Mexiko
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epa08367814 A person holds a face mask, which depicts famed drug lord Joaquin 'El Chapo' Guzmanto, in Guadalajara, Jalisco, Mexico, 16 April 2020. According to media reports, Alejandrina Guzman, daughter of Joaquin 'El Chapo' Guzman, has helped in the distribution of aid and supplies, labelled with the name and image of her father, to members of the public during the outbreak of coronavirus in Mexico.  EPA/Francisco Guasco

Der grausame Ex-Drogenboss «El Chapo» geniesst in Teilen der Bevölkerung Mexikos noch immer Sympathien. Bild: EPA

Die Erben von «El Chapo» – Drogenkartelle lassen Mexiko ausbluten



Joaquín «El Chapo» Guzmán, der berühmteste Drogenboss Mexikos, verbringt heute seine Tage in einer 3.5 mal zwei Meter grossen Zelle. Nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft in den USA vor einem Jahr (17. Juli 2019) kam der heute 63-jährige Ex-Chef des Sinaloa-Kartells in das Hochsicherheitsgefängnis der Stadt Florence im Bundesstaat Colorado. Seine Schreckensherrschaft ist vorbei. Die Gewalt der Kartelle in Mexiko aber längst nicht.

FILE - In this Jan. 19, 2017, file photo provided by U.S. law enforcement, authorities escort Joaquin

2016 wurde Joaquín Guzmán erneut gefasst. Bild: AP

In Mexiko werden fast 100 Menschen pro Tag ermordet

Zerstückelte Leichen werden gefunden, ein Richter und seine Frau werden zu Hause erschossen, auf den Polizeichef der Hauptstadt wird ein Attentat verübt, bei einem Massaker in einer Entzugsklinik werden 27 Menschen getötet – all das und mehr ist allein im vergangenen Monat passiert. Vergangenes Jahr wurden laut offizieller Statistik im Schnitt fast 100 Menschen pro Tag in Mexiko ermordet. Trotz Corona-Krise ist es 2020 nicht weniger geworden.

Mitte Juni, an einem Freitagabend, fuhren um die 20 Kleintransporter voller bewaffneter Männer in die Stadt Caborca in der Wüste des Bundesstaates Sonora, rund 150 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Vermummte zündeten Häuser, Autos, eine Tankstelle und einen Lastwagen an. Die Stadt war anscheinend ein Schauplatz eines Krieges zwischen Fraktionen des Sinaloa-Kartells geworden.

«Es war eine Horrornacht», erzählte eine Frau. «Wir sind ins hinterste Zimmer gegangen und haben eine Matte unter das Bett gelegt. Darauf haben wir geschlafen, in Angst davor, was passieren könnte.» Später tauchten zehn Leichen mit Schusswunden am Rande einer Landstrasse auf.

Guzmáns Söhne verbreiten Angst und Tod

Drei Söhne Guzmáns – Iván Archivaldo, Jesús Alfredo und Ovidio, bekannt als die «Chapitos» – liessen den mexikanischen Staat im vorigen Jahr schlecht aussehen, als sie in Culiacán, der Hauptstadt des Bundesstaates Sinaloa, Angst und Tod verbreiteten.

epaselect epa07928937 A view of vehicles on fire during a clash between armed gunmen and Federal police and military soldiers, in the streets of the city of Culiacan, Sinaloa state, Mexico, 17 October 2019. According to media reports, alleged drug cartel gunmen set up blockades and unleashed volleys of gunfire in the Mexican city of Culiacan amid rumors of the capture of Ovidio Guzman Lopez, son of imprisoned drug trafficker Joaquin 'El Chapo' Guzman Loera. The blockades set up by the gunmen, presumably from the Sinaloa drug cartel, extended to the exits of the city.  EPA/STR

Bild: EPA

Der Armee war es gelungen, den 30-jährigen Ovidio festzunehmen, aber seine Brüder erzwangen mit einem Gewaltausbruch seine Freilassung.

