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SBB und BLS locken Lokführer mit Sonderprämien in den Führerstand, um dem Personalengpass beizukommen. (Archivbild)

Der Lokführer-Job wird immer herausfordernder und gleichzeitig fehlen der SBB jeden Tag 30 Lokführer. Bild: KEYSTONE

Personal-Mangel bei den SBB spitzt sich zu – warum niemand Lokführer werden will

Die SBB kämpfen mit dem Personalmangel bei den Lokführern. Jetzt spitzt sich die Lage zu – vergangenes Wochenende ist eine Linie den ganzen Tag ausgefallen. Das sei erst der Anfang, heisst es beim Lokführer-Verband. Die Krise im Überblick.



Wer am Samstag von Olten Richtung Sissach reisen wollte, den erwartete am Bahnhof eine böse Überraschung: Der Zug fällt aus, es fahren Ersatzbusse. Grund dafür war keine Stellwerkstörung oder ein Gleisschaden, sondern «der aktuell angespannte Personalbestand bei den Lokführern», erklärte SBB-Sprecherin Sabine Baumgartner am Samstag.

Dass von früh bis spät eine ganze Linie wegen Personalmangel ausfällt, ist wohl einzigartig in der jüngeren Bahngeschichte. Die SBB kämpfen seit Längerem gegen die fehlenden Lokführer – doch das sei erst der Anfang, heisst es beim Schweizer Lokführer-Verband. Ein Überblick in drei Punkten.

Was bisher geschah

Im Winter 2018 suchten die SBB mit einer grossflächigen Marketingmassnahme nach neuen Lokführern. Weil sie in der Schweiz nicht genügend Anwärter fanden, weiteten sie die Suche nach Deutschland aus und hofften auf Personal im Raum Freiburg-Stuttgart. Die Bundesbahn wollte sich damals für den diesjährigen Angebotsausbau rüsten und suchte dafür 200 neue Lokführerinnen und Lokführer.

Momentan fehlen der SBB täglich 30 Lokführer.

Doch der Personalmangel hielt an und wird sich in Zukunft sogar noch verstärken. In den nächsten Jahren müssen 1000 Lokführer-Stellen neubesetzt werden. Grund dafür ist die anrollende Pensionierungswelle. Bereits jetzt gehen jährlich 90 Lokführer in Pension, 35 scheiden aus anderen Gründen aus. Die SBB räumen ein: «Wir haben in den letzten Jahren die Rekrutierung zu defensiv geplant. Denn wir müssen heute entscheiden, wie viele Lokführer wir in zwei Jahre brauchen – das ist wegen unvorhersehbaren Einflussfaktoren schwierig einzuschätzen», sagt SBB-Mediensprecher Oli Dischoe.

Momentan fehlen bei den SBB täglich 30 Lokführer. Um Engpässe abzufedern, bezahlten die SBB eine Sonderzulage von 80 Franken für Lokführer, die an ihren freien Tagen einspringen. Gleichzeitig berichtete der Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) von Überarbeitung und «massiver Belastung» bei den Lokführern.

Erste Mitarbeitende seien mit eindeutigem Burnout-Symptom ausgefallen. «Zum Teil mussten sie mit der Ambulanz am Arbeitsplatz abgeholt werden», schreibt der Verband im September in einem Newsletter. Die SBB bestätigten gegenüber der SDA einige Ausfälle und einen Fall, in dem die Ambulanz ausrücken musste, weil der Lokführer über Unwohlsein klagte.

Warum niemand Lokführer werden will

Fragt man beim VSLF nach, erklärt sich der Personalmangel zunächst simpel: «Früher war es ein Bubentraum, Lokführer zu werden, die Eisenbahntechnik faszinierte. Heute hat ja fast kein Kind mehr eine Modell-Eisenbahn», sagt VSLF-Präsident Hubert Giger. Auch für den SBB-Leiter Zugführung und Rangier, Claudio Pellettieri, sei etwas Romantik verloren gegangen. «Es wird immer technischer. Während es früher noch im Führerstand gerattert hat, sind dort heute Bildschirme und Knöpfe.» Aber eine Fahrt bei Sonnenaufgang sei nach wie vor ein Erlebnis.

«Die Ansprüche steigen stetig. Es wird absolute Stressresistenz vorausgesetzt. Ein Lokführer muss heutzutage einen Zug mit 800 Passagieren alleine evakuieren können.»

Hubert Giger, Präsident VSLF

Vor zwei Jahren wurde der erste selbstfahrende Zug der SBB getestet. Braucht es in Zukunft überhaupt noch Lokführer? Giger ist sich sicher: «Auch wenn die Züge automatisiert werden, es braucht immer einen Lokführer.» Dem stimmt auch die SBB zu.

Doch für Giger vom VSLF liegt das Problem tiefer. «Die Ansprüche steigen stetig. Es wird absolute Stressresistenz vorausgesetzt. Ein Lokführer muss heutzutage einen Zug mit 800 Passagieren alleine evakuieren können.» Früher hätte es noch mehr Personal im Zug gehabt.

Dass man während der Arbeit als Lokführer immer alleine ist, sei ein weiterer Grund, weshalb nicht viele für den Beruf zu begeistern sind. «Wegen den unregelmässigen Arbeitszeiten ist man auch nach dem Arbeiten alleine. Es ist schwierig, das soziale Leben aufrecht zu halten», sagt Giger.

«Ich arbeite jeden Tag anders und weiss manchmal erst drei Tage zuvor, wann.»

Hubert Giger, Präsident VSLF

Bild

Hubert Giger ist seit knapp 30 Jahren Lokführer bei den SBB. bild: zvg

Die Arbeitszeiten hätten sich stark verändert. «Es wird immer verrückter. Nachtverbindungen und Abfahrtszeiten bis nach halb eins gab es früher noch nicht», sagt der 50-jährige Lokführer. Trotz unregelmässigen Einsatzzeiten würde die Dienstplanung immer kurzfristiger und der pünktliche Feierabend sei bei den Güterzügen nicht mehr garantiert. «Ich arbeite jeden Tag anders und weiss manchmal erst drei Tage zuvor, wann.»

«Früher mussten die Lokführer fast zur Pension gezwungen werden, heute sehnen sie sich danach.»

Hubert Giger, Präsident VSLF

Das beisst sich mit der Arbeitseinstellung des Nachwuchses. Der Generation Y wird nachgesagt, dass sie nach dem Konzept «zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit» leben. Das beobachtet auch Lokführer Giger vom VSLF. «Es will niemand mehr am Wochenende arbeiten.» Als er zu arbeiten begann, habe dies noch anders ausgesehen, man verfolgte die Einstellung «mein Dienst, mein Stolz und 40 Jahre für die Bundesbahn arbeiten». Auch bei den SBB nimmt man diese Entwicklung wahr. «Die Ansprüche haben sich auf jeden Fall verändert. Viele junge Leute machen den Job ein paar Jahre und dann ziehen sie weiter», sagt Pellettieri.

Die Frustration bei den älteren Lokführern habe «massiv» zugenommen. Giger erzählt von ausgelaugten Mitarbeitern, die Mühe mit dem Frühdienst haben, kaputt sind, die Nase voll haben. «Früher mussten die Lokführer fast zur Pension gezwungen werden, heute sehnen sie sich danach.»

Wo bei den meisten Arbeitsorten mit Personalmangel mehr Lohn gefordert wird, winkt der Verband der Lokführer bei SBB-Personalmangel ab. Nach der Ausbildung startet ein Lokführer mit 70'000 Franken. «Das ist für die meisten Jungen ein guter Einstiegslohn. Jedoch steigt er danach zu wenig», sagt Giger. Nur mehr Geld würde das Problem allerdings nicht lösen.

Sie würden schon seit Jahren neue Konzepte für die Arbeitszeit fordern, aber die SBB mache das Gegenteil. «Die jetzige Situation ist erst der Anfang.»

So will das Problem gelöst werden

Von einer Entspannung spricht man auch bei den SBB nicht. «Die Situation bleibt auch nächstes Jahr angespannt», sagt Pellettieri. Deshalb haben die SBB erst gerade eine neue Kampagne gestartet, die vor allem über 40-Jährige ansprechen soll. In Videos wollen sie Quereinsteiger zum Berufswechsel animieren und bieten verkürzte Ausbildungswege. «Bei dieser Zielgruppe erwarten wir mehr Stabilität. Mit über 40 Jahren wechselt man den Job weniger häufig.» Auch die Familienplanung sei abgeschlossen, weshalb die unregelmässigen Arbeitszeiten weniger ins Gewicht fallen würden.

Die Resonanz sei bisher äusserst gut: «Wir haben tausende Bewerbungen erhalten», sagt Pellettieri. Das Problem sei jedoch, dass die Jobkampagne erst in rund einem Jahr Wirkung zeigen werde. «Bis auf Weiteres wird deshalb die Prämie von 80 Franken bezahlt», sagt SBB-Mediensprecher Oli Dischoe.

Auf Seiten des VSLFs bleibt man gespannt und hofft weiterhin auf Verbesserung. Ob die Lokführer bald streiken? «Nein. Auch wenn wir wollten, wir könnten uns ja gar nie zum Planen versammeln. Wir sehen uns nie regelmässig», sagt Giger vom VSLF.

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251Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Isa Gre 18.10.2019 01:01
    Highlight Highlight Naja, ich wäre damals gerne Lokführerin geworden, hatte bereits eine Erstausbildung und erfüllte jegliche Anforderungen. Nope, sie wollten mich nicht.
    Wenn ich mir die Situation heute ansehe kann ich nur Danke sagen, aber eben auch, selber Schuld.
  • Gogoguruguru 17.10.2019 15:06
    Highlight Highlight Das tönt gar nicht gut!! Wie sieht’s denn bei Cargo-Lf oder Bau-Lf aus? Bin mir eine Bewerbung am überlegen. Am Infoabend auf die Schichtarbeit angesprochen hiess es, die Einsätze würden früh genug kommuniziert. Es würden z.T. auch (begründete) Präferenzen berücksichtigt-alles eine Frage des Gebens und Nehmens. Tappe ich (ja, Ü40) da in eine Falle?
  • wombsen 17.10.2019 09:45
    Highlight Highlight Bei der VBZ weiss man den Dienst noch nicht einmal 24h im Voraus.
    Viel Spass, wenn sie als Elternteil ein Kind zuhause haben und nicht wissen, wie sie morgen Arbeiten dürfen.
  • wombsen 17.10.2019 09:41
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, es bringt so ziemlich alles auf den Punkt.

