Banken
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Bargeldlos bezahlen an der Ladenkasse: laut der am Freitag in Bern vorgestellten Volksinitiative würde dabei gleich noch automatisch eine Mikrosteuer abgebucht, die das Schweizer Steuersystem auf den Kopf stellen soll. (Archivbild)

Bargeldlos bezahlen an der Ladenkasse: laut der am Freitag in Bern vorgestellten Volksinitiative würde dabei gleich noch automatisch eine Mikrosteuer abgebucht, die das Schweizer Steuersystem auf den Kopf stellen soll. Bild: KEYSTONE

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten



Um was geht es?

Mit der Einführung einer Mikrosteuer von 0,1 Prozent auf jede Transaktion im bargeldlosen Zahlungsverkehr will ein Initiativkomitee jährliche Einnahmen von 100 Milliarden Franken generieren und so gleich drei Bundessteuern überflüssig machen.

Wie die Initianten um den ehemaligen Bundesratssprecher Oswald Sigg am Freitag vor den Medien in Bern erklärten, würde die neue automatische Mikrosteuer die Abschaffung der Mehrwertsteuer (Einnahmen von 23 Milliarden pro Jahr), der direkten Bundessteuer (22 Milliarden) und der Stempelsteuer (2 Milliarden) ermöglichen.

Müssen wir mehr Steuern zahlen?

Nicht, wenn es nach den Initianten geht. Sie sagen, für den Steuerzahler würde die Mikrosteuer zu einer merklich tieferen Belastung führen und das Steuersystem extrem vereinfachen. Die Überschüsse würden den Kantonen und Gemeinden zufliessen oder könnten in die Energiewende investiert werden.

Das sagen die Initianten:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Wer bezahlt den Grossteil?

Nun, das wären vor allem die Banken und weitere Finanzinstitutionen. Vorsichtig geschätzt gehen die Initianten von 100 Milliarden Transaktionen aus, die jährlich erfolgen und mit der Mikrosteuer belastet werden könnten. Im Visier haben sie vor allem den Hochfrequenzhandel und komplexe Finanzderivate, die rund 50 Prozent der Transaktionen im Zahlungsverkehr ausmachen.

Diese «Blackbox» müsse man künftig besteuern, nicht die Arbeit, so die Referenten. Das Volumen in diesem Zahlungsverkehr sei 150 Mal höher als das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz und habe sich völlig von der Realwirtschaft abgekoppelt, beziehungsweise nütze dieser nichts. In der Realwirtschaft liege der Zahlungsverkehr lediglich um einen Faktor 10 höher als das BIP.

Der internationale Finanzsektor sei komplett aufgeblasen, Schulden seien zu einem Business geworden. Das entspreche nichts anderem als Marktmanipulation mittels Computer, so Finanzprofessor Marc Chesney. Wie sich 2008 bei der Finanzkrise gezeigt habe, sei das System zudem «extrem fragil».

Die geringste Panne könne eine Finanzkrise auslösen und die gesamte Wirtschaft destabilisieren, sagte Felix Bolliger, der geistige Vater der Idee. Ein System zudem, «das uns in Geiselhaft nimmt», weil am Schluss der Steuerzahler zu dessen Stützung herhalten müsse. Politisch sei dies unhaltbar und dem Bürger und Steuerzahler nicht zuzumuten.

Wie Sigg im Interview mit Keystone-SDA-Video sagte, besteht ein öffentliches Interesse daran, dass man das intransparente Spekulationsgebilde, dieses «Finanzcasino», redimensionieren muss, um das Risiko für den Finanzplatz und die schweizerische Volkswirtschaft zu verkleinern. Dafür brauche es einen grundlegenden Wechsel im Steuersystem.

Das Herz des Schweizer Finanzplatzes, der Zürcher Paradeplatz (Archivbild).

Blick auf das Herz des Schweizer Finanzplatzes: Nach den Initianten würden die Finanzinstitute die Hauptlast der Steuern tragen. Bild: KEYSTONE

Ist das alles eine Schnapsidee aus der Romandie?

Auf die Frage aus dem Plenum, wie das Initiativkomitee die Wahrnehmung ändern wolle, beim Vorhaben handle es sich um eine «Schnapsidee» aus der Romandie, räumte Sigg ein, so ein fundamentaler Wandel brauche sicher Zeit. Er sprach von der «fausse bonne idée», der guten Idee zur falschen Zeit. Schliesslich gehe sie, so Bolliger, auf die «ganz grossen Dealer» los.

Falls der Hochfrequenzhandel mit der Abwanderung aus der Schweiz auf die Mikrosteuer reagieren würde, sieht Chesney trotzdem viel Spielraum, um noch zu genügend Einnahmen zu kommen. Der Steuersatz müsse dann halt etwas höher sein als 0,1 Prozent.

Wie geht es jetzt weiter?

In den nächsten Wochen wird nun der Initiativtext mit der Bundeskanzlei bereinigt und dann im Bundesblatt veröffentlicht. Im Januar 2020 wird in Genf die Unterschriftensammlung lanciert. (cma/sda)

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141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JonnyB 16.11.2019 07:21
    Highlight Highlight „Nun, das wären vor allem die Banken und weitere Finanzinstitutionen.“