FILE - This Oct. 17, 2019 file frame grab from video provided by the Mexican government, shows Ovidio Guzman Lopez at the moment of his detention, in Culiacan, Mexico. Mexican security forces had Ovidio Guzman Lopez, a son of Joaquin

Ovidio Guzmán bei seiner temporären Verhaftung. Bild: AP

Währenddessen breitet sich ein neueres Kartell schnell aus: das Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG), das früher mit dem Sinaloa-Kartell von «El Chapo» verbündet war und nun ein Rivale ist. CJNG-Chef ist Nemesio Oseguera Cervantes, genannt «El Mencho». Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, hat die US-Regierung zehn Millionen Dollar ausgelobt.

Seine Gruppe, die in mehr als 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten präsent ist, hat sich durch den Gebrauch von Kriegswaffen hervorgetan. Vor fünf Jahren holten sie einen Militärhubschrauber aus der Luft – neun Menschen starben. Wenige Stunden nach dem Attentat auf ihn am 26. Juni twitterte der angeschossene Polizeichef von Mexiko-Stadt, Omar García Harfuch, von seinem Krankenhausbett aus: Es handle sich um einen Angriff des CJNG.

In ihrem jährlichen Bericht zur Bedrohung durch Drogen für 2019 schrieb die US-Antidrogenbehörde DEA über kriminelle Organisationen aus Mexiko: «Keine anderen Gruppen sind derzeit in der Lage, sie herauszufordern.» Der Schmuggel von Fentanyl, einem synthetischen Opioid, das 50-mal stärker ist als Heroin, ist im Moment ein besonders grosses Geschäft.

Aber der Drogenhandel ist längst nicht die einzige Einnahmequelle der knapp 200 kriminellen Organisationen, die es nach einem Bericht des Forschungsinstituts International Crisis Group in Mexiko gibt. Darunter sind regionale Gruppen wie das Kartell Santa Rosa de Lima, das aus dem Diebstahl von Kraftstoff erwuchs, und das Nordost-Kartell, das unter anderem Migranten entführt.

«Im allgemeinen sind mexikanische kriminelle Organisationen kleiner und kleiner geworden», heisst es in dem Bericht. «Sie kämpfen um bescheidene Stücke der Wirtschaft, wie Produktion und Vertrieb von Tabak, Avocados und Schweinswalleber – eine Delikatesse in der chinesischen Küche.»

Das Vermächtnis von «El Chapo» lebt in Mexiko in der Gewalt seines Kartells weiter, aber auch im Persönlichkeitskult um ihn. Seine Tochter Alejandrina betreibt eine Marke, die seinen Namen trägt. Sein Konterfei ziert Kleidung, Bierflaschen – und während der Corona-Krise auch Mundschutzmasken.

epa08367812 A person (R) distributes supplies in a box, which depicts famed drug lord Joaquin 'El Chapo' Guzmanto, in Guadalajara, Jalisco, Mexico, 16 April 2020. According to media reports, Alejandrina Guzman, daughter of Joaquin 'El Chapo' Guzman, has helped in the distribution of aid and supplies, labelled with the name and image of her father, to members of the public during the outbreak of coronavirus in Mexico.  EPA/Francisco Guasco

Während der Coronakrise werden Hilfsgüter an Bedürftige verteilt. Auf dem Karton prangt El Chapos Konterfei. Bild: EPA

