Belarus
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Women walk through a gate after being released from a detention center where protesters were detained during a mass rally following presidential election in Minsk, Belarus, Friday, Aug. 14, 2020. Nearly 7,000 people have been detained and hundreds injured in the clampdown on demonstrators protesting the official results that said Lukashenko won 80% of the vote and his top opposition challenger got only 10%. Police have broken up protests with stun grenades, tear gas, rubber bullets and severe beatings. (AP Photo)

Die Gefängnistore öffnen sich. Bild: keystone

Belarus lässt viele Gefangene frei – diese berichten von schwersten Misshandlungen



Nach Tausenden Festnahmen bei den Protesten gegen Präsident Alexander Lukaschenko in Belarus (Weissrussland) haben die Behörden überraschend mit der Freilassung vieler Gefangener begonnen. Bis zum Morgen, 6.00 Uhr (5.00 Uhr MESZ), wollten die Behördem einen Grossteil der bei Protesten in den vergangenen Tagen Festgenommenen freigelassen haben.

Relatives hug after being released from a detention center where protesters were detained during a mass rally following presidential election in Minsk, Belarus, Friday, Aug. 14, 2020. Nearly 7,000 people have been detained and hundreds injured in the clampdown on demonstrators protesting the official results that said Lukashenko won 80% of the vote and his top opposition challenger got only 10%. Police have broken up protests with stun grenades, tear gas, rubber bullets and severe beatings. (AP Photo)

Vor dem Gefängnis Okrestina in Minsk nahmen Familien und Freunde zutiefst erleichtert ihre Angehörigen in Empfang. Bild: keystone

Die Rede war von mehr als 1000 Gefangenen. Es handele sich um Menschen, die am Rande nicht genehmigter Proteste ohne Grund festgenommen worden seien, hiess es. Die Gesamtzahl hatte bei rund 7000 gelegen. Es war das erste Mal seit Tagen, dass der Machtapparat unter Lukaschenko, der als letzter «Diktator Europas» gilt, einlenkte. Tausende hatten auch am Donnerstag seinen Rücktritt gefordert.

Nach ihrer Freilassung haben viele von schwersten Misshandlungen berichtet. In Videos schilderten Frauen und Männer, dass sie kaum ernährt und in engsten Zellen stehend zusammengepfercht worden seien.

Viele Bürger zeigten – nur in Unterwäsche bekleidet – ihre mit Platzwunden und grossen blauen Flecken von Schlägen übersäten Körper. Mehrere Entlassene mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden, wie Medien in der belarussischen Hauptstadt Minsk berichteten.

Frauen schilderten nach der Freilassung aus dem Gefängnis auf der Okrestin-Strasse in Minsk unter Tränen, dass sie geschlagen worden seien. In Zellen mit vier Betten seien 35 Frauen gewesen, sagte eine Freigelassene dem Portal tut.by. «Sie haben mit schrecklicher Brutalität zugeschlagen», sagte sie. «Überall war viel Blut.»

Verbrannte Uniformen

Staatsmedien berichteten, dass Lukaschenko am Donnerstagabend selbst angewiesen habe, sich um die Lage der Gefangenen zu kümmern. Er reagiere damit auf die Proteste von Arbeitskollektiven in den Staatsbetrieben der Ex-Sowjetrepublik, hiess es. Innenminister Juri Karajew entschuldigte sich im Staatsfernsehen bei den Bürgern für die Festnahme vieler Unschuldiger. Bei Polizeieinsätzen gegen Massenproteste komme es auch zu versehentlichen Festnahmen, sagte er.

Relatives and friends greet people after being released from a detention center where protesters were detained during a mass rally following presidential election in Minsk, Belarus, Friday, Aug. 14, 2020. Nearly 7,000 people have been detained and hundreds injured in the clampdown on demonstrators protesting the official results that said Lukashenko won 80% of the vote and his top opposition challenger got only 10%. Police have broken up protests with stun grenades, tear gas, rubber bullets and severe beatings. (AP Photo)

Bild: keystone

«Als Kommandierender möchte ich die Verantwortung übernehmen und mich ehrlich auf menschliche Weise entschuldigen bei diesen Menschen», sagte er. Zuvor hatten viele Belarussen ihre Uniformen demonstrativ in den Müll geworfen oder verbrannt und ihre Dienstmarken abgegeben. Es hatte Hunderte Verletzte gegeben. Eine Mutter aus Gomel hatte den Behörden vorgeworfen, dass ihr Sohn am Sonntag auf dem Weg zu seiner Freundin gefasst worden sei. Er habe nicht an Protesten teilgenommen. Der 25-Jährige starb wenig später unter ungeklärten Umständen im Gewahrsam.

