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Wie findet man am besten zur Lust? Webportale sollen Frauen helfen. bild: shutterstock

Tausend Mal berührt: So befriedigen sich Frauen in der Schweiz

Eine Studie liefert erstmals Zahlen darüber, wie oft und warum Schweizerinnen sich selber befriedigen. Und Webportale zeigen, auf wie viele Arten sich die Lust ausleben lässt.

katja fischer de santi / schweiz am wochenende



Ava liegt im gelben Kleid auf ihrem Bett. Ihre rechte Hand schiebt sie zwischen ihre Schenkel. Sie lächelt und erklärt in aller Ruhe, wie ihr Zeigfinger und ihr Mittelfinger ihre Klitoris umkreisen: «Langsam, fast ohne Druck, in Schlaufen, die dann immer tiefer nach unten führen.» Die Kamera bleibt auf ihrem Gesicht.

Ava ist keine Pornodarstellerin, sie ist eine 25-jährige Amerikanerin mit dunklen Locken. Und Teil des Webprojektes omgyes.com, einer Website, auf der Frauen zwischen 18 und 70 Jahren ihre Solo-Sextechniken erklären und demonstrieren. Im Namen der Wissenschaft und mit der Mission, die weibliche Lust zu entmystifizieren. Nicht mit blumigen Worten, sondern konkret. «Etwas nicht zu zeigen, bestärkt die Annahme, dass etwas nicht gezeigt werden sollte, weil es verboten und schamvoll ist», sagt Rob Perkins, einer der Gründer der Website. Mit ihren Videos beweisen sie das Gegenteil und leiten die Frauen nicht nur bildhaft an, sondern geben ihnen auch eine Sprache, um über ihre Lust zu sprechen.

«Dass fast alle Frauen masturbieren und dies mit grossem Lustgewinn, wissen wir zum Glück inzwischen.»

Andrea Burri

Denn die weibliche Masturbation, Frauen, die sich selber Lust verschaffen, ist eine der letzten Dunkelkammern menschlicher Sexualität. Jahrhundertelang streng bewacht von Kirche und Psychiatrie, die dafür sorgten, dass der weibliche Orgasmus, solange er nicht nur durch männliche Penetration ausgelöst wird, als «hysterische Krise» und Sünde abgetan wurde.

Eine, die aus wissenschaftlichem Interesse das Licht genau auf diese noch dunkle Stelle richtet, ist die Zürcher Sexualwissenschafterin und Genetikerin Andrea Burri. «Dass fast alle Frauen masturbieren und dies mit grossem Lustgewinn, wissen wir zum Glück inzwischen», sagt Burri. Aber wie und wie oft sich Schweizer Frauen selber Lust verschaffen oder warum es fünf Prozent nie tun, sei kaum erforscht. Die Sexualwissenschafterin hat darum 425 Frauen zu ihrem Umgang mit Selbstbefriedigung befragt.

Frauen befriedigen sich nicht aus Frust über schlechten Sex selbst

Die wichtigste Erkenntnis, die Burri aus der Studie zieht: Selbstbefriedigung ist für Frauen keine Ersatzhandlung für Sex mit einem Partner. 85 Prozent gaben an, sich auch selbst zu befriedigen, wenn sie guten Sex hätten. «Frauen befriedigen sich selbst, um die Lust auf Sex mit dem Partner zu steigern und weniger aus Frust über schlechten Sex», sagt Andrea Burri. Und sie tun es ziemlich oft.

«Für ein erfülltes Sexleben müssen Frauen selber Hand anlegen, sonst nützt der beste aller Liebhaber nichts.»

Dania Schiftan

Zehn Prozent der Befragten befriedigen sich mindestens einmal pro Tag. Mehr als die Hälfte der durchschnittlich 26 Jahre alten Frauen legt mindestens einmal pro Woche selbst Hand an. Ein Zuviel gebe es bei der Selbstbefriedigung nicht, stellt die Sexologin klar. Die Klitoris sei ein Schwellkörper, wenn dieser nicht berührt und gebraucht wird, dann verkümmern diese Nervenenden ein bisschen. Erst wenn die Onanie obsessiv werde und nicht mehr mit dem Alltag vereinbar sei, werde es kritisch. Ansonsten gelte: «Je mehr, desto besser, die Lust kommt mit der Übung.»