    Und wem schieben die Banken und Finanzinstitute wohl die Kosten weiter?
    Huh, das sind wieder wir, das Volk!
  • Superkalifragilistiexpialigetisch 16.11.2019 01:30
    Highlight Highlight BRAVO, das ist doch ein super Denkansatz! Liebes Volk, hier müsst ihr dieses Komitee stark machen!
  • Maragia 15.11.2019 23:20
    Highlight Highlight Hat mal jemand durchgerechnet, wie das die schweizer KMUs treffen wird?
    Nehmen wir an ein KMU muss für jeden Franken Gewinn rund 10 Franken 10 mal im Jahr umschlagen. Das wären dann ja 100.-*0.001, also 0.1 Franken und somit 10% weniger Gewinn.
    D.h. so eine Steuer würde rund 10% der ganzen KMU Profite abschröpfen??
    • Dr. Rantanplan 16.11.2019 09:04
      Highlight Highlight Nicht der Gewinn wird besteuert, sondern der Zahlungsverkehr der Unternehmung. Auf allen Zahlungen, die eine Unternehmung macht, muss sie Die Mikrosteuer abführen. Also z. B. Auch, wenn sie die Löhne an die Angestellten überweist.
    • Maragia 16.11.2019 17:14
      Highlight Highlight @Dr. Rantanplan. Ja eben, das ist ja das Schlimme, darum auch meine Beispielsrechnung..
      Du könntest so theoretisch einen negativen "Gewinn" also Verlust einfahren durch die Steuer
  • Decke 15.11.2019 22:45
    Highlight Highlight Wer bezahlt am meisten, die Banken. Genau, wir in den Läden dürfen das wieder bezahlen wie wir auch Abzüge für Kreditkarten etc. für die Kunden bezahlen. Also ob die Banken das nicht auf den Terminalbesitzer abwelzen würden. Und die Kunden werden wieder sauer wenn mann keine Kreditkarten akzeptiert. Wir verkaufen Blumen, die Marge könnt ihr euch ja denken. Jetzt auch noch das Kontaktlose, können wir kaum verhindern denke ich.
  • Easy 15.11.2019 22:15
    Highlight Highlight Sehr interessant. Hat Potential!
  • MeinSenf 15.11.2019 22:03
    Highlight Highlight Ich rechne mal ein bisschen: 6 Mio Einwohner (ohne Kinder) bewegen monatlich 6000.- --> 12x 2x 6.- = 144.- Steuer. Das ergibt 864 Mio Transaktionssteuern. Die Initianten gehen von 100 Mia aus: ist die Abschätzung realistisch, dass im Firmenfinanzverkehr die Transaktionsvolumen sich bei über 100x höher einpendeln? Eure Meinung?
    • Joe Kilchmann (1) 15.11.2019 22:48
      Highlight Highlight absolut, die Finanzbranche ist eine Parallelwelt mit gleicher Währung
    • ands 16.11.2019 00:04
      Highlight Highlight Dein Arbeitgeber bezahlt dir also einen Lohn, ohne dass er entsprechende Einnahmen generiert? Und du benötigst auch keine weiteren Hilfsmittel wie einen Arbeitsplatz, Rohstoffe, ...? Du kaufst alles ausschliesslich direkt vom Produzenten? Falls nicht, solltest du deine Rechnung nochmals überdenken.
    • Superkalifragilistiexpialigetisch 16.11.2019 01:37
      Highlight Highlight Sie schätzen aber mit den grossen Deals, den grossen Transaktionen, weil die Besteuerung ja für sämtliche Transaktionen im Bankgeschäft gilt. Da macht 0,1% schon bisschen mehr aus als was du rechnest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Picker 15.11.2019 20:12
    Highlight Highlight MMn ist die Mehrwertsteuer etwa die Unfairste Steuer, die wir haben, da klar die Vermögenden bevorzugt werden. Daher klingt die Idee nicht mal so schlecht.
    Glaube aber, dass man die MwSt. behalten müsste, aber stark modifiziert, von Lebensmitteln mit ~ 0% besteuern bis zu Luxusgüter/nicht Lebensnotwendiges über einem bestimmten Wert ~ 50% zu besteuern. Beispiele für letzteres: PWs oder Elektronik etc. mit Neuwert von über xy CHF, Business/First Class Tickets, Tabak, Alkohol.
    • K1aerer 15.11.2019 20:41
      Highlight Highlight Jeder bezahlt seinen gerechten Anteil. Asozial ist, wenn einer für die gleiche Leistung mehr bezahlen muss.
    • ingmarbergman 15.11.2019 21:00
      Highlight Highlight K1aerer, genau, jeder soll seinen gerechten Anteil bezahlen. Z.B. jeder soll prozentual gleich viel von seinem Einkommen für die Krankenkasse ausgeben, jeder soll prozentual in etwa gleich viel für Nahrungsmittel ausgeben, jeder soll prozentual von seinem Einkommen gleich viel für die Miete ausgeben.
      Deshalb ist die Mehrwertsteuer das Gegenteil von gerecht, weil sie die Reichen anteilsmässig viel weniger betrifft als die Armen.
    • K1aerer 15.11.2019 22:13
      Highlight Highlight Warum sollte man prozentual bezahlen? Bei den Steuern kann man ja noch mit Solidarität argumentieren. Man bezieht ja als Vermögender genau die selbe Leistung. Das ist einfach purer Neid. Wenn nach dieser Argumentation ginge, dann würden Vermieter nur noch an Reichen Wohnungen und Häuser mieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leider Geil 15.11.2019 20:02
    Highlight Highlight "Nun, das wären vor allem die Banken und weitere Finanzinstitutionen. "

    Und die Banken werden es sicher entweder suf die Kunden abwälzen oder eben ganz vermeiden.

    Die Idee ist super, wenn die Banken eben nicht irgendwohin flüchten könnten oder solch eine Steuer internarional eingeführt würde.

