Wirtschaft
Schweiz

Bossard-CEO: Zoll-Rückforderungen an USA lohnen sich kaum

Herr Daniel Bossard, CEO Bossard holding, Bossard Group
https://www.linkedin.com/posts/bossard-group_fasteners-ceo-interview-activity-7109774476208132096-xYNk
Für ein Umsatzplus im ersten Halbjahr zeigt sich der Bossard-CEO zuversichtlich.Bild: Linkedin

Bossard-CEO: Zoll-Rückforderungen an USA lohnen sich kaum

Der Verbindungstechnikspezialist Bossard merkt noch kaum direkte Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten. Was er indes spürt, ist die steigende Inflation, insbesondere bei den Frachtkosten. Für ein Umsatzplus im ersten Halbjahr zeigt sich CEO Daniel Bossard zuversichtlich.
18.05.2026, 09:5718.05.2026, 09:57

Auf die Frage, ob das zweite Quartal wegen Iran schwieriger sei als das erste, sagte Bossard in einem Interview mit AWP: «Nein, es ist nicht schwieriger geworden. Was wir aber sehen, ist die steigende Inflation. Die Frachtkosten nehmen zu, die Energiepreise und auch die Rohmaterialien.»

Vor allem die Frachtkosten fielen dabei ins Gewicht. Das Verständnis der Kunden für Preiserhöhungen sei aber grundsätzlich vorhanden. «Wir spüren die Auswirkungen eher indirekt», fügte er mit Blick auf die Gesamtsituation an.

Zoll-Rückforderungen an die USA sind für das Unternehmen kein Thema. «Wir zahlen in den USA hauptsächlich die Einfuhrzölle für Stahl und Aluminium. Wir hängen damit nicht an reziproken Zöllen und nur solche sind rückforderbar», erklärte der Firmenchef. Bossard importiere auch Kunststoff in die USA, allerdings in sehr kleiner Menge, weshalb sich der Aufwand für eine Rückforderung kaum lohnen würde.

Positiver Trend aus Q1 hält im April an

Mit dem aktuellen Geschäftsgang zeigt er sich zufrieden. So habe sich der positive Trend des ersten Quartals im April fortgesetzt. «Das grosse Fragezeichen ist indes die nähere Zukunft. Haben die Unternehmen in Erwartung von Lieferproblemen mehr bestellt und so die Lager aufgestockt?»

Die Unsicherheit sei weiterhin da, so Bossard. Dennoch wagte er die Prognose: «Es würde mich sehr überraschen, wenn es nicht für ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im ersten Semester reichen würde.»

Gut laufe es derzeit in der Rüstungsindustrie, beim Bau von Schienenfahrzeugen oder bei Rechenzentren. Auch Elektrokomponenten, insbesondere für E-Fahrzeuge in China, seien sehr gefragt, oder Komponenten für die Luftfahrt. Schwierig sei die Lage hingegen in der klassischen Maschinenindustrie. «Viele Zulieferer für die deutsche Autobranche sind derzeit am Kämpfen.» (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sabrina Carpenter empört über US-Regierung
1 / 4
Sabrina Carpenter empört über US-Regierung

Popstar Sabrina Carpenter hat sich empört über ein Video des Weissen Hauses geäussert.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Donald Trump macht neue Ankündigung zu den Zöllen für die Schweiz
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Eidgenössisches Musikfest zieht über 100'000 Besucher nach Biel
Das 35. Eidgenössische Musikfest hat Biel für vier Tage in die Hauptstadt der Schweizer Blasmusik verwandelt. Das Organisationskomitee zeigte sich am Sonntag überwältigt vom enormen Publikumsaufmarsch.
Erwartet wurden 100'000 Besuchende. «Wir haben kein Zählersystem, aber es waren wohl deutlich mehr», sagte Kommunikationschef Theo Martin am letzten Festtag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Zur Story