Bild

Die Zürcher Sexologin Dania Schiftan schrieb ein Buch über weibliche Orgasmen. bild: zvg

Genau darüber hat eine andere Zürcher Sexologin ein äusserst erfolgreiches Buch geschrieben. «Coming soon. Orgasmus ist Übungssache» von Dania Schiftan landete kurz nach der Veröffentlichung letzten Jahres auf der «Spiegel»-Bestsellerliste. Es ist ein Ratgeber, wie Frau sich in zehn Schritten zum vaginalen Höhepunkt bringen kann. «Für ein erfülltes Sexleben müssen Frauen selber Hand anlegen, sonst nützt der beste aller Liebhaber nichts», sagt die Autorin.

Die weibliche Sexualität sei nicht komplizierter als die männliche. «Aber sie spielt sich versteckter ab, und es braucht Übung. Sehr viel Übung.» 2000 bis 10'000 Mal müsse eine Stelle am Körper positiv berührt werden, bis das Gehirn die Verbindung macht und mit Erregung reagiert. «Die Klitoris und vor allem die Vagina sind nicht einfach per se erogene Zonen, die Mann oder Frau nur berühren muss und schon zündet ein Feuerwerk», sagt Dania Schiftan.

Während kleine Buben ihren Penis früh und in vielen Situationen berühren, damit spielen, ist die Vagina der Mädchen bedeckt, sie wird nicht automatisch sensibilisiert und berührt. Die meisten Frauen wüssten zwar ganz genau, wie sie sich selbst schnell zum Höhepunkt bringen, aber sie würden es immer auf dieselbe, oft ziemlich mechanische Art machen. Die Kunst liege aber in der Varianz, und die müsse geübt werden. «Sonst gibt es im Hirn nur diese eine Lustautobahn, und wehe, der Partner fährt nicht exakt da drauf», sagt Schiftan.

Schambehaftetete, unbekannte Vulva

Für zu viele Frauen ist ihre Scham tatsächlich schambesetzt. «Etwas Unbekanntes, an das sie selbst ihren Partner nur ungern lassen», sagt Schiftan. Eine aktuelle deutsche Studie hat gezeigt, dass 44 Prozent der Frauen Schwierigkeiten haben, die Vagina zu lokalisieren (Verbindung zwischen Gebärmutter und dem äusseren Geschlechtsteil), 60 Prozent wissen nicht, wo sich die Vulva befindet (alle äusseren weiblichen Geschlechtsorgane zusammen).

«Weibliche Sexualität war lange Zeit an die Sexualität des Mannes und dessen Befriedigung gekoppelt», sagt die Sexualtherapeutin. Selbst in Schulbüchern sind die Darstellungen bis heute unzureichend. Auch der umgangssprachliche Begriff Scheide für die Vagina zeigt davon. Bezeichnete eine Scheide ursprünglich doch eine «Hülse aus festem Material, in die ein Schwert oder Messer hineingesteckt wird». Die Vagina als Loch für den Penis.

Lust nur für sich selbst zu erleben – ohne Schuldgefühle

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Bücher wie «Viva la Vulva» oder «Hand drauf» zeugen von einem Befreiungsschlag. Sexualwissenschafterinnen fordern, dass statt von Schamlippen von Geschlechtslippen gesprochen wird. Künstlerinnen lassen Gipsabdrücke von Vulvas anfertigen, um ihre Verschiedenartigkeit und Schönheit zu zeigen. Und Frauen wollen guten Sex, mit sich allein und mit Partnern. Gut so, sagt Andrea Burri, denn es sei nicht allzu lange her, da hätten Frauen Schuldgefühle gehabt, wenn sie masturbierten. «Also ob sie fremdgehen würden, weil sie Lust nur mit sich selbst erlebten.» Das sei Blödsinn. Selbstbefriedigung sei ein eigenständiger Teil der Sexualität.