    Meiner Meinung nach, sollte man mehr Geld in die Dienstplanung stecken und diese von Grund auf überarbeiten.
    • Meyer Andrej 17.10.2019 10:41
      Highlight Highlight Sagen wir ja Alle! Aber lieber auf alten Wegen weiterhin wandeln,!
    • Gogoguruguru 17.10.2019 17:53
      Highlight Highlight Das tönt wirklich nicht gut!!! Da wird im wahrsten Sinn des Wortes was an die Wand gefahren!
      Wie sieht's denn bei den Cargo- oder Bau-Lf aus? Ich war da an einer Infoveranstaltung und auf das Thema koordinierte Schichtarbeit angesprochen hiess es, die Einsätze würden früh genug kommuniziert und z.T. würden (begründete) Präferenzen berücksichtigt...auch sonst wurde Wert auf den Unterschied zum Personenverkehr gelegt. Ich bin (war) mir die Ausbildung am überlegen (ja, ich bin ein Ü40). Tappe ich da in eine Falle?
    • Meyer Andrej 18.10.2019 08:28
      Highlight Highlight Du tappst in keine Falle, Du musst Dir einfach ein paar Dinge klar vormAugen führen!

      Bei Personenverkehr:

      - Viele Wochenenden
      - Teilweise sehr mangelhafte Planung
      - Kurzfristige Änderungen in Absprache möglich
      - Lohn steigt langsam
      - Probleme lösen Andere für Dich
      - Ausbildung idR in einem Nebendepot, langweilige Arbeit, wenige Fahrzeuge.

      Bei Cargo:

      - Abartige Arbeitszeiten
      - Wenige Wochenenden
      - Langsame Lohnentwicklung
      - Probleme löst Du
      - Im Gegensatz zu Personenverkehr sehr selbstständige Arbeitsweise verlangt.

      Ich würde den Job wieder machen, mit der Zeit lernst Du, damit umzugehen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 17.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Die ach so tolle SBB, welche 1 Tag vor Weihnachten eine Kündigung an einen 60jährige langjährigen Angestellten(nicht Lockführer) schickt, weil er sich nicht zu sch** Bedingungen frühpensionieren lassen wollte... nach bald 2 Jahren ist meine Wut auf die SBB immer noch genau gleich hoch!
    Früher war ein Angestellter auch noch was Wert... in Grossbetrieben wie der SBB ist ein Angestellter nichts mehr Wert im Gegenteil... in KMU's wird mittlerweile am besten zu den Angestellten geschaut...
    Der Lohn ist def. zu tief für das was gefordert wird und im Kontext zu dem Lohn von Meier!
    • Meyer Andrej 17.10.2019 15:48
      Highlight Highlight Ja das ist, das Thema Wertschätzung ist ein Tabuthema. Dieser ehemals gute Arbeitgeber hat sich extrem ins Negative gewandelt. Der Vorteil als Lokführer ist, sie sind auf uns angewiesen und das wissen sie. Aber sind wir ehrlich, die SBB Leitung insbesondere Meyer und Jordi wollen eine billige Bahn mit Handlangern und Managern, dazwischen nichts mehr! Ich erwarte von den Sozialpartnern, dass sie jetzt unsere langjährigen Forderungen durchsetzen. Die 80.- pro Tag sind ein Witz, ein Zugausfall kostet deutlich mehr, zurücklehnen und entspannen, die Zeit läuft für uns! Der Stillstand kommt bald!
  • Michael85 17.10.2019 08:53
    Highlight Highlight Selber schuld!

    Der Ruf nach neuen Lockführer mag ja nett sein, funktioniert aber so nicht.
    Gesucht sind ausgebildete Berufsleute, nicht 16 jährige, die noch bei den Eltern leben. jeder, der sich dafür interessiert und bereits eine Familie ernährt lässt's bleiben, wenn er merkt, was ihn das in der Ausbildung kostet.

    Zudem wurde in letzter Zeit zu oft medienwirksam über automatisierten Betrieb ohne Lockführer gesprochen.

    Steckt zwar in den Kinderschuhen, doch wer investiert schon in einen Beruf, den der Arbeitgeber ständig abzubauen versucht...
    • Meyer Andrej 17.10.2019 15:50
      Highlight Highlight Mit Allem einverstanden was Du schreibst! Die Zerstörung des Berufes ist den Verantwortlichen sehr gut gelungen, Hut ab! Da hat das Management ganze Arbeit geleistet!
  • Stirling 17.10.2019 04:14
    Highlight Highlight Ähm moment mal... 70'000 Brutto? Das sind dann grob gerechnet knapp 60'000 Netto, die dann etwas mehr als 4500.- pro Monat x13 ergeben, für einen Job mit unregelmässigen Arbeitszeiten, viel Alleinverantwortung und sozialer isolation.
    Doch, das Geld ist das Problem!
    Wenn dann dazukommt, dass die Schichtplaner einem 2-3 Tage vorher sagen können wie man arbeitet, dann verstehe ich das Problem total...
  • Asmodeus 17.10.2019 03:02
    Highlight Highlight Höhere Löhne sind immer ein zusätzlicher Anreiz, aber sie verhindern keinen Burnout. Die "Jungen" machen es ganz richtig sich nicht für eine Firma zu versklaven die sie nicht respektiert.

    Früher wäre Zugführer auch ein Traumberuf für mich gewesen, aber mittlerweile bin ich wach. Ich sehe den emotionalen und beruflichen Stress.

    Ganz zu schweigen davon, daß Gerüchteweise jeder Zugführer mindestens einmal in seiner Karriere einen "Personenunfall" erleben muss.
    • Astrogator 17.10.2019 17:17
      Highlight Highlight Lokführer, nicht Zugführer bitte 😉

      Was PU angeht, ist halt Statistik, gewisse haben nie das Pech, andere gehen mit einem Dutzend auf dem Konto in Pension.
  • glüngi 17.10.2019 02:15
    Highlight Highlight viel glück mit 70k eine familie zu ernähren. die eliten werden es nie verstehen.
  • malu 64 17.10.2019 00:07
    Highlight Highlight Der enorme Zeitdruck geht sicher an die Nieren. Immer auf die Minute genau! Als Postautopilot fängt man mit 78‘000.- Jahreslohn an. Ich glaube, dass Lokführer in naher Zukunft aussterben, da die Züge selbstständig fahren werden.
  • urban87 17.10.2019 00:00
    Highlight Highlight Als ehemaliger Lokomotivführer lache ich mich ins Fäustchen war 6 jahre sicher und gerne unterwegs.
    Prüfungsexperten alla alte Schule die das Gefühl haben sie seien kleine Könige wens mal menschlich nicht passt fehl am Platz!!!
  • DerewigeSchweizer 16.10.2019 22:44
    Highlight Highlight Das DESASTER ist Folge jahrelanger Fehlplanung (inkl. Top-Gehalt plus Boni)!

    Was das Ganze so unglaublich erscheinen lässt,
    ist v.A. die Tragweite,
    die Bedeutung des Bahnverkehrs für die Schweizer, für das Funktionieren der Schweiz.

    ... Landesverteidigung?
    Heute werden Milliarden für Kanonen, Panzer, Munition, Flügerli , Kasernen, ... Schrott, etc. ausgegeben,
    um uns gegen Deutschland und Italien zu schützen. Oder gegen die Türkei. Oder gar China, einestages, wer weiss. Oder die Attacke aus dem All. ...

    Landesverteidigung ist :
    eine funktionierende SBB
    und nicht Schützenpanzer.
  • derEchteElch 16.10.2019 21:34
    Highlight Highlight > es werden perfekte Augen gefordert, auch wenn immer wie mehr Hilfssysteme installiert sind (das schliesst viele aus)..

    > die SBB fordern immer mehr und stehen kaum zu ihren Mitarbeitern. Vorgesetzte sind Studierte, keine Eisenbahner, also Leute, die das Handwerk nicht verstehen..

    > die SBB verkommt immer mehr zu einer Immobilienfirma. Was ist aus aus all den Mitarbeiter-Wohnungen in Bahnhofsnähe? Richtig, Gewerberäume..

    > auch in anderen Berufen arbeitet man nachts (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Gesundheitswesen..) und die Berufe sind sehr beliebt..

    M.M.n. liegt es an „der“ SBB..
    • Raber 17.10.2019 08:14
      Highlight Highlight Stimmt, das Gesundheitswesen ist so beliebt, dass wir tonnenweise Ausländer/innen anstellen müssen, weil sonst gar nichts mehr laufen würde.
  • Sbbler40 16.10.2019 20:56
    Highlight Highlight Übrigens ist das nicht nur bei den Lokführern so, sondern auch in anderen Sparten der Bahn.Nachtschicht lässt grüssen
    • Samar 17.10.2019 05:58
      Highlight Highlight Also ich hab gehört das man sich um die Nachtschichten beim VBZ fast streitet vorallem am Wochenend, weil da die Zuschläge sehr hoch sind.
    • spiox123 17.10.2019 06:05
      Highlight Highlight Wer Probleme mit Schichtarbeit hat So viele andere Möglichkeiten was anderes zu tun. Ich arbeite selbst im 24/7 der SBB aber ich habe es selbst so gewählt und bin total zufrieden damit! Augen auf bei der Berufswahl
    • Meyer Andrej 17.10.2019 10:42
      Highlight Highlight Schichtarbeit ist das Eine, wir Lokführer arbeiten unregelmässig, das ist nochmals eine Ecke härter!
  • Matthias Rutishauser 16.10.2019 20:42
    Highlight Highlight wenn wunderts... und wo bleibt die hoch qualifizierte Human Resource Abteilung? ach ja - moderner bullshit job halt .. aber wenigstens ist um 17.30 schluss. Das GA gibts ja gratis oben drauf..
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:34
      Highlight Highlight 17:30 Du träumer, mo homework, di Meeting mit gratis Essen, Feierabend 16:00, mi Teilzeittag einziehen, do Meeting gratis Essen, Feierabend 16:00, oh ja noch ein paar Mail schreiben und wichtig sein, 18:30 Handy aus, fr Homeworking, das ganze kostet so eine ausgewiesene Fachkraft 120‘000.- im 80% Pensum. Gleichzeitig wollte man den Kollegen von Clean 1.45/Std. Zulagen streichen, einfach beschämend sowas! HR schickt ja auch Ausbildungszusagen 1 Monat vor Ausbildungsbeginn raus, oder keine Antwort auf Bewerbungen, absolut beschämend die Performance!
  • Tenno 16.10.2019 20:27
    Highlight Highlight Die 70k die zuwenig steigen sind das Hauptproblem.
    Lösung eins man fährt zu zweit und checkt so it alles doppelt 4-Augenprinzip. Die Isolation ist somit weg und die Sicherheit steigt wohl (nicht das es heute schlecht wäre) oder Pilot und Co-Pilot Schema.
    Lösung zwei schmeisst mal 30k drauf und dann up to 150k und es werden sich einige melden.
    Die Lösungen können auch kombiniert werden.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:37
      Highlight Highlight Wir hätten ja ein topmodernes Zugsicherungssystem, namens ETCS L2, man hat dieses System als Manna vom Himmel gepriesen. Was ist geblieben? Sicherheitsrelevante Zugsgefährdungen, Trassenresuktionen durch schlechtere Auslastung, Systemabstürze, hochgradige Probleme bei den Bremsdistanzen. Auch hier hat man gesehen, dass der Lf der allerletzte Socherheitsgarant ist, der als letzt Instanz eingreift, wenn das System versagt!
    • Asmodeus 17.10.2019 03:04
      Highlight Highlight Co-pilot heißt, man kann auch mal aufs Klo.
  • Chrisiboy 16.10.2019 20:16
    Highlight Highlight Schichtarbeit unter schwierigen Bedingungen (Verantwortung, Zeitdruck, Einsamkeit etc.) zu einem Bruttolohn von 70'000, der CEO baut viel Scheisse und hat über eine Million. Wundert es da wirklich, dass den Job niemand will?
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:37
      Highlight Highlight Den des CEO oder den des Lf‘s?
    • Chrisiboy 17.10.2019 05:37
      Highlight Highlight Lokführer.
  • kusel 16.10.2019 20:05
    Highlight Highlight Einen Umstieg auf Zugführer könnte mich interessieren. Allerdings kann ich mit dem Grundgehalt meine Familie nicht ernähren. Darum wird nichts draus.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:02
      Highlight Highlight Wir suchen Lokführer und nicht Zugführer, welche heute Reisezugbegleiter heissen.
  • Heinzbond 16.10.2019 20:04
    Highlight Highlight Wow und ich dachte schon das in der Schweiz die Spitäler die einzigen sind die keine vernünftige Personal und stellenplanung hinbekommen...
  • Schönbächler 16.10.2019 19:54
    Highlight Highlight Warum niemand Lokführer werden will? Weil die Managementstuffe die Firma ausgebeutet hat und Arbeitnehmer zum Hungerslohn antreten müssen. So sieht es eigentlich aus. Abgesehen vom Lokführer wird an vielen anderen stellen gespart bis zum ende. Der Kunde soll trotzdem für Bern - Zürich Retour 100.- hinlegen und das sei auch noch zu wenig. Ein Witz ist dieser Konzern.
  • blueberry muffin 16.10.2019 19:48
    Highlight Highlight Auch ist es kein "Dienst" mehr. Dienst tut nur wer für die Öffentlichkeit arbeitet, die SBB ist eine Privat AG, ihr arbeitet euch zu Tode für einen CEO und reiche Aktionäre.

