Lateinamerika
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From left, Brazil's President Jair Bolsonaro, Swiss Federal President Ueli Maurer and Swiss Federal Councillor Guy Parmelin pose during a bilateral meeting on the sideline of the 49th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Wednesday, January 23, 2019. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos under the topic

Die SVP-Bundesräte Ueli Maurer (M.) und Guy Parmelin (r.) trafen am Rande des WEF in Davos im Januar 2019 den brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro (l.). Bild: KEYSTONE

«Kein Freihandel mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!» – Widerstand gegen Mercosur-Abkommen

Südamerikanische und europäische Staaten, darunter die Schweiz, haben sich auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Unter dem Eindruck der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet wird Kritik laut. Grüne und Bauern zeigen sich skeptisch.



Die Efta-Länder, darunter die Schweiz, haben sich laut offiziellen Angaben mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur über einen Freihandelsdeal geeinigt. Mit dem Abkommen können Waren ohne Zölle zwischen der Schweiz und den Mercosur-Ländern ausgetauscht werden.

Die Einigung gab Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Ein Sprecher des Schweizer Wirtschaftsdepartements bestätigte am Abend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Abschluss. Details nannte er nicht.

Ausgehandelt haben den Vertrag nach zwei Jahre langen Diskussionen auf der einen Seite die vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay sowie auf der anderen Seite die Efta-Länder Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Der genaue Inhalt des Abkommens lag vorerst nicht vor. Der Text muss in den Vertragsstaaten noch ratifiziert werden.

Mit einem Abkommen wollen die südamerikanischen Staaten die Zölle auf Industriegütern teilweise oder ganz abbauen. Im Markt der beteiligten südamerikanischen Staaten leben rund 260 Millionen Konsumenten.

Parmelin äussert sich am Samstag

Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der sich bei Bekanntwerden des Deals anlässlich der Berufsweltmeisterschaften in Russland aufhielt, wird sich am Samstag um 17 Uhr bei einem Pressekonferenz zum Durchbruch äussern.

Die Schweizer Industrie forderte mit Nachdruck ein Abkommen. Schweizer Firmen sollten demnach gegenüber der EU-Konkurrenz in den Mercosur-Ländern nicht mehr benachteiligt werden. Das Freihandelsabkommen ist in der Schweiz allerdings umstritten. Die Landwirtschaft etwa erwartet hohen Druck auf die Preise von Rindfleisch, Poulet, Ölsaaten und Zucker durch mehr Importe aus Südamerika.

Kritik von Bauern und Grünen

Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) kommentierte die Einigung auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ohne den genauen Inhalt zu kennen kritisch. Grosse Fragezeichen setzt er insbesondere bezüglich zu weit gehenden Konzessionen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Für Ritter ist eine Agrarpolitik nicht mehr glaubwürdig, bei der einerseits im Inland strenge Vorgaben diskutiert und gemacht werden, deren Ziele andererseits beim Abschluss eines Freihandelsabkommens nur noch eine untergeordnete oder gar keine Rolle mehr spielen. Die Agrarpolitik in der Schweiz müsse eine Linie haben, so aber werde das Argument der Nachhaltigkeit zum Feigenblatt und der Bundesrat mache sich unglaubwürdig.

Auf der Online-Plattform campax.org hatten am Samstagmittag bereits über 24'000 Menschen eine Petition gegen die Unterzeichnung des Abkommens durch die Schweiz unterzeichnet. Die Petition trägt den Titel «Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!». Er verweist auf die Politik des brasilianischen Staatspräsidenten, welche von Kritikern als Grund für das Ausmass der derzeitigen Brände im Amazons-Gebiet verantwortliche gemacht wird.

Für die Parteipräsidentin der Grünen, Regula Rytz, kommt eine Unterzeichnung des Abkommens nur in Frage, wenn «es aus ökologischer und menschenrechtlicher Sicht einen Fortschritt bringt». Die Chancen dafür seien allerdings klein, sagt die Berner Nationalrätin gegenüber «20 Minuten».

«Man kann den Klimaschutz nicht mit Füssen treten und erwarten, dass alle anderen Staaten wegschauen und Geschäfte machen wollen. Was im Amazonas passiert, betrifft auch uns», so Rytz. Sie fordert den Bundesrat dazu auf, das Handelsabkommen in Form einer referendumsfähigen Vorlage ins Parlament zu bringen.