Wobei Frauen nicht nur aus sexuellem Verlangen masturbieren. Sie tun es laut den Umfrageergebnissen genauso oft, um zu entspannen (44 Prozent), sehr häufig einfach aus Langeweile (27 Prozent) oder um besser einschlafen zu können (22 Prozent). Und vielleicht ist dies die wichtigste Aussage der Studie. Weibliche Selbstbefriedigung kann eine grosse Sache sein, sie sollte aber vor allem eines sein: ganz alltäglich und normal.

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75
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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fenyra Fux 26.08.2019 14:05
    Highlight Highlight Sooo viele Berichte über die Sexualität und Selbstbefriedigung der Frauen... Dagegen ist nichts zu sagen und ich finde es spannend.
    Aber ich würde ebenso gerne mehr über das selbige Thema beim Mann erfahren.
    Oder gibt es da keine spannenden Studien?
  • Don Huber 26.08.2019 09:45
    Highlight Highlight An die Ladys: Ruft einfach Body love an (moi)
  • Zeit_Genosse 26.08.2019 08:06
    Highlight Highlight Und beide Geschlechter verfügen über sehr ähnliche und grosse Sexorgane. Unser Hirn wir ob dem vielen Rumgefummle fast vergessen. Jedes Nervensignal von „da unten“ kommt im Hirn an, wo es Hormone steuert. Wenn die Nervensignale auf gute Erfahrungen (Bilder/Gefühle) treffen, dann ist der Sex eher gut (also weniger Porno, mehr natürliche Realität). Und trotzdem sollte Sex nicht verkopft werden.
  • Zeit_Genosse 25.08.2019 20:18
    Highlight Highlight Sex sollten beide Geschlechter kultivieren ob mit sich oder anderen. Nebst der Fertigkeit möglichst rasch zum Orgasmus zu kommen, kann man auch auf möglichst vielen Wegen dazukommen. Die Varianz und Häufigkeit lässt die Nerven der Geschlechtsteile und die dafür verantwortlichen im Hirn wachsen und damit stehen mehr Sensorik und unterschiedliche Signale zur Verfügung. Verschiedenartige Orgasmusgefühle bereichern. Also nicht nur rubeln, sondern auch mal Zeit und Musse zur persönlichen Sexentwicklung.
  • Lucida Sans 25.08.2019 17:16
    Highlight Highlight Vielleicht müsste man für die Anatomie der Körpermitte neue Begriffe schaffen. Also Schluss mit Schambereich, Schambein etc.
    • Chrésh Dii-Ahn Parzival 25.08.2019 23:08
      Highlight Highlight Überhaupt, nicht das Geschlecht, sondern das Gegut....
  • Albert Stpeck 25.08.2019 14:40
    Highlight Highlight Liebe Journis: Wie eigentlich würden Artikel dieser Art illustriert, wenn es keine Zitrusfrüchte gäbe?
    • Team Insomnia 25.08.2019 16:12
      Highlight Highlight Apfelkuchen🤷‍♂️🤔?
    • Macrönli 25.08.2019 20:04
      Highlight Highlight 🥑
    • Rosari Lux 26.08.2019 13:27
      Highlight Highlight Watson darf mich gerne für Vulva Illustrationen anfragen. Viva!
  • Devilduck 25.08.2019 14:36
    Highlight Highlight Ich könnte aus dem Stand (Stand, hihi) mindestens ein Dutzend Synonyme für die männliche Masturbation aufzählen. Von Mütze/Glatze/Mütze/Glatze, über fünf gegen Willi, von der Palme wedeln etc. Diejenigen für weibliche Selbstbefriedigung sind rar. Zwei hübsche habe ich aber immerhin aufgeschnappt: Drei gegen Petra und - mein Favorit - die Perle polieren.
    • Mr. Kr 25.08.2019 19:09
      Highlight Highlight Mütze/Glatze/Mütze/Glatze, dazu bin ich nicht mehr in der Lage. Gibt nut Glatze😝
    • Hzwo 26.08.2019 12:37
      Highlight Highlight Faat das Selbe hat Karolin Kebekus mal gesagt. Ob sies wohl "erfunden" hat?
  • Theodorli 25.08.2019 13:45
    Highlight Highlight Früher hieß es . Das machen Erwachsene nicht.