    Ich kenne mich mit Hochfrequenzhandel nicht gut aus, aber vermute mal, diese erzielen nur winzige Gewinne pro Transaktion und sind nur dank tiefer Gebühren und Abgaben möglich. 0.1% Steuer auf jede Transaktion wären vermutlich nicht mehr rentabel.
    • Neruda 15.11.2019 23:46
      Highlight Highlight 0,1% Steuern von einem winzigen Gewinn wären dann ja trotzdem noch winzig für die Banken 😉
    • Radesch 15.11.2019 23:52
      Highlight Highlight @Leider Geil

      Da wird mit Hebeln gearbeitet um auch mikroskopische Kursschwankungen in ordentliche Gewinne zu verwandeln.
  • Mutbürgerin 15.11.2019 18:58
    Highlight Highlight Eine Initiative, die niemand versteht und man auf die Meinung von linken Nobodies vertrauen soll? Viel Glück.
    • Thomas Käser (1) 15.11.2019 21:44
      Highlight Highlight Ich verstehe die Initiative und finde sie gut. Ich heisse nicht niemand
    • Freddy Blütteler 15.11.2019 23:32
      Highlight Highlight Dito...
    • DerLettant 15.11.2019 23:42
      Highlight Highlight Etwas verstehen zu wollen, setzt halt ein bisschen Zeitaufwand für den Sachverhalt und Intelligenz voraus. Weil es eine faire Steuer ist, ist sie links und deshalb bist du dagegen? Klasse Logik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pergjo 15.11.2019 18:54
    Highlight Highlight Hätte ich grundsätzlich nichts dagegen, wenn der Rest der Welt mitziehen würde. Ansonsten leider leider etwas illusorisch, bei sowas macht Herr und Frau Schweizer (verständlicherweise) nicht mit.
  • DerBörner 15.11.2019 18:29
    Highlight Highlight Warum gibt es in der Schweiz immer wieder solche Vorstösse um den Markt zu ruinieren?

    Transaktionen an Finanzmärkten tragen dazu bei das Angebot und die Nachfrage nach Geld bzw. Krediten zu stillen. Bei einer Steuer würden kleinere Transaktionen wegfallen, bzw. sich ins Ausland verschieben!

    Gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut..
    • Neruda 15.11.2019 23:48
      Highlight Highlight Weil der Markt nicht funktioniert. 800'000 Arme in der Schweiz...
  • simiimi 15.11.2019 18:17
    Highlight Highlight Dann wird der Hochfrequenzhandel komplett ins Ausland abwandern. Dessen Volumen ist so hoch, weil die Marge pro Trade verschwindend klein ist. Wenn von dieser Marge num noch die Transaktionssteuer abgezogen wird, lohnt sich dieses Geschäft vollends nicht mehr.
    • Mimimimi 15.11.2019 23:08
      Highlight Highlight Ja und? Monentan verdienen wir nichts daran, und wenn sie abwandern ebenso.
    • Dr. Rantanplan 16.11.2019 16:15
      Highlight Highlight Aber dann haben schlussendlich weder Einnahmen aus Mikrosteuer noch MWSt,, DBSt und Stempelabgaben. Man müsste alles wieder umkrempeln, damit der Staat Infrastruktur, Sicherheit, etc. finanzieren könnte. Das ist mir das sich abzeichnende Risiko nicht wert.
  • neutrino 15.11.2019 17:37
    Highlight Highlight Was ich mich frage: es ist ja heute schon oft gang und gäbe, dass Hochfrequenzhandel von Schweizer Finamzintermediären über ausländische Systeme läuft (insb. US). Diese Systeme komplett auszulagern ist ja wirklich keine Kunst. Wie soll nun der Schweizer Fiskus diese Transaktionen erfassen? Gewisse Trabsaktionen kann man nicht auslagern, aber das ist Kategorie Postcard in der Migros, Twint unter Kollegen und so.
    • Schne 15.11.2019 18:02
      Highlight Highlight Mikrotransaktionen lohnen sich nur, wenn die internetverbindung zur Börse möglichst schnell ist. Wer also an der Schweizer Börse mit Mikrotransaktionen handeln will, kann seine Rechner nicht einfach im Ausland aufstellen. Im Idealfall stehen die gleich nebenan.
    • Pafeld 15.11.2019 20:48
      Highlight Highlight Das wäre dann wohl Steuerbetrug oder zumindest -hinterziehung. Das wäre eigentlich mal noch strafbar gewesen.
    • K1aerer 15.11.2019 22:32
      Highlight Highlight @Pafeld du wirst ja auch nicht gehindert im Ausland Güter zu beziehen, ist ja auch nicht Steuerhinterziehung. Wenn erstmals die Firmen und Finanztransaktionen ausgelagert sind, dann geht die Wirtschaft sehr schnell Bach ab. Dann werden sehr schnell als aller erstens Sozialleistungen gekürzt.
  • PC Principal 15.11.2019 17:05
    Highlight Highlight Leute, die das fordern, wissen schlicht nicht, wie Hochfrequenzhandel funktioniert. Dieses Geschäft lohnt sich nur, weil die Transaktionskosten fast 0 sind. Wer glaubt, dass die Banken den ganzen Staat finanzieren können, ist schlicht naiv. Die Banken erbringen nur 10 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Schweiz, wie soll das ausreichen?
    • BossAC 15.11.2019 19:25
      Highlight Highlight Geht ja nicht um die Umsätze der Banken, sondern um Transaktionen..
    • Brett-vorm-Kopf 15.11.2019 20:11
      Highlight Highlight Das Geld wird ja nicht von der Bank, sonder vom Geld des Transferierenden genommen. Wenn die Bank Hochfrequenz Handel betreibt, werden die Transaktionskosten einfach an die Kunden durchgereicht.
    • Pafeld 15.11.2019 20:51
      Highlight Highlight Letztendlich wollen wir nichts anderes als ein Promille des Giralgeldes, dass die Banken mit ihren Transaktionen generieren, für die Staatsfinanzierung abschöpfen. Wenn sie sich schon klammheimlich die digitale Geldschöpfung angeeignet haben, sollen sie wenigstens etwas davon abgeben.
  • Cédric Wermutstropfen 15.11.2019 17:03
    Highlight Highlight Das Ausland wird uns diesen Blödsinn danken.
    • Pafeld 15.11.2019 21:27
      Highlight Highlight Einer muss ja mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Liquidpsy 15.11.2019 17:01
    Highlight Highlight tönt super! mein ja hat die initiative ganz sicher
  • Linksanwalt 15.11.2019 16:58
    Highlight Highlight Diese Initiative wird die Konservativen aus den Socken hauen. Und warum? Weil sie modern, sinnvoll und durchdacht ist. Ein wunderbares Kunststück der linken Politik.
  • Lienat 15.11.2019 16:49
    Highlight Highlight Mikrosteuer anstelle von Mehrwertssteuer: Bin ich sofort dabei!

