestet sind bei der aktuellen Testkapazität.
    • Menel 09.04.2020 13:19
      Highlight Highlight @Hoci; die Toten bringen dir gar nichts, wenn du keine nicht weisst, wie viele infiziert sund/waren.

      @Lotus_; es würde schon mal eine repräsentative Stichprobe für den Anfang reichen.
  • Matti_St 09.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Wie ist das mit der Herdenimunität?
    Gerade diese Woche SRF geschaut und dort war die Aussage, die Herdenimunität ist wissenschaftlich immer noch nicht bewiesen.

    Warum setzen so viele Menschen auf ein System, bei dem es auch nach hinten losgehen könnte?
    • MasterPain 09.04.2020 10:37
      Highlight Highlight Weil diese Menschen keine Wissenschaftler sind.
    • Ninha 09.04.2020 10:44
      Highlight Highlight Weil wir das System der Herdenummunität bereits kennen, Masern zum Beispiel. Nur dort hat die Impfung zur Herdenimmunität geführt. Wir wissen einfach nichts über diesen Virus...
    • Matti_St 09.04.2020 13:07
      Highlight Highlight @Nilda, das ist mir schon klar.

      Die Aussage war frei Übersetzt, eigentlich geht man davon aus, dass es so sein wird. Aber bei dem Virus wurde wissenschaftlich noch nicht bewiesen, dass es so ist.

      Und als Beispiel könnte man auch die Grippe nehmen, eine Grippe macht nicht imun. Aber es gibt für gewisse Grippe Stämme Impfungen. Die wirken aber nicht bei allen Grippe Viren.

      Dann stellt für mich noch eine andere Frage. Der Virus ist seit Januar bei uns bekannt. Warum ist es bis jetzt noch nicht bewiesen worden? Meine, das müsste in der Zwischenzeit doch kein Problem sein. Oder irre ich mich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 09.04.2020 09:54
    Highlight Highlight Jegliche Berechnung der Dunkelziffer muss aktuell scheitern, da die Formel mit diversen Unbekannten ausgestattet ist. 1. Unbekannte: Wie viele Personen werden durch eine infizierte Person angesteckt. 2. Unbekannte: Wie viele infizierte Personen werden überhaupt getestet. 3. Unbekannte: Wie viele Personen sind leichter oder weniger leicht empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2. Daher sollten sich ALLE - Wissenschaftler oder nicht - aktuell sehr zurückhalten, wenn es um Prognosen oder die Beurteilung von Massnahmen geht...
    • Shlomo 09.04.2020 13:54
      Highlight Highlight Ach, hierfür gibt es bereits sehr viele Modellrechnungen. Wenn du die nicht interpretieren kannst ist das dein Problem.
  • Tom Garret 09.04.2020 09:39
    Highlight Highlight Phu ich kann dieser Dame kaum zuhören. Ich habe noch nicht herausgefunden warum. Ob es ist weil sie zu uns Spricht als wären wir Kinder, oder ein unterbewusstes Problem? Keine Ahnung...
    • Kruk 09.04.2020 09:50
      Highlight Highlight Das musst du wohl bei dir suchen...
    • Tom Garret 09.04.2020 10:00
      Highlight Highlight Sag ich doch ;-) ihr müsst much auch nicht blitzen deswegen, ich glaube verschiedene Wahrnehmungen sind nicht verboten...
      Ich sag ja nicht sie sage was falsches ;-)
    • Satan Claws 09.04.2020 12:05
      Highlight Highlight @

      "Ob es ist weil sie zu uns Spricht als wären wir Kinder, oder ein unterbewusstes Problem? Keine Ahnung..."

      Ich blitze zwar nie, finde es aber gerechtfertigt, es bei suggestiven Aussagen zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spellbinder 09.04.2020 09:14
    Highlight Highlight Bitte nehmt eure journalistische Verantwortung bezüglich dem thema Herdenimmunität war!

    Viele Tote ist eine extreme Verharmlosung!

    Mal ein Very Good Case Szenario gerechnet:
    7,75 Milliarden Einwohner, 60% infiziert mit einer Sterblichkeit von 1% = 46 Millionen Tote!

    Jetzt mal angenommen wir können die Verbreitung so steuern, dass die Gesundheitssysteme nicht überlastet werden, die 3.-Weltländer kommen auf eine ähnliche Sterblichkeitsrate und das Virus mutiert nicht.

