Fussball
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
St. Gallens Ermedin Demirovic bejubelt sein Tor zum 2-2, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem BSC Young Boys Bern, am Sonntag, 23. Februar 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Saison geht weiter – Leader St.Gallen wird bald wieder um den Titel kämpfen können. Bild: KEYSTONE

Die Super League geht am 20. Juni weiter – keine Aufstockung auf 12 Teams

Die 20 Klubs der Super- und Challenge League haben sich an einer ausserordentlichen Generalversammlung in Bern für eine Fortsetzung der wegen des Coronavirus unterbrochenen Saison 2019/20 ausgesprochen. Gleichzeitig sprachen sich die Klubs gegen eine Aufstockung der Super League von zehn auf zwölf Teams aus.



Ja, es soll weitergespielt werden. So der Entscheid der Mehrheit (17 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und eine Enthaltung) der 20 Klubs der Swiss Football League am Freitag an der ausserordentlichen SFL-Generalversammlung in Bern.

Zudem hat sich die Liga gegen eine Aufstockung der Super League auf 12 Teams entschieden, für die sich etwa Sion oder Lugano zuletzt ausgesprochen hatten. Für die Umsetzung der Modusänderung hätte es eine Zweidrittelmehrheit gebraucht. Doch die Vorlage wurde deutlich abgewiesen, 14 Klubs stimmten für eine Beibehaltung des aktuellen Modus.

Um 14 Uhr erklären Ligapräsident Heinrich Schifferle und CEO Claudius Schäfer, wie es zu diesen Entscheiden kam. Wir tickern live.

Die Super League ihre Meisterschaft am 20. Juni wieder aufnehmen. Die bisher letzten Spiele in der obersten Spielklasse, in welcher noch 13 Runden ausstehen, waren am 23. Februar über die Bühne gegangen. Damals endete das Spitzenspiel zwischen Leader St.Gallen und den punktgleichen Young Boys nach einer dramatischen Schlussphase 3:3. Auch die Verfolger Basel und Servette (2:2) sowie Lugano und Sion (0:0) trennten sich Ende Februar unentschieden.

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in drei Wochen erfolgt ohne Publikum. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern bleiben vom Bundesrat bis Ende August untersagt.

ARCHIVBILD ZUM SDA-TEXT UEBER PRO- UND CONTRAS GEISTERSPIELE, AM MONTAG, 4. MAI 2020 - Une vue generale vide du stade de la Maladiere, le stade de football du club Neuchatel Xamax FCS le vendredi 28 fevrier 2020 a Neuchatel. La Swiss Football League (SFL) a reagit a l'ordre du Conseil federal et renvoie tous les matches de la 24eme journee de Super League et de Challenge League de ce week-end, en raison du risque de propagation du coronavirus. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Fussball wird bald wieder gespielt, die Zuschauerränge bleiben jedoch leer. Bild: KEYSTONE

Der Fahrplan für die Klubs, die ein eingeschränktes Training mit wenigen Ausnahmen (Sion, Xamax) bereits aufgenommen und ab dem 6. Juni die Möglichkeit für Testspiele haben, präsentiert sich nun sehr sportlich. Der provisorische Datenplan sieht mehrere englische Wochen vor, damit die beiden Meisterschaften am 2. August abgeschlossen werden können. Der detaillierte Spielplan erscheint im Verlauf der nächsten Woche.

Zudem stehen auch noch drei Cuprunden im Kalender. Wie der SFV mitteilte, sollen diese direkt nach Abschluss der Meisterschaften am 2. August ausgetragen werden. Die Viertelfinals finden voraussichtlich am 5./6. August statt, die Halbfinals am 8./9. August und der Final am Mittwoch, 12. August. Ebenfalls im August ist voraussichtlich die Fortsetzung der Europacup-Wettbewerbe mit dem FC Basel in der K.o.-Phase der Europa League.