«El Chapo» hatte 2016 in einem Interview des US-Schauspielers Sean Penn für das Magazin «Rolling Stone» dem Geschäft mit Drogen eine lange Zukunft vorausgesagt. «Am Tag, an dem ich nicht mehr existiere, wird es nicht nachlassen.» Diese Prophezeiung bewahrheitet sich gerade. (oli/sda/dpa)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wiedemauchsei 14.07.2020 10:48
    Highlight Highlight Neben der Korruption der politischen Klasse ist die die schlechte Bildung einer grossen Bevölkerungsschicht das Hauptübel. Dabei kann man beim besten Willen die Schuld nicht auf die Anderen schieben. Viele Jahre, nachdem die allmächtige PRI die Macht verloren hatte, fragte ich meine Nachbarn, was sie denn nun von der Demokratie halten würden. Es zeigten sich alle begeistert: sie könnten nun aussuchen, ob sie Backsteine (PRD), Wellblech (PRI) oder Bargeld (PAN) für ihre Stimme möchten.
    Ein recht hoher Politiker sagte mir wörtlich, natürlich sei er korrupt, wieso er sonst in die Politik sollte
  • Salamikönig 14.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Würde man die Drogen legalisieren, würde der Kurs der Drogen einstürzen. Die Drogenbaronen hätten dadurch ein viel tieferen Umsatz und somit auch nicht die Mittel, einen solchen Kriegsstil zu führen. Zudem wäre kein Drogenkrieg zwischen der Polizei/Militär und den Kartellen nötig, was viele Menschenleben von unschuldigen Polizisten retten würde.
  • Octavius 14.07.2020 01:15
    Highlight Highlight Es ist ein Ding der Unmöglichkeit,die Kartelle zu zerschlagen. Die Armee müsste sie gnadenlos jagen,aber durch die Korruption ,auch unmöglich.Da ist das vorgehen der Amis,nicht das dümmste ,mit einen Kartell zusammen Arbeiten als Gegenleistung müssen sie die anderen Kartelle unschädlich machen oder Aufenthalt der Bosse,Lieferungen ,Verstecke usw. Verraten. Wie beim Film Sicario, nur das angeblich solche absprachen mit den Amis ,FBI,DEA,CIA existieren.Wenn du dein Feind nicht besiegen kannst,mach ihn zum Verbündeten.
  • Tooto 13.07.2020 23:10
    Highlight Highlight Vielleicht vor dem nächsten Näschen am Wochenende auf dem Klo eine Schweigeminute abhalten für die Opfer :)
    • format C: 14.07.2020 09:27
      Highlight Highlight An Kokain klebt Blut. Das ist nicht ein abgedroschener Spruch, auch wenn er so klingt. Bei der nächsten Nase vor Augen halten, dass es dafür Tote gab.
    • DarkRessiveSystem 14.07.2020 12:59
      Highlight Highlight Denkst du an jedes Kind, das für dich gearbeitet hat, wenn du deine Nestleprodukte konsumierst? :)
    • Tooto 15.07.2020 09:29
      Highlight Highlight @DarkRessiveSystem
      Um das geht es ja. Anti Nestle, Vegan, Hip, Fairtrade, Reformhaus, besser als wir.

      Aber am Wochenende die Lines durch die Nasen ziehen bis zum geht nicht mehr :D
  • Hier Name einfügen 13.07.2020 19:53
    Highlight Highlight Prohibition funktioniert einfach nicht.
  • N. Y. P. 13.07.2020 19:35
    Highlight Highlight Ich frage mich, wie sie ihre Abermilliarden von Dollar waschen. Sie werden vermutlich im Besitz von Banken sein.
    • Pasionaria 14.07.2020 05:37
      Highlight Highlight N.Y.P
      "...Sie werden vermutlich im Besitz von Banken sein..."
      Sind sie durchaus, vorallem aber im Besitze von Casinos.
      Auch im Waffenhandel oder im Betreiben von kulturellen Einrichtungen, z.B. von Zoos etc. etc. lässt sich Geldvwaschen.

    • GraveDigger 14.07.2020 08:26
      Highlight Highlight @N. Y. P.
      Kein Problem.. Es gibt genug Politiker, Beamte, Banker die dabei für einen kleinen Obolus behilflich sind.