    Mann ist doch kein Wixer.
    • Devilduck 25.08.2019 17:05
      Highlight Highlight https://nam02.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fyoutu.be%2FFyljoWwp7tc&data=02%7C01%7C%7C1cc299856c854f5d3d9d08d7296d44ae%7C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%7C1%7C0%7C637023421582022442&sdata=HRae9%2F6hD8xI3z2WvNUbhVHkw89B22lvuoPNE7rf9t8%3D&reserved=0
    • karl_e 26.08.2019 11:11
      Highlight Highlight Das Wixen führt zu Hirnerweichung und Rückenmarkschwindsucht. Merkt euch das, ihr Jungmänner.
    • sapperlord 26.08.2019 12:33
      Highlight Highlight @karl_e: ...und blind auch!
  • Sheez Gagoo 25.08.2019 13:03
    Highlight Highlight Dann ist das jetzt auch geklärt.
  • Hier Name einfügen 25.08.2019 11:22
    Highlight Highlight Ich finde, hier wird zu viel Aufhebens um ein ziemlich banales Thema gemacht.
    Macht es, oder macht es nicht, ganz wie es euch eben gefällt.
    • ojama 25.08.2019 15:33
      Highlight Highlight Es ist leider zu häufig Frauen bezogene Dinge zu banalisieren und sie als unwichtig abzutun. Ich denke deshalb die Blitze..
    • The Count 25.08.2019 20:39
      Highlight Highlight Genau meine Meinung. Dass hier so geblitzt wird ist bezeichnend...
  • Waldeslust 25.08.2019 10:49
    Highlight Highlight Schönes Thema für einen entspannten Sonntagmorgen 😁.

    Grade erst geschmökert:
    "What's fappening? - Eine Untersuchung zur Selbstbefriedigung im 21. Jahrhundert", von Hanna Sophia Rose.
    Hier als Open Access downloadbar:
    https://www.psychosozial-verlag.de/7300

    Interessant für mich:
    "Ferner weisen die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass Frauen nicht nur multiple Motive haben, warum sie masturbieren, sondern ihre Einstellung, ihr Umgang im Umfeld und ihre Vorstellungen zum Thema Masturbation eng miteinander verwoben sind."

    Frauen, genießt und entdeckt, was euch gut tut 😘.
  • balzbe 25.08.2019 10:32
    Highlight Highlight Selbstbefriedigung: Die Liebe an und für sich.
  • Sommersprosse 25.08.2019 10:24
    Highlight Highlight Der Aufklärungsunterricht (Sexualkunde) in den Schulen und auch entsprechende Literatur muss endlich überarbeitet werden. Weg von der Vaginazentriertheit und Schamhaftigkeit. Junge Mädchen (und Jungen natürlich auch!) sollten wissen, wie komplex die Klitoris aufgebaut und eben nicht nur aus einem Zipfelchen besteht. Wer seinen Körper anatomisch gut kennt und benennen kann, geht freier mit Sexualität um.
    Die Begrifflichkeiten müssten, wie im Artikel erwähnt, auch verändert werden. Das schönste Wort, was ich für Schamlippen bis jetzt gehört habe, war ‚Venuslippen‘.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 25.08.2019 18:05
      Highlight Highlight Amen, liebs Märzespriggeli.
    • Der Soziale 25.08.2019 19:40
      Highlight Highlight Und das blödste Wort, dass ich für Hoden gehört habe ist... Schambällchen! 🙄😂
    • Sommersprosse 26.08.2019 00:19
      Highlight Highlight Dann passend dazu aber auch Schamschniedel oder -schniepi. Auf Schweizerdeutsch Schamschnäbi oder -zipfeli, oder?

