USA
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Der iranische Aussenminister Sarif gehört zu den Architekten des internationalen Atomabkommens mit dem Iran. (Archivbild)

Der iranische Aussenminister Sarif erhebt schwere Vorwürfe an die Adresse der USA. Bild: AP

Iran kritisiert US-Politik im Jemen und fordert Ende des Krieges



Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die US-Politik in Jemen scharf kritisiert und ein Ende des Krieges in dem Land gefordert. Die Amerikaner würden ihre Augen vor der Wahrheit verschliessen, wenn sie glaubten, dass die Jemeniten nach mehr als vier Jahren Kriegsverbrechen nicht zurückschlagen würden, so der iranische Chefdiplomat.

«Die USA sind nicht empört, wenn ihre Alliierten vier Jahre lang mit ihren Waffen und ihrer militärischen Hilfe gnadenlos Babys bombardieren, aber sie regen sich furchtbar auf, wenn die Opfer auf die einzig ihnen mögliche Weise reagieren - gegen die Ölraffinerien des Aggressors», twitterte Sarif am Dienstag.

Ausserdem sei es den Amerikanern laut Sarif wohl peinlich, dass die Waffenlieferungen in dreistelliger Milliardenhöhe an ihre Verbündeten nicht die jemenitischen Angriffe stoppen konnten. «Aber nun den Iran zu beschuldigen, wird auch nichts ändern. (...) Die einzige Lösung ist, diesen Krieg zu beenden», schrieb Sarif in einem zweiten Tweet.

Saudi-Arabien führt eine Allianz arabischer Staaten an, die im Jemen seit Jahren gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft. Die saudische Luftwaffe fliegt immer wieder Luftangriffe gegen die Huthis.

Vergangenen Samstag wurde eine saudische Öl-Anlage im Osten des Landes aus der Luft angegriffen und in Brand gesetzt. Saudi-Arabien musste nach eigenen Angaben deshalb einen Teil seiner Ölproduktion stoppen. Die Huthi-Rebellen bekannten sich zu den Angriffen mindestens 1000 Kilometer von ihrem Herrschaftsgebiet entfernt. Die USA aber bezichtigen den Iran, hinter den Angriffen zu stecken. (sda/dpa)

Drohnenangriff auf die grösste Ölraffinerie Saudi-Arabiens

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    Alle Leser-Kommentare
  • DartVaidder 18.09.2019 05:28
    Highlight Highlight Wo ist eigentlich die UNO?

    Alles Verstösse gegen die UNO Charta und alle schauen (wieder einmal) zu...
    • AdiB 18.09.2019 08:13
      Highlight Highlight Ausser die huthi-rebellen die vom iran ubterstützt werden verstösst keiner gegen irgendeine charta.
      Saudi arabien kämpft gegen die huthi-rebellen und nicht gegen hemen. Jemen ist sogar dankbar für das eingreifen.
  • Gogl Vogl 17.09.2019 22:21
    Highlight Highlight Ich dachte immer, dass sämtliche Drohneneinsätze im nahen Osten durch die USA und Israel koordiniert und überwacht werden.

    Wie kann es dann sein, dass die vom Krieg zerütteten Yemeniten Drohnen besitzen und mit ihnen erfolgreiche Angriffe auf saudische Raffinerien ausüben können?

    Die Verhältnisse der militärischen Lufthoheit waren doch bisher verkehrt. Schaut euch Sanaa doch mal an.

    Meiner Meinung nach braucht die US-Wirtschaft dringender Krieg als der Iran.

    Der Geruch von Bullshit aus dem Westen ist momentan überwältigend penetrant.
    • AdvocatusDiaboli 17.09.2019 23:08
      Highlight Highlight "Meiner Meinung nach braucht die US-Wirtschaft dringender Krieg als der Iran."

      Der US-Wirtschaft geht es sehr gut. Krieg braucht es keinen, die Waffenverkäufe laufen so oder so bestens.