    Dass allerdings dabei auch noch die direkte Bundessteuer - eine der letzten Steuern, die der Progression unterliegt - abgeschafft werden soll, finde ich eher heikel.
    • dho 15.11.2019 19:19
      Highlight Highlight Diese sogenannte Mikrosteuer ist eine Bundessteuer ...
    • Lienat 15.11.2019 22:17
      Highlight Highlight @dho: Ja, aber es ist eben nicht die DIREKTE Bundessteuer, welche progressiv erhoben wird (was bei der Mikrosteuer nicht der Fall ist)
    • dho 15.11.2019 22:48
      Highlight Highlight Wo du recht hast, hast du recht 🌞
  • Ricardo Tubbs 15.11.2019 16:48
    Highlight Highlight klingt gut, wird aber abgelehnt. wie alles was halbwegs modern und fortschrittlich wäre.
    • K1aerer 15.11.2019 22:34
      Highlight Highlight Was hat es bitteschön mit Fortschritt zu tun? Stellt der Staat die Infrastruktur zur Verfügung? Einfach mal die hohle Hand zu machen, ist schlichtwegs Frechheit. Wenn der Staat schon so ist, wie werden die Bürger sein?
    • Lienat 15.11.2019 23:14
      Highlight Highlight @K1aerer: Was wäre dann Dein Vorschlag, wie sich der Staat finanzieren soll?
  • PC Principal 15.11.2019 16:41
    Highlight Highlight Hochfrequenzhandel wird dann einfach nicht mehr in der Schweiz stattfinden. Dann muss man die Mikrosteuer erhöhen, um noch genügend Einnahmen zu haben. Aber dann ist es hauptsächlich der normale Bürger, der zahlt, diese Steuer ist nämlich nicht progressiv.
    • Pitsch Matter 15.11.2019 16:52
      Highlight Highlight Der Kommentar könnte im Abstimmungskampf von der SVP sein.
    • PC Principal 15.11.2019 17:01
      Highlight Highlight @Matter: falsch.
    • so war es doch nicht gemeint 15.11.2019 17:51
      Highlight Highlight @PC-shutdown-Principal
      " Die Banken erbringen nur 10 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Schweiz".

      Unabhängig davon: Der Hochfrequenzhandel findet sowieso grösstenteils nicht in der Schweiz statt.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Leichterbär 15.11.2019 16:39
    Highlight Highlight Oh,was gutes fürs Volk.Wird abgelehnt 🙅‍♀️
  • der_senf_istda 15.11.2019 16:38
    Highlight Highlight Den Hochfrequenzhandel mit einer Steuer bekämpfen aber gleichzeitig damit Steuereinnahmen generieren, ist ein Widerspruch.
    Wieder so ein Schnappsidee...
    • Bruuslii 15.11.2019 19:28
      Highlight Highlight senf: die bekämpfung des hochfrequenzhandels ist nicht das hauptziel, sonder ein kollateralgewinn.

      momentan könnte darüber viel geld generiert werden. wird dieser eingedämmt, müssen anpassungen vorgenommen werden, wie dies in anderen bereichen auch der fall sein wird.
  • Dr. Rantanplan 15.11.2019 16:31
    Highlight Highlight „Falls der Hochfrequenzhandel mit der Abwanderung aus der Schweiz auf die Mikrosteuer reagieren würde, sieht Chesney trotzdem viel Spielraum, um noch zu genügend Einnahmen zu kommen. Der Steuersatz müsse dann halt etwas höher sein als 0,1 Prozent.“

    Hochfrequenzhandel bzw. Banken finden ganz sicher eine Möglichkeit, der Mikrosteuer auszuweichen. Und dann dürfen einfach wir alle nach Chesney die weggefallenen Erträge aus Bundes- und MWSteuern mit einer höheren Mikrosteuer auf unseren Zahlungen berappen??? Super Idee!
    • Bruuslii 15.11.2019 19:29
      Highlight Highlight ein berechtigter einwand. welche massnahmen schlägst du vor, um dem entgegen zu wirken?
    • Dr. Rantanplan 15.11.2019 20:24
      Highlight Highlight Bruusli:
      Falsche Adresse! Das müssten die Initianten beantworten können...
    • Flötist 15.11.2019 20:53
      Highlight Highlight Ja, man wird es kaum merken. Selbst wenns 0.5% sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Rantanplan 15.11.2019 16:20
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Bruuslii 15.11.2019 19:30
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Nick Name 15.11.2019 16:01
    Highlight Highlight Vollgeld – eh: -geil.
  • THEOne 15.11.2019 15:59
    Highlight Highlight ansich sehr gute idee. praktisch aber eine träumerei. eine initiative gegen die banken...?
    scheisse, ich hör die svp und co jetz schon toben.....
    noch geiler werden dann die absurden panikkampagnen dagegen. ich sehs jetz schon vor mir: " es würden zigtausende arbeitsplätze bedroht sein.. extreme steuererhöhungen (wofür auch immer) usw".
  • amore 15.11.2019 15:53
    Highlight Highlight Diese neue Steuer ist zwingend notwendig, wenn unser kapitalistisches Gesellschaftssystem überleben soll. Die Arbeit zu besteuern war bis knapp nach der industriellen Revolution sicher noch sinnvoll. Heute aber macht die Mikrosteuer Sinn.
  • Seuli 15.11.2019 15:52
    Highlight Highlight Hmm, falls das so durchkaeme "...Mit der Einführung einer Mikrosteuer von 0,1 Prozent auf jede Transaktion im bargeldlosen Zahlungsverkehr..." ist die Reaktion absehbar: Man wird versuchen, das Bargeld komplett abzuschaffen.