    Ist das akzeptabel? Wären 10 oder 20 Millionen akzeptabel?

    Fragt mal Boris, was er aktuell von der Herdenimmuität hält.
    • Flexon 09.04.2020 14:06
      Highlight Highlight Die Sterblichkeitsrate könnte aber auch sehr viel niedriger liegen. Wenn man der Wissenschaft folgt, Dunkelziffer = ca. 10x, bewegen wir uns recht nahe an die durchschnittliche Mortalität der Influenza heran. Wir werden es noch nicht so bald wissen.
    • Spellbinder 09.04.2020 17:59
      Highlight Highlight Könnte.
      davon ausgehend möchtest du den versuch der herdenimmunisierung wagen?
      Es gibt da kein ups jetzt wirds doch schlimm ich möchte wieder zurück.

      Und ca. 5 mio tote wären für dich dann ok?
      Weil wie bei influenza?

      Aktuell sind die zahlen auf die getesteten gerechnet zwischen 12 und 2 %. Also sind 0.1 % schon sehr sehr optimistisch.
      Vielleicht haben wir sehr viel glück und landen bei 0.5%.. dann wären es ca. 25 mio.

      Die ganzen Influenza vergleiche werden immer unpassender.
      Es sterben da z.b. in spanien auch jeden winter einige tausende. Aber sicher nicht 15‘000 inner ca. 20 tagen!

  • Triumvir 09.04.2020 09:10
    Highlight Highlight Clevere Frau. Leider sind ihre Aussagen im Video nicht so erbaulich... Wir brauchen so schnell wie möglich einen Impfstoff!
  • Rundlauf 09.04.2020 09:00
    Highlight Highlight Das mit dem weniger ansteckend im Sommer: Der Virus verbreitet sich doch auch in heissen Gegenden, die heisser sind als es bei uns im Sommer wird; ich würde nicht zuviel auf diese Karte setzen...
    • McStem 09.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Eventuell verbreitet es sich langsamer. In den Top 10 hat es ausschliesslich Staaten aus der Nordhalbkugel. Und auch "heisse" bzw. warme Verdächtigte haben aktuell laut Google z.B. relativ tiefe Temperaturen (New Orleans 24°, Istanbul 11°, Teheran 4°).

      Aber alle Hoffnungen darauf zu setzen wäre trotzdem schön dämlich.
    • Kyle C. 09.04.2020 10:37
      Highlight Highlight Ich glaube (!), dass hat weniger mit den Temperaturen zu tun, als viel mehr mit unserem Immunsystem. Höhere Temperaturen bedeuten in der Regel mehr Sonne. Das bewirkt bei uns, dass wir im Gegensatz zum Winter mehr Vitamin D aufnehmen und über ein gestärktes Immunsystem verfügen. Auch sind wir im Winter vermutlich ohnehin anfälliger auf Viren (Erkältungen). Zudem sind die Jahreszeiten in der Südhalbkugel anders als bei uns. Denkbar also, dass in unserem Sommer der Virus in den Süden "wandert", wenn es dort kälter wird. Ist aber reine Spekulation meinerseits. :)
    • Hoci 09.04.2020 11:33
      Highlight Highlight Hat mit Trockenheit, Sonnenstrahlen, Uv gegen die Viren, trockener Heizungsluft, die anfälliger macht, zu wenig Bewegung, zu wenig frisches essen im Winter, weniger Vitamin D zu tun.
      Wärme reicht nicht, es braucht direkte Sonnenenstrahlung/Uv inkl. Austrocknen. Dschungel (Feucht, keine direkte Sonne), hohe Feuchtigkeit in einigen Tropen helfen dem Virus wiederum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 09.04.2020 09:00
    Highlight Highlight Es gibt eine weit verbreitete, aber falsche Annahme bezüglich Herdenimmunität: es müssen nicht 60%-70% der Bevölkerung immun sein, sondern es müssen 60%-70% aller Ansteckungschancen eliminiert werden. Es stimmt, das dies erreicht wird, wenn 70% der Durchschnittsbürger immun werden. Aber Herdenimmunität wird auch erreicht, wenn die 10% der Bevölkerung, die in 50% aller Kontakte involviert sind, immun sind und man zusätzlich alle Events verbietet, bei denen die restlichen 20% aller Kontakte stattfinden.
    • Swen Goldpreis 09.04.2020 12:53
      Highlight Highlight Da ist etwas, was ich nicht verstehe, beziehungsweise bei dem ich glaube, dass alle anderen es missverstehen.

