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A woman walks in St. Mark's Square in Venice, Italy, Monday, March 9, 2020. Italy took a page from China’s playbook Sunday, attempting to lock down 16 million people — more than a quarter of its population — for nearly a month to halt the relentless march of the new coronavirus across Europe. Italian Premier Giuseppe Conte signed a quarantine decree early Sunday for the country’s prosperous north. Areas under lockdown include Milan, Italy’s financial hub and the main city in Lombardy, and Venice, the main city in the neighboring Veneto region. (Anteo Marinoni/LaPresse via AP)

So menschenleer sieht man den Markusplatz in Venedig selten. Bild: AP

Ganz Italien steht unter Quarantäne – die neuesten Entwicklungen in der Übersicht

Am Wochenende der Norden, nun also ganz Italien: Unser südlicher Nachbar steht wegen des Coronavirus unter Quarantäne. Hier verschaffst du dir einen Überblick zur Situation.



Hinweis: Dieser Artikel wird laufend ergänzt ...

Was ist passiert?

Die italienische Regierung weitet die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Es gebe keine Zeit zu verlieren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Premier Giuseppe Conte am Montagabend.

>> Hier geht es zum Liveticker mit allen aktuellen News

>> Das sind die aktuellen Massnahmen gegen das Virus

Was wird geschlossen, was nicht?

Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der öffentliche Nahverkehr sollen nicht ausgesetzt werden. Dafür bleiben Schulen, Universitäten und Kindergärten in ganz Italien geschlossen. Auch alle Sportveranstaltungen, eingeschlossen die Spiele der Serie A, werden ausgesetzt. Rund 60 Millionen Menschen sind von den Massnahmen betroffen.

Police officers and soldiers check passengers leaving from Milan main train station, Italy, Monday, March 9, 2020. Italy took a page from China's playbook Sunday, attempting to lock down 16 million people â?? more than a quarter of its population â?? for nearly a month to halt the relentless march of the new coronavirus across Europe. Italian Premier Giuseppe Conte signed a quarantine decree early Sunday for the country's prosperous north. Areas under lockdown include Milan, Italy's financial hub and the main city in Lombardy, and Venice, the main city in the neighboring Veneto region. (AP Photo/Antonio Calanni)

Der internationale Bahnverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr wird nicht ausgesetzt, Kontrollen aber verstärkt. Bild: AP

Ausserdem, so Conte, werde ein «Versammlungsverbot unter freiem Himmel und in öffentlich zugänglichen Räumen» eingeführt. Bars und Restaurants in ganz Italien müssen ab sofort um 18 Uhr schliessen. Gäste müssen mindestens einen Meter Abstand zueinander haben, anderenfalls werde das Lokal geschlossen.

Weiter werde es diesen Monat keine Hochzeiten, keine Beerdigungen und auch keine Gottesdienste mehr geben.

Wie lange gilt die Verordnung?

Vorerst bis mindestens 4. April

Wie viele Menschen sind infiziert?

9172 Infektionen wurden in Italien bis Montag erfasst, das sind fast 1800 Fälle mehr als am Vortag, wie aus den Zahlen des Zivilschutzes hervorgeht. Die Zahl der Toten erhöhte sich von 366 auf 463, davon allein 333 in der Lombardei mit ihrer Metropole Mailand. 724 Patienten sind wieder genesen.

Welche wirtschaftlichen Massnahmen wurden ergriffen?

Conte, der sich mit der EU-Kommission auf zusätzliche Defizitflexibilität in der Grössenordnung von 7,5 Milliarden Euro zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die italienische Wirtschaft geeinigt hat, will von Brüssel noch mehr Spielraum fordern.

Was passiert mit der Grenze zur Schweiz?

Auf die jüngsten Entwicklungen gibt es hier noch keine Stellungnahme von Seiten des Bundesamts für Gesundheit oder des Bundesrats. Vorerst also bleibt es beim Stand von Montag: Die Grenzen bleiben für Grenzgänger offen.

Alle Erwerbstätigen können sich demnach weiterhin fortbewegen, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen, und das sowohl zwischen den italienischen Regionen wie auch zwischen der Schweiz und Italien. Der Fortbestand des Tessiner Gesundheitssystems sollte damit gesichert sein, schreibt der Bundesrat.

(jaw/sda)

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quelle: ap / claudio furlan
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