    Anonym und steuerfrei(!) zahlen, schliifts?

    • Pafeld 15.11.2019 21:40
      Highlight Highlight Christoph Blocher findet es ja auch normal, mit einem Aktenkoffer mit 200'000 CHF in bar rumzulaufen.
      Schaffen wir doch endlich den Tausender ab. Wer schon krumme Geschäfte macht, soll wenigstens schleppen.
  • imposselbee 15.11.2019 15:51
    Highlight Highlight Ohne Mehrwertsteuer hätten wir eine Blackbox-Wirtschaft.
    • imposselbee 15.11.2019 16:47
      Highlight Highlight „Keine Mehrwertsteuer oder dergleichen haben z.B. die britischen Überseegebiete Bermuda, Cayman Islands, Turks- und Caicosinseln und die Britischen Jungferninseln, die nicht nur traumhafte Urlaubsziele sind, sondern auch allesamt als Steueroasen gelten.“
      Quelle: www
    • Neruda 15.11.2019 23:56
      Highlight Highlight Sagt das der FDP und SVP, dann weibeln sie dann plötzlich doch für die Initiative 😁
  • p4trick 15.11.2019 15:49
    Highlight Highlight wieso nicht gleich 0.5% und ALLE Steuern überflüssig machen inkl. Kanton und Gemeindesteuer?
    Aber irgendwann merken die Linken, dass wieder nur die mit dem hohen Einkommen profitieren und bereits wird die Idee wieder begraben :-(
    • Bruuslii 15.11.2019 16:05
      Highlight Highlight "dass wieder nur die mit dem hohen Einkommen profitieren"

      ich finde kritische einwände wichtig. würde deshalb gerne verstehen, wie du zu dieser aussage kommst. bitte um erklärung.
    • Dr. Rantanplan 15.11.2019 17:04
      Highlight Highlight Bruusli:
      So ungefähr kommen 10% der zahlenden Pflichtigen für 80% des Ertrags der direkten Bundessteuer auf.
      Mit anderen Worten werden durch die Mikrosteuer fast ausschliesslich einkommensstarke Personen begünstigt, da sie keine Bundessteuer mehr zahlen müssten.
    • Bruuslii 15.11.2019 17:25
      Highlight Highlight dr. rantanplan, ich bin kein steuerexperte.

      ich versteh es so:

      die bundessteuer ist verhältnismässig klein gegenüber der kantons-/gemeindesteuer

      die einnhamen der mikrosteuer mit 0,1% würde dies decken.

      natürlich bezahlen jetzt wenige für viele (10% für 80%)

      es gibt aber viele reiche und firmen, die ihr einkommen (legal) kaschieren (z.b durch "lizenzabgaben") und hier praktisch kein einkommen versteuern.

      diese werden neu durch die mikrosteuer belastet, ohne möglichkeit der steuerflucht. und damit werden im endeffekt mehr steuereinnahmen generiert, als mit der bundessteuer...
  • johnnyenglish 15.11.2019 15:46
    Highlight Highlight Genau. Glaubt einer der Romantiker daran, dass die bestehenden Steuern dann wegfallen? Süss. Das ganze System ist darauf ausgelegt zu wachsen und noch mehr Einnahmen zu generieren, sei es mit Steuern, mit Bussen oder mit Abgaben. Das hier ist doch kein «Systemwechsel» sondern Augenwischerei. Lasst euch nicht verarschen.
  • Seuli 15.11.2019 15:44
    Highlight Highlight Da der Initiativ-Text noch nicht bekannt ist, kann ich nur spekulieren, was mich aber ganz heftig wurmt ist dieser Abschnitt hier:

    "Bargeldlos bezahlen an der Ladenkasse ... würde dabei gleich noch automatisch eine Mikrosteuer."
    Dh wenn ich bar zahle, dann zahle ich nie Steuer, wenn ich Trottel die Postkarte benutze, dann werde ich besteuert? Gehe ich mit 50K bargeld ein Auto kaufen keine Steuer, mache ich ne Bankueberweisung, Steuern zahlen?

    Irgendwie wirkt das Ganze auf mich als noch nicht so zu Ende gedacht.

    • Bruuslii 15.11.2019 16:11
      Highlight Highlight 50k x 0,1% = 50. echt jetzt?

      und all die börsianer gehen dann geld abheben um ihre mikrotransaktionen mit bargeld zu tätigen. das wäre ein erheblicher aufwand, würde dafür das aktenkoffergeschäft, taxibetriebe/öv, papierindustrie etc. massiv fördern 🤷🏻‍♂️
    • Seuli 15.11.2019 16:44
      Highlight Highlight Auf das "Neid"-Argument will ich gar nicht eingehen mit den Boersianern.

      Wenn du das in der Schweiz durchbringen willst, brauchst es eine Volksabstimmung. Und dann musst du dem Buerger erklaeren, warum der Samstags-Einkauf mit Bargeld steuerfrei ist, der mit der Karte aber nicht...
    • Klaus07 15.11.2019 17:48
      Highlight Highlight @Seuli
      Eine kleine Frage, woher stammen die 50k Bargeld für Ihren Autokauf? Ich nehme an, dass Sie das Geld von ihrem Bankkonto abheben. Dafür benutzen Sie vermutlich ihre Bankkarte. Oder etwa nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • //RobRoy 15.11.2019 15:42
    Highlight Highlight So toll ich diese Idee finde und selbst wenn das so eingeführt wird, lange wird es nicht halten.