      Die Herdenimmunität funktioniert doch so, dass das Virus drum verschwindet, weil die Erkrankten im Schnitt weniger als 1 Person anstecken. Die Basis Reproduktionszahl ist also weniger als 1.

      Aber das heisst doch auch, dass auch bereits eine Durchseuchung von 20 oder 30 Prozent sich auf die Ausbreitungsrate auswirkt. Das heisst bei vielleicht 30 Prozent käme es auch ohne Lockdown nicht mehr zu einer Überlastung der Krankenhäuser. Habe ich da einen Denkfehler?


    • Kronrod 09.04.2020 14:28
      Highlight Highlight Wenn 33% aller Kontakte vermieden oder unproblematisch sind, dann sinkt die Reproduktionszahl ebenfalls um so viel, wäre dann also noch etwa 2.0 statt 3.0. Das senkt den Peak um etwa einen Drittel, würde wohl nicht genügen, um eine Überlastung abzuwenden. Mit den richtigen Begleitmassnahmen dürfte es dann aber einfacher sein, in die Nähe von 1.0 zu kommen.
  • Dr. Unwichtig 09.04.2020 08:55
    Highlight Highlight Ein "viruszentrierter" Bericht wie viele andere. Es ist eben falsch zu behaupten, dass das Virus den Takt vorgibt. Taktgeber sollten 2 Dinge sein: 1.) die Kapazitätsgrenze unseres Gesundheitswesens und 2.) der Wissensstand über die Verbreitung des Virus. Bei Punkt 1 wurde in den letzten Wochen hervorragende Arbeit geleistet - die aktuellen Überkapazitäten beweisen dies. Bei Punkt 2 gibt es schlicht noch zu wenige Daten, um eine verlässliche Aussage betreffend Dauer und Art der Massnahmen treffen zu können, um Punkt 1 gerecht zu werden...
    • Sherlock.H 09.04.2020 12:43
      Highlight Highlight Es gibt wenig Daten, aber man muss eben aus den Daten machen, was man kann. Was ist die Alternative, nichts tun, weil es noch wenige (aber nicht keine!) Daten gibt?
  • soGesehen 09.04.2020 08:42
    Highlight Highlight Das macht mir Sorgen:
    Die Dunkelziffer in Kombination mit dem Heuschnupfen, die Viren- und Baktierienschleuder-Maschine überhaupt. Und die Motoren werden gerade gestartet.

    Darüber redet niemand, also hab ich es mal angesprochen.
  • Antichrist 09.04.2020 08:29
    Highlight Highlight Eigentlich ist das ja ein sehr dämlicher und nicht überlebensfähiger Virus. Entweder es tötet seinen Wirt oder es wird von ihm durch Antikörper besiegt. Das geschieht alles innerhalb von 2 Wochen. Es müsste doch ziemlich leicht sein, die Übertragungskette zu stoppen. Vermutlich sind die heutigen Virenherde die Spitäler oder die Altersheime, solange man das Personal nicht regelmässig testet.
  • Unicron 09.04.2020 08:20
    Highlight Highlight Die Viren Forscherin landet mit ihrem Virus Video einen viralen Hit.