      @Gähn: Vielen Dank! ☺️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 25.08.2019 10:08
    Highlight Highlight Wenn man als Kind von Haus aus nicht offen über die Sexualität (Selbstbefriedigung, erster Sex ect.) mit den Eltern sprechen kann und seine Bravo Heftli und Pornos unter der Matratze verstecken muss, ist es klar, dass die Selbstbefriedigung bei Frauen ( gilt aber auch bei Männern) ein Tabuthema bleibt.

    Ich bin sehr froh, dass ich mit meinen Eltern offen über alle möglichen Themen sprechen konnte. Schamgefühl kenne ich daher nicht.

  • nass 25.08.2019 10:00
    Highlight Highlight Schaut mal auf Insta... unter the.vulva.gallery. Sehr edukativ im Zusammenhang mit dem weiblichen Geschlechtsorgan.
  • Sek L. Schweiss 25.08.2019 09:38
    Highlight Highlight anhand des titels habe ich im artikel kuchendiagramme erwartet.
  • Jazzdaughter 25.08.2019 09:31
    Highlight Highlight Apropos Klitoris: An alle frauenliebenden Männer, wenn ihr eine Frau nur vaginal befriedigt, ist die Chance, dass sie zu einem Orgasmus gelangt, etwa bei 30%. Hingegen mit klitoraler Stimulierung sind es gute 90%! Nur so als Tipp, von einer Frau, die selber Frauen liebt ;) happy loving allerseits!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 25.08.2019 18:14
      Highlight Highlight @Jazzdaughter
      Grundsätzlich absolut richtig.
      Ich bin mir in einer Sache nicht ganz sicher, meine letzte Partnerin hatte eine relativ gut trainierte Beckenbodenmuskulatur. Mit ihr hatte ich öfters auch das Wunder des gleichzeitigen Orgasmus erlebt.
      Mit einer anderen war es fast ähnlich, diese verzichtete jedoch vollkommen auf Selbstbefriedigung und Training dieser Muskelgruppe.
      Spielt diese Muskulatur jetzt eine große Rolle oder eben nicht?
      Ich habe es aber auch schon erlebt, dass eine ehemalige Partnerin einen erneuten Höhepunkt hatte, weil ich ihr den Rücken gekrault habe.
  • Typu 25.08.2019 09:30
    Highlight Highlight Immer dieses riesen tamtam bei der frau. Dabei ists doch simpel. Jedes jahr das gleiche theater.
  • DruggaMate 25.08.2019 09:30
    Highlight Highlight Wichtiges Thema! Auch als Mann ist es schwierig guten Sex mit Frauen zu haben, die schlicht nicht wissen was ihnen gefällt oder wie Mann sie stimulieren kann. Da kann man sich noch so viel Mühe geben. Ist auch irgendwie beruhigend zu wissen, dass es in diesem Fall nicht zwingend an mir liegt.

    Also Ladies: Keine Scham, Übung macht die Meisterin und ist nicht weniger normal als bei uns Männern.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 25.08.2019 18:19
      Highlight Highlight @häxxebese
      Muss nicht unbedingt sein.
      Ich liebe es, meiner jeweiligen Partnerin den Rücken zu kraulen. Gerne auch den ganzen Tag. 😊
      Und von wegen Männer und optische Reize. Finde ich ganz nett. Aber ich mag optische Deprivation um meinen Tastsinn und die anderen Sinne zu schärfen. Finde ich unheimlich schön.
    • Waldeslust 25.08.2019 22:46
      Highlight Highlight @häxxebäse:
      Meinst du nicht, dass du da zu sehr von dir auf alle Frauen schließt?
      Ich reagiert sehr auf visuelle Reize. Zb auf erotische Bilder und gut gemachte Pornos.