    Die Hochfinanz wird die Trasaktionen ausserhalb der Schweiz abwickeln und schon errodieren die berechneten Steuereinnahmen.
    • Bruuslii 15.11.2019 18:20
      Highlight Highlight ein wichtiger einwand, den es zu bedenken gilt.

      allerdings werden die transaktionen trotzdem mindestens 2x besteuert: 1x aus der schweiz heraus + 1x zurück in die schweiz...
    • who cares? 15.11.2019 20:59
      Highlight Highlight @Bruusli falsch. Sie müssen dann gar nicht mehr in die Schweiz.
    • Bruuslii 15.11.2019 22:24
      Highlight Highlight who cares: ok, das heisst, dass die firma, die person oder wer auch immer, die das macht, nur geld von hier ins ausland transferiert und hier keine kosten hat?

      wer könnte das sein? ich komme da auf keine nützliche antwort 🤷🏻‍♂️
  • imposselbee 15.11.2019 15:36
    Highlight Highlight Träumt weiter, die 2 Milliarden Stempelsteuern kommen nur von den Amateuren. Die Blackboxen zahlen für ihre Milliarden an Transaktionen gar nichts, weil es sich lediglich um ‚Goldstaub‘ handelt, welchen diese abschöpfen. Die Formeln funktionieren nicht, wenn da irgend eine Steuer drauf geschalten wird, d.h. die wandern nicht ab, sondern funktionieren schlicht nicht mehr, sobald die Formel geändert wird, somit keine Einnahmen. Bleiben lediglich die Pensionskassen, die geschröpft würden, denn die Amateure würden sogar entlastet. Ich schätze mal 40 Milliarden weniger Einnahmen.👏
    • Bruuslii 15.11.2019 18:27
      Highlight Highlight was meinst du mit blackboxen?

      wieso sollen fie formeln nicht mehr funktionieren?

      alle (ALLE) transaktionen werden besteuert. wird dies nicht korrekt ausgewiesen (blackbox?), gilt dies alst steuerbetrug und wird geahndet.

      dagegen können endlich firmen besteuert werden, die hier kein einkommen/gewinn ausweisen z.b. google/starbucks etc. durch lizenzabgaben ins ausland, die "zufällig" in höhe der gewinne sind.

      die transaktion dieser lizenzgebühren ins ausland würde besteuert.

      wahrscheinlich in ähnlichem umfang, wie den verlust, den du befürchtest.
    • imposselbee 15.11.2019 21:14
      Highlight Highlight @Bruuslii: es geht bei den Blackboxen um Computersysteme, welche automatisch an der Börse handeln und Gewinne mit relativ wenig Geld machen, weil sie dermassen schnell sind. Sagen wir, jemand möchte für 1 Mio. Aktien kaufen und gibt einen Preis ein, dann kann es sein, dass so eine Blackbox sich mit lediglich 1000 Franken dazwischen schaltet und 2000 Aktionen macht, beim Verkäufer günstiger kaufen und beim Käufer teurer verkaufen. Dabei verdient die Blackbox im Total 100.- Franken. Wenn jetzt aber die 2000 Transaktionen mit 0.1% besteuert würden, kann die Rechnung nicht aufgehen.
    • Bruuslii 15.11.2019 21:57
      Highlight Highlight danke imposselbee für die aufklärung.

      nur die frage: woher kommen die 100.-, die die blackbox "verdient"? das geld wächst ja nicht auf virtuellen bäumen. irgendwer hat diese erwirtschaftet. diejenigen, die die blackbox nutzen werdens ja nicht sein. die schöpfen nur ab. wem also helfen/schaden solche blackboxen im endeffekt?
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  • udiuke 15.11.2019 15:27
    Highlight Highlight Sehr, sehr spannender Ansatz. Auf politischer Ebene wird das natürlich vehement bekämpft werden. Aber wenn wir nicht endlich den Mut aufbringen, radikale Systemwechsel umzusetzen, fahren wir die Renten, das Finanzsystem, unsere Ersparnisse, den Planeten an die Wand.
    Kommt, das ziehen wir jetzt einfach mal durch! Mut für was neues! Für was Aufregendes! Mut, die eigenen Zweifel einfach mal auszublenden! Mut, mal was in die Waagschale zu legen. Mut zur Lücke! Mut mal etwas grosses zu Bewegen!
    • johnnyenglish 15.11.2019 15:42
      Highlight Highlight Mut, den Karren blindlings an die Wand zu fahren!
    • Arts 15.11.2019 16:23
      Highlight Highlight Das mit dem Mut haben die Menschen nicht so:

      Wurde bis jetzt alles abgeschmettert: Vollgeld, 1:12 oder Einheits KK, ja nicht mal 6 Wochen Ferien wollen wir....