Journalisten von Staatsmedien hatten in einem offenen Brief am Donnerstag ein Ende der Lügen-Propaganda gefordert und die Verunglimpfung friedlicher Bürger in ihren Sendern kritisiert. Zuvor hatten viele ihrer Kollegen gekündigt. An diesem Freitag soll es wegen der öffentlichen Kritik der vom Staat bezahlten Journalisten ein Treffen mit der Regierung geben.

EU diskutiert mögliche Sanktionen gegen Führung in Belarus

Sofort Sanktionen erlassen oder besser erst noch einmal abwarten? Die Aussenminister der EU-Staaten beraten an diesem Freitagnachmittag erstmals in grosser Runde über mögliche Reaktionen auf die von schweren Fälschungsvorwürfen begleitete Präsidentenwahl. Wenn es den erforderlichen Konsens gibt, ist denkbar, dass die Wiedereinführung von 2016 aufgehobenen Sanktionen auf den Weg gebracht wird. So könnten etwa EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen die belarussische Führung erlassen und Finanzhilfen im Rahmen der Nachbarschaftspolitik gekürzt werden. (sda/dpa)

Viele Beweise für Wahl-Fälschungen

Belarus hatte am Donnerstag ein Land in Aufruhr gesehen. Es waren die grössten Proteste landesweit seit der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl vom Sonntag. Lukaschenko hatte sich zum sechsten Mal in Folge als Sieger ausrufen lassen. Es gibt viele Beweise für Fälschungen. Die Forderungen von Lukaschenkos Gegnern reichen von Neuauszählung der Stimmen über eine Anerkennung des Wahlsieges seiner Gegnerin Swetlana Tichanowskaja bis hin zu einem Rücktritt des Präsidenten und Neuwahlen.

epa08601989 Workers of Belarusian Automobile Plant (BelAZ) and their supporters march during their rally against official results of the presidential election in Zhodino city, Belarus, 13 August 2020 as reportable they began a strike. Long-time President of Belarus Alexander Lukashenko won the elections by a landslide with 80 percent of the votes, a result questioned and protested by the oppositions. Opposition leader Tikhanovskaya fled to Lithuania after rejecting the election results she claimed was rigged.  EPA/STR

Arbeiter der Autoherstellers BelAZ protestieren gegen die Wahlergebnisse. Bild: keystone

Menschen veröffentlichten von Betriebsversammlungen viele Videos, auf denen zu sehen war, dass die grosse Mehrheit der Bürger für die 37 Jahre alte Tichanowskaja gestimmt hatte. Sie war auf Druck der Behörden in das EU-Nachbarland Litauen ausgereist – zu ihren Kindern, die sie aus Angst um deren Sicherheit schon vorher hatte ins Exil bringen lassen. Die Betriebe gingen in Streik aus Protest gegen Lukaschenko.

Beobachter halten es für möglich, dass der Staatschef sich nach 26 Jahren wegen des Wahlbetrugs und der bisher beispiellosen Gewalt gegen Bürger nicht mehr im Amt halten kann. Er hatte die Demonstranten zuletzt als arbeitslose Ex-Kriminelle bezeichnet – und damit noch mehr Wut ausgelöst.

Die Staatsmedien berichten seit Tagen, dass die Proteste aus dem Ausland gesteuert und die Menschen manipuliert seien. Der 65-jährige Lukaschenko hatte auch erklärt, bis zum Schluss um seine sechste Amtszeit zu kämpfen – notfalls mit dem Einsatz der Armee. (sda/dpa)

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Belarus: Wahlleitung erklärt Lukaschenko zum Sieger

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    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 14.08.2020 14:14
    Highlight Highlight Ich kann das herbeischreiben irgendwelcher Revolutionen wie in Libyen und der Ukraine irgendwie nicht mehr Ernst nehmen. Klar ist die Situation sch*** dort, so wie es aussieht, aber die westlichen Medien haben hier ihr vertrauen verspielt.
  • Oberon 14.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Ich finde es ganz wichtig alles mögliche zu tun um die Bewohner in Weissrussland zu unterstützen.

    Die Medien dürfen auch nicht locker lassen den druck hoch zu halten.