      Was sagt die Wissenschaft? 70-80% der Frauen masturbieren, 25% schauen dazu Pornos.
      Weitere weibliche Favoriten: erotische Literatur, Bilder, Erinnerung an reale sexuelle Erlebnisse, Phantasien - dazu zählen dann auch Düfte, Stimmen etc.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.08.2019 07:28
      Highlight Highlight @Häxxebese
      Lassen auch alle an einer Hand abzählen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 25.08.2019 09:30
    Highlight Highlight Das Bild, welches den Artikel begleitet, illustriert auf wundersame Weise mit welcher Verschämtheit wir an eine seit Ewigkeiten ausgeübte Aktivität (sich manuell Lust verschaffen) herangehen. Abraham und seine nachfahren haben uns zur Orange und zur Banane gebracht !
    Die Alten Aegypter und Inder waren fortschrittlicher.
    Benutzer Bild
  • Tekk 25.08.2019 08:46
    Highlight Highlight Vieleicht sollte man das Thema auch bei Männern mal aufarbeiten, es ist ja nicht so als wenn das Thema bei uns Männern positiv behaftet wäre. Hat Masturbieren früher noch blind gemacht, wird auch heute noch der Ausdruck "Wixer" gerne im negativen Sinn benutzt.
  • Rethinking 25.08.2019 08:05
    Highlight Highlight Die Weibliche Lust war und ist teils immer noch ein Tabuthema...

    Geht es nur mir so, oder habt ihr nicht auch den Eindruck, dass es sehr viel mehr Bücher und Artikel zu diesem Thema gibt, als zur Männlichen Lust?

    Ein Tabuthema über das viel mehr geschrieben wird als über das Nicht-Tabuthema...

    Wohl weil es vor allem im Alltag und in der Beziehung ein Tabuthema ist und so der Mangel an Konversation kompensiert werden kann?
    • Roman h 25.08.2019 09:08
      Highlight Highlight Es ist sicher in der Schweiz schon lange kein Tabuthema mehr.
      Daher sind die vielen Berichte über das angebliche Tabuthema etwas fehl am Platz.
      Ja im Ausland ist es noch ein Tabuthema aber denen bringt das ja nichts wenn man hier alle paar Monate ein Bericht darüber schreibt.
    • Waldeslust 25.08.2019 11:00
      Highlight Highlight @wolge: Hab oben auf ein Buch hingewiesen. Die Autorin schreibt, dass Jungen über Masturbation erfahren durch peers, also durchs Reden mit Gleichaltrigen oder älteren Brüdern. Mädchen hingehen sehr viel weniger durch peers, sondern durch Bücher oder die gute alte Bravo.
      Für Jungen ist Selbstbefriedigung also von Anfang an viel selbstverständlicher erlebt als bei Mädchen. Dieser gender gap wird geringer im Erwachsenenalter, aber löst sich nicht auf.
      Von daher brauchst und gibts wohl aktuell mehr Thematisierung der weiblichen Masturbation in den Medien.
    • Ueli der Knecht 25.08.2019 14:28
      Highlight Highlight "Ein Tabuthema über das viel mehr geschrieben wird als über das Nicht-Tabuthema"

      Vielelicht weil es das Schreiben über das Tabuthema nur Verkleidung ist, um Leser des Nicht-Tabuthemas zu befriedigen.

      Oder konkret: Weil die Text über die weibliche Sexualität doch oft für Männer und ihre Befriedigung geschrieben werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Irrlycht 25.08.2019 07:56
    Highlight Highlight Ich find jede sött Hand alegge woner will, will jede staht dezue waser macht.


    • Me, my shelf and I 25.08.2019 10:52
      Highlight Highlight Solange es im Konsens geschieht.
  • rodolofo 25.08.2019 07:52
    Highlight Highlight Eine Ägypterin sagte einmal in einem Gespräch in den srf Sternstunden etwas sehr interessantes:
    Die Männer gäben im islamisch geprägten Patriarchat vor, die Frauen beschützen zu wollen vor den Sex-gierigen Männern, die am liebsten wie Tiere über die Frauen herfallen würden.
    In Wahrheit sei es aber so, dass diese Männer grosse Angst hätten vor der weiblichen Sexualität und davor, von der weiblichen Lust "aufgefressen" zu werden.
    Ungefähr so.
    Sie sagte dann noch, dass der Sex-feindliche, rigide Islamismus eine relativ neuzeitliche Entwicklung unter den kolonialistischen Militärdiktaturen sei.
    • MAOAM 25.08.2019 10:45
      Highlight Highlight "Sie sagte dann noch, dass der Sex-feindliche, rigide Islamismus eine relativ neuzeitliche Entwicklung unter den kolonialistischen Militärdiktaturen sei."

