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Brennende Lastwagen und Autos in Culiacán.
Brennende Lastwagen und Autos in Culiacán.Bild: EPA

«El Chapos» Sohn wurde festgenommen – dann nahmen seine Schläger Rache an der Stadt

18.10.2019, 06:3718.10.2019, 07:31

In Mexiko haben Sicherheitskräfte einen Sohn des in den USA inhaftierten Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán festgenommen. Dieser sei am Donnerstag in Culiacán, der Hauptstadt des Bundesstaates Sinaloa, gefasst worden, erklärte Sicherheitsminister Alfonso Durazo.

Die Festnahme von Ovidio Guzmán López führte zu einer gewaltsamen Gegenreaktion: Schwerbewaffnete Bandenmitglieder lieferten sich in der Stadt heftige Schusswechsel mit Sicherheitskräften und sorgten für Panik in der Bevölkerung.

Spuren der Verwüstung.
Spuren der Verwüstung.Bild: EPA

Ovidio und sein Bruder Alfredo sollen die Führung über einen Teil des jahrelang von «El Chapo» geführten Sinaloa-Kartells übernommen haben, nachdem ihr Vater 2017 an die USA ausgeliefert worden war. Zur Festnahme kam es nun nach Angaben von Sicherheitsminister Durazo, als eine Patrouille der Nationalgarde in Culiacán attackiert wurde.

Die Sicherheitskräfte seien aus dem Inneren eines Hauses angegriffen worden und hätten das Haus daraufhin gestürmt. Vier Verdächtige seien festgenommen worden – unter ihnen Ovidio Guzmán López, der auch Iván genannt wird.

In den Strassen der Stadt herrschte stundenlang Chaos.
In den Strassen der Stadt herrschte stundenlang Chaos.Bild: EPA

Panik nach Gewaltaktionen

Daraufhin hätten Bandenmitglieder das Haus umstellt, was zu einem Schusswechsel geführt habe, führte Durazo aus. Auch an anderen Orten der Stadt hätten die Kriminellen «gewaltsame Aktionen» ausgeführt und damit für «Panik» gesorgt. Mehrere Polizisten wurden verletzt.

Bild: EPA

In den Strassen der Stadt herrschte stundenlang Chaos. Ein AFP-Journalist filmte schwerbewaffnete vermummte Bandenmitglieder und in Brand gesetzte Fahrzeuge. Die Behörden riefen die Bewohner von Culiacán auf, nicht auf die Strasse zu gehen.

Joaquín «El Chapo» Guzmán war im Juli in den USA zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der langjährige Anführer des berüchtigten Sinaloa-Kartells galt einst als der mächtigste Drogenbaron der Welt. (sda/afp)

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«El Chapo» ist nicht allein: Die 34 berüchtigtsten Drogenbarone Mexikos

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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PlayaGua
18.10.2019 07:18registriert August 2019
"Schläger" ist eine ziemliche Verharmlosung.
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Hierundjetzt
18.10.2019 09:15registriert Mai 2015
Sieht aus wie in der Ostukraine oder in Westafrika, einfach mal im Westen 😕

Seien wir ehrlich, Mexiko ist ein gescheiterter Staat.

Ich mein, wenn 1000 ende von Polizisten und spezialisierten Armeeeinheiten die zur Aufklärung von Drogenverbrechen eingesetzt sind, selber das grösste Drogenkartell Mekikos gründen (die „Z“), dann läuft doch nicht nur etwas schief.

Das ist alles nur noch imens tragisch 😤
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El_Barto
18.10.2019 08:10registriert November 2016
bei dieser Slideshow...auf den Drogenbaron Juan Pablo Ledezma ist nicht 15 Mio $ Belohnung ausgesetzt sondern "nur" 2 Mio $ und auf den Eduardo Almanza Morales sind 1.2 Mio $ Ausgesetzt.

nur für diejenigen die jetzt auf Mexiko auf Drogen-Boss-Jagt gehen wollen ;)
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