    Das hat keine Romantik mehr.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:40
      Highlight Highlight Der Aktionär ist der Bund, die Aufsicht tätigt das UVEK, deren Vorsteherin Frau BR Sommaruga ist, beaufsichtigt durch das BAV, Dr. Peter Flüglistaler, Strategische Leitung durch den VR Frau Monika Ribar, CEO Andreas Meyer.
  • blueberry muffin 16.10.2019 19:26
    Highlight Highlight Hey, Privatisierung macht alles besser, zB. 12h Schichten und trotzdem stetig steigende Billett Preise ... Moment?

    Arbeiter sind keine Roboter. Ihr findet keine Junge mehr die 40 Jahre Dienst leisten wollen? Vermutlich weil die meisten miterlebt haben wie ihre Eltern nach 30 Jahren in einem Sparprogramm entlassen wurden.
  • irish 16.10.2019 18:42
    Highlight Highlight Grundsätzlich ein reizvoller Job. Kein Gliir mit dem Chef, keine langweiligen Sitzungen, keine nervigen Kunden und nach 30 Jahren kopflastiger Arbeit macht es nichts, wenn man in dieser Hinsicht einen einfacheren Job machen kann... früh aufstehen kein Problem. Dito Dienst am Weekend...




    ...aber sicher nicht für CHF 70'000.-!!!
  • Altweibersommer 16.10.2019 18:26
    Highlight Highlight Wenn ich den Artikel und die Kommentare so lese frage ich mich, warum ihr Lokführer nicht schon lange in den Streik getreten seid. Habt nur Mut, entlasden können sie euch offensichtlich nicht.
    • Mäf 16.10.2019 18:37
      Highlight Highlight Wir haben einen GAV. Mit Streikverbot. Dafür Kündigungsschutz.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 18:42
      Highlight Highlight Zuerst müsste man den GAV künden, dann könnten wir streiken. A propos, die Friedenspflicht wird viel zu teuer erkauft, die 39 Stunden Woche abgeschafft, jetzt 41, Züge ohne Zugpersonal, von 125 Tagen frei auf 115 Tage minus 10 Tage, dazu die Dienste die an die Belastungsgrenze gehen, viele Dinge wie Update der Reglemente in der Freizeit. Alles gratis und franko, denn man muss nicht nur fit sein, auch die Vorschriften müssen jederzeit sicher angewendet können, diesen Anspruch muss jeder für sich selber definieren, meine Fahrgäste bezahlen hohe Preise und ich biete hohe Qualität!
    • Meyer Andrej 16.10.2019 19:13
      Highlight Highlight @Mäf ... den wir mit dem Contact social viel zu teuer bezahlen. Momentan wäre eigentlich der beste Moment, seine Interessen durchzusetzen. GAV kündigen 6 Monate auf Ende Jahr, vertragsloser Zustand und dann mit der nationalrätlichen Kommision und den Sozialpartnern die Wunschlistendes Lokpersonals abarbeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tito88 16.10.2019 18:12
    Highlight Highlight Die faule Generation Y! Ja wir haben nicht gerne fixe Arbeitszeiten, heisst aber nicht, dass wir nicht viel arbeiten! Wenn ich die Wahl hätte würde ich mir den Job auch nicht antun! Vorallem nicht für 70k!
  • Pisti 16.10.2019 18:12
    Highlight Highlight Habe selber bei der SBB gearbeitet, in einer anderen Division. Auch dort sieht es nicht besser aus. Personalmangel, viel Personal nur temporär angestellt und dementsprechend zu wenig qualifiziert. Arbeitspläne wurden ständig geöndert. Was mich auch erstaunt hat, die SBB bezahlt vielen Angestellten weiterführende Schulen, die meisten springen ab nach der Sperrfrist. Weil sie schlicht mehr verdienen und häufig einfach professioneller gearbeitet wird an anderen Orten. In meiner Zeit bei den Bahnen haben wir auch einige Lehrlinge ausgebildet, übernommen wurde kein Einziger und wenn dann nur temp.
  • b4n4n4j03 16.10.2019 18:04
    Highlight Highlight Und wieder einmal stellt sich mir die frage:
    „wieso sind kurze arbeitswege und dezentrales arbeiten noch immer kein thema in der politik?!“
    beim thema infrastruktur wird gefühlt nur zwischen breiteren autobahnen und mer gleisen gesprochen.
    das die leute sowieso weniger lange arbeitswege haben sollten intressiert bei dem thema gefühlt kein politiker.
    dabei wären kürzere arbeitswege auch noch klimafreundlicher...
    • sottosopra 16.10.2019 19:49
      Highlight Highlight Weil die Baufirmen Arbeit benötigen.
  • Paia87 16.10.2019 17:54
    Highlight Highlight was ich mich eher frage: Warum zur Hölle kann ein Dienstplan erst rund drei Tage im voraus herausgegeben werden? Wenn doch tagein tagaus derselbe Fahrplan gefahren wird! Klar gibt es kurzfristige Änderungen und Anpassungen, aber das Gros der Fahrten sollte doch einfach nach den Wünschen der Lokführer ausgearbeitet werden... Der eine mag lieber früh-, der andere lieber die Spätschicht! 🤷🏼‍♂️
    Und 70‘000 für einen Quereinstieg finde ich nicht gerade attraktiv...
    • Meyer Andrej 16.10.2019 18:44
      Highlight Highlight ... weil die bestehenden Dienste auseinandergerissen werden. Aus 10 Diensten werden so 6 Dienste gemacht, mit Arbeitszeiten von 12 Stunden, Du brauchst weniger Lokführer, verständlich, aber nun reicht auch das nicht mehr, es reicht nicht mehr, das Fass ist voll, das Glas leer, was Du auch immer als Behälter nehmen willst, die Leute sind Müde und fühlen sich verdammt ver....t!
    • Heinzbond 16.10.2019 20:16
      Highlight Highlight Weil bei der 'menge' an Lokführern jeden Tag auch sicher mal einer krank wird, privat verhindert oder sonst nicht arbeiten kann. Dienstplan schreiben kann jeder. Vernünftige, mit Berücksichtigung aller vorleben stärken und Schwächen das ist eine Kunst, besonders wenn pauschal pro Tag 30 zu wenig da sind...
  • Zeit_Genosse 16.10.2019 17:42
    Highlight Highlight Was hier beschrieben wird birgt das Risiko, dass übermüdete, frustrierte und teils gestrandete Lokführer für Züge mit über 800 Personen verantwortlich sind. Das kommt nicht gut. Da wäre eine Vollautomation sicherer. Aber ein von Menschen gefahrener und begleiteter Zug mag im Zeitalter der Digitalisierung ein Anachronismus sein, trotzdem würde ich es schätzen, wenn motivierte, leistungsfähige und berufsstolze Lokführer diesen Job tun.

    Die Fehlplanung macht auch stutzig, weil das vorhersehbar war. Das SBB-Management muss diese Versäumnisse rasch aufholen.
    • P. Meier 16.10.2019 19:15
      Highlight Highlight Ich weiss nicht genau, wie eine vollautomatisierte Evakuation eines Zuges mit 800 Personen ablaufen soll. Was ich aber recht sicher weiss ist, dass für eine Evakuation recht schnell Personal der Betriebswehr vor Ort ist. Dass ein Lokführer eine solche Evakuation alleine machen sollte, ist mir neu.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 19:41
      Highlight Highlight Ja absolut richtig, die Interventionszeit des LRZ Biasca im Ereignisfalle am Wochenende lieht bei 60 Minuten, Gott bewahre, wenn ein Grossereignis eintritt. Das die Interventionszeit am Wochenende. Jetzt bist Du wieder dran!
    • Meyer Andrej 16.10.2019 19:43
      Highlight Highlight ...Bei einer S Bahn mit 3 DPZ und 1400 Leuten bist Du alleine, egal was passiert, bis Hilfe kommt, vergeht Zeit, es gibt Ereignisse, die verlangen sofortige Handlung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AnDerWand 16.10.2019 17:29
    Highlight Highlight Die Klimaschützer könnten hier einen aktiven Beitrag leisten.

    Ich lerne Zugführer, damit der ÖV attraktiver wird. Wer ist für diesen Schritt bereit.

    Welche von den Klimaschützer sind sich bewusst, was Verzicht heisst, nicht bei den Kollegen angeben zu können usw.

    Ist etwas provokativ, ich weiss, aber es steckt viel Wahres drin
    • Astrogator 16.10.2019 17:36
      Highlight Highlight Nein, da steckt nichts wahres drin.