    Ich finde es wieder mal schade das unsere Regierung keinen Mumm hat sich zu bewegen.
  • Potzholzöpfel 14.08.2020 11:42
    Highlight Highlight In so einem Land soll die Eishockey WM ausgetragen werden. Einfach armselig, dass man solchen Diktatoren auch noch eine Plattform auf der Internationalen Bühne gibt.
    Genau so bedenklich wie Grossanlässe in u.a. China oder Russland wo die Menschenrechte ebenfalls mit Füssen getreten werden.
    Ich hoffe für die Menschen in Weissrussland, dass sie diesen Typen bald und ohne Blutvergiessen durch eine fähige Regierung austauschen können.
  • Bossy 14.08.2020 11:15
    Highlight Highlight Auch wenn es einsamer um Lukaschenko werden sollte. Er hat ja noch den "Freundschaftsverein Schweiz-Belarus", mit Postadresse bei der weissrussischen Botschaft in Mur. Der Verein wird von einer ehemaligen SP-Nationalrätin präsidiert, der Freund Lukaschenko noch im Mai 2020 einen Orden verliehen hat. Gratulation!
    • Garp 14.08.2020 12:48
      Highlight Highlight Botschaft schliessen, würd ich sagen und Botschafter des Landes verweisen.
  • bbelser 14.08.2020 10:17
    Highlight Highlight 6000 unschuldige Demonstrant*innen sitzen immer noch unter unmenschlichen Bedingungen, weil sie sich für etwas bei uns absolut Selbstverständliches einsetzen: freie, faire, demokratische Wahlen.
    Die Freilassungen sind eine heuchlerische Beruhigungspille, auf die das Ausland nicht hereinfallen sollte.
    Jegliche Unterstützung für das diktatorische Gewaltregime muss eingestellt werden.
  • De-Saint-Ex 14.08.2020 10:07
    Highlight Highlight Liebe EU, liebe Schweiz, was gibt es da noch zu diskutieren? Einreiseverbot für ALLE Regierungsmitglieder und deren Gelder einfrieren. Die gebeutelte Bevölkerung Weissrussland‘s muss in ihren Bemühungen, diesen Lukaschenko ENDLICH loszuwerden unterstützt werden.
    • misohelveticos 14.08.2020 10:59
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex, schau Dir die Lukaschenko-Wahl 2010 an. Die Parallelen sind erschreckend. Damals hat die EU genau die von Dir gewünschten Sanktionen verhängt, genützt hat es leider nichts.
      Um Lukaschenko zu beeindrucken, müssten die demokratischen Staaten der Welt Belarus zum Pariastaat erklären u. die wirtschaftlichen Beziehungen auf ein Minimum herunterfahren.
      Das trifft jedoch genau die Menschen zuerst, die jetzt auf die Strasse gehen. Zudem wird Lukaschenko dann noch mehr Hilfe bei Russland und China suchen.
      Daher ist es bitter nötig, vorher zu diskutieren, wie man mit diesem Dilema umgeht.
    • De-Saint-Ex 14.08.2020 13:22
      Highlight Highlight Nur wurden dieses Sanktionen 2016 wieder aufgehoben und ich schreibe ja bewusst von Sanktionen gezielt gegen die Regierungsmitglieder.
    • misohelveticos 14.08.2020 14:22
      Highlight Highlight Die Sanktionen von 2010 waren namentlich gegen 169 Personen aus Belarus, darunter Lukaschenko selbst und soweit ich weiss alle Minister, gerichtet. Sie wurden aufgehoben, weil Sie nichts bewirkten. Kann sein, dass Sie in einem neuen Anlauf wieder aufgerufen werden, nur hat die Führungsclique in Minsk offenbar Wege gefunden, sie Sanktionen zu umgehen. Es braucht Sanktionsmässig einen anderen Ansatz gegen die Belarus-Führung.
  • dho 14.08.2020 10:02
    Highlight Highlight Lukaschenko fällt, wenn ihn Russland nicht mehr stützt. Ähnlich wie ukrainische ist die weißrussische Wirtschaft ist zu 99.99% 😉 vom russischen Markt abhängig.