Zdravko Kuzmanovic, vorne, beim Training des FC Basel 1893 im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Mittwoch, 20. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Den FC Basel erwartet ein besonders happiges Programm. Bild: KEYSTONE

Vorübergehende Änderungen im Reglement

Um die geordnete Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu garantieren, sind kurzfristige Anpassungen in den Reglementen der SFL notwendig. So beschlossen die Klubs mit einer temporären Regeländerung, bis zum Saisonende in beiden Meisterschaften jedem Team neu fünf statt wie gewohnt drei Auswechslungen pro Spiel zu erlauben, um das Verletzungsrisiko für die Spieler nach der langen Zwangspause zu reduzieren. Zudem verpflichten sich die Klubs, das vom Bundesamt für Gesundheit genehmigte Schutzkonzept vollumfänglich einzuhalten.

In weiteren Punkten des durch die Klubs eingeführten Reglements zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs werden die nationalen Lizenzen verlängert sowie die Qualifikationsperioden und Spielberechtigungen geklärt. Gemäss Artikel 6 des Reglements der FIFA zum Status und Transfer von Spielern, ist die Qualifikation und der Einsatz neuer Spieler vor dem Ende der laufenden Meisterschaft nicht zulässig; und zwar weder für internationale noch für nationale Übertritte. Einzig in Härtefällen sollen neue Spieler qualifiziert und eingesetzt werden können. Darunter fallen auch Spieler, deren letzter Arbeitsvertrag aufgrund von Covid-19 beendet wurde.

So reagieren die Klubs auf die Entscheide

Zum Entscheid für den Liga-Neustart per 19. Juni:

«Ich bin sehr zufrieden, auch darüber, dass der Entscheid so klar war. Jetzt freuen wir uns darauf, dass bald wieder über Fussball geredet wird und wir bald wieder spielen können.»

Wanja Greuel, CEO der Young Boys Keystone-SDA

«Ich bin natürlich zufrieden, dass die GV die aus meiner Sicht einzig richtigen Entscheide getroffen hat. Jetzt freue ich mich auf den Wiederbeginn der Meisterschaft.»

Ancillo Canepa, Präsident des FC Zürich und Komitee-Mitglied der Swiss Football League Communiqué

«Man will als Sportler die Entscheidung im Wettkampf und nicht irgendwo am grünen Tisch herbeiführen. Diese Chance haben wir jetzt. Was ich auch wichtig finde, ist die gesamte Entwicklung dieser Pandemie, die zuletzt in eine Richtung verlief, in der man Fussballer wieder mit einem besseren Gewissen aufeinander loslassen kann.»

Zum Entscheid für den Liga-Neustart per 19. Juni:Matthias Hüppi, Präsident FC St.Gallen keystone-sda

«Aufgrund des in Aussicht gestellten Bundeskredites und den positiven Zeichen unseres Aktionariats sowie der gesamten FCL-Familie hat sich der FC Luzern dazu entschieden, der Wiederaufnahme des Spielebetriebes, trotz Geisterspielen, zuzustimmen. Auch waren sportliche Überlegungen massgebend für den Entscheid, sollen doch insbesondere auch die Spieler ihrer Arbeit nachgehen dürfen, und sich in einem sportlichen Wettkampf messen.»

Philipp Studhalter, Präsident FC Luzern und Komitee-Mitglied der Swiss Football League Communiqué

Der Präsident des FC Luzern, Philipp Studhalter anlässlich einer Medienkonferenz des FC Luzern zur Entlassung des Trainers Rene Weiler vom Montag, 18. Februar 2019 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

FCL-Präsident Philipp Studhalter. Bild: KEYSTONE

«Der Servette FC, der eine Fortsetzung immer befürwortet hat, begrüsst den Entscheid.»

Communiqué

«Nun sind die Entscheide der Swiss Football League gefällt und wir stellen uns darauf ein. Erhebliche Probleme in Bezug auf den Wegfall der Kurzarbeit sind damit jedoch nicht gelöst. Die Frage, wie die Ertragsausfälle kompensiert werden können, ist nicht beantwortet. Wir verfügen über genügend finanzielle Mittel, um uns einige Wochen Zeit zu verschaffen. Doch wir stehen vor grossen Herausforderungen, welche uns viel abverlangen und uns belasten werden; aber wir gehen diese Aufgaben mit Herzblut an.»