      Und nein, es ist nicht provokativ, eher ein wenig stupid.
    • P. Meier 16.10.2019 19:16
      Highlight Highlight Tolles Vorhaben von Ihnen. Sicher brauchen die SBB auch Zugführer, nur dürfen diese keine Loks bedienen.
  • AnDerWand 16.10.2019 17:24
    Highlight Highlight Input:

    Einerseits soll jeder das Erlernen, was einem Spass macht, wird man in der Berufswahl gelernt.
    Andereseits schafft die Wirtschaft/ Bevölkerung aber ihre Bedürfnisse.

    Hier sehe ich ein Zwiespalt. Das jeder das Erlenen kann was er will, ist ein wenig ein Märchen, welches den Teenies eingetrichtert wird.
  • 54er 16.10.2019 17:03
    Highlight Highlight sorry wenn ich das lese weiss ich wieso niemand diesen Beruf erlernen will...

    Wer will schon icht planen können wann man frei hant und wann man was unternehmen kann. Ich weiss das aus eigener Erfahrung, vorallem bei Schichtarbeit oder untegelmässigen Arbeitszeiten ist es wichtig zu wissen wann man frei hat um seine sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten!

    Und ja es hat sich geänderet das stimmt und das ist auch gut wo! man will nicht mehr nur für den Job leben und alles geben dafür nur dass die Chefs einen grossen Lohn haben🤷🏻‍♂️
    • ManInBlack 16.10.2019 19:22
      Highlight Highlight Du weisst immer über ein ganzes Jahr an welchen Tagen du frei hast und an welchen Du arbeitest. Falls du fest eingeteilt bist weisst du im grossen und ganzen sogar praktisch jeden Dienst inkl Arbeitsbeginn und Ende. Auf der Reserve kennst du die Arbeitszeiten (Touren) im Normalfall ca einen Monat im Voraus, aber du weisst sicher ob du früh oder spät arbeitest. Momentan wird aufgrund des Engpasses einfach extrem an den Touren rumgebastelt was dann halt zu extrem langen Diensten führen kann. Es ist momentan sicher nicht perfekt, aber teilweise auch überzogen wie ich finde!
    • Meyer Andrej 16.10.2019 19:44
      Highlight Highlight Ich bin fest eingeteilt, wo arbeitest Du ich arbeite bei SBB P, Depot ZUE, ich weiss manchmal erst am Abend was morgen läuft!
    • ManInBlack 16.10.2019 20:35
      Highlight Highlight @ Meyer Andrej: ZAS ;-) bin diesbezüglich zufrieden, aber wir haben natürlich weniger Fernverkehrsleistungen was wahrscheinlich mit ein Grund ist. Aber auch die Kollegen in ZAS welche auf der Reserve sind haben es im grossen ganzen frühzeitig eingeteilt. Von daher, Wechsel nach ZUE momentan nicht so erstrebenswert, auch wenn ich früher oder später sicher mehr Fernverkehr haben möchte ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Greententacle 16.10.2019 16:13
    Highlight Highlight Ich habe die Ausbildung zum Lokführer als Quereinsteiger vor nicht ganz zehn Jahren gemacht, bei mir war es tatsächlich die Erfüllung des berühmten Bubentraums.

    Die anfänglichen Gefühle der Bahn-Romantik wurden leider schnell mal von der Realität überholt. Neun von zehn "dienstalten" Lokführern sind so richtig unzufrieden. Früh-/Spätschichten sind das eine, das gab's schon immer, dazu kommen heute jedoch immer mehr Stress, weniger bezahlte Pausen, Eintönigkeit, unpraktische Uniformen, 6-Tage-Wochen, tiefe Saläre...

    Notabene während Herr Meyer & seine Boni-Etage Immobilien-Tycoon spielen.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 17:05
      Highlight Highlight Also die Dienstkleider wurden abgeschafft. Ja Meyer setzt andere Prioritäten, abgesehen davon, wenn Du bei den älteren Kollegen zuhörst, die haben handfeste Gründe wieso sie so denken. Insbesondere ab 2007, dem Beginn von Sunnyboy Andreas ging es im Zeitraffertempo bergab. Der Job ist noch immer ein wunderbarer Job, das Fahren und nur das Fahren ist top, die Technik und die Verantwortung alles super. Und ja, wir haben auch sehr gute Vorgesetzte, es sind einzelne Leute die glaubwürdig sind, aber viele Andere nein danke. Ich hoffe auf eine bessere Zeit nach AM.
    • pluginbaby 16.10.2019 17:29
      Highlight Highlight Die unzufriedenen Alten mit über 100k Jahreslohn sind wohl etwas vom Mühsamsten, zumindest für mich als jungen LF
    • Dominik Treier 16.10.2019 18:45
      Highlight Highlight Das ist der Inbegriff des amerikanischen Neoliberalismus! Die Treue und Loyalität von Unternehmen zum Mitarbeiter tendiert gen null. Es wird immer nur gefordert aber geben will man nichts. Krank, Alt, weniger Leistung? Weg!

      Das Zückerchen kommt noch. Ich denke nämlich nicht, dass man Unternehmen die alte Kultur wieder vorschreiben kann, was man ihnen jedoch vorschreiben könnte wäre einen gut ausgebauten, gerechten Sozialstaat und eine bedingungslose Existenz zu finanzieren um die Probleme die sie schaffen wieder auffangen zu müssen... Stattdessen werden Unternehmenssteuern gesenkt...
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  • Arts 16.10.2019 16:01
    Highlight Highlight «zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit»

    Bin ich mal ehrlich: Ich arbeite um zu leben, ich lebe nicht um zu arbeiten.
    • Dominik Treier 16.10.2019 18:46
      Highlight Highlight Danke! Alles andere gereicht höchstens zu kollektiver Ausbeutung!
    • Coffeetime 16.10.2019 19:00
      Highlight Highlight Hast du keinen Spass an deiner Arbeit? Wenn nicht: Job wechseln...
    • Pafeld 16.10.2019 22:51
      Highlight Highlight In erster Linie sind es Grufties und Babyboomer, die sich darüber aufregen, dass Generation X und Y nicht mehr so bescheuert sind und sich all die Dreistigkeiten, die einem der geheiligte Arbeitgeber früher aufgebürdet hat, nicht mehr so einfach ohne Gegenleistung hinnimmt, wie sie es immer getan haben.
  • cheeky Badger 16.10.2019 15:49
    Highlight Highlight Die grossen Vorteile von fahrerlosen Systemen sind vor allem die erhöhte Kapazität (kein Blocksystem mehr) und auch die erhöhte Sicherheit (weniger manuelle Manipulationen nötig).

    Das heisst aber nicht, dass die Leute nicht mehr benötigt werden. Ich denke nicht dass es sinnvoll ist einen Zug ohne einen Techniker (und Kundenbetreuer) loszuschicken.
    Im Falle einer Störung muss man schliesslich so schnell wie möglich Massnahmen einleiten. Bei langen Strecken braucht es dafür Menschen an Bord. Somit könnten auch die Regios wieder mit Kundenbetreuer fahren.


  • TreeOfLife 16.10.2019 15:46
    Highlight Highlight Lohn und Arbeitszeiten sind das eine. Das andere wird langsam wieder kommen, sobald der Herbst/Winter richtig Einzug hält - "Personenunfälle" mit suizidalem Hintergrund. Da eine gute Freundin bei der SBB arbeitet, kennen wir das Regelwerk der Lokführer in einer solchen Situation und ganz ehrlich: Das würde mich als Lokführer für länger traumatisieren, da bin ich wohl zu schwach dafür und ist auch gut so.
    Chapeau an alle Lokführer dort draussen - ihr macht einen wertvollen Dienst und hoffentlich noch länger als 10-20 Jahre.
    • watsoff 16.10.2019 17:37
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Die Aussicht dass früher oder später jemand vor meinem Zug steht, schreckt mich mehr ab vor diesem Job als alles andere.

      Lokführer haben eben keine Lobby.

      Man stelle sich vor, wenn jede Woche jemand von einer Autobahnbrücke springen würde. Das gäbe eine Riesenaufruhr mit Krisenstäben und Sondersendungen im TV. Aber ein paar traumatisierte Lokführer? Schulterzucken.
    • Astrogator 16.10.2019 17:38
      Highlight Highlight Sorry, was für ein Regelwerk der SBB und wieso sollte mich das traumatisieren?

      Eher im Gegenteil, die Betreuung nach einem solchen Ereigniss ist was vom wenigen wo die SBB vorbildlich ist.
    • TheRealSnakePlissken 16.10.2019 20:37
      Highlight Highlight Genau diese Mentalität „Job auf Lebenszeit“ macht die Leute doch kaputt. Warum nicht alle 5 - 10 Jahre was Neues? Das verlangt Umdenken von allen Beteiligten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flötist 16.10.2019 15:45
    Highlight Highlight Ein anständiger Lohn, womit man eine Familie einigermassen ernähren kann und die Garantie bis zur Pension beschäftigt zu werden zu ebendiesem Lohn und ich werde sofort Lokführer. Ansonsten ist das ein Selbstmordmission: Wer will dereinst einen 50 jährigen anstellen, der 20 Jahre Lokführer war und nichts anderes mehr gemacht hatte?
  • DerewigeSchweizer 16.10.2019 15:30
    Highlight Highlight Die SBB sind kein Minibetrieb.

    Was hier informiert wird, ist ein
    DESASTER.

    Dieses Desaster kommt nicht von heute auf morgen,
    sondern ist das Resultat jahrelanger Fehlplanung
    und mit Ansage (Pensionierungen).

    Wow! ...
    Wenn man an die Spitzengehälter denkt, die für dieses Desaster vergütet wurden ...

    Konsequenzen? - Ha, ha, ha, ha, ha ...
    • Astrogator 16.10.2019 16:35
      Highlight Highlight Die Millionensaläre werden bezahlt weil die Manager Verantwortung tragen - nicht Konsequenzen 😉
    • Feuerwanze 16.10.2019 19:39
      Highlight Highlight Da stimme ich zu. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend, sondern hätte schon länger vorausgesehen werden können.
    • Heinzbond 16.10.2019 20:21
      Highlight Highlight Du sprichst von Boni und Bezahlung über Monate hinaus bei den höchsten Chargen... Und ein gutes Zeugnis das man den nächsten Verein aufmischen kann...
  • anonymer analphabet 16.10.2019 15:25
    Highlight Highlight "Die Ansprüche steigen stetig"

    Die Löhne dementsprechend anpassen...Fehlanzeige!

    Wenn ihr uns schon ausnutzt, gebt euch doch wenigsten ein bisschen Mühe beim Vertuschen, merci.
  • Newski 16.10.2019 15:22
    Highlight Highlight Eine Prämie von 80 Franken, für dass man den freien Tag hergibt?
    Zum Vergleich: Lohn von Meyer: ca. 1'000'000 pro Jahr. 1'000'000 ÷ 365 = ca. 2800 Franken (pro Tag, also jeder Tag, auch die Feiertage und Wochenden).

