DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ermordeter Georgier: Deutscher Aussenminister Maas droht Moskau mit weiteren Reaktionen

11.08.2020, 15:3711.08.2020, 15:38
Maas ist sauer.
Maas ist sauer.
Bild: keystone

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat Russland mit weiteren Reaktionen auf den Mord an einem Georgier mitten in Berlin gedroht.