Markus Lüthi, Präsident FC Thun Communiqué

«Die Freude ist natürlich gross. Wir haben viel gearbeitet schon nur in diesen zwei Wochen und auch zuvor daheim. Nun ist es schön, dass es weitergeht. Nun haben wir wieder ein Ziel vor Augen. Nun kann man auch das Training entsprechend einstellen, etwas planen kann.»

Valentin Stocker, Captain FC Basel Klub-TV

Zum Entscheid gegen die Zwölferliga:

«Mit der Ablehnung unseres Vorschlages für eine Zwölferliga haben sich die Vereine für den Stillstand des Schweizer Fussballs für die nächsten 5 Jahre ausgesprochen. Lausanne-Sport dankt allen Klubs, die dem Vorschlag gefolgt sind und für die Änderung gestimmt haben.»

Lausanne-Sport Communiqué

«Wir sind enttäuscht, aber nicht überrascht. Es war alles im Vorfeld schon klar. Der Entscheid der Versammlung ist klar. Das heisst aber nicht, dass er fair ist.»

Marco Degennaro, Geschäftsführer FC Sion twitter

«Was die Aufstockung betrifft, bin ich der Meinung, dass wir dieses Thema später in aller Ruhe und ohne Hektik wieder aufnehmen sollten. Auch betreffend den in Aussicht gestellten Darlehen des Bundes geht es nun darum, im Rahmen der nächsten Verhandlungsrunde die diversen kritischen Fragen zu bereinigen»

Ancillo Canepa, Präsident des FC Zürich und Komitee-Mitglied der Swiss Football League Communiqué

Ticker: 29.05.2020: PK SFL

(zap/dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 29.05.2020 15:27
    Highlight Highlight "neu fünf statt wie gewohnt drei Auswechslungen pro Spiel zu erlauben"

    Was spricht eigentlich dagegen, dies auch post-corona zu tun? Weiterhin insgesamt 3 mal auswechseln pro Spiel, aber mit bis zu 5 Spielern.
    • Entenmann 29.05.2020 16:02
      Highlight Highlight Was genau schlagen Sie vor? Weiterhin drei Auswechslungen aber mit bis zu fünf Spielern...?

      Gegen mehr Auswechslungen spricht, dass die reicheren Vereine, die sich eine hochkarätige Bank leisten können, bevorteilt wären. Zudem könnten so taktische Fehlüberlegungen rascher korrigiert werden, was ich schade fände. Vor allem aber unterbricht jeder Wechsel den Spielfluss, was selbst dann nervt, wenn der Schiri nachspielen lässt.
    • Pana 29.05.2020 16:14
      Highlight Highlight Nein, der Spielfluss wird nicht stärker beinflusst, weil weiterhin gleichviele Unterbrüche erlaubt sind (3, siehe Bundesliga). Es können einfach total mehr (+2) Spieler während diesen Unterbrüchen ausgetauscht werden.

      Den Einwand mit der reichen Ersatzbank lass ich nicht gelten. Alle Teams haben Ersatzspieler, die meistens zu eingesetzt werden (können).

      Taktische Fehlüberlegungen gibt es auch heute schon, und darauf wird mit Auswechslungen reagiert. Aber selten mit 2-3 Spieler auf einmal. Ich bezweifle stark, dass sich dies ändern würde. Und wenn auch, das könnte durchaus interessant sein.
    • Entenmann 29.05.2020 20:18
      Highlight Highlight Alles klar, das mit den Mehrfachauswechslungen hab ich nicht mitbekommen. Macht Sinn. Ansonsten sind wir uns nicht einig, macht aber auch nichts...
  • Spartan117CH 29.05.2020 15:07
    Highlight Highlight SFL Medienmitteilung https://www.sfl.ch/news/news/artikel/saison-wird-fortgesetzt-klubs-lehnen-aufstockung-ab/

    "Einzig in Härtefällen sollen neue Spieler qualifiziert und eingesetzt werden können. Darunter fallen auch Spieler, deren letzter Arbeitsvertrag aufgrund von Covid-19 beendet wurde. "


    Somit könnte Xamax die entlassenen Spieler von Sion spielberechtigt verpflichten und Sion darf nicht Serey Die einsetzen.