    Und jetzt ist jedes Wort Virus!
    • Unicron 09.04.2020 12:00
      Highlight Highlight *Die über Viren sprechende Chemikerin landet mit ihrem Virus Video einen viralen Hit.
    • sowhat 09.04.2020 12:58
      Highlight Highlight 😁
    • Unicron 09.04.2020 22:56
      Highlight Highlight @SwissWitchBitch
      Kein Ding :)
      Von mir kenne ich das eher spät Abends!
  • Dong 09.04.2020 08:16
    Highlight Highlight Genau deshalb rege ich mich über Koch und das BAG auf, weil sie von Anfang an Variante 2 als unrealistisch ausgeschlossen haben, obwohl das die einzige ist, die rechnerisch funktioniert.
  • Ohniznachtisbett 09.04.2020 08:09
    Highlight Highlight Warum macht ihr hier eigentlich nicht mal euren Job. Das Video zusammenfassen hätte ich auch können. Interessant wäre es aber zu analysieren, ob das was sie sagt auch stimmt. Hier werden dauernd mit Zahlen jongliert. Dunkelziffer Faktor 10 wird angenommen. Die kann genauso Faktor 2 oder Faktor 50 sein. Nicht zu vergessen, dass der Faktor ja anwächst (wegen dem exponentiellen Wachstum). Wir wissen es nicht. Und nur wenn wir das wissen, wissen wir wie gefährlich das Virus wirklich ist. Wenn die Zahlen die sie sagt stimmen, dann hat sie wohl recht. But there are too many ifs... wie so oft.
    • Shlomo 09.04.2020 08:18
      Highlight Highlight Also ob es Faktor 2 oder 50 spielt nicht wirklich eine Rolle. Es spielt erst eine Rolle wenn die Berechnungen mehrere Grössenordnungen (10er Potenzen) daneben liegen.
    • Roblock 09.04.2020 08:25
      Highlight Highlight Ob es stimmt? Das weiss doch keiner. Nicht einmal die Virologen sind sich da einig. Diese Dame ist ja Chemikerin. Die hat noch weniger Ahnung. Sie erklärt einfach für Laien, aber selber forscht sie ja nicht auf dem Gebiet.
    • Unicron 09.04.2020 08:26
      Highlight Highlight Warum soll ein Journalist mehr Ahnung von Viren haben als eine Virologin, auf welcher Basis sollen die Reporter denn urteilen ob das stimmt?
      Man kann höchstens beurteilen ob die Person ansich glaubwürdig ist. Das ist das Problem an diesem aufkommendem Expertenhass, 99% der Wissenschaftler sagen der Klimawandel ist menschengemacht, aber trotzdem denken so viele Menschen ohne akademischen Hintergrund dass sie es besser wissen. Oder 5G soll Krebs verursachen, Impfungen Autismus, die Erde ist Flach, Homöopathie allgemein...

      Glaubt einfach den Experten und nicht dem einen Typen auf YouTube.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolk 09.04.2020 08:09
    Highlight Highlight Danke, dass ihr das bringt. wenn ich sehe, was derzeit in der Politik läuft, ist Aufklärung dringend nötig. nicht dass sich weiße alte Männer etwas von einer jungen Frau erklären ließen, aber vielleicht einige andere.
  • SophieB 09.04.2020 08:08
    Highlight Highlight Sie redet Klartext, so wie es sein sollte! 👏 So sollte eigentlich von Anfang an offiziell kommuniziert werden, damit man entsprechend realistisch mit der Situation umgehen („planen“) kann. Stattdessen... ihr kennt‘s ja 🤦‍♀️
    • Kyle C. 09.04.2020 10:39
      Highlight Highlight Ausser von Trump und gewissen Panikmachern aus der Wirtschaft, habe ich keine andere Kommunikation wahrgenommen. M.M.n. sind es nur diese Leute, welche die Situation schöner reden als die Realität erlaubt. Also mich überrascht der Inhalt des Videos kein bisschen und man hört das nicht zum ersten Mal.
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 09.04.2020 08:08
    Highlight Highlight Wie ich mich noch errinern mag, zu Beginn der Krise als es langsam von IT ins Tessin kam mit den vielen Grenzgänger/innen und Herr Koch sich der Schweiz versuchte zu wenden, mit eig denselben Sachen wie es Mailab im Video nochmals erklärt einfach mit Zahlen stimmen Ihr die Meisten zu. Und bei uns alle wütend waren und ausriefen "schlisst die Grenzen" Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere BR richtig vorgehen und wir auf dem richtigen Weg sind. Langsam aber sicher.
  • Sarkasmusdetektor 09.04.2020 08:03
    Highlight Highlight Das mit der Immunisierung ist sowieso keine gute Idee. Die Wahrscheinlichkeit ist viel zu hoch, dass es wie bei der Grippe läuft. Die hatte praktisch jeder schon mal und trotzdem kommt sie immer wieder. Vom Coronavirus gibt es ja auch bereits mehrere Varianten, der wird sicher nicht einfach aufhören zu mutieren.
    • blueberry muffin 09.04.2020 09:19
      Highlight Highlight Das und auch haelt immunitaet normalerweise nicht fuer immer. Wenn die Immunitaet nur 2 Jahre anhaelt, wird das Virus also nie weg sein.

