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Trump setzt rassistischen Tweet ab – dann schlagen vier Frauen zurück

Rep. Ayanna Pressley, D-Mass., speaking before the House Oversight Committee hearing on family separation and detention centers, Friday, July 12, 2019 on Capitol Hill in Washington. (AP Photo/Pablo Ma ...
Ayanna Pressley, eine der Demokratinnen, die Trump angegriffen hat.Bild: AP

Trump setzt mächtig rassistische Tweets ab – dann schlagen vier Frauen zurück

14.07.2019, 22:3415.07.2019, 07:24

US-Präsident Donald Trump hat Ärger am Hals. Einmal mehr wird er des Rassismus' bezichtigt, nachdem er demokratische Kongressabgeordnete auf Twitter angegriffen hat. Trump schrieb:

«Es ist so interessant zu sehen, wie ‹progressive› demokratische Kongressabgeordnete, die ursprünglich aus Ländern kamen, deren Regierungen eine vollständige und totale Katastrophe sind (...), jetzt laut und bösartig dem Volk der Vereinigten Staaten, der grössten und mächtigsten Nation der Welt, sagen, wie unsere Regierung geführt werden soll.»

Mit der Tweet-Welle angesprochen werden gemäss «BBC» vier linke, demokratische Frauen mit dunklem Teint. Drei davon, Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley wurden in den USA geboren und sind auch dort aufgewachsen, die vierte, Ilhan Omar, zog als Kind in die USA.

Funfact: Ocasio-Cortez wurde im Stadtteil Bronx in New York geboren, rund 12 Meilen vom Queens Hospital entfernt – dort wo Donald Trump 1946 zur Welt gekommen ist.

Der Twitter-Angriff auf die vier Politikerinnen folgt eine Woche nachdem sich diese mit Nancy Pelosi, der demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses, getroffen haben.

Im dreistufigen Tweet schrieb Trump ausserdem:

«Warum gehen sie nicht zurück und helfen, die völlig zerstörten und kriminell belasteten Orte zu reparieren, von denen sie kamen. Dann können sie zurückkommen und uns zeigen, wie es geht.»
«Diese Orte brauchen eure Hilfe dringend, ihr könnt nicht schnell genug gehen. Ich bin sicher, dass Nancy Pelosi sehr gerne schnell freie Reisearrangements ausarbeiten würde!»
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Die Reaktionen

Natürlich liessen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Nancy Pelosi zitierte Trumps Tweets und bezeichnete diese als fremdenfeindlich.

«Wenn Donald Trump vier amerikanischen Kongressabgeordneten sagt, dass sie in ihre Länder zurückkehren sollen, bekräftigt er seinen Plan, ‹Amerika wieder gross zu machen›. Dieser beinhaltete schon immer, Amerika wieder weiss zu machen. Unsere Vielfalt und Einheit sind unsere Stärke.»
Nancy Pelosi

Rashida Tlaib, eine der gemäss «BBC» vier angesprochenen Politikerinnen, forderte auf Twitter Trumps Impeachment. Sie schrieb:

«Willst du eine Antwort auf ein gesetzloses und vollständiges Versagen eines Präsidenten? Er ist die Krise. Seine gefährliche Ideologie ist die Krise. Er muss des Amtes enthoben werden.»
Rashida Tlaib
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Rashida Tlaib.Bild: EPA/EPA

Ayanna Pressley, eine weitere der angegriffenen Demokratinnen, postete auf Twitter:

«SO sieht Rassismus aus. So wie WIR sieht die Demokratie aus. Und wir werden nirgendwo hingehen. Ausser zurück nach DC, um für die Familien zu kämpfen, die du jeden Tag ausgrenzst und verleumdest.»
Ayanna Pressley

Ilhan Omar, ebenfalls attackiert, äusserte sich folgendermassen:

«Als Mitglieder des Kongresses sind die Vereinigten Staaten das einzige Land, dem wir einen Eid leisten. Deshalb kämpfen wir darum, es vor dem schlimmsten, korruptesten und unfähigsten Präsidenten zu schützen, den wir je gesehen haben.»
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Ilhan Omar.Bild: EPA/EPA

Auch Alexandria Ocasio-Cortez meldete sich gleich mit mehreren Tweets zu Wort. Sie schrieb unter anderem:

«Herr Präsident, das Land, aus dem ‹ich komme› & und das Land, auf das wir alle schwören, sind die Vereinigten Staaten. Aber angesichts der Art und Weise, wie Sie unsere Grenzen mit unmenschlichen Lagern zerstört haben, alles zu Ihrem Vorteil (...), haben Sie völlig Recht mit der Korruption, die Ihnen zu Füssen liegt.»
Alexandria Ocasio-Cortez

In den sozialen Netzwerken überschlagen sich die Reaktionen, eine davon kommt von US-Politikkommentator Josh Rogin. Er schreibt: «Das ist ein neuer, schrecklicher, rassistischer, trauriger Tiefpunkt, selbst für Trump.»

Auch Bernie Sanders meldete sich zu Wort: «Wenn ich den Präsidenten als Rassist bezeichne, meine ich damit solche Dinge. Wir müssen zusammenstehen für Gerechtigkeit und Würde gegenüber allen.»

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