      Oder selbst eine Initiative wie 'Ja zur Abschaffung der Zeitumstellung' wird sicherlich abgelehnt :)
    • udiuke 15.11.2019 16:27
      Highlight Highlight Schau mal johnnyenglish: Jede Entscheidung die du triffst hat immer Vor-, aber auch Nachteile. Du scheinst zur Gruppe zu gehören, die die Nachteile immer höher gewichtet als die Vorteile und somit den Status Quo zementiert. So wie die Konservativen in Bern. Mit dem Status Quo fahren wir den Karren aber ganz bestimmt an die Wand. Was willst du jetzt machen? Zuschauen und abwarten was passiert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 15.11.2019 15:16
    Highlight Highlight Was mich ein bisschen misstrausch macht: Die Initative will gleizeitig Lenken, sprich Transaktionen verhindern, diese aber auch gleichzeitig besteuern und viel einnehmen, um so andere Steuern ersetzten zu können.
    Die Abschaffung der Bundes- und Mehrwertsteuern klingen verlockend, die Frage ist, wie einfach kann man die Steuer umgehen...
    • Matti_St 15.11.2019 20:58
      Highlight Highlight Ziemlich einfach, aber das nur vordergründig.
    • Matti_St 15.11.2019 21:02
      Highlight Highlight Ziemlich einfach, aber nur vordergründig. Sobald das Geld vom Ausland wieder in die Schweiz zurück kehrt (oder von der Schweiz weg), wird das besteuert. Und Geld muss wieder zurück. Löhne, Mieten usw müssen bezahlt werden.
      Heute parkieren Unternehmen Geld ausserhalb der Schweiz um keine Steuern darauf zu zahlen. Mit dem neuen System wäre es sogar einfacher diese zu erfassen, wenn es zurück kommt.
    • K1aerer 15.11.2019 22:39
      Highlight Highlight @Matti_St, wenn es es zurückkommt....
  • Silent_Revolution 15.11.2019 15:03
    Highlight Highlight Sollte diese Initiative zur Abstimmung gelangen, macht euch gefasst auf eine Angstkampagne mit Drohgebährden, wie wir sie noch nie erlebt haben.



    • Zerschmetterling 15.11.2019 15:50
      Highlight Highlight So wie immer wenn die Mittelschicht entlastet werden soll... Väterchen Wirtschaft wird es dem Stimmbürger schon ausreden. Ein Hoch auf die direkte Demokratie
  • NY125 15.11.2019 15:02
    Highlight Highlight Machen wir uns mal nix vor. Das wird niemals kommen. Dafür sind unsere Politiker viel zu korrupt und dann gibts noch fette Propaganda hinterher. Am Ende stimmen dann alle aus Panik dagegen und die Reichsten der Reichen lachen sich wieder über die Dummheit der Lohnsklaven flach.
    • Silent_Revolution 15.11.2019 15:40
      Highlight Highlight Richtig, das ist die Standardprozedur in der hochgelobten direkten Lobbykratie, in welcher Geldmacht jedes x-beliebige Wahlergebnis, mit millionenschweren Kampagnen erzwingen kann.

      Eine Mischung aus Angst, Feigheit, Ignoranz und Dummheit, lässt den Mittelstand der Elite alle von selbiger geforderten Zückerli überreichen, nur um dann dem Sozialhilfeempfänger, dem IV-Rentner und dem Ausländer die Schuld dafür zu geben, dass das Leben in der Mitte immer schwieriger wird.

      Ganz ehrlich, ich lache da oft mit den Reichsten mit, wenn ich die Lemminge sehe, wie sie sich für die Elite abrackern.
  • Sir Konterbier 15.11.2019 14:59
    Highlight Highlight Tönt mir ein bisschen abenteuerlich...🤷‍♂️
    • Gustav.s 15.11.2019 15:34
      Highlight Highlight Ist es auch. Im maximum würden wir eine neue Steuer bekommen und die alten bleiben.
    • D(r)ummer 15.11.2019 15:37
      Highlight Highlight Dann warte mal auf die Antworten der Gegner ;)
  • -V- 15.11.2019 14:43
    Highlight Highlight JA... nicjts anderes... im moment bezahle ich ca 17% (+-) an steuern jedes jahr
    wenn uch wegen diesen 0.1% oder mir doch egal 1% mehr auf die 3 anderen verzichten kann JA und das geld der superreichen kommt wieder in den umlauf... stellt euch vor man könnte so einfach sogar Bildung oder AHV einfach so sanieren.... es braucht keine debatten... genau so etwas ist eine Faire lösung...
    • The Emperor 15.11.2019 15:33
      Highlight Highlight Vorsicht. Der Grossteil deiner 17% Steuern dürfte nicht auf die Bundessteuern entfallen sondern auf Kantons- und Gemeindesteuern. Die sind von dieser Initiative nicht erfasst.
    • K1aerer 16.11.2019 09:36
      Highlight Highlight 😂 Man sieht ja du willst auch keine Steruern bezahlen, der andere soll es bezahlen. Solange du nichts bezahlen musst, ist es sozial?
  • foxtrottmikelima 15.11.2019 14:39
    Highlight Highlight Banken bestrafen? Wann kann ich Ja stimmen?
  • Nerd077 15.11.2019 14:27
    Highlight Highlight Ich zitiere Mal zwei Aussagen

    "Diese «Blackbox» müsse man künftig besteuern, nicht die Arbeit, so die Referenten. Das Volumen in diesem Zahlungsverkehr sei 150 Mal höher als das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz"

    und

    "Die geringste Panne könne eine Finanzkrise auslösen und die gesamte Wirtschaft destabilisieren, sagte Felix Bolliger, der geistige Vater der Idee."

    Die Initianten wollen also unsere Steuereinnahmen aus einem ihrer Meinung nach instabilen System generieren. Gute Idee!
    • Ueli_DeSchwert 15.11.2019 15:49
      Highlight Highlight Frage an dich: Inwiefern ist es bisher anders?
    • Nerd077 15.11.2019 15:52
      Highlight Highlight Als Nachtrag noch: Finde die Idee nicht schlecht. Aber damit zu rechnen, dass andere Steuern komplett abgeschafft werden könne, respektive damit zu Werben finde ich unrealistisch. Hört sich für mich nach falschen Versprechen seitens der Initianten an.
      Wenn es dazu führt, dass die Mwst gleich bleibt (orientiert sich ja auch am Geldfluss) oder ein wenig sinkt, die direkten Steuern ein wenig sinken und evtl. etwas der Altersvorsorge zugute kommt, kann man das ganze Vorhaben gerne unterstützen.
    • Astrogator 15.11.2019 15:54
      Highlight Highlight Das macht die Idee nicht schlechter, denn auch im jetzigen System fallen in dem Szenario Steuereinnahmen weg.

      Wieviele Jahre konnten die Banken ihre Verluste von den Steuern abziehen und bezahlten nichts?

      Mit dem neuen System würde man trotzdem Steuereinnahmen haben auch bei sinkendem Volumen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruuslii 15.11.2019 14:22
    Highlight Highlight wir hatten das auch schon mal vor 1-2 jahren im freundeskreis besprochen. die idee ist nicht neu.

    wichtig ist auch, dass alle transaktionen besteuert werden, auch diese ins ausland. geld auf den cayman zu verstecken, wird dadurch obsolet.

    natürlich gibt es risiken und das ganze muss sicher noch mehr durchdacht werden, aber ich finde den ansatz realitätsnah.
    am meisten geld wird durch geld haben gemacht. effektiv geschieht die wertschöpfung durch arbeit, die aber kaum zum arbeiter zurückfliesst.
    also geld(-transaktionen) anstatt arbeit (einkommen) zu besteuern, würde die arbeiter entlasten.
    • Maragia 15.11.2019 15:55
      Highlight Highlight @Bruseli: Geld haben wird auch so nicht besteuert, nur das unnötige hin und her verschieben.
      Es wird versucht, Einnahmen auf etwas fiktivem zu erheben. Nur weil Geld irgendwo umherwandert, heisst das nicht, dass dort auch wirklich Geld vorhanden ist (wird ja so im Artikel erwähnt bezüglich Schulden).
      Der HFH kann ja ohne Probleme auf ausländischen Servern laufen. Dann passiert das: Falls der Hochfrequenzhandel mit der Abwanderung aus der Schweiz auf die Mikrosteuer reagieren würde, ... Der Steuersatz müsse dann halt etwas höher sein als 0,1 Prozent."
      Also wieder auf MwSt-Niveau :)
  • Lowend 15.11.2019 14:21
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Oberon 15.11.2019 14:20
    Highlight Highlight Bei einer richtigen Gestaltung wäre sogar ein BGE von 3000.- inkl. Abschaffung der 1.Säule drin.

    Dies wäre der Anfang für ein Systemwechsel.
    • Dominik Treier 15.11.2019 18:51
      Highlight Highlight Und dringend nötig! AHV und IV kamen ihrem Verfassungsauftrag seit mehreren Jahren immer schlechter nach, da sie nicht mit der Zeit gegangen sind. Die Maximalrente von 2370.- reicht schon niemals zum Leben von der Minimalrente von 1150.- ganz zu schweigen, stattdessen muss man beim Staat um EL betteln und die sind auch noch stark eingeschränkt und sollen es noch mehr werden.

      Gebt dem Volk endlich die wirtschaftliche Macht über sein eigenes Leben WIRKLICH frei zu entscheiden!
    • MSpeaker 16.11.2019 00:42
      Highlight Highlight Ganz richtig sind für mich die Rechnungen leider nicht. Ich bin zu 100% für die Initative, aber sie würde den schädlichen Hochfrequenzhandel massiv eindämmen. Gerechnet wird mit der heutigen Anzahl Transaktionen, aber ich denke man müsste mit einem 10tel rechnen. Sehr vieles lohnt sich nur, weil es aktuell keine solche Steuer gibt.

  • MarGo 15.11.2019 13:56
    Highlight Highlight Das wird höchste Zeit...
  • Platon 15.11.2019 13:53
    Highlight Highlight Ein Haufen Volkswirte lanciert eine klug durchdachte Volksinitiative. Wenn die angeblichen bürgerlichen „Wirtschaftsparteien“ da dagegen sind ist dies der endgültige Beweis dafür, dass sie sich von der Ökonomie verabschiedet haben.
    • Dominik Treier 15.11.2019 18:30
      Highlight Highlight Da braucht es schon lange keinen Beweis mehr, siehe das neueste Buch eines der berühmtesten Ökonomen unserer Zeit, Thomas Piketty, der ohne ideologische Brille, immerhin ist er Ökonom!, und auf der Basis von empirisch belegbaren Fakten zu einem klaren Resultat kam, warum wir in einer Stagnationsphase geschichtsträchtigen Ausmasses stecken; zu grosse Teile der Vemögen und damit wirtschaftlichen Macht sind in den Händen von zu wenigen und sie werden, seit dem freien Kapitalverkehr vor etwa 30-40 Jahren viel zu tief besteuert!
    • Dominik Treier 15.11.2019 18:38
      Highlight Highlight Seit dann, der Geburtsstunde des Neoliberalismus, sind die Unternehmens- und Vermögenssteuern, sowie die Einkommenssteuern für Wohlhabende sukzessive reduziert worden, um im neuen internationalen Steuerwettbewerb nicht den Kürzeren zu ziehen.

      Denn anders als man vielfach weiss machen wollte, war die Sozialstaatliche Wende nach dem Krieg, zum grössten Teil für das Wirtschaftswunder verantwortlich, nicht er Wiederaufbau von 1-2 Jährchen! Die Steuern waren so hoch wie nie, aber gerecht, da man sich kaum entziehen konnte und der gesellschaftliche Zusammenhalt rechtfertigte sie voll und ganz.
    • Dominik Treier 15.11.2019 18:41
      Highlight Highlight Die Staaten hatten danach einfach nicht mehr die Möglichkeit ihre Steuern, nach dem Bedarf eines gerechten Sozialstaates zu orientieren, wie es eben sein müsste, sondern flüchteten sich stattdessen in einen asozialen Steuerwettbewerb, um konkurrenzfähig zu bleiben, und der kleine Mann ohne Alternativen musste das Loch stopfen und war dankbarlich bereit das Gewetter über fremde Schmarotzer als Erklärung hinzunehmen, was die Rechten erst so erstarken liess.
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