    Politisch hält sich das Regime in Minsk noch bis maximal Ende Jahr.
    • Garp 14.08.2020 12:51
      Highlight Highlight Also ich sah mal eine Doku, Ikea produziert da auch. Gibt sicher noch weitere Beispiel.
  • CalibriLight 14.08.2020 09:49
    Highlight Highlight Meine Hochachtung gilt den Tapferen, die sich trotz der Gefahr für Leib und Leben auf die Strasse trauen und getraut haben. Diese Diktatur in Europa ist ein Schandfleck, und die Schweiz muss hier dringend Stellung beziehen.
    • Booker 14.08.2020 19:24
      Highlight Highlight Die Schweiz muss ... schon wieder ? Was sollen wir uns überall einmischen und uns Probleme aufhalsen. Vielleicht können wir noch ein paar Tausend Flüchtlinge aufnehmen.
  • Notabik 14.08.2020 09:29
    Highlight Highlight Ist jetzt die 84. Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren in Weissrussland in Gefahr oder anders gefragt: Ist es moralisch noch zu verantworten, dass dieses Grossereignis in einem Land stattfindet, deren Volk um seine Würde und seine Menschenrechten derart betrogen wurde? Ich werde jedenfalls nicht nach Weissrussland fahren. Wer macht es mir nach?
    • Blizzard_Sloth 14.08.2020 11:08
      Highlight Highlight Minsk stand für mich sowieso nie zur Diskussion. Aber wie in den letzten Stunden bekannt wurde, stellt der lettische PM die WM in Frage und will diese nicht gemeinsam mit Weissrussland durchführen.

      Deutsch- oder Englischsprachige Quelle habe ich z.Z. leider keine, aber mit Übersetzungstool sollte sich folgender Artikel lesen lassen:

      https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/9196311
  • Akzent 14.08.2020 09:19
    Highlight Highlight Ich sehe da, wenn auch nicht in gleichem Ausmass, Ähnlichkeit mit Trumps "freiem" Amerika und den Nationalgarden, die friedliche Demonstranten geschlagen und verschleppt haben. Die Türkei, der Libanon und unzählige andere Länder praktizieren die gleichen Methoden und es nimmt kein Ende.
  • Winger 14.08.2020 09:16
    Highlight Highlight Primitive brutale Zustände, Schande über Lukaschenko und dessen Schergen. Was wäre so einer ohne die miesen Mitläufer und Schergen, die sein irres Regime aufrecht halten? Ohne die vielen Richter und Henker in den dortigen Gerichtssälen? Ohne die Mitläufer-Juristen, die die Schläger-Polizisten schützen? Die EU muss alles tun, was sie nur kann. Dumm nur, dass die EU selber aussenpolitisch schwach bleiben will. In der Ukraine konnte auch ein Maidan-Wechsel herangeputscht werden. In Belarius sollte das auch möglich sein.
  • Doktor Dosenbier 14.08.2020 09:15
    Highlight Highlight Er verhält sich wie ein Zar, warum nicht auch entfernen wie den letzten Zaren?
  • neutrino 14.08.2020 09:04
    Highlight Highlight Das beste Mittel gegen solche Zustände ist Demokratie und Rechtsstaat.

    Ich habe auch den Impuls, dass ich gewisse linke oder rechte Demonstranten (zB. im Dunstkreis Reitschule) mal einfach mal paar Tage bei Brot und Wasser wegsperren möchte. Wenn ich die Zustände in Weissrussland sehe, bin ich doch glücklicher, wenn jeder ein normales Verfahren kriegt. Weil irgendwann triffts dann auch Unschuldige.
    • Garp 14.08.2020 09:58
      Highlight Highlight Dann druck Dir Deinen Text aus und häng ihn an die Wand, damit Du nie mehr vergisst, wie wichtig ein Rechtsstaat ist.
  • JohnDoe1937 14.08.2020 08:45
    Highlight Highlight Es braucht jetzt sofort die gleichen Sanktionen wie gegen die USA nach dem brutalen Einsatz der Bundespolizei!

    Wait, what?
  • rodolofo 14.08.2020 08:30
    Highlight Highlight Das ist ein revolutionäres Momentum!
    Wenn die Masse einmal erkennt, dass die Sadistensekte an der Spitze hinwegfegen kann, wenn sie geeint aufmarschiert und mit Streiks alles lahmlegt, dann ist es so weit!
    Die wiederbelebte Seele frisst dann die Angst auf!
    Lang LEBE Belarus!
  • SJ_California 14.08.2020 08:19
    Highlight Highlight Die Zeit für Sanktionen ist JETZT da, nicht in einem Jahr! Solche menschenverachtende, unwürdige Machthaber und Regierungen gehören bestraft.
    • Varanasi 14.08.2020 08:29
      Highlight Highlight Die Oppositionsführerin hat sich gestern Abend im Interview gegen Sanktionen ausgesprochen.
      Sie meinte, es sei noch zu früh.

      ZDF: Nun habe ich noch nicht verstanden, welche konkreten Aktionen Sie sich von Europa erwarten?