    Die SBB setzen Prioritäten.
    Die 80 Franken sind eine Verarschung.
  • Thinkdeeper 16.10.2019 15:17
    Highlight Highlight Bezahlt die Lokführer und plant auch anständig und dann findet ihr auch welche.

    Ein Grundgehalt von 6000 x13 für einen Einsteiger zuzüglich Nacht und Schichtzulagen, Spesen und
    Mitsprache bei der Einsatzplanung und Weiterbildungsmöglichkeiten usw. bieten.
    Gute PK mit 1er Lösung ohne Koordinationsabzug, so dass auch Teilzeit möglich ist. Kündigungsschutz ab 50...
    Und natürlich wer 40 Jahre dabei ist, darf auch 11'000 x13 verdienen.
    Dann unterschreibe ich den Vertrag sofort.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 15:57
      Highlight Highlight Du hast gute Ansätze! Ich finde für meinen Teil, dass bei der SBB die Lohnstruktur falsch ist, die Leute die wirklich hart arbeiten müssen werden mies bezahlt, die Anderen, die den ganzen Tag an Meeting‘s abhängen und auf das Wochenende warten, Montag Homeworking, Freitag Homeworking bei einem 80% Pensum mehr verdienen und niemals um 3 Uhr den Wecker stellen müssen bekommen abartige Gehälter. Wieso lassen wir nicht einmal unsere Lok stehen, sollend die HSG Leute und Studierten sich in den Führerstand setzen, die können ja alles und übernehmen ja so viel Verantwortung!
    • RemoAchilles 16.10.2019 16:01
      Highlight Highlight Bin dabei, wo kann ich unterschreiben?
    • TheRealSnakePlissken 16.10.2019 16:36
      Highlight Highlight Ist ja nicht verwunderlich in einem Unternehmen, dessen Chef Andreas Meyer angeblich keinen Schlaf braucht, immer gut drauf und tatendurstig ist, genau wie die für die SBB zuständige - ehemalige - dauerlächelnde Bundesrätin. Solche von sich selbst berauschte Chefs und Chefinnen sind demotivierendes Gift für die ihnen Unterstellten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fidget 16.10.2019 14:58
    Highlight Highlight Geld ist eben nicht immer alles. Ich kann nicht sagen, dass ich einen höheren Lohn ablehnen würde, aber wenn die Arbeitszeit einen dermassen kaputt macht, wiegt das kein Geld der Welt auf. Auch diese extreme Kurzfristigkeit ist nervig. So hat man keine Planungssicherheit und arbeitet quasi auf Abruf. Dass unter diesen Umständen ein Personalmangel herrscht ist nicht verwunderlich.
    • Purscht 16.10.2019 15:15
      Highlight Highlight Ich habe auch 10 Jahre mit Zimmerstunde und Wochenende und 5 Jahre mit Schichtarbeit gearbeitet. Das wichtigste ist dass die Freizeit planbar ist. Wenn das nicht mehr der Fall ist, haben die Kollegen ziemlich schnell keine Lust mehr einem nachzurennen. Und für das muss man minimum einen Monat im Voraus wissen wie man arbeitet.
  • Mister Fanky Fanky 16.10.2019 14:58
    Highlight Highlight Lokführer gibt es genügend, nur mit diesen Manager will keiner mehrt Arbeiten.
  • imposselbee 16.10.2019 14:50
    Highlight Highlight Die SBB sollte den Lokführern günstige Wohnungen anbieten, das würde den Berufsstand wesentlich attraktiver machen.
    • Decke 16.10.2019 20:11
      Highlight Highlight Super Idee, eine der Besten die ich hier gelesen habe. Die SBB hat brutal viele und Wertvolle Immobilien an den besten Lagen der Schweiz. Dumm ist das andere Menschen viel Geld dafür bezahlen da zu wohnen. Von da her werden die das nie machen
    • Meyer Andrej 16.10.2019 23:43
      Highlight Highlight Ja die Eueopaallee ist eine Erfolgsgeschichte. Kein Schwein will dort wohnen.
  • Ratzupaltuff 16.10.2019 14:37
    Highlight Highlight An für sich hätte ich diesen Job gerne gemacht. Jedoch empfinde ich die Stelle als Lokführer nicht zukunftssicher.
    • HabbyHab 16.10.2019 23:40
      Highlight Highlight Da kommt ein "nicht lustig"-Stempel drauf. Oder gleich ein SV-Sticker?
    • Ratzupaltuff 17.10.2019 11:26
      Highlight Highlight SV passt hier besser =P
  • TheRealSnakePlissken 16.10.2019 14:34
    Highlight Highlight Noch krasser sieht es bei den Lastwägelern aus. Auf der Autobahn durch Deutschland auf der rechten Spur eine durchgehende Karawane von Sattelschleppern, weitgehend aus Osteuropa. Die Nacht und das Wochenende verbringen die Fahrer in ihren Kabinen. Kein Westeuropäer reisst sich um diese Jobs. - Auch in der Flussschifffahrt wird nachts durchgefahren wie im Eisenbahngüterverkehr, da sonst nicht konkurrenzfähig. - Zitat „35 scheiden aus anderen Gründen aus“ - zu den anderen Gründen zählt sicher auch das Erleben von Suizidereignissen. Da bleibt die Lokführer- und Trucker-Romantik auf der Strecke.
    • HerrCoolS. 16.10.2019 21:14
      Highlight Highlight Die Speditionsbranche hat (zumindest in Deutschland) akute Probleme im Bereich Nahverkehr die Fahrzeuge zu besetzen. Diese werden/können nicht mit Osteuropäischen Fahrern bedient werden. Kein Wunder, wer soll sich das für einen Mini-Lohn noch antun? Dauerstress, Termindruck, Stau um nur ein paar Unannehmlichkeiten zu erwähnen.
  • Tom Scherrer (1) 16.10.2019 14:27
    Highlight Highlight bei einem Unternehmen, dass in der Chefetage Top Gehälter zahlt und bei den Arbeitern keinen normalen Betrieb auf die Reihe kriegt, zu arbeiten, das will doch niemand.

    3 Tage vor dem Einsatz einteilen, ist nicht zulässig. Generell gilt: ca. 2 Wochen vorher.

    Stetiger Doppelschichten schieben, dass zehrt enorm an den Kräften - nicht zulässig.

    Stetiger Wechsel von Früh- auf Spätdienst ist nicht förderlich.

    Und all das führt zu einem üblen Bild: In der SBB bist ich nur eine Nummer, die ständig flexibel zu funktionieren hat und meine Interessen (Leben) interessiert niemanden

    Nicht gut.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 15:05
      Highlight Highlight Es gibt nur noch Spät- oder Frühdienste, die Gesundheit ist Nebensache!
  • Nore9 16.10.2019 14:11
    Highlight Highlight Hier wird der Beruf, mit all diesen Worst-Case-Szenarios, aber ein bisschen gar schlecht geredet. Es wird niemand gezwungen an arbeitsfreien Tagen zu arbeiten. Wenn man bei einer Anfrage nein sagt, dann wird dies auch akzeptiert. Ausserdem hat man nur eine derart Kurzfristige Diensteinteilung, wenn man sich in einer Reservegruppe befindet. Ansonnsten hat man seine Dienstpläne schon grösstenteils aufs ganze Jahr hinaus.

    Mit solchen Aussagen schiesst sich der VSLF nur selbst ins Bein.
    • Astrogator 16.10.2019 16:43
      Highlight Highlight @Nore9: Sorry, bin auf Jahreseinteilung, was du schreibst stimmt in der Theorie aber nicht in der Praxis. Kurzfristige Tourenänderungen sind inzwischen normal.

      Der krasseste Fall bei mir war Änderung Dienstantritt 4 Uhr anstatt 4:15 Uhr am Abend vorher um 22 Uhr. Da war ich schon lange im Bett und Wecker gestellt, dass es mir auf 4:15 Uhr reicht.

      Man kann "Nein" sagen wenn man an freien Tagen nicht arbeiten will?
      Was denkst wie lange geht das bis du beim Chef sntrabst?

      Alleine für morgen ein Mail, ein SMS und einen Anruf gekriegt.
    • Nore9 17.10.2019 11:45
      Highlight Highlight @Astrogator:
      Klar gibt es immer mal wider kurzfristige Änderungen. In deinem Fall hättest du jedoch telefonisch verständigt werden müssen. Wenn das nicht funktioniert, ist es nicht deine Schuld, wenn was schief läuft.

      Auserdem hatte ich noch nie Probleme mit meinem Chef, als ich zu einem RE nein gesagt habe. Vermutlich weiss er nicht mal was davon. Ausserdem wird er dir wohl kaum den Arbeitsvertrag künden. ;)
    • Astrogator 17.10.2019 13:50
      Highlight Highlight @Nore9: Mein Chef ist super, und mit 300 Stunden Plus lässt er mich auch in Ruhe. Aber es gibt andere Depots mit anderen Chefs 😉
  • No-no 16.10.2019 13:35
    Highlight Highlight Wir Zeit für die führerlosen Züge :). Bin auch überzeugt, dass das nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wenn man die Lohnkosten gegen so ein System rechnet, wird sich das sicherlich rasch lohnen und Herr und Frau Schweizer können wieder über die Nati liiiren
    • Astrogator 16.10.2019 17:42
      Highlight Highlight Die Lohnkosten sinken gemäss einer SBB internen Studie mit Führer losen Zügen nicht.

      Aber es braucht Investitionen in 2-stelliger Milliardenhöhe und ist wartungsintensiver, sprich teurer im Betrieb. Und genau deswegen werden auch in 40 Jahren noch Lokführer im Führerstand sitzen.
    • TcpC0p 16.10.2019 18:37
      Highlight Highlight Frage an die Blitzer: Es besteht offensichtlich ein Problem, welches sich mithilfe der Digitalisierung bessern könnte. Trozdem wird dieser Vorschlag abgelehnt.
    • P. Meier 16.10.2019 19:21
      Highlight Highlight Das Hauptproblem ist der Mischverkehr und dass es kein geschlossenes System ist
    Weitere Antworten anzeigen
  • Todesstern 16.10.2019 13:31
    Highlight Highlight Ich hatte auch schon viele Berufsträume, aus allen wurde nichts. Willkommen in der Realität.
  • Luthiena 16.10.2019 13:29
    Highlight Highlight sorry aber ehmm? Hauptsache sich im hohen Stil beklagen, dass sie keine MA mehr finden aber an den Arbeitsbedinungen nichts ändern obwohl bekannt ist, was den bisherigen Lokführern geschadet hat... Genau weil solch inkompetente Menschen vermehrt in Führungspositionen zu finden sind wird sich die Arbeitswelt immer mehr verschlechtern. Leute denkt doch nach, jeder MA der zufrieden mit dem Job ist gibt auch freiwillig 150%, das ist doch eine Win-Win-Situation, aber nein hauptsache sparen an Orten die nur kurzfristig was bringen. macht doch kürzere Schichten, somit gibts auch mehr Arbeitsstellen.
  • Scaros_2 16.10.2019 13:09
    Highlight Highlight Sorry - der Job ist einfach nicht attraktiv, genau so wie viele andere Jobs.

