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BARCELONA, SPAIN - MARCH 22:  Players and officials walk onto the pitch prior to the La Liga match between FC Barcelona and Real Madrid CF at Camp Nou on March 22, 2015 in Barcelona, Spain.  (Photo by David Ramos/Getty Images)

Gewaltige Choreografie im Camp Nou vor dem Spiel im März 2015.
Bild: Getty Images Europe

Real-Gründer war Katalane: 8 interessante Fakten zum «Clásico»

Morgen findet der 232. Clásico statt. Der FC Barcelona empfängt Real Madrid im Camp Nou. Wir haben für euch interessante Fakten zu DEM spanischen Derby zusammengetragen.

Donat Roduner
Donat Roduner



>>> Wir tickern das Spiel Barcelona – Real Madrid am Samstag ab 20.30 Uhr live!

«MSN» vs «BBC»

Im Camp Nou treffen zwei der potentesten Sturmtrios aller Zeiten aufeinander. Erfolgreicher waren in der laufenden Saison bislang die drei des FC Barcelona. Lionel Messi, Luis Suárez und Neymar bringen es wettbewerbsübergreifend auf 107 Tore (von insgesamt 137) und 63 Assists. Reals Gareth Bale, Karim Benzema und Cristiano Ronaldo stehen bei 80 Treffern (von 113) und 29 Vorlagen.

Führt Barça seine Rekord-Ungeschlagenheit fort?

Seit März hält der FC Barcelona den Rekord für die längste Ungeschlagenheit einer spanischen Mannschaft in allen relevanten Wettbewerben. Letztmals verloren haben die Katalanen am 3. Oktober 2015 (0:2 in Sevilla), seither blieben sie in 35 Spielen ohne Niederlage. Den bisherigen Rekord, 34 Spiele ohne Niederlage, realisierte Real Madrid in der Saison 1988/89.

Di-Stéfano-Missverständnis

Beim Transfer von Madrids Legende Alfredo Di Stéfano entstand 1953 ein ziemliches Durcheinander, was dazu führte, dass sowohl Real wie auch Barça eine Transfersumme an die Millonarios von Bogotá überwiesen und der Argentinier faktisch bei beiden Vereinen unter Vertrag stand. Der damalige Real-Präsident Santiago Bernabéu konnte aber erwirken, dass Di Stéfano ausschliesslich für seinen Verein spielte und so zum Kopf des «weissen Balletts» wurde.

epa04304016 (FILE) A file picture dated 25 May 1960 shows Real Madrid's player Alfredo di Stefano posing with the five trophies of at that time Europe's Cup won by Real Madrid at Chamartin stadium in Madrid, central Spain. Di Stefano died at Gregorio Maranon hospital in Madrid on 07 July, relatives informed. Di Stefano, who turned 88 on 04 July 2014, was admited to Gregorio Maranon hospital on 05 July 2014 as a result of a cardiac-respiratory arrest he has suffered in the surroundings of Santiago Bernabeu stadium.  EPA/-

Alfredo Di Stéfano gewann mit Real Madrid von 1956 bis 1960 durchgehend den Europapokal der Landesmeister.
Bild: EPA/EFE FILE

Der «Pasillo»

Der Pasillo ist eine interessante Tradition, die auch im Clásico zum Zuge kommt. Hat in Spanien eine Mannschaft den Cup oder vorzeitig die Meisterschaft gewonnen, steht im nächsten Spiel die andere Mannschaft beim Einlauf Spalier und gratuliert. Die Ehrerbietung schliesst den Applaus beider Fanlager mit ein. Zum letzten Mal der Fall war das im Clásico 2008, als Real Madrid unter Fabio Capello der Titel bereits vor dem Heimsieg (4:1) gegen Barcelona nicht mehr zu nehmen war. Davor wurde der Pasillo im Derby auf beiden Seiten je ein Mal durchgeführt.

Politische Brisanz

Beim Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona schwingt auch immer jenes zwischen dem spanischen und katalanischen Nationalismus mit. Umso mehr erstaunt es, dass Reals erster Präsident und Mitgründer Juan Padrós Katalane war. Und nur zur Erinnerung: Barça-Gründer Hans (Joan) Gamper war Schweizer.