      Wenn sie laenger anhaelt, haben wir Chancen mit ein - zwei Impfungen im Leben den Virus loszuwerden.

      Wie so oft - wir brauchen mehr Daten und Langzeitstudien - die koennen wir aber erst haben, wenn der Virus ein paar Jahre alt ist.
    • Hoci 09.04.2020 11:44
      Highlight Highlight Das nicht, aber es wird weniger gefährlich, weil man gegen eine andere Variante immun ist.
      Das ist ja das Problem, derzeit ist niemand immun.
      Denke an die Pocken in Amerika. Die Indianer hats nur so dahingerafft, in Europa gabs Tote aber man konnte damit leben.
  • Thomas G. 09.04.2020 07:54
    Highlight Highlight Sie ist Journalistin. Nicht Wissenschafterin. Grosser Unterschied! Sie forscht nicht selbst sondern berichtet darüber was andere forschen.
    • Varanasi 09.04.2020 10:39
      Highlight Highlight Ja ja klar:
      Nguyen-Kim, deren Eltern aus Vietnam stammen, besuchte das Bergstraßen-Gymnasium in Hemsbach. Nach dem Abitur studierte sie von 2006 bis 2012 Chemie an der Universität Mainz und am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ab 2012 arbeitete sie als Doktorandin an der RWTH Aachen, der Harvard University und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung und wurde 2017 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über Physikalische Hydrogele auf Polyurethan-Basis promoviert.
    • Olle Hexe 09.04.2020 10:50
      Highlight Highlight @Varanasi Danke, für deine ausführliche Erläuterung. Wie kommen Sie, Thomas G., auf die Idee, dass Mai keine Wissenschaftlerin ist? Sind Sie selber Wissenschaftler? Kaum.
    • Thomas G. 09.04.2020 12:42
      Highlight Highlight @Hexe, das steht in ihrem LinkedIn Profil: Science Journalist.

      Ja ich bin Wissenschafter in R&D für Firmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tataaa 09.04.2020 07:46
    Highlight Highlight Ein Parameter wurde m.E. nur erwähnt, dann aber nicht ausgeführt. Wie sieht es mit der Möglichkeit aus, die Kapazitäten im Gesundheitssystem zu erhöhen? Armee, Bunkerspitäler, Beatmungsgeräte, Personal, AI für Diagnose und Behandlungsmethoden etc. sind da bereits vollständig ausgeschöpft oder wo sind die grössten Probleme hierbei?
    • sikki_nix 09.04.2020 10:00
      Highlight Highlight Guter Punkt! daran wird ja auch gearbeitet. Im Gegensatz zur Ausbreitung der Krankheit können die Kapazitäten nicht exponentiell ausgebaut werden. Darum ist es gut, dass wir jetzt strenge Massnahmen getroffen haben. das verschafft Zeit für das Gesundheitssystem sich darauf vorzubereiten.
    • maylander 09.04.2020 10:05
      Highlight Highlight Das Problem bleibt bestehen. Um die Zeit möglichst kurz zu halten muss man die vorhandenen Betten zu 90% auslasten.
      Nur wie will man das so genau Regeln? Im Moment ist die Kurve zu flach. Mit einer Änderung könnte sie wieder zu hoch sein.
  • Alteresel 09.04.2020 07:15
    Highlight Highlight Früher lief ich an Volksmarathons mit. Auch wenn man einigermaßen trainiert ist, es ist eine lange Strecke. Man erlebt da Hochs und Tiefs. Und wer nicht einen langen Schnauf und keine Bereitschaft zum Leiden hat, gibt früher oder später auf. Wenn diese Pandemie einem Marathon ähnelt, dann sehe ich schwarz. Das würde eine Disziplin benötigen, die unser Gesellschaftsmodell (noch) nicht vorsieht, eine extrem hohe Selbstverantwortung und Leute, die das so führen können, dass nicht der letzte Rest an Demokratie, an Freiheit etc. verloren geht. Grosse Veränderungen stehen an!!
  • Tabis Nuckerli 09.04.2020 07:04
    Highlight Highlight Und wo ist der Haken aus dem Titel?
    Das es nur 400 Tage dauert bis es vorbei ist?
    • Cécile Kienzi 09.04.2020 10:17
      Highlight Highlight @Tabis Nuckerli: Danke für deinen Input. Wir haben den Titel entsprechend angepasst.
  • medmi 09.04.2020 07:03
    Highlight Highlight Punkt zwei: Ja, es wird Fehler geben, man wird nie alle neuinfizierten Entdecken und nie alle Kontakte nachvollziehen können.
    Angenommen man entdeckt 70% der Infizierten und wiederum 70% deren Kontakte kann identifiziert und vorsorglich isoliert werden. Dann verringern wir das natürliche R0 von ca. 3 um 49%. Um unter 1 zu kommen braucht es dann weiterhin Händehygiene und Social-Distancing wo möglich. Dann stecken die nicht entdeckten 51% nämlich nicht mehr 3 Leute an, sondern z.B. 1.8.
    Das gäbe dann ein durchschnittliches R von 0.92. (0.49*0+0.51*1.8)