    Polizist, FaGe etc.

    Schlechte konditionen, bezahlung etc. // Kaum attraktivität etc.
  • Superficialbtch 16.10.2019 12:53
    Highlight Highlight Ich habe mich im Dezember 2018 als Lokführerin beworben. War auch am Info Abend.
    Danach habe ich leider nie mehr was gehört. Mittlerweile habe ich aber eine Stelle, die mich glücklich macht.

    Diese Woche habe ich mich bei der lieben SBB gemeldet, es sei schade, wenn überall rumgeheult wird, dass die Lokführer fehlen, aber bewerber geghosted werden
  • Kaffo 16.10.2019 12:47
    Highlight Highlight An einem unattraktiven Arbeitsplatz will niemand Arbeiten. Lohn und Sozialleistungen sind nicht gleich hoch einzustufen wie das Schichtmodel. Ich habe seinerzeit auch nur wegen dem Schichtmodel den Arbeitsplatz gewechselt. Aber eben, mehr Personal = höhere Kosten.
  • ChiliForever 16.10.2019 12:39
    Highlight Highlight "Die Ansprüche steigen stetig. Es wird absolute Stressresistenz vorausgesetzt."

    Ich glaube, das beschreibt ganz gut den Arbeitsalltag vieler von uns...

    • Astrogator 16.10.2019 16:47
      Highlight Highlight Ich glaube du verstehst nicht im Ansatz die Anforderungen in dem Beruf. Wir müssen manchmal Entscheidungen in Sekunden treffen unter Abwägung von rund 3000 Seiten Vorschriften ohne Möglichkeit einer nachträglichen Korrektur aber mit Potential auf eine "Blick-Schlagzeile" wie es ein Ausbilder mal sagte.

      Das ist mit dem Druck in einem stressigen Bürojobs nicht zu vergleichen, ich hatte vorher einen, kenne beides 😉
  • oliversum 16.10.2019 12:37
    Highlight Highlight Das Hauptproblem wird nicht angesprochen: Meyer hat konsequent weniger in die Ausbildung investiert. Kein Wunder rücken keine neuen Lokführer nach
  • Thomas G. 16.10.2019 12:34
    Highlight Highlight Fazit: Meyer hat seine erste und oberste Aufgabe, den Betrieb langfristig optimiert zu sichern, NICHT erfüllt. Totale Pleite.

  • Ronny_Chur 16.10.2019 12:33
    Highlight Highlight Min Traumjob isch immerno Lokfüahrer, und das sit i es Kind gsi bin.
    Ds Problem isch nur: i han kai Lehrabschluss und kai Matura und darum wirds au leider immer en Traum bliiba😭😭

    • Imfall! 16.10.2019 13:43
      Highlight Highlight Gib deinen Traum nicht auf. Es gibt virle Möglichkeiten eine Lehre oder auch eine Matur als Erwachsener berufsbegleitend zu absolvieren.
      Brauch voel Einsatz, aber ist durchaus zu schaffen.
    • Mügäli 16.10.2019 13:49
      Highlight Highlight @Ronny_Chur - es ist nie zu spät :) ..
    • auloniella 16.10.2019 14:07
      Highlight Highlight Lehrabschluss ann man nachholen resp. teilweise nachträglich verifizieren lassen.

      https://www.beratungsdienste.ch/stellensuchearbeitsmarkt/quereinstieg/berufsabschluss-nachholen.html

      und ja ich weiss, es ist hart ne Lehrstellen zu finden. Aber man kann es ja versuchen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Karoon 16.10.2019 12:29
    Highlight Highlight Ich bin ü40 und beginne die Lokführerausbildung im nächsten Frühjahr. Die Tatsache, dass die Jobsuche immer schwieriger wird mit dem Alter, spielte eine Rolle bei meiner Bewerbung.

    Ich hoffe, dass die Zustände weniger schlimm sind, als in den Medien dargestellt, und dass sich die Personalsituation entspannt haben wird, wenn ich 2021 im Führerstand sitze 🙁.
    • Mia_san_mia 16.10.2019 13:06
      Highlight Highlight Viel Glück wünsche ich Dir auf jeden Fall ✌🏻 Das kommt schon gut.
    • Lebenundlebenlassen 16.10.2019 13:28
      Highlight Highlight Ich wünsche dir viel Erfolg 👌
    • Meyer Andrej 16.10.2019 14:04
      Highlight Highlight Kein Problem geh nach der Ausbildung zur BLS kommst du auf über 100 k.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CHSpeedy 16.10.2019 12:07
    Highlight Highlight Vielleicht auch erwähnenswert: Als Quereinsteiger verdient man während den 14-16 Monaten Brutto so um die 3200-3500.- im Monat. Das heisst ohne Erspartes oder Partner, welcher einem subventioniert ist es sehr schwierig diese Zeit der Ausbildung finanziell zu überbrücken. Zudem wird während der Ausbildung extrem viel Eigenleistung ausserhalb der Schulzeit gefordert (Der Lokführer am Infoabend der SBB sprach von 2-4 Stunden Lernaufwand pro Tag). Sind wir mal ehrlich... Das sind jetzt nicht gerade die attraktivsten Konditionen... Oder täusche ich mich da?
  • Ricardo Tubbs 16.10.2019 12:04
    Highlight Highlight 80 chf, haha...da bleibt man lieber zuhause und geniesst den tag.

    70 einstiegslohn danach werden es maximal 80 und das für einen job wo man 800 nasen hinten drin hat...

    genau...
  • Hierundjetzt 16.10.2019 12:02
    Highlight Highlight Wow 80.- Franken! Ist ja fantastisch. Dafür 10 BettelSMS pro Tag kriegen.

    Das ergibt 2'400.- Franken mehr Personalkosten pro Tag (bei einem Umsatz von 9'000'000'000...) woooow.

    ....wer will schon nicht als 40 jähriger 8.- / h mehr verdienen an seinem freien Tag (!)

    Dafür aber am Abend vor der Tagesschau "lustige" TV Werbung schalten, die a) nichts bringt (SBB = Monopolbetrieb) und b) 50'000.- kostet (insgesamt), schalten. Dafür gibts dann Geld. Das ist natürlich eine unglaublich gute Prioritätensetzung.
  • Auric 16.10.2019 12:00
    Highlight Highlight Nun es gibt reichlich unvermittelbare Ü45er die würden die letzten Jahre bis zur Rente schon noch gerne arbeiten, bis dahin ist der Job des Lokführers sowieso obsolet und dann braucht es nur noch schwer bewaffnete Security Mitarbeiter in den Zügen.
  • auloniella 16.10.2019 12:00
    Highlight Highlight Klar wechselt man mit 40 nicht mehr so oft denn Job, weil sie Stellensuche ja generell mit dem Alter erschwert wird. Es sollte nicht sein, dass die Quereinsteiger nur deswegen angeheuert werden...

    Weiss jemand wie die geforderten Konzepte des VSLF bezüglich Arbeitszeit genau aussehen? Wieso geht die SBB nicht darauf ein? Wahrscheinlich zu wenig gewinnorientiert.?

    Und ja in einer Welt wo Unternehmen, ja auch die SBB dich ausspucken sobald du nicht mehr 120 % funktionierst äh rentierst, geht die Loyalität halt irgendwann flöten.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 12:23
      Highlight Highlight Der VSLF und LPV haben schon seit vielen Jahren darauf hingewiesen und man hat diese Sozialpartner nicht ernst genommen. Man hätte einen Weg des „Zusammen“ gehen können, aber dieser wurde nicht gewollt. Es ist schade, aber wie schon gesagt, irgendwann ist die Loyalität am Ende, das ist jetzt der Fall!
    • Astrogator 16.10.2019 17:47
      Highlight Highlight Die Gewerkschaftlichen Ideen gehen Richtung gemeinsamer Lokführer-Pool, so dass ein Lokführer der SBB zum Beispiel auch eine Leistung der BLS fährt oder umgekehrt wenn es die Arbeitseinteilung flexibler und effizienter macht. Gesamthaft bedeutet das, es benötigt weniger Lokführer für das System Bahn. Eigentlich ein cleverer Ansatz, kollidiert aber mit dem Gärtchendenken der Eisenbahnmanager.
  • Natürlich 16.10.2019 11:58
    Highlight Highlight Auch ich hatte lange den Traum vom Lokführer, da mein Grossvater bereits diesen Beruf ausübte.
    War vor ca 1 Jahr am Infotag.
    Es hat viele gute Sachen wie zb 5 Wochen Ferien, zt eigene Kinderbetreuungsstätten etc.

    Aber ich bin mittlerweile 2facher Familienvater. Und da überlegt man sich sowas 2mal. Denn
    1. lebt man komplett am sozialen Leben vorbei
    2. Jeden Tag stehst du um eine andere Zeit auf.
    3. Familienleben kann man eh grad vergessen, hast dann Wochenendschichten und vlt frei wenn die Kinder in der Schule sind.
    4. Auch Hobbies wie Vereine etc wird schwierig wenn du Spätschicht hast.
    • Lebenundlebenlassen 16.10.2019 13:33
      Highlight Highlight Da gibt es sehr viele Berufe die so sind.. Detailhandel... Pflege..Pilot.. Busfahrer..Koch.. Gastro allgemein

      Ich denke geregelte Arbeitszeiten 8 bis 17 Uhr sind heute ein Luxus und längst nicht mehr Normalität..

      Ich gönne es denen die es noch haben.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 14:06
      Highlight Highlight Eigene Kinderhorte, noch nie gehört, wenn sie wüssten wie mühsam es ist mit 2 Kidies wegen passenden Arbeitszeiten. Privatleben und Job im Einklang, SBB, alles klar!
    • Madison Pierce 16.10.2019 14:22
      Highlight Highlight Ein Bekannter ist Lokführer und steht jetzt kurz vor der Pension. Habe mit ihm mal über dieses Thema gesprochen und er meinte, an Heiligabend im Dienst zu sein, während die Kinder und die Frau alleine feiern, sei nie einfach gewesen.

      Aber gesamthaft gesehen hätten seine Arbeitszeiten viele Vorteile gehabt: er war oft tagsüber zuhause, konnte mit den Kindern zu Mittag essen, Ausflüge machen unter der Woche und er hatte oft mehrere Tage hintereinander frei. Als die Kinder noch nicht schulpflichtig waren, konnten sie so viele Kurzurlaube machen.

      Die Arbeitszeiten haben also durchaus Vorteile.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magos 16.10.2019 11:58
    Highlight Highlight 70k hat ein Bürogummi mit einem Bisschen Erfahrung, und da ist keine Arbeit am Wochenende drin, keine kurzfristige Arbeitsplanung, kein Ferien ein Jahr im Voraus anmelden, keine Verantwortung für hunderte von Menschenleben und das permanente Risiko, Suizidhelfer zu werden.