    xD Gruss an CC.
  • ThePower 29.05.2020 14:42
    Highlight Highlight Hoooop YB💛🖤
  • Sen 29.05.2020 14:36
    Highlight Highlight Wo liegt denn das Problem beim Anti-Fussballverein Lugano?
    In ihr Leichtathletikstadion verirren sich doch eh nur ein paar Knochen. Da kann man die letzten, verbleibenden Heimspiele problemlos als Geisterspiele bestreiten.
  • Dong 29.05.2020 14:14
    Highlight Highlight Bin erleichtert, auch über das klare Resultat. Die Fussballclubs wollen eben doch Fussball spielen, richtig so!

    BTW, wer wäre heute für den GC-Geisterspiele-Witz zuständig gewesen? Bitte nachreichen! Ich überleg mir in der Zwischenzeit schonmal ein paar CC-Scherze für später.
    • Mia_san_mia 29.05.2020 17:15
      Highlight Highlight Glenn Quagmire hat das in letzter Zeit übernommen 😜
  • Lars mit Mars 29.05.2020 13:05
    Highlight Highlight Und wenn CC jetzt motzt, denn gitz nur eis: Abfahrä, Mössiö!!!
  • Jä nu 29.05.2020 13:01
    Highlight Highlight Endlich eine klare Aussage. Man will spielen. Was den CC angeht gibt es nur einen Weg. Die Auseinandersetzung. Ansonsten soll er den Fussball im Wallis beerdigen. Sie können sich ja dann an den Funktionären wie dem Infantilen erfreuen.
  • SeboZh 29.05.2020 12:53
    Highlight Highlight Das Komitee bestand anscheinend nur aus Vertretern vom FCB und FCZ sowie der Liga.... Kann mir daher als FCZ Fan schon vorstellen, dass nicht alle ganz happy sind
    • SeboZh 29.05.2020 13:58
      Highlight Highlight https://www.srf.ch/news/schweiz/fussball-hilfspaket-nur-fcb-und-fcz-sassen-am-verhandlungstisch
  • HerbertBert 29.05.2020 12:47
    Highlight Highlight Hopp San Galle
    Inne mitem balle !

    Eventuell doch noch Meister? Oder das Momentum jetzt weg.
    • Dong 29.05.2020 20:45
      Highlight Highlight Das war kein Momentum, das war Qualität!
  • Elpampa 29.05.2020 12:40
    Highlight Highlight Und nächste Woche an dieser Stelle:
    CC beschreitet Rechtsweg!
    • Bullet-Tooth-Joni 29.05.2020 14:11
      Highlight Highlight Und kriegt hoffentlich endlich die Konsequenzen seiner Egotouren zu spüren!

      Los Thun und Xamax! Sion gehört relegiert! Die Hoffnung dazu hab ich nicht aufgegeben...
  • c-bra 29.05.2020 12:40
    Highlight Highlight Eigentlich good news, aber leider..
    hat wohl noch ein gewisser Herr Constantin etwas dagegen. Abwarten welche lustigen Ideen der noch auspackt.

Unvergessen

Ausgerechnet Burri trifft – und dann ist das legendäre Wankdorf-Stadion Geschichte

7. Juli 2001: Die Young Boys und Lugano bestreiten das letzte Spiel im alten Wankdorf-Stadion. Die Partie endet 1:1 – Reto Burri erzielte das letzte Tor in der Kultstätte. Einen Monat später wurde der Mythos Wankdorf gesprengt.

Das letzte Spiel! 22'200 Zuschauer kamen zur Dernière, unter ihnen der deutsche Ehrenspielführer Uwe Seeler und Ottmar Walter, ein Weltmeister von 1954. Gerhard Schröder, der Kanzler, entsandte eine Trauerbotschaft.

Reto Burri, der letzte Torschütze, erzählt, dass er «heute noch auf dieses letzte Tor im Wankdorf angesprochen wird». Die YB-Fans hätten sich womöglich einen anderen letzten Torschützen gewünscht. Burri war bei den Fans nicht beliebt. Manchmal hätte er sogar Angst gehabt, von …

Artikel lesen
Link zum Artikel