  • Maria Cardinale Lopez 09.04.2020 06:50
    Highlight Highlight Also wenn ich das durchlese und meine Gedanken der letzten Wochen im Zusammenhang der Informationen, welche uns gegeben wurde vergleiche, war es mir und auch meinem Umfeld klar, dass dies noch länger geht.
    Ich denke folgende Sachen werden dieses Jahr nicht möglich sein, Auslandferien im Sommer, Manschaftssportarten bis sicher im Herbst im Breitensport, grössere Feste usw. das ganze Jahr. Kleinere Feste bis nach den Sommerferien.
    Noch viele weitere Dinge.

    Stellen wir uns darauf ein umd hoffen das der ganze Spuck früher vorbei ist. Viel Glück und Gesundheit Euch allen.
    • Ogden 09.04.2020 07:18
      Highlight Highlight @Maria
      Kann deiner Aussage nur zustimmen.
      Auch in meinem Familien- und Freundeskreis haben sich die Leute darauf eingestellt, dass 2020 ein Jahr ohne Megaevents, Festivals und Auslandreisen wird. Dafür - hoffentlich - mit neuen kreativen Ideen und mehr Zeit für Gespräche.
    • Unicron 09.04.2020 08:29
      Highlight Highlight Ich denke da hast du recht. Und ich frage mich wieviele Festivals wohl an dem Virus sterben werden.
      Selbst wenn NICHT alles abgesagt wird. ZB das Rock the Ring im Juni, selbst wenn es stattfinden darf, will man wirklich da hin, und in Menschenmassen rumstehen?
      Und Festivals kalkulieren eh schon knapp, das wird für viele sicher der Genickbruch sein.
  • Ironiker 09.04.2020 06:50
    Highlight Highlight Eines der besten Videos die ich dazu gesehen habe. Keine Polemik, kein Herunterspielen und schon gar keine Verschwörungstheorien.

