DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Fall Carlos» geht ans Obergericht – und Brian hat noch ein neues Verfahren am Hals

07.11.2019, 10:2007.11.2019, 13:34

Der Anwalt des Zürcher Gewalttäters Brian will das Urteil vom Mittwoch nicht akzeptieren. «Wir werden in Berufung gehen», sagte er gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung». Damit wird der 24-jährige Kampfsportler, der unter dem Namen «Carlos» bekannt wurde, ein Fall für das Obergericht.

Brians Verteidiger geht in Berufung.
Brians Verteidiger geht in Berufung.
Bild: keystone/LINDA GRAEDEL

Er sei nicht einverstanden mit den Schuldsprüchen, sagte der Anwalt gegenüber der «NZZ» vom Donnerstag. Zudem hält er eine stationäre Therapie angesichts der Vorgeschichte von Brian für keine zielführende Option. Im Prozess hatte er lediglich eine «angemessene» Freiheitsstrafe gefordert, die sein Mandant mittlerweile ohnehin abgesessen habe.

Das Bezirksgericht hatte den jungen Gewalttäter zu einer stationären, therapeutischen Massnahme verurteilt, auch «kleine Verwahrung» genannt. Dabei wird alle fünf Jahre überprüft, ob die Therapie anschlägt oder ob weitere fünf Jahre notwendig sind.

Brian soll gemäss Bezirksgericht also in eine Therapie, obwohl er sich in der Vergangenheit immer geweigert hatte, eine solche zu absolvieren. Gemäss Gutachten gibt es aber eine «kleine Wahrscheinlichkeit», dass eine Therapie trotzdem anschlagen könnte.

Neues Strafverfahren eröffnet

Diese Chance soll Brian jetzt nutzen – sonst kommt er wohl nie mehr in Freiheit. Brian war angeklagt, weil er zahlreiche Polizisten, Mithäftlinge und Gefängnisangestellte angegriffen hatte.

Neben dem Berufungsprozess am Obergericht wird sich Brian auch noch einem neuen Strafverfahren stellen müssen: Noch während der aktuelle Gerichtsfall in Arbeit war, randalierte er hinter Gittern nämlich weiter. Der Staatsanwalt eröffnete deshalb bereits ein neues Verfahren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Nach 34 Jahren Knast – Hugo Portmann im Juli auf freiem Fuss

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

ABB baut Ladenetz für Lilium-Elektrojets

Der Technologiekonzern ABB will ein Schnellladenetz für den Münchner Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium entwickeln, testen und bereitstellen. Die ABB-Ladestationen sollen die Batterien der Kleinflugzeuge in etwa 30 Minuten voll aufladen und jedem E-Flugtaxi 20 bis 25 Flüge pro Tag ermöglichen, teilte Lilium am Mittwoch mit.

Das MegaWatt-Ladesystem soll das Aufladen mit Gleichstrom mit einer Leistung von bis zu 1000 Kilowatt ermöglichen und kann auch für schwere Elektro-Lastwagen und -Busse …

Artikel lesen
Link zum Artikel