Wer gewinnt den Clásico?

Überläufer ungern gesehen

Wechsel von einem Derby-Rivalen zum anderen sind kritisch, das gilt natürlich auch für Real und Barça. Die unschönsten Szenen ereigneten sich im Fall von Luís Figo, der 2000 für die damalige Rekordsumme von 58,2 Millionen Euro zu den «Königlichen» wechselte. Die Katalanen verziehen ihm das nicht und schimpften ihn geldgierig. Ohne Entgelt konnte man sich in Barcelona den Schriftzug «Figo» von seinem Vereinsleibchen entfernen lassen. Und die Rückkehr des Portugiesen ins Camp Nou ging als «Derby der Schande», geworfener Schweinekopf inklusive, in die Geschichte ein.

An unidentified worker removes the name of Portuguese soccer star Luis Figo from a Barcelona club jersey at the club merchandising shop in Barcelona, Spain Monday, August 7, 2000. Figo recently transferred to arch rival Real Madrid for a record-setting $56 million dollars and Barcelona officials said they will remove the player's name from jerseys free of charge. (KEYSTONE/AP Photo/EFE/Albert Olive)     === SPAIN OUT/DIGITAL IMAGE ===

Luís Figos Wechsel zu Real sorgte für viel Wirbel. Barça-Fans konnten den Namen kostenlos von ihren Trikots entfernen lassen. 
Bild: AP EFE

Weitere bekannte Spieler, die für beide Teams im Einsatz waren: Luis Enrique, Michael Laudrup, Gheorghe Hagi, Bernd Schuster, Ronaldo, Samuel Eto'o.

Immenses Interesse

Der Clásico gilt als weltweit beliebtestes Fussballereignis und generiert Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Für die aktuelle Ausgabe gingen die Tickets gemäss «Blick»-Recherche für 967 Franken über den Tisch. 79 Prozent aller Käufer sind nicht aus Spanien. Vor allem in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrscht ein richtiger Boom, die Preise dort belaufen sich durchschnittlich auf sagenhafte 1502 Franken pro Ticket. Zum Vergleich: Um den ersten Clásico am 13. Mai 1902 zu sehen, bezahlte man 3.10 Peseten.

Barcelona's Jeremy Mathieu (C) heads the ball to score past Real Madrid's goalkeeper Iker Casillas (R) and Sergio Ramos (L) during their Spanish first division

Real-Goalie Iker Casillas sieht den Kopfball von Jérémy Mathieu kommen, wird ihn aber nicht parieren.
Bild: PAUL HANNA/REUTERS

In Gedenken an Cruyff

In Andacht an die vergangene Woche verstorbene Vereinslegende Johan Cruyff wird Barcelona in Trikots mit dem Schriftzug «Gràcies Johan» – «Danke, Johan» auf Katalanisch – auflaufen. Der Holländer, der 68-jährig einem Krebsleiden erlag, war in 21 Jahren als Spieler und Trainer bei Barça in 33 Clásicos (ausschliesslich in der Meisterschaft) vertreten gewesen und hatte dabei 13 Siege, acht Unentschieden und zwölf Niederlagen realisiert.

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    Alle Leser-Kommentare
  • moccabocca 01.04.2016 19:07
    Highlight Highlight *jede Minute des Spiels 11 Franken in ein Kässeli steckend* wtf?
  • Luca Brasi 01.04.2016 17:16
    Highlight Highlight Zu Punkt 3: Es gibt aber auch Gerüchte, dass die faschistische Regierung Spaniens unter General Franco darauf hingewirkt hatte, dass di Stefano schlussendlich in der Hauptstadt spielte und nicht bei Barcelona.
    • Chesus80 01.04.2016 17:22
      Highlight Highlight Was auch eher der Wahrheit entspricht als die Version von watso
  • welefant 01.04.2016 16:32
    Highlight Highlight Was hat da der Blick recherchiert? Will jemand ein anständiges Barça spiel besuchen, bucht euch ein 5-Sterne-Hotel. Dann kontaktiert den Concierge und schwupps kriegt man die tickets je nach gegner für max. 160-200 euro (z.b. Real/arsenal)
    • Alathea 02.04.2016 13:18
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