    Aber klar, lieber nicht über Geld reden, vielleicht kommt jemand wegen den Sonnenaufgängen zur SBB.

    • Meyer Andrej 16.10.2019 13:28
      Highlight Highlight Das ist in def Tat so, die Löhne sind ein Witz, selbst am oberen Ende des Lohnbandes, ein Witz. Rechne ich die Präsenzzeiten der unbezahlten Pausen mit ein, dann wird der Witz noch grösser, dann die Periodische Prüfung, die Sprachausbildung, den Arbeitsweg für das Auto der nur noch bedingt abziehbar ist und so weiter und so fort. Aber ich denke das Problem löst sich bald von selber, das System fällt in sich zusammen!
    • Butschina 16.10.2019 14:05
      Highlight Highlight Ich musste in meinem Bürogummijob die Ferien bis mitte Januar fürs ganze Jahr angeben. Überstunden gab es auch. Wieso muss man immer auf den Bürojobs rumhacken. Druck gibt es dort auch. Müde wird man ebenfalls. Nur halt auf anderem Weg. Jeder Job hat seine Vor- und Nachteile. Nur so zur Info, der KV Einstiegslohn liegt deutlich tiefer.
      Die Lohnentwicklung der Lokführer sollten allerdings wirklich angepasst werden. Die Arbeitszeitplanung könnte bestimmt auch optimiert werden. Man müsste früher auf die Sozialpartner hören.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 16:04
      Highlight Highlight @ Butschina. Ich möchte nicht einen Job abwerten, keinesfalls! Aber wenn Du einmal 1 Woche Frühdienst gearbeitet hast jeden Morgen anders aufstehen, dann die nächste Woche jede Nacht um 2 nach hause, dann wieder 1 Woche Frühdienst, das macht Dich kaputt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 16.10.2019 11:57
    Highlight Highlight Der Job war ja schon früher langweilig, viele Aussagen im Text scheinen mir etwas zu romantisch angehaucht. Ein Freund meiner Eltern war 40 Jahre lang Lokführer und er konnte den Tag der Pensionierung kaum erwarten.
  • #bringhansiback 16.10.2019 11:56
    Highlight Highlight Liebe SBB,
    ich habs mir überlegt. Aber 70k ist zu wenig für:
    - Verantwortung
    - Arbeitszeiten
    - Stress
    - Wechselwillige aus anderen Branchen.

    Doe 70k mögen für Mittzwanziger Ideal sein, aber nur schon für Mittdreissiger, wie ich bin, ist das zu wenig. Hier muss etwas passieren.

    Ab 90k Basislohn, ohne Schicht- und andere Zulagen, bin ich bereit mit der SBB zu diskutieren, ob ich eine Ausbildung beginne oder nicht.
    • Lebenundlebenlassen 16.10.2019 13:36
      Highlight Highlight Genau auch meine Überlegung. Mit 40 ist man in der Regel in einer höheren Lohnstufe als die 70K wenn man sich in einem Betrieb hochgearbeitet hat.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 14:06
      Highlight Highlight Hocharbeiten kannst Du Dich auch bei uns. Wenn man das so nennen will!
    • #bringhansiback 16.10.2019 14:29
      Highlight Highlight Herr Meyer,
      nur schon mit den von mir vorgeschlagenen 90k, nach Ausbildung wohlgemerkt, bedeutet das für mich eine empfindliche Lohneinbusse.
      Das noch gepaart mit der Verantwortung für bis zu 800 Personen oder wertvolle Fracht, unregelmässige Arbeitszeiten, möglicher Verlust des bisherigen Soziallebens und Lebensstandards, den man sich aufgebaut hat.

      Verstehen Sie jetzt, warum die 70k für langährige Mitarbeiter, welche zur SBB wechseln wollen, einfach zu tief sind? Ich bin gewillt, eine Lohneinbusse hinzunehmen. Aber die von meinem bisherigen Lohn auf die 70k ist schlicht zu heftig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 16.10.2019 11:54
    Highlight Highlight Ich habe vor 3 Jahren auch den Entscheid getroffen zwischen Studium und Lokführerausbilding. Ich habe mich für letztere entschieden und bin immer noch sehr zufrieden. Für mich ist es der beste Job der Welt. Ich kann aber auch jeden verstehen, der sich dagegen entscheidet. Das immer selbstständige arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit ist nicht für jedermann oder jede Beziehung oder jeden Freundeskreis geeignet. Ich habe die positiven Seiten kennengelernt und will nie mehr zurück. Unsichere Zukunftsaussichten und künstlich eingeschränkte Abwechslung trüben aber auch mein Bild vom Beruf...
    • Statler 16.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Danke, dass Du mich amigs sicher von A nach B transportierst!
    • Maschinist460 16.10.2019 15:15
      Highlight Highlight Kann mich dem Kollegen nur anschliessen. Seit der abgeschlossenen Ausbildung vor einigen Jahren gab es noch NIE einen einzigen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit auf die Lok ging. Wir müssen uns wieder viel mehr auf unsere Wurzeln besinnen und den Berufsstolz nach aussen tragen. Gerade jetzt wären wir auch in der Position, etwas daran zu verändern, denn ohne uns Bodenpersonal geht gar nichts.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 16:12
      Highlight Highlight @Ma460. Du hast absolut recht, wir könnten etwas ändern. Ich finde einfach, dass die kontinuierliche Zerstörung unseres Berufes an einem Punkt angelangt ist, wo auch der letzte geeignete Interessent sich sagt, nein danke. Nun wollen sie ü 40 einstellen, finde ich gut, jahrelang hiess es immer, die geistige Lernfähigkeit sei bis 30 am Besten. Sie wollten einfach billige Leute. Aber ein ü 40 kommt nicht für 4000 im Monat in die Ausbildung, das ist eine 2. Ausbildung, die Ausbildung muss den Lebensunterhalt sichern, sonst fangen wir wieder bei Feld 1 an, das vermute ich leider, keine Kosten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • dommen 16.10.2019 11:53
    Highlight Highlight Es sind ja noch genug ehrenwerte Büezer "aus der guten alten Zeit" im Dienst, welche 1:1 bestätigen, dass das Problem in den Arbeitsbedingungen zu verorten ist und nicht im Arbeitsethos von welcher Generation auch immer. Immer weniger Leute sind für immer mehr Bereiche zuständig, denn die SBB will Gewinn machen und da ist jedes Stellenprozent ein Dorn im Auge. So sieht es aus. Hier die Arbeitsmoral nachfolgender Generationen als Argument heranzuziehen, nach dem man den ganzen Laden mehr oder weniger heruntergewirtschaftet hat vor lauter Gier, ist mehr als nur peinlich!
    • Carl Gustav 16.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Schön setzen sich alle für höhere Löhne ein.
      Nur, wer will den die höheren Ticketpreise bezahlen?
      Die Idee, dem CEO den Lohn zu kürzen ist ja schon ok, aber davon kann man keine vernünftige Lohnerhöhung für mehrere tausend Lokführer pressen.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 16:15
      Highlight Highlight Seit Meyer da ist 4500 Toplohnbezüger eingestellt. Selbst wenn wir Lokführer gratis fahren würden, würde sich der Ticketpreis nur marginal reduzieren. Auf 100.- ist mein Anteil 3,40, der Rest ist Planung, Overhead, Wasserkopf, Trassengebühren, Rollmaterialunterhalt, Fahrzeugbeschaffung, Amortisation. Geld ist genügend vorhanden für sinnlose Projekte, für gefloppte Einteilungsprogramme, etc..
  • DocShi 16.10.2019 11:49
    Highlight Highlight Ich bin 44 Jahre und würde wegen der unregelmässigen und nicht planbaren Arbeitszeiten aus familiären Gründen schon diesen Job haben wollen.
    Hier sollte die SBB mal dringend über die Bücher!
    Andere Firmen haben auch bis zu 3 Tage Schichten!
    Jaja, jetzt kommt sicher jemand und erklärt das sei wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Dennoch muss das auch besser gehen.
    • NotWhatYouExpect 16.10.2019 12:03
      Highlight Highlight Ja kann ich auch nicht verstehen warum das nicht genau gehen soll.

      Der SBB Fahrplan ist ja auch für ein Jahr in "stein" gemeiselt.

      Das grösste Problem wird wohl sein, dass man unterbesetzt ist und somit keine richtigen Springer hat für Ausfälle (Krankheit / Unfall usw.)

      Aber dennoch sollte es möglich sein 1-2 Wochen zu planen für den grössten Teil der Personen, dass man in regelmässigen Abständen einen Geregelte Woche hat.
    • DocShi 16.10.2019 12:09
      Highlight Highlight Ups, habe gerade meinen Text gelesen...
      Meinte natürlich ich würde den Job NICHT haben wollen.

      Ich mag meine Frau und unsere Kinder immer noch. 😉
    • Schildlaus 16.10.2019 18:47
      Highlight Highlight Die SBB hat nicht nur den Fahrplan welcher auf den Gelben Plakaten abgedruckt ist. Das ist nur ein Teil davon was auf der Schiene verkehrt.

      Es müssen auch noch andere Fahrten geplant werden. Dazu kommen noch Baustellen welch das ganze durcheinander wirbeln oder unvorhergesehenes wie gerade eben der Unterbruch auf der NBS wegen Oelverkust einer Baumaschine.
  • Astrogator 16.10.2019 11:48
    Highlight Highlight "In Videos wollen sie Quereinsteiger zum Berufswechsel animieren und bieten verkürzte Ausbildungswege"

    Was ist das wieder für ein Nonsens?

    In der Schweiz war Lokführer noch nie eine Erstausbildung.
  • Snowy 16.10.2019 11:46
    Highlight Highlight Aus demselben Grund, warum 1890 niemand mehr Postkutschenführer werden wollte.
  • flugsteig 16.10.2019 11:46
    Highlight Highlight 70‘000.- entspricht knapp 5400.- mit 13 Gehältern. Damit kann man niemanden locken...
    • Frausowieso 16.10.2019 12:49
      Highlight Highlight Als Einstiegslohn ist das nicht so schlecht. Klar, für Queereinsteiger ist es nicht sonderlich attraktiv. Aber viele Handwerker, Servicepersonal, Verkäufer und co kommen nie wirklich über diesen Lohn.
    • Bits_and_More 16.10.2019 13:09
      Highlight Highlight @flugsteig
      Vielleicht keinen Menschen mit einem Uni Abschluss.
      In vielen Branchen liegt der Lohn nach der Lehre aber immer noch bei ca. 4000 Franken (oder weniger). Da kann ein Wechsel schon attraktiv sein.
    • Meyer Andrej 16.10.2019 16:19
      Highlight Highlight Vielfach sind aber sie Kandidaten ungeeignet, die Vorgaben gemäss VTE nach BAV Richtlinien lassen von 100 Kandidaten wenn‘s gut läuft 20 übrig bleiben, sie nehmen 16 in die Ausbildung, erfahrungsgemäss hören 3 auf, einige fallen 2x durch, sagen wir 10 schliessen ab und das sind dann schon viele, von diesen gehen 3 weg zu anderen Bahnen oder können vielleicht nicht fahren wegen Medi Problem.
  • Michele80 16.10.2019 11:43
    Highlight Highlight «Früher war es ein Bubentraum, Lokführer zu werden, die Eisenbahntechnik faszinierte. Heute hat ja fast kein Kind mehr eine Modell-Eisenbahn», sagt VSLF-Präsident Hubert Giger.