      Dazu noch ein paar Restaurants, Casinos und andere Firmen wo man mal paar Dollars fiktiv als Einnahme verbucht und schon ist wieder sauberes Geld auf dem Konto.
  • nine 13.07.2020 19:28
    Highlight Highlight Würde man die Drogen legalisieren, würde auch ihr Geschäft zusammenbrechen.
    • Stubenhocker 13.07.2020 19:55
      Highlight Highlight Ich bin komplett für die Legalisierung der Drogen. Jedoch werden diese Kartelle trotzdem nicht einfach verschwinden. Sie werden sich einfach wieder mehr auf Erpressung, Entführung und Waffenhandel konzentrieren. Das Problem ist die korrupte und unterwanderte Justiz und Politik. Und die weit verbreitete Armut hilft auch nicht die Rekrutierung in die Kartelle zu beenden.
    • Sälüzäme 13.07.2020 20:51
      Highlight Highlight Eine schöne Utopie, leider muss der Staat als Dealer die Drogen von irgendwo beziehen, er kann sie nicht selber anbauen. Er macht sich somit zum Komplizen von Kriminellen, den Drogen sind nicht die einzigen Geschäfte welche diese Organisationen betreiben. Der Staat muss dann auch die Auswirkungen des Drogenkonsums verantworten, wie das aussieht kann man in Amerika sehen, mit den Opiaten in Form von legalen Medikamenten. Ich finde das keine gute Lösung.
    • remostussy 13.07.2020 21:03
      Highlight Highlight Zu einem Teil stimmt das. Aber unterschätze die Kartelle nicht. Die machen mit allem Geld: Bspw. Benzindiebstahl, Avocadohandel, Entführungen, Schutzgelderpressung, Geldwäsche, illegale Fischerei, Menschenhandel usw.
      Drogen sind aber sicher am lukrativsten.
      Aber schlussendlich sind das kriminelle Organisationen und sie werden es bleiben. Wenn man ihnen den Drogenhandel wegnimmt, suchen sie sich eine andere (illegale) Möglichkeit Geld zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sheesh 13.07.2020 18:22
    Highlight Highlight Schuld an diesen vielen Toten sind schlussendlich auch die Konsumenten.
    • DarkRessiveSystem 14.07.2020 08:17
      Highlight Highlight So ist das Leben...
      Ich weiss, dass ich mit meinem Konsum niemandem was gutes tu, aber viel schlimmer finde ich die Kinderarbeit, oder was NeStle abzieht...
      oder die Ausbeutung der Südamerikaner in den Mienen...

      Wir haben einfach das Glück, im Westen zu leben...
    • RML 14.07.2020 13:17
      Highlight Highlight @DarkRessiveSystem
      Du findest Nestlé wirklich schlimmer als all die Narcos respektive das Drogengeschäft? Komische Weltanschauung hast Du da.....Nestlé ist streitbar ja. Es gibt sicherlich viele Dinge die nicht in Ordnung sind. Aber weißt Du, auf der anderen Seite gibt die Firma gerade in Entwicklungsländern, vielen Familien und damit Kindern Arbeit und zu Essen. Ohne dass Leute dafür bestialisch ermordet oder ganze Quartiere, Städte oder Länder terrorisiert werden.
      Man kann sich sein (Kosum)Verhalten auch schön reden....mit der Realität hat es aber gar nichts zu tun....
    • DarkRessiveSystem 14.07.2020 19:27
      Highlight Highlight Sicher nicht!😟

      Es geht mir darum, dass die halbe Welt Produkte von z.B von Nestle konsumiert... dabei denkt auch niemand an diese Leute...
      Viel schlimmer finde ich es, weil es ‚legal‘ ist... Es ist überall bekannt aber keinen kümmerts... gegen die Narcos geht immerhin jemand vor... oder versucht es, ob es schlussendlich etwas bringt, ist die andere Sache...

      Habe mich ein bisschen zu wenig gut ausgedruckt^^
  • Emil Eugster 13.07.2020 17:39
    Highlight Highlight Wenn diese Menschen in Kartellen und mafiösen Vereinigungen nur selber spüren könnten, wie dumm sie sind.
  • Füürtüfäli 13.07.2020 17:11
    Highlight Highlight Wenn das organisierte Verbrechen so stark ist, dass es das Militär zum Rückzug zwingen kann, ist Feuer am Dach.
    • loquito 13.07.2020 20:03
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass das Militär mitverdient. Und Waffentechnisch sind die Kartelle unterlegen, jedoch avsolut skruppellos. Die Militärs haben sich zürückgezogen, weil die Narcos die Familien der Militärs als Geiseln hielten...
  • Papas fritas 13.07.2020 16:53
    Highlight Highlight Naja... Wer wirklich geglaub hat, das sich nach der festnahme von el chapo irgendwas verändert, der denkt auch immernoch das der "krieg gegen die drogen" irgendwann irgendwo irgendwas gebracht hat.
    • Dr no 13.07.2020 22:54
      Highlight Highlight Was ist deine lösung? Fentanyl frei verkaufen lassen auf dem schulhof?

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