Wenn dieses «keine wesentlichen Verbesserungen für den Schutz des Regenwaldes und gegen die Vertreibung der indigenen Bevölkerung enthält», werde die Grüne Partei das Referendumg ergreifen, sagte Rytz gegenüber der Pendlerzeitung.

Widerstand auch in der EU

Nicht nur in der Schweiz wird der Freihandel mit den Mercosur-Staaten kritisch gesehen, sondern auch in der Europäischen Union. Im Juni hatten die EU und die Mercosur-Staaten eine Einigung über einen gemeinsamen Handelspakt erzielt. Dieses muss in der EU ebenfalls noch ratifiziert werden. Frankreich und Irland kündigten am Freitag wegen den Amazonas-Bränden allerdings eine Blockade des Freihandelsabkommens an.

Der französische Präsident sei zu dem Schluss gekommen, dass der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ihn über seine Umweltschutz-Absichten «belogen» habe, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. «Unter diesen Umständen lehnt Frankreich das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form ab», hiess es.

Die Regierung in Paris sieht das Mercosur-Abkommen schon länger kritisch, auch aus Sorge um französische Landwirte. Sie hatte sich Anfang Juli gegen eine rasche Ratifizierung des von der EU ausgehandelten Vertrags ausgesprochen und zusätzliche «Garantien» etwa für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes verlangt.

Auch Irland droht angesichts der Brände im Amazonas mit einem Veto: «Ich bin sehr besorgt, dass in diesem Jahr ein Rekordniveau an Zerstörung von Amazonaswald durch Feuer stattgefunden hat», sagte der irische Regierungschef Leo Varadkar am Freitag. Das Handelsabkommen sei noch zwei Jahre von der Ratifizierung entfernt. «Wir werden innerhalb dieser zwei Jahre Brasiliens Handeln im Umgang mit der Umwelt sehr genau beobachten», sagte Varadkar.

Neuntgrösster Handelsakteur

Das Freihandelsabkommen ist auch in Irland heftig umstritten. Irische Bauern fürchten, sie könnten durch billige Fleischimporte aus Südamerika aus dem Wettbewerb gedrängt werden. Finnland, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, hatte vorgeschlagen, über die Aussetzung von Fleischimporten aus Brasilien nachzudenken.

Europäische Freihandelsassoziation (Efta) ist der neuntgrösste globale Handelsakteur. Sie wurde 1960 von sieben Ländern gegründet, darunter die Schweiz. Weitere Mitglieder stiessen hinzu, bis die überwiegende Mehrheit von ihnen der EU beitrat. Im Jahr 2018 exportierte die Efta Waren im Wert von mehr als 310 Milliarden Euro und importierte Güter für 255 Milliarden Euro. Wichtigster Handelspartner ist die EU, die über 60 Prozent der von der Efta produzierten Waren und Dienstleistungen abnimmt. (cbe/sda/afp/awp)

Brände im Amazonas-Gebiet

Brasiliens indigene Völker kämpfen um ihren Lebensraum

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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 24.08.2019 17:28
    Highlight Highlight Ausgerechnet die beiden Bundesräte jener Partei, welche unbedingt sämtliche Staatsverträge dem Volk vorlegen wollten, versuchen nun das Freihandelsabkommen mit Brasilien ähnlich elegant an der Urne vorbeizuschmuggeln, wie schon jenes mit China?
  • #Technium# 24.08.2019 17:22
    Highlight Highlight Ich persönlich bin ganz klar für Freihandelsabkommen und stelle mich hinter den Bundesrat. Dass jetzt wieder Waldfreunde und Weltenverbesserer motzen, ist unwichtig.
    • sowhat 25.08.2019 15:48
      Highlight Highlight MMn ist weltweiter Freihandel von gestern. Gehört dringend wieder zurück gebunden. Es leiden zu viele darunter. Einheimisches oder geografisches Produzieren ist zeitgemässer und ressourcenschonender.
  • D_M_C 24.08.2019 16:02
    Highlight Highlight Die Politik könnte eben doch aktiv gegen den Klimawandel vorgehen!
    Genau dafür braucht es den Klimanotstand.
    Es kann doch nicht sein, dass die Nachhaltigkeit bei diesem Abkommen einfach komplett weggelassen wurde.
  • Doppelpass 24.08.2019 14:45
    Highlight Highlight Die Brände im Amazonas stehen auch im Zusammenhang mit unserem Konsum und unserer Politik.
    Was wir kaufen und wen wir wählen spielt eben eine Rolle.
  • Offi 24.08.2019 14:44
    Highlight Highlight Ich freue mich dass sich gegen das Abkommen Widerstand generiert. Mit diesem Präsidenten darf man keine Geschäfte tätigen, ich schäme mich für die Schweiz.
  • Hierundjetzt 24.08.2019 14:25
    Highlight Highlight Ok.