      Das verstehe ich nicht so ganz. Kannst du dazu etwas mehr sagen?
    • ceciestunepipe 25.08.2019 11:37
      Highlight Highlight Die Angst vor der "vagina dentata" ist religions- und kulturunabhängig vorzufinden.
    • Auric 25.08.2019 13:01
      Highlight Highlight War der Zensor pinkeln? oder warum kann ich Dein Beitrag noch lesen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Inspektor 25.08.2019 07:44
    Highlight Highlight Frau sein ist nicht einfach. Der Kopf muss frei sein. Das ist das schwierigste. Ich kann total erregt sein, wenn ich dann aber nur für eine Sekunde an was banales denke..(Abfall rausstellen etc) haha.. schwupps... Fängt man von vorne an...

    Omgyes finde ich eine tolle Sache. Es ist liebevoll gestaltet und denke dass das vielen Frauen hilft.
    • Nickoseli 25.08.2019 09:35
      Highlight Highlight Das ist ja wohl keine weibliche Eigenheit. Wenn etwas anderes deine Gedanken kreuzt, bist du auch als Mann raus... Klassiker, Mutter anrufen.. das wars dann..
    • njemand 25.08.2019 10:48
      Highlight Highlight Mann sein ist dafür voll einfach. Hat man(n) einmal einen Steifen, ist man bis zum Höhepunkt dauererregt ;).

      Nein im Ernst - auch bei uns Männern spielt der Kopf eine wichtige Rolle. Man muss vlt. nicht gerade von vorne anfangen, aber ein "banaler Gedanke" kann einem genauso aus dem Konzept bringen - vielleicht nicht mechanisch, aber emotional ganz bestimmt.
    • Doppelpass 25.08.2019 11:33
      Highlight Highlight Mann sein ist auch nicht ganz einfach. Der Kopf schaltet sofort aus. Ich bin total erregt und die grosse Welle droht mich schon zu fluten. Schnell an etwas banales denken.. der Müll muss noch raus... uff... gerade noch geschafft... jetzt wieder langsam aufbauen.. wenn beide viel üben, alleine und zu zweit, kommt es richtig gut ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3,2,1... vorbei 25.08.2019 07:33
    Highlight Highlight Dann wünsch ich euch Frauen einen schönen entspannenden Sonntag.
    • Nickoseli 25.08.2019 07:46
      Highlight Highlight Und auch den Männern. Happy Wixen, Schweiz!
  • Röbinaldo 25.08.2019 07:31
    Highlight Highlight Lasst es uns alle tun!
    Geniesst die Berührungen und die Gefühle.
    Eure Seele baumeln lassen.
    Ich werde gleich als gutes Beispiel voran gehen und es mir selber machen kommt mit auf die Reise und geniesst es!
    Viel spass euch allen
  • Rüebliraupe 25.08.2019 06:13
    Highlight Highlight Viva la Vulva!

    Zeit zum Hand anlegen.

    Wenn man zu sich selbst eine liebevolle Beziehung pflegt und sich selbst gutes tut, wirkt sich das in so vielen Belangen positiv aus! :)
    • Zwei Fallende Stimmen 25.08.2019 11:20
      Highlight Highlight Was hat das "sich selber was gutes tun" mit Romantik zu tun?
    • Ueli der Knecht 25.08.2019 14:39
      Highlight Highlight "Wir Männer"... du sprichst nicht für mich, atorator.
  • Duden 25.08.2019 06:08
    Highlight Highlight Spannender und gut geschriebener Artikel.
    Danke

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