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Ex-Manager: R. Kelly heiratete 15-jährige Aaliyah mit falschem Ausweis

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Ex-Manager: R. Kelly heiratete 15-jährige Aaliyah mit falschem Ausweis

21.08.2021, 14:0121.08.2021, 14:01
This combination photo shows singer R. Kelly after the first day of jury selection in his child pornography trial at the Cook County Criminal Courthouse in Chicago on May 9, 2008, left, the late R&amp ...
R. Kelly und die verstorbene AaliyahBild: AP/AP

Im Missbrauchsprozess gegen Musikstar R. Kelly (54, «I Believe I Can Fly») hat ein früherer Tour-Manager am Freitag zu Details zum Verhältnis Kellys mit der Sängerin Aaliyah ausgesagt. Kelly soll demnach 1994 die damals erst 15-Jährige als volljährig ausgegeben und geheiratet haben, weil er dachte, sie sei schwanger.

Der Manager sagte laut US-Medienberichten, er habe mit Geld von Kelly einen Beamten bestochen. Dieser habe Ausweispapiere fälschen sollen, so dass der zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alte Sänger die Jugendliche heiraten konnte, nachdem er von der mutmasslichen Schwangerschaft der 15-Jährigen erfahren habe. Auf der Heiratsurkunde aus Illinois ist Aaliyahs Alter mit 18 Jahren angegeben. In dem US-Bundesstaat ist Sex mit Minderjährigen illegal.

Der Manager sagte weiter aus, dass er sich nicht wohl dabei gefühlt habe, wie Kelly mit dem Teenager flirtete, es sei ihm als «zu freundschaftlich» vorgekommen. Kelly hatte Aaliyah 1992 kennengelernt, als sie 13 Jahre alt war, und dann zwei Jahre später ihr Album «Age Ain't Nothing But A Number» («Alter ist nichts als eine Zahl») produziert. Kellys Verteidigung soll laut «USA Today» die Geschehnisse abgestritten und argumentiert haben, dass es keinen Beweis für die Schwangerschaft gebe. Die Sängerin starb 2001 bei einem Flugzeugabsturz.

Kelly werden in dem Prozess im New Yorker Stadtteil Brooklyn unter anderem die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung vorgeworfen. Weil auch der Tatbestand «Racketeering» (etwa «organisiertes Verbrechen») zur Anklage zählt, können die eigentlich verjährten Geschehnisse Mitte der 90er-Jahre vor Gericht eingebracht werden.

Bei einer Verurteilung in allen Punkten droht dem Sänger eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang. Der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzende Musiker hat alle Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen und seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vorgeworfen. (aeg/sda/dpa)

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SVPler erhält Ehrendoktortitel in Russland – die Sonntagsnews
Martin Pfister und der Nachrichtendienst des Bundes warnen vor Terrorgefahr in der Schweiz und eine verurteilte Betrügerin lieferte die Idee für die Giacometti-Briefmarke der Post – die Sonntagsnews.
Verteidigungsminister Martin Pfister hat in der «SonntagsZeitung» die kriegsführenden Staaten im Konflikt mit dem Iran kritisiert. «Die Amerikaner und Israel haben den Iran aus der Luft angegriffen. Sie haben damit, wie auch der Iran, das Völkerrecht verletzt», sagt er der «SonntagsZeitung». Pfister schloss nicht aus, dass Europa in den Krieg hineingezogen wird. Dabei beschränke sich die Gefahr nicht auf klassische militärische Austragung, sondern auf asymmetrische Kriegsführung im Sinne von terroristischen Attacken. «Es besteht die Gefahr, dass es in der Schweiz zu Terroranschlägen kommt. Zudem könnte der Krieg eine Flüchtlingswelle auslösen, die auch uns erreichen wird», sagte Pfister weiter im Interview. Dass die Schweiz direkt durch iranische Langstreckenraketen bedroht sei, glaube er zwar nicht. Kollateralschäden schliesse er jedoch nicht aus. Pfister wolle deshalb Sicherheit umfassend betrachten. Neben Armee spielten auch Polizei und Nachrichtendienst eine wichtige Rolle.
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