    Lehnen wir doch. das Abkommen ab.

    Voilà. Regenwald gerettet.

    Es ist so einfach💦

    Schwein gehabt.
  • Therealmonti 24.08.2019 14:15
    Highlight Highlight Dieses Abkommen ist eine Schande. Ich wundere mich jedoch, dass es (auch hier auf watson) Leute gibt, die sich tatsächlich wundern, dass die Schweiz ein solches Abkommen ratifiziert.
  • 01vinc09 24.08.2019 13:57
    Highlight Highlight Der Amazonas brennt und Brasilien wird von einem Rechtsextremisten regiert, der unsere Werte mit den Füssen tritt. Und was fällt uns Europäern dazu ein? Freihandel! Man könnte zwar auch sagen, kein Handel ohne konsequenten Klimaschutz, aber das wäre halt schon recht übertrieben...
    • D_M_C 24.08.2019 16:04
      Highlight Highlight *Klar, könnte man machen.
      Aber nein, so schlimm wird der Klimawandel schon nicht🙂*

      Ironie off
  • Köbi Löwe 24.08.2019 13:49
    Highlight Highlight Mercosur: Keine Ratifizierung durch NR+SR ist die einzige Lösung. Ein Land mit einem solchen Präsidenten versteht nur diese Sprache. Wer die Bauern zu solchen Taten ermuntert gehört vor den (.......).
    Der Regenwald hat eine so wichtige Funktion im Oeko Kreislauf der Erde.
    Brazil und Co. sollen der USA und GB liefern. Das passt zusammen.
    Ach ja noch etwas:
    Wer anzünden kann, kann auch selber löschen! Keine Löschhilfe!
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 24.08.2019 13:42
    Highlight Highlight Statt Soja zu importieren, damit Schweizer Rinder zu füttern und mit der Gülle unsere Böden und Gewässer zu versuchen, ist es viel sinnvoller das Fleisch direkt zu importieren. Wer weniger Fläche verbrauchen möchte, der sollte weniger Fleisch essen.
    • sowhat 25.08.2019 15:44
      Highlight Highlight Weniger Fleischessen, eiverstanden. Fleisch importieren, nicht einverstanden. Fleischproduktion ln der CH ohne importiertes Soja, einverstanden. Geht, naturnah, Weidehaltung, Bio teurer. = gut und richtig so. Und ein schönes Stück Fleisch macht wieder Freude.
  • Thor_Odinson 24.08.2019 13:30
    Highlight Highlight Finde ich gut die Unterschriftensammlung, habe ich unterzeichnet und weitergeleitet. Aber ob der Bundesrat diesmal auf die Unterstützer oder das Volk hört?
    • Paddiesli 24.08.2019 14:50
      Highlight Highlight Ich auch. 👍
    • ninolino 24.08.2019 15:40
      Highlight Highlight dito
    • bbelser 24.08.2019 16:03
      Highlight Highlight Ebenso! 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Opa 24.08.2019 13:14
    Highlight Highlight Ich denke, dass die Bauern in nicht allzu ferner Zukunft realisieren, dass 'die Grünen' ihre Interessen viel besser und nachhaltiger vertreten als 'die SVP', welche primär den 'Gschäftlimachern' für unmittelbare Gewinne und Bereicherung dient.
  • tii 24.08.2019 13:08
    Highlight Highlight Echt eine Schande! Wie kann man so einen Deal mit gesundem Menschenverstand überhaupt abschliessen?!
    Wirklich irgendwie klassisch Schweiz, hauptsache das Geld stimmt.
  • india_s 24.08.2019 13:00
    Highlight Highlight Dieses Entsetzen hier kann ich einerseits verstehen, es ist wirklich traurig was gerade (bzw. seit Jahren) auf der ganzen Welt der Natur angetan wird. Anderseits nervt es mich, dass nun Viele auf Naturschützer und verantwortungsvollen Konsument machen. Die ‚Vergehen‘ an der Natur finden überall und jederzeit statt. Auch in der reichen Schweiz sind viele Arten vom Aussterben bedroht und auch hier wird munter weiter ‚geschändet‘, natürlich immer mit einem sogenannten ‚wichtigen Grund‘. Sei es, dass wir letzte Naturparadise der Wasserkraft (Strom) opfern usw.. Erwarten wir das Andere anders sind?
    • india_s 24.08.2019 15:27
      Highlight Highlight @Dr. Evil - und so bestätigen Sie meine Worte. Wir Alle stellen unsere Bedürfnisse in den Vordergrund ohne Rücksicht auf die Natur. Daher meine Zeilen vorher. Der Bauer in Brasilien welcher das Land braucht um seine Ressourcen decken zu können, der Fischer mit seinen zerstörerischen Grossschleppnetzen welcher seine Ressourcen deckt usw.. Meine Erkenntnis war genau diese. Wir Alle machen mit daher fand ich diese Empörung einfach scheinheillig.
  • Magnum 24.08.2019 12:53
    Highlight Highlight Unglaublich unsensibel, das Timing vom Bundesrat. Dieses Freihandelsabkommen ist wenn schon als Hebel zu nutzen, um Bolsonaro zur Raison zu bringen. Stattdessen gibt der Bundesrat dieses Mittel aus der Hand und klopft dem Wüterich bildlich auf die Schulter. Muss man nicht verstehen...
  • FITO 24.08.2019 12:49
    Highlight Highlight Wehe den Geistern die wir gerufen!

