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People-News

Ex-Manager: R. Kelly heiratete 15-jährige Aaliyah mit falschem Ausweis

21.08.2021, 14:01
R. Kelly und die verstorbene Aaliyah
R. Kelly und die verstorbene Aaliyah
Bild: AP/AP

Im Missbrauchsprozess gegen Musikstar R. Kelly (54, «I Believe I Can Fly») hat ein früherer Tour-Manager am Freitag zu Details zum Verhältnis Kellys mit der Sängerin Aaliyah ausgesagt. Kelly soll demnach 1994 die damals erst 15-Jährige als volljährig ausgegeben und geheiratet haben, weil er dachte, sie sei schwanger.

Der Manager sagte laut US-Medienberichten, er habe mit Geld von Kelly einen Beamten bestochen. Dieser habe Ausweispapiere fälschen sollen, so dass der zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alte Sänger die Jugendliche heiraten konnte, nachdem er von der mutmasslichen Schwangerschaft der 15-Jährigen erfahren habe. Auf der Heiratsurkunde aus Illinois ist Aaliyahs Alter mit 18 Jahren angegeben. In dem US-Bundesstaat ist Sex mit Minderjährigen illegal.

Der Manager sagte weiter aus, dass er sich nicht wohl dabei gefühlt habe, wie Kelly mit dem Teenager flirtete, es sei ihm als «zu freundschaftlich» vorgekommen. Kelly hatte Aaliyah 1992 kennengelernt, als sie 13 Jahre alt war, und dann zwei Jahre später ihr Album «Age Ain't Nothing But A Number» («Alter ist nichts als eine Zahl») produziert. Kellys Verteidigung soll laut «USA Today» die Geschehnisse abgestritten und argumentiert haben, dass es keinen Beweis für die Schwangerschaft gebe. Die Sängerin starb 2001 bei einem Flugzeugabsturz.

Kelly werden in dem Prozess im New Yorker Stadtteil Brooklyn unter anderem die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung vorgeworfen. Weil auch der Tatbestand «Racketeering» (etwa «organisiertes Verbrechen») zur Anklage zählt, können die eigentlich verjährten Geschehnisse Mitte der 90er-Jahre vor Gericht eingebracht werden.

Bei einer Verurteilung in allen Punkten droht dem Sänger eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang. Der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzende Musiker hat alle Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen und seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vorgeworfen. (aeg/sda/dpa)

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