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Darum platzte Frankreichs Präsident in Jerusalem der Kragen – vor laufenden Kameras



Beim Israel-Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist es zu einem Zwischenfall gekommen: Macron geriet am Mittwoch in der Jerusalemer Altstadt mit israelischen Polizisten aneinander, die ihn nicht in die St.-Anna-Kirche eintreten lassen wollten.

«Mir gefällt nicht, was Sie vor mir gemacht haben», schrie Macron auf Englisch einen Polizisten an, der sich vor ihm aufgebaut hatte. «Das hier ist Frankreich, und jeder kennt die Regeln», betonte Macron. «Gehen Sie bitte weg, Provokationen sind unnötig, ist das klar?», fügte der Staatschef hinzu.

Der Wutausbruch im Video:

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Video: YouTube/The Telegraph

Die katholische St.-Anna-Kirche gehört zum französischen Staatsgebiet, seit das Ottomanische Reich die Basilika 1856 dem damaligen Kaiser Napoleon III. schenkte. Sie untersteht heute einem französischen Orden.

Der Vorfall erinnert an eine Auseinandersetzung des früheren Präsidenten Jacques Chirac bei einem Besuch in Jerusalem 1996. «Wollen Sie, dass ich zu meinem Flugzeug zurückgehe?», herrschte Chirac damals israelische Sicherheitskräfte an. Er sprach wie Macron von einer «Provokation». Auch Chirac wurde zunächst nicht in die St.-Anna-Kirche gelassen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bat Chirac später um Entschuldigung, der Präsident erklärte die Sache damit für beigelegt. Macron hatte sich bereits am Vormittag mit Netanjahu getroffen.

(sda/afp)

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