    Dieser etwas ältere Clip von Steve Cuts ist heute aktueller den je.
    Play Icon
  • El Vals del Obrero 24.08.2019 12:38
    Highlight Highlight Von Mauerer sieht man in letzter Zeit nur die ganze Zeit Fotos, wie er grinsend neben Trump, Bolsonaro, Xi usw. steht.

    Will sich die Schweiz wirklich auf diese Seite begeben?

    Gut, das steht gar nicht zur Frage. Denn der Schweizter steht immer automatisch auf der Seite des Geldes, das ist schon fast genetisch so festgelegt.
    • hiob 24.08.2019 13:44
      Highlight Highlight warum die blitzer? stimmt doch auch. denkt ihr wir sind neutral oder was? haha
    • El Vals del Obrero 24.08.2019 15:36
      Highlight Highlight Wir sind doch neutral: Geld nehmen wir neutral von allen.
  • Blümerant 24.08.2019 12:35
    Highlight Highlight Da wäre doch jetzt ein Wahlkampf-Thema für die SVP. Bauern & Schweizer Landwirtschaft sowie Werte schützen. Faire Tierhaltung etc. Aber die suchen ja unterdessen Würmer in Äpfeln....🙈
    • schlorziflade 24.08.2019 13:12
      Highlight Highlight Seit wann setzt sich die SVP für Bauern ein? Daran lässt sich doch nichts verdienen...
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 24.08.2019 13:47
      Highlight Highlight Und was fressen die Schweizer Tiere? Importiertes Futter. Tierhaltung macht in der Schweiz gar keinen Sinn. Es führt nur viel Gülle. Wir importieren lieber direkt das Fleisch.
    • häxxebäse 24.08.2019 16:43
      Highlight Highlight Neokapitalist: warum exportieren wir dann fleisch? Würden wir nur lokal verkaufen, dann würde der import zurückgehen und auch die gülle massiv reduzieren.
      Die wahrheit ist, dass unsere grossproduzenten einfach kapitalistisch denken und das muss geändert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerLettant 24.08.2019 12:31
    Highlight Highlight https://act.campax.org/petitions/kein-schweizer-freihandelsabkommen-mit-amazonas-zerstorer-bolsonaro
  • Fly Baby 24.08.2019 11:14
    Highlight Highlight Wird jetzt das Rindfleisch aus Argentinien und Brasilien noch billiger? Die Prodega und CC werden sich freuen. 🤮
  • dr Waldschrat 24.08.2019 10:41
    Highlight Highlight ganau das Richtige für unsere Landwirtschaft !
  • TheRealDonald 24.08.2019 10:28
    Highlight Highlight In Anbetracht des unverantwortlichen Umgangs mit dem Regenwald in Südamerika wäre es ein mutiger (und notwendiger) Schritt gewesen, dieses Abkommen kurzfristig auf Eis zu legen. Aber leider knicken unsere Politiker bei mutigen Entscheiden oft vor irgendwelchen Lobbyisten ein, welche ja schliesslich auch viel Geld verdienen müssen. Und vielleicht wäre sogar das VR-Pösteli nach der Politkarriere gefährdet...
  • tomtom60 24.08.2019 10:27
    Highlight Highlight Wow, super Leistung und super Timing Herr Cassis! Die Schweizer Lobby Regierung unterstützt also die korrupten südamerkanischen Regime, deren Umweltzerstörung und Missachtung von Menschenrechten. Ich glaube kaum, dass das Schweizer Volk hinter Ihrem Entscheid steht. In wessen Dienst stehen Sie eigentlich? Ah ja klar, es steht ja im Artikel...
    • trio 24.08.2019 14:04
      Highlight Highlight Die Schweizer Regierung unterstütze auch gerne mal Philip Morris...
      Es wird Zeit uns endlich für die richtige Seite zu entscheiden. Und das ist weder Bolsonaro, noch Philip Moris. Es war auch nicht das Apartheitsregime...
  • Brett-vorm-Kopf 24.08.2019 10:26
    Highlight Highlight Herr lass Hirn regnen.
  • Lowend 24.08.2019 10:22
    Highlight Highlight Seit der bürgerlich-reaktionären Dominanz im BR steht die Schweizer Aussenpolitik halt nicht mehr im Sold der Humanität und Mithilfe, sondern im Sold des Kapitals und Kommerzes.
    • Jo Blocher 24.08.2019 14:25
      Highlight Highlight Steht sie schon lange!
  • Nonkonformist 24.08.2019 09:53
    Highlight Highlight Tolle Sache dieses Abkommen. Damit darf sich der Konsument wohl über günstigeres Rindfleisch freuen. Südamerikanisches Rindfleisch ist äusserst köstlich und stammt von Rindern, die auf grosses Wiesen leben. Sehr Tierfreundlich. Eine gute Entwicklung dieses Freihandelsabkommen. Als nächstes ist die USA drann.
    • JP del Grano 24.08.2019 13:23
      Highlight Highlight Genau! auf solchen groassen sattgrünen Wiesen nämlich:
      Benutzer Bild
  • M. Bakunin 24.08.2019 09:19
    Highlight Highlight Ist ein wenig politische Werbung erlaubt? Ich möchte das meine Kinder auch auf diesen Planeten leben können.


    Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!

    Das Abkommen hat einen direkten Einfluss auf die Abholzungen im Amazonas - diese werden dank erhöhten Agrarexporten noch weiter steigen!

    *Unterschreibe jetzt die Petiton an UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga & SECO-Vorsteher Guy Parmelin*:

    https://act.campax.org/petitions/kein-schweizer-freihandelsabkommen-mit-amazonas-zerstorer-bolsonaro?source=homepage
    • sowhat 25.08.2019 15:30
      Highlight Highlight Danke für den Link, hab unterzeichnet 👍
  • M. Bakunin 24.08.2019 09:10
    Highlight Highlight Ich hoffe das wenigstens ein paar wenige unglaublich viel Geld verdienen. Haben unsere Poliker kein Gewissen oder sind es doch nur die Lobbyisten die unser Lannd regieren?

    Ich bin sprachlos über die Ignoranz dieser Menschen. Es ist der einzige Planet auf den wir leben können und ihr unterstützt weiterhin die Brandrodung des Amazonas. Ihr solltet die Welt mit samt euren Blutsgeld verlassen und nicht das Leben von uns allen aufs Spiel setzen.

    "ich wär' hier so gerne zu Hause
    Denn die Erde ist mein Lieblingsplanet
    Doch ich werde hier nie so zu Hause sein
    wie die Freunde der Realität"
    • Clife 24.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Egal in welchem Land, die Lobbyisten regieren überall, solange sie die Angst verbreiten können, das Land zu verlassen...
    • Neruda 24.08.2019 13:00
      Highlight Highlight Unsere Politiker sind gleichzeitig Lobbyisten 😉 Schau dir mal all die Mandate an, mit denen sie schön abkassieren.
    • häxxebäse 24.08.2019 16:34
      Highlight Highlight Aber wir wählen die politiker. Wir bestimmen schlussendlich.
  • sowhat 24.08.2019 08:32
    Highlight Highlight Ähm, das bedeutet, wir sind indirekt mitschuld an der Zerstörung des argentinischen Regenwaldes? Wir torpedieren unsere Bauern und heizen das Klima weiter an in dem Produkte um den halben Globus zu uns und nach Brasilien transportiert werden.
    Seh ich das richtig?
    • sephiran 24.08.2019 10:21
      Highlight Highlight Yep
    • My Senf 24.08.2019 12:07
      Highlight Highlight Genau!
      Und das alles damit die deutschen mehr Autos nach Südamerika liefern, denn die Schweiz hat ja soo viele Zulieferer für die Automobilindustrie!