    Einfach nur wissenschaftliche Fakten so erklärt, dass auch der Laie es versteht.
    • Raembe 09.04.2020 07:36
      Highlight Highlight Typisch MaiLab halt.
  • WID 09.04.2020 06:48
    Highlight Highlight Wer selber rechnen kann, ist schon lange auf diese Szenarien gekommen. Der Skandal ist, dass das BAG nichts dergleichen kommuniziert. Die Leute werden für dumm verkauft.
    • MasterPain 09.04.2020 10:47
      Highlight Highlight Nein, die Leute werden langsam herangeführt ;-)
    • Hoci 09.04.2020 12:53
      Highlight Highlight Eigentlich haben sie es zu Beginn kommuniziert hier bei Watson. Extremer Peak mit hoher Todesrate im April Mai oder stark abgeflachter im Juli August als Ziel, im Frühjahr 2021 die Impfung.
  • medmi 09.04.2020 06:36
    Highlight Highlight [2] Bei täglich 500 infizierten die je 5 enge Kontakte hatten müssten pro Tag 2500 Menschen in vorsorgliche Selbstisolation. Die vorsorgliche Selbstisolation dauert 14 Tage oder falls man in dieser Zeit Symptome entwickelt halt entsprechend Test + länger. 14*2'500 = 35'000 gesunde Menschen in vorsorglicher Selbstisolation = 0.44% der Population.
    Bei 100 neu angesteckten mit jeweils 15 engen Kontakten sind es 1'500 vorsorgliche Selbstisolation, also 21'000 = also 0.26%.
    Ihr seht, je weniger neuinfizierte, desto mehr Kontakte sind möglich.
    Es ist nicht die einzige Massnahme, aber eine wichtige!
    • phiwi80 09.04.2020 08:17
      Highlight Highlight Wenn ich 5 Kontakte habe kann ich potentiell 5 Personen anstecken. Wenn diese 5 Kontakte wiederum 5 andere Kontakte haben sind wir schon bei 25 möglicher Infizierter (durch mich). Wenn diese wirderum 5 sich nicht kennender Personen kontaktiert haben wären wir bei 125 Personen.... und wenn du von 500 Personen sprichst sind es nicht 2500 die zur Selbstisolation müssten sondern 12500.
    • medmi 09.04.2020 08:41
      Highlight Highlight An die Blitzer:
      Kann mir jemand kurz erklären weshalb? Habe ich falsch gerechnet oder findet ihr vorsorgliche Selbstisolation doof? Ich kann schon mit Blitzen leben, es würde mich nur interessieren...
      Ich wollte nur aufzeigen, dass je kleiner die Zahl der neuangesteckten, desto praktikabler wird die Strategie.
      Klar kann man nie alle erfassen, deshalb bleiben Dinge wie Händehygiene und ein gewisses Mass an Social distancing bestehen, damit die nicht erfassten nicht gerade 3 anstecken, sondern vielleicht nur 2. In der Mischrechnung gibt das dann hoffentlich R weniger 1.
    • Mietzekatze 09.04.2020 08:58
      Highlight Highlight Was ist denn das für eine Rechnung?? Sorry... aber ausser jemand mit Familie, sollten zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall täglich 5 enge Kontakte gepflegt werden! Seit diese Situation losgegangen ist, habe ich einen einzigen halbengen Kontakt. Jeder andere Kontakt wird zurzeit elektronisch gehalten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 09.04.2020 06:26
    Highlight Highlight und landet damit einen viralen Hit.

    Naja, wer Mailab schon lange folgt, der weiss welche Qualität die Junge Frau liefert. Und es war schön zu sehen, dass sie nach der Geburt ihres Kindes sich wieder dieser Sache widmet - nämlich wichtige Fakten in einfacher Form zu kommunizieren. Neben Harald Lesch und seinem Team eine der besten Wissenschaftlerin im deutschsprachigen Raum.

    Sie hat auch viele weitere sehr gute Videos.
    • goschi 09.04.2020 08:17
      Highlight Highlight ja, Mai Thi ist grossartig, für mich deutlich vor Harald lesch, den ich schätze, der aber gerne in den politischen Themen zu polemisch wird.

      maiLab sollte man aber unbedingt kennen, als Wissenschaftskommuikatorin eindeutig absolute Spitze.
    • Scaros_2 09.04.2020 08:25
      Highlight Highlight Nun - Ich denke die Tatsache, dass Herr Lesch doch schon älter ist, mehr erlebt hat in seinem Leben zu vielen Themen macht/kann es durchaus erschwerend sein, in politischen Themen die Polemik zu unterdrücken. Ich kann auf alle Fälle nachvollziehen, dass dies sicher nicht leicht ist. Kommt teils aber auch auf das Format an in welchem er redet. Ob es nun ein Interview oder so ist oder ob es ein Video im Kanal ist.
    • Morgenbrot 09.04.2020 08:35
      Highlight Highlight Ich würde sagen, gute Wissenschaflter mit dem Talent Wissen zu vermitteln und der nötigen Reichweite im TV und Web.

      Warum sich allerdings ausgerechnet eine Chemikerin und ein Astrophysiker zu Spezialisten eines ihnen fremden Fachgebiets hochreden, bleibt schleierhaft.