      Kalesnikawa: Wir erwarten Unterstützung und die bekommen wir auch schon, das ist für uns sehr wichtig. Es ist vielleicht noch zu früh, um über Sanktionen zu reden, aber sicher ist, dass wir Belarussen das Ergebnis der Wahl nicht anerkennen.

      https://www.zdf.de/nachrichten/politik/belarus-kalesnikawa-100.html
    • dan2016 14.08.2020 09:25
      Highlight Highlight Sanktionen machen dann Sinn, wenn wir wissen, was wir erreichen wollen und bereit sind, diese durchzuziehen bis wir das Ziel erreicht haben. Bei Weissrussland fehlt im Moment vermutlich beides.
      Und ich denke nicht, dass China eine Sanktion weniger verdienen würde als Weissrussland, und auch Katar nicht, und Saudiarabien nicht, und Türkei nicht und.....
    • Kenshiro 14.08.2020 09:28
      Highlight Highlight An erster Stelle: China, aber die Eu strickt lieber Pullis vor den lodernden Flammen am Kamin sitzend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • skisandtrail 14.08.2020 08:18
    Highlight Highlight Wo liegt denn eigentlich Belarus? Oder handelt es sich hier um Weissrussland?

    Man könnte auch jeweils von in der "Schwiiz", oder von France, oder von Rossiya sprechen...
    • MisterM 14.08.2020 08:31
      Highlight Highlight https://www.n-tv.de/politik/Warum-nun-von-Belarus-die-Rede-ist-article21962955.html
    • Impius 14.08.2020 08:50
    • neutrino 14.08.2020 09:22
      Highlight Highlight Die Frage ist vorliegend in etwa so relevant und verhältnismässig, wie die Frage, ob Hitler lieber Butter oder Margarine zum Frühstück hatte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cosmopolitikus 14.08.2020 08:10
    Highlight Highlight Alleine die Tatsache, dass „Andersdenkende“ verhaftet, eingesperrt, misshandelt oder sogar gefoltert werden, spricht nicht wirklich für eine weiterentwickelte Demokratie. Leider ist auch dieses Land kein Einzelfall. Ich wünschte mir eine echte Aufarbeitung der Geschehnisse und hoffe auf einen baldigen Regierungswechsel.

    P.S. Man kann mich auch Träumer schimpfen. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt!
    • Gaechter Vrenä 14.08.2020 09:34
      Highlight Highlight Der Satz „spricht nicht wirklich für eine weiterentwickelte Demokratie....“ trifft es überhaupt nicht. Es muss heissen: Spricht NICHT für eine Demokratie. In Belarus herrscht ein Diktator, dort gibt es keine Demokratie.
  • My Senf 14.08.2020 08:08
    Highlight Highlight Ähm kann das bitte noch präzisiert werden?
    Viele Belorussian haben ihre Uniform verbrannt!? Hat jeder so eine, oder geht es hier um „Sicherheitskräfte“
    • pique dame 14.08.2020 12:11
      Highlight Highlight Es geht um die zahlreichen Videos von ehemaligen Militärs oder Polizisten, in denen diese ihre Uniformen als Zeichen der Solidarität mit den Demonstrierenden in den Müll werfen. In den Videos in den sozialen Netzwerken verkünden sie, dass sie einen Eid zum Wohle des belarusischen Volkes abgelegt hätten und deshalb die Uniform mittlerweile nicht mehr mit Stolz aufbewahren könnten.
  • So oder so 14.08.2020 07:57
    Highlight Highlight Die Menschen die Jetzt Freigelassen werden ihre Freunde Familienangehörige usw... Erzählen wie das abgelaufen ist, die Wut wird nicht weniger werden. Ich will nicht Wissen was sie gedroht haben mit dem Mann von Tichanowskaja zu tun wenn sie nicht ins Ausland geht.

    Die Menschen werden nach Polen, Lettland, Estland oder Tschechien schauen und sagen diese Freiheiten wollen wir auch.
  • wasps 14.08.2020 07:52
    Highlight Highlight Ich staune immer wieder, wie einzelne Psychopathen ganze Völker in den Abgrund ziehen können. Wie kann es überhaupt soweit kommen?

Diese 18 Bilder zeigen, wieso Belarus als letzte Diktatur Europas bezeichnet wird

Nach der Präsidentenwahl in Belarus (Weissrussland) bleibt die politische Lage in der Ex-Sowjetrepublik ungewiss. Die Wahlkommission hat Staatschef Alexander Lukaschenko zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der 65-Jährige habe 80,23 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am Sonntag erzielt. Lukaschenkos Gegnerin, Swetlana Tichanowskaja, kündigte bereits an, eine Niederlage nicht anzuerkennen. Sie soll 9,9 Prozent der Stimmen erhalten haben.

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