      Bedenke! Wir fördern Abholzung, Vergrösserung der Rinderzucht (2 grösster CO2/Methan Produzent) und dafür werden noch mehr CO2 Ausstoss Autos der sauberen Deutschen Autoindustrie nach Südamerika verschifft (natürlich mit den allergrössten drecksschifen)
      Weiss gar nicht was Du hast. Klassische Win/Win Situation 🤪
    • Matrixx 24.08.2019 12:43
      Highlight Highlight Kommt draufan, wen du fragst.
      Einige glauben, die Schweiz sei zu klein, um irgendwas beeinflussen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 24.08.2019 08:21
    Highlight Highlight Aber sonnst geht es eigentlich noch ? Die ganze Wirtschaft wird diesen Planeten noch komplett zerstören und das immer schneller. Und was macht die Schweiz ? von Naturschutz plapern und sonnst nichts.
  • Roman Loosli 24.08.2019 08:06
    Highlight Highlight Der Regenwald brennt und wirmachen ein Freihandelsabkommen!! Gehts boch gut im Hirn? Eine Schande!
    • Pomponius 24.08.2019 12:30
      Highlight Highlight Weshalb? Brasilien kann man die eigene wirtschaftliche Entwicklung nicht verbieten. Waren es nicht die Europäer, die durch die Antike hindurch bis in die Neuzeit ihren eigenen Kontinent und dann ab dem 16. Jahrhundert das damals dicht bewaldete Nordamerika fast gesamthaft abgeholzt haben? Ich finde, wir haben ganz schlechte Karten, wenn wir den Brasilianern und anderen Mercosur-Staaten sagen wollen, was sie zu tun haben...
  • Walter Sahli 24.08.2019 07:58
    Highlight Highlight Billiges Fleisch, das von Tieren stammt, die auf abgebranntem Regenwald geweidet haben...doch, klar, passt zur Schweiz! Wer braucht schon doofen Wald, wenn man billig Filet fressen kann?

    Cassis ist sicher unglaublich stolz auf sich. Mit was wird er wohl dem Parlament drohen, wenn es den Vertrag nicht ratifizieren will? Wahrscheinlich mit dem Verlust von 10 Mio. Arbeitsplätzen alleine in der Schweiz.
    • TheRealDonald 24.08.2019 10:30
      Highlight Highlight Wir haben es in der Hand, die richtigen Zeichen zu setzen, mit unserem Einkaufsverhalten sowie bei Wahlen und Abstimmungen. Lasst euch von den Politikern nicht an der Nase herumführen. Entscheidet selber.
    • Walter Sahli 24.08.2019 11:50
      Highlight Highlight Natürlich haben wir es selber in der Hand. Die Realität ist aber, dass Geiz geil ist, wenn's ums Essen geht. Sieht man immer wieder schön an den vielen Audis, Volvos und BMW mit Schweizer Kennzeichen auf den Parkplätzen der grenznahen Einkaufstempel.
    • häxxebäse 24.08.2019 16:33
      Highlight Highlight Es nützt gar nichts, das einkaufsverhalten zu ändern, wenn der markt schon offen ist. Wenn nicht wir, dann wird unsere gastro/hotellerie drauf anspringen wie eine rollige hündin. Wie beim argentinischen fleisch, das ja achso gut ist.
      Esswaren allgemein sollten quasi um die ecke kommen und nicht um die halbe welt reisen.

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Die Migros Aare will in den kommenden zwei Jahren rund 300 Stellen abbauen. Der Abbau gehört zu einem Sparprogramm, mit dem die in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau tätige Genossenschaft bis Ende 2021 rund 100 Mio. Franken pro Jahr einsparen will.

Wie die Migros Aare am Dienstag bekanntgab, soll der Abbau so weit wie möglich über natürliche Fluktuationen und interne Anschlussmöglichkeiten erfolgen. Allerdings kommt es zu punktuellen Kündigungen. So werden bis Ende Oktober in der …

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