      Die Wirtschaft des Irans hingegen ist nahezu kaputt. Neben hin und da wiedermal neue Waffen zu Produzieren (wie Nordkorea es auch schafft), läuft nicht wirklich etwas.

      Der Geruch von erhängten Homosexuellen und
      Ehebrecher aus dem Iran ist momentan überwältigend penetrant.
    • AdiB 18.09.2019 08:08
      Highlight Highlight @gogl, yemeniten? In jemen leben praktisch nur araber und jemen stand schon immer unter dem schutz saudi arabiens. Die usa und saudi arabien kämpfen in jemen gegen gegen die huthi-rebellen.
      Die drohnen wurden von den huthi-rebellen gesendet und da liegt es nahe, weil die huthi rebellen schiiten sind, das sie die ausrüstung vom iran bekammen.
      Der iran unterstützt terroristen die yemenitische bevölkerung in angst und schrecken versetzten, klar greift da der grosse bruder und nachbar saudi arabien ein.
    • Gogl Vogl 18.09.2019 12:00
      Highlight Highlight @AdvocatusDiaboli

      Vergleiche mal die Gold- und Ölreserven der USA mit denen der Iraner und wiederhole dann deine Aussage nochmals.

      Durch die brennenden Raffinerien sind die Rohölpreise drastisch gestiegen. Saudiarabien kann exportieren, während dem die Iraner durch Seeblockaden des Westens vom Markt ausgeschlossen werden und auf ihrem Öl sitzen bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 17.09.2019 22:17
    Highlight Highlight "Ausserdem sei es den Amerikanern laut Sarif wohl peinlich, dass die Waffenlieferungen in dreistelliger Milliardenhöhe an ihre Verbündeten nicht die jemenitischen Angriffe stoppen konnten."

    Das ist vermutlich das grösste Problem der Amerikaner. Nachdem Boeing bereits im zivilen Bereich die Glaubwürdigkeit verlor, verliert Boeing und die amerikanische Rüstungsindustrie nun auch im militärischen Bereich das Vertrauen.

    Da investiert Saudi Arabien mehrere hundert Milliarden in amerikanische Waffen und Rüstungsgüter, und dann entpuppen die sich als vollkommen wirkungslos.

    In der Tat: Peinlich.
    • AdvocatusDiaboli 17.09.2019 23:03
      Highlight Highlight @Ueli Die Öl-Anlage befand sich nicht in einer aktiven Schutzzone. Hinzu kommt noch das Waffen liefern nicht auch ein erfolgreiches Umgehen damit seitens des Kunden garantiert. Letzteres sieht man zum Beispiel in Syrien immer wieder, wo Assads Soldaten recht mühe haben im Umgang mit den von Russland gelieferten Luftabwehrsystemen.
    • D(r)ummer 17.09.2019 23:43
      Highlight Highlight Sehe ich eigentlich auch so.

      Aber Hmm...

      Oder die Amis zählen lächelnd das Geld. Sie warten auf die nächste Bestellung weil dann "die Qualität wiederhergestellt ist" oder auch als Beigeschmack, "wehe du bestellst nicht bei uns, sonst kannste alles wegwerfen", auf dem Menü steht.
      Wenn das denen Peinlich ist, wären sie ja keine "echte" Amerikaner.
    • Ueli der Knecht 18.09.2019 06:25
      Highlight Highlight "Die Öl-Anlage befand sich nicht in einer aktiven Schutzzone. Hinzu kommt noch das Waffen liefern nicht auch ein erfolgreiches Umgehen damit seitens des Kunden garantiert."

      Das sind ziemliche magere Ausreden, AdvocatusDiaboli. Auch Boeing hat erst mal die Abstürze mit Pilotenfehler begründet. Bis es ihnen um die Ohren flog.

      Du kennst vielleicht die Zustände nicht richtig, AdvocatusDiaboli. Aber Öl-Förderanlagen sind immer in der "aktiven Schutzzone", gerade weil sie extrem verletzlich sind. Kommt noch dazu, dass diese Anlagen tief im Landesinnern beheimatet sind.
    Weitere Antworten anzeigen

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