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Henriette Zéphir und ihre von einem Gespenst diktierten Bilder



Henriette Zéphirs fein ausgearbeiteten Zeichnungen mit ihren verschlungenen Gebilden wurden ihr von einem «Führer» diktiert, einer Präsenz, die sie mit 41 erstmals an ihrer Seite spürte. Nun widmet die Collection de l'Art brut in Lausanne der Künstlerin eine Schau.

Für die 2012 verstorbene Französin waren ihre Bilder in erster Linie nützlich und nicht künstlerisch. Sie hatten eine heilende Funktion. Diese Arbeit war ihr «befohlen» worden, sie hatte nach eigenem Ermessen kaum Einfluss darauf. Die Bilder seien ihr sozusagen «herausgerutscht», teilte das Museum mit.

Henriette Zéphir wurde 1920 in der Nähe von Toulouse geboren. 1961 spürte sie erstmals die Anwesenheit ihres Führers. Darauf schuf sie mehrere Dutzend Zeichnungen mit Bleistift, Kugelschreiber oder Füllfeder. Sie arbeitete nicht kontinuierlich, sondern nur wenn sie die Stimme ihres Begleiters vernahm - dann aber obsessiv, bis zu zehn Stunden am Tag.

1966 entdeckte Jean Dubuffet, der Mitbegründer der Collection de l'Art brut in Lausanne, Henriette Zéphir an ihrem Wohnort Nizza. Er kaufte ihr 20 Bilder ab für seine Sammlung, die später zum Grundstock des Lausanner Museums wurde.

Für die Ausstellung hat Zéphirs Familie zusätzlich Leihgaben beigesteuert. Zusammen mit den eigenen Beständen, die letztes Jahr durch eine grosszügige Schenkung angewachsen ist, zeigt die Ausstellung ein Werk, dass es erst noch zu entdecken gilt.

www.artbrut.ch (sda)

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