      Man sollte lieber auf den grossen Pool von Virologen und Epidemieologen in den Ländern zurückgreifen und diesen zwei, sonst sicher sehr sympatischen und fähigen Menschen sagen: Schusterm bleib bei deinen Leisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Todesstern 09.04.2020 06:25
    Highlight Highlight Gutes Video. 👍
  • DrDeath 09.04.2020 06:25
    Highlight Highlight Da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass sie mit den Antikörpertests endlich in die Puschen kommen, damit wir ein klareres Bild der tatsächlichen Durchseuchung bekommen. Was hier auch noch fehlt ist die Kohortenimunisierung: dabei werden gezielt so viele Menschen infiziert (und isoliert) wie das Gesundheitssystem gerade noch verkraften kann um die Imunisierung mit maximaler Effizienz voranzutreiben. Ist ökonomisch und rational richtig, aber ethisch schwierig, weil von den gezielt infizierten natürlich ein gewisser Prozentsatz stirbt.
    • maylander 09.04.2020 07:21
      Highlight Highlight Es gibt ja Stichproben aus Österreich. Der Prozentsatz an wirklich Infiszierten ist viel zu gering um ernsthaft an Immunisierung durch Durchseuchung zu denken.
      Zudem würde die Immunisierung nur funktionieren wenn das Virus nicht mutiert.
    • R. Peter 09.04.2020 08:39
      Highlight Highlight Link zu den Stichproben? Es gibt nich keine zuverlässigen Antikörpertests, die Stichproben liefern bestenfalls ein Bild der zum Messzeitunkt infizierten. Nicht aber über bereits unbemerkt durchlaufene Infektionen.
    • Til 09.04.2020 09:27
      Highlight Highlight Also ganz korrekt ist das nicht mit der Immunisierung und Mutation. Es kommt drauf an, an was das Immunsystem den Virus erkennt. Im Idealfall ist das genau die Andockstelle, mit der das Virus sich in die Zelle schleust. Ein Mutation an der Stelle hat dann grosse Chancen, das Virus unwirksam zu machen. Meines Wissens werden Grippeviren dummerweise an mindestens Teilweise eher unwichtigen Strukturen erkannt, die sie dann gut mutieren können, ohne ihre Funktion zu beeinträchtigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • medmi 09.04.2020 06:24
    Highlight Highlight [1] Danke für den Artikel, gute Zusammenfassung des Videos
    Bzgl. Infizierte isolieren und Kontaktketten kontrollieren:
    Entscheidend ist, wieviele Neuansteckunge es gibt und ob man die meisten davon identifiziert. In einigen Kantonen mit geringen Neuansteckungen wäre das Prinzip vom Testen, Kontakte nachvollziehen und vorsorglich isolieren längstens praktikabel. Den die Leute haben ja aktuell wenig Kontakte, das erleichtert das ganze. Sobald die täglichen Fallzahlen tiefer sind, ist das Prinzip dann auch möglich wenn die Leute wieder mehr Kontakte haben.
  • LalaLama 09.04.2020 06:21
    Highlight Highlight Ein sehr gutes Video.

    Wir brauchen Geduld. Packen wir es an.

    Kreativität und Humor sind jetzt gefragter denn je. Was macht ihr so gegen den psychischen und anderen Stress?

    Wir schaffen das!
  • medmi 09.04.2020 06:15
    Highlight Highlight Zu Punkt 2 Infizierte isolieren und Kontaktketten kontrollieren: Sie und die Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim machen einen Denkfehler. Das Total an infizierten (20'000) ist egal. Einzig Entscheidend ist:
    1) wie viele neue Fälle pro Tag gibt es
    2) wie ein hoher Prozentsatz der tatsächlich neu infizierten man entdeckt (grosszügiges Testen)
    3) wie viele der Kontakte (auch in der ansteckenden Inkubationszeit) man identifizieren kann. Die Kontakte müssten sich in voraorgliche Selbstisolation begeben.

    Entdeckt man dank Testen die meisten neu infizierten und kennt die Kontakte, funktionierts.
  • M.Ensch 09.04.2020 06:14
    Highlight Highlight Wir brauchen Geduld.Aber letztendlich auch Arbeitsplätze.... Parmelin sagte am Mittwoch, die Auswirkungen der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen auf die Wirtschaft sind verheerend. Das werden wir erst noch so richtig zu spüren bekommen. Zumindest jene, die nicht von der Pandemiebekämpfung leben oder vom Erstellen von Statistiken .4 von 5 der über 80 Jährigen überleben die Beatmung auf der Intensivstation nicht. Die Fahrt durch den Nebel wird sehr lang.

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