    Der Unterschied zwischen einer Korrelation und einer Kausalität scheint Herr Huber Giger leider nichr bekammt zu sein 🙈
    • Astrogator 16.10.2019 12:01
      Highlight Highlight Wieso ist da die Kausalität nicht gegeben?

      Es ist nun mal so, dass praktisch jeder Lokführer schon seit der Kindheit von der Bahn fasziniert ist und oft genug wurde der Grundstein bei Papas Modellbahn gelegt.
    • Frausowieso 16.10.2019 12:53
      Highlight Highlight Ich spielte als Kind vor allem mit Raumschiffen von Star Wars. Wollte trotzdem nie Astronautin werden
    • Michele80 16.10.2019 13:41
      Highlight Highlight Weil Kausalität mehr als nur einen Zusammenhang fordert. Also Korrelation wäre Menschen ohne Modelleisenbahn werden weniger häufig Lockführer (das ist ein Zusammenhang). Kausalität wäre: Das Besitzen einer Modelleisenbahn hat einen Einfluss auf das Lockführer werden...

      (aber ich hatte nur Statistik I und II, vlt kann da ja jemand das besser erklären)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dark Circle 16.10.2019 11:42
    Highlight Highlight Ich denke es liegt am Lohn. Ich weiss von jemandem, der hatte nach der Ausbildung zum Lokführer 5800.- brutto bei der SBB. Nach zwei Jahren immer noch. Dann wechselte er zu einem kleineren, privaten Betrieb und verdiente dort als Lokführer fast 2000.-/Monat mehr.
  • WID 16.10.2019 11:38
    Highlight Highlight Verlässliche Dienstpläne, grosszügige Wochenendentschädigungen, mehr Zugpersonal. Das wird nicht gratis sein.
  • Kiro Striked 16.10.2019 11:34
    Highlight Highlight «zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit» leben. Das beobachtet auch Lokführer Giger vom VSLF.

    Jaaa die Arbeitsfaule Generation Y... der Liebe Mann soll doch einfach selbt nochmal Jung sein.

    Als er angefangen hat, war alles auch noch unkompliziert. Man ist schnell mal irgendwo reingekommen. 2-3 Bewerbungen Raus, Nett hallo sagen, und man war drin, gerade bei Ausbildungen.
    Heute Muss man sich nur für die Chance auf ne Lehre bei 10000 Firmen bewerben und wird meist Monatelang an der Stange gehalten, bis man dann doch ne Absage kassiert.

    Aber ja alles Faule Säcke diese Jungen.
  • pnao 16.10.2019 11:33
    Highlight Highlight Würde sehe gerne Lokführer werden, nur ist "rot-grün Sehschwäche" ein Killerkriterium.
    Werde ich halt Pilot.
    • Astrogator 16.10.2019 17:02
      Highlight Highlight Als angehender Pilot mit entsprechender Verantwortung erkennst du aber schon das Problem von rot-grün-Schwäche in einem Beruf in dem das unterscheiden von gelb, grün und rot zentral ist?
    • Meyer Andrej 16.10.2019 21:15
      Highlight Highlight Ja als Pilot sicher kein Problem, das wiederspiegelt leider auch die Denkweise in unserem Job. Die Lokführerausbildung ist sehr nahrhaft, wenn man interessiert ist, kein Problem, wenn man aber immer, tagtäglich auf dem absoluten Topstand sein will, sich selber höchste Ansprüche ans Fachwissen setzt, dann muss man viel Zeit investieren, nicht nur auf die Periodische, ich finde meine Qualitätsansprüche an mich haben die Fahrgäste verdient, die schliesslich einen Profi im Führerstand wollen.
    • pnao 16.10.2019 21:28
      Highlight Highlight Das war eher rhetorisch gemeint, die Ausprägung ist (denke ich), sicher entscheidend ob man jetzt Lokführer werden kann oder nicht.
  • Posersalami 16.10.2019 11:32
    Highlight Highlight Laut Lohncheck.ch liegt der Median für einen Lokführerlohn bei 5500.-

    Wer tut sich so einen Stressjob an für 5500.-? Vielleicht mal da ansetzen?
  • Tomtom64 16.10.2019 11:32
    Highlight Highlight Mich würden die ständig wechselnden Arbeitszeiten und die kurzfristige Planung von einem Wechsel abhalten.

    Allerdings ist die Planung sicherlich nicht einfach, wie ein Blick auf das entsprechende Reglement der SBB zeigt: https://gav.arbeitsrechtler.ch/SBB_GAV-Ergaenzung_BAR_LP_P_2012.pdf
  • Meyer Andrej 16.10.2019 11:30
    Highlight Highlight 1. Fehlen pro Tag deutlich mehr wie 30 Lf.
    2. Problem 1 ist seit Jahren ein Dauerzustand und nichts, aber gar nichts wurde dagegen unternommen. Immer dieselben Versprechen, dieselben Vertröstungen. Immer wieder neue Führungsleute, immer wieder neue Ideen, geändert hat sich nichts, man hat keine Lust etwas zu ändern.
    3. Die Löhne entsprechen nicht den geforderten Aufgaben, Sprache, unbezahlte Pausen, Prüfungen in der Freizeit vorbereiten, alles zum all inklusiv Lohn.
    4. Arbeiten ohne Struktur, Verständigung, Privatleben inexistent!
  • Bits_and_More 16.10.2019 11:30
    Highlight Highlight Persönlich stelle ich mir den Job doch auch sehr eintönig vor mit stark wiederholenden Tätigkeiten.
    Heute gibt es auch einfach eine grössere Auswahl an Tätigkeiten als noch vor 40 Jahren.

    Zusätzlich: «Auch wenn die Züge automatisiert werden, es braucht immer einen Lokführer.»
    Das mag ja für heute und morgen stimmen, doch ob das in 10-20 Jahren auch noch der Fall sein wird?

    Mich hätte das in einem Alter von 20 Jahren abgeschreckt. Im dümmsten Fall mache ich tag aus tag ein den gleichen Job und ab 40 übernimmt die Software. Dann wirds schwierig auf dem Arbeitsmarkt.
    • El Vals del Obrero 16.10.2019 11:44
      Highlight Highlight Und selbst wenn es nicht komplett automatisiert ist, aber man letztendlich nur noch Computer und Software bedient (und dieser ausgeliefert ist) ist es wohl nicht mehr so interessant wie bei unmittelbarerer mechanischer Steuerung.

      Für einen PC-Job kann man genau so gut auch in einem Büro mit besseren Rahmenbedingungen arbeiten.
    • N. Y. P. 16.10.2019 11:46
      Highlight Highlight Genau ! Du sagst es.

      Deshalb sprechen die SBB eben die 40jährigen an.
      Vordergründig, weil die Kinder aus dem Haus sind und unregelmässige Zeiten daher wieder möglich wären.

      Ich vermute aber, die sehr jungen Menschen haben den Braten gerochen, dass sie dann mit rund 40 Jahren damit rechnen müssen, nicht mehr gebraucht zu werden.
    • Peldar 16.10.2019 11:48
      Highlight Highlight Heute und morgen wird kein Zug von Selbst fahren, wenn dann in vielleicht 20 Jahren...
      Ausserdem bringt der Job mehr Abwechslung als man Denkt. Lokführer*innen sind nicht nur fürs fahren zuständig, sondern führen auch Sicherheitstests durch, Manövrieren, beheben Störungen, betreuen Kunden, undundund... Weiter gibt es eine Riesige Fahrzeugpalette mit Technik aus den 60ern bis zu modernsten Zügen. Und wenn man will, so kann sich der Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich gestalten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 16.10.2019 11:26
    Highlight Highlight Heute werden KV Jobs mit ü40 Fr./Stunde bezahlt. Im Detailhandel vielleicht ü30 und Lokführer nehm ich an auch 30. Wenn es als CEO oder als Professor oder sonstwas immernoch nicht klick gemacht hat, dann hat man eindeutig den Beruf verfehlt.
  • Anhalter 16.10.2019 11:26
    Highlight Highlight «Auch wenn die Züge automatisiert werden, es braucht immer einen Lokführer.»
    Warum? Ich seh das ein für den Moment, aber "immer"?
  • Gulasch 16.10.2019 11:25
    Highlight Highlight Die ewige Leier der faulen und egozentrischen Generation Y...
    • Natürlich 16.10.2019 11:53
      Highlight Highlight Aus Versehen geblitzt da ich den Kommentar im ersten Moment falsch verstanden habe, sorry.
    • SMGi 16.10.2019 11:55
      Highlight Highlight Immer s gliche mit dene hää...
    • plaga versus 16.10.2019 12:00
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch gedacht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le_Urmel 16.10.2019 11:25
    Highlight Highlight Wow 80 sFr. extra, wenn der Büenzer an seinem freien Tag arbeitet.

    Sind das nicht die täglichen Parkplatzkosten der Führungsetage der SBB???
    • MeinAluhutBrennt 16.10.2019 11:58
      Highlight Highlight Es ist ein Witz! Eine Verhöhnung der Mitarbeitenden!
    • Makatitom 16.10.2019 17:29
      Highlight Highlight Nein, Angola-Connection Ribar parkiert gratis, und wenn ihr PP nicht frei ist stellt sie ihren Schlitten auf einen Behinderten-PP
  • der nubische Prinz 16.10.2019 11:23
    Highlight Highlight Naja, also Waymo & Co haben autonome Autos auf der Strasse aber einen Zug kriegt man nicht autonom hin..?
    Dann gibts halt nur noch den Kondukteur im Zug
  • Legaschtenie 16.10.2019 11:19
    Highlight Highlight Eigentlich sollte der Lohn der Lokführer sehr stark steigen, weil Angebot < Nachfrage oder wie war das schon wieder? liebe liberalen Fundis.
    • The Destiny // Team Telegram 16.10.2019 14:50
      Highlight Highlight Nicht wenn die einzige Nachfrage praktisch ein Monopol hat...
    • Dominik Treier 17.10.2019 11:25
      Highlight Highlight Tja... Ein typisches Marktversagen, wie es so 10000e gibt... Unsere Marktgläubigen haben und wollen eben das Problem der marktverzerrenden Macht und den Faktor Mensch nicht sehen...
  • Raphael Stein 16.10.2019 11:15
    Highlight Highlight Bubentraum, hat ich auch mal. Aber auf dem Krokodil fahren.
    Nun, da wurde dann nichts draus.

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