Terrorismus
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Politiker verschanzen sich in einem Parlaments-Raum in Ottawa – die Schweizer Schüler hielten sich in der Kapelle des Gebäudes auf. Bild:

Terroranschlag in Ottawa

«Wir hörten Schreie und Schüsse» – 14 Schweizer Schüler waren während der Schiesserei im Parlament eingeschlossen

Nicht nur Kanadier waren von dem Anschlag in Ottawa betroffen: 14 Schweizer Schüler befanden sich während des Amoklaufs von Michael Zehaf-Bibeau in Ottawa – und zwar im Herzen des Geschehens.



Wie die welsche Zeitung «La Liberté» berichtet, hielten sich die Schüler aus Bulle (Fr) anlässlich eines zweiwöchigen Schulausflugs in der kanadischen Hauptstadt auf und besichtigten das Parlamentsgebäude, als die ersten Schüsse fielen. «Wir dachten erst, dass etwas zu Boden gefallen sei», schildert ein Schüler die Ereignisse. «Aber dann merkten wir schnell, dass etwas Schlimmeres vorgefallen war. Wir hörten Schreie und erneute Schüsse».

Ein Sicherheitsbeamte wies die verängstigten Schüler an, sich in der Kapelle des Parlaments zu verschanzen. Mehr als drei Stunden lang blieben die Schüler im dem Raum – und standen teilweise telefonisch in Kontakt mit ihren Angehörigen in der Schweiz

Wohl Einzeltäter

Nach neuesten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Einzeltäter aus, gestern hatten die Behörden noch über eine koordinierte Attacke mehrere Angreifer spekuliert. Bei dem Anschlag wurde ein Soldat und der Amokläufer selber getötet. Drei Personen wurden bei den Schusswechseln verletzt.

Die Attacke war der zweite mutmassliche Terroranschlag in Kanada innert wenigen Tagen. Bereits am Montag hatte ein mutmasslicher Dschihadist einen Soldaten getötet und einen weiteren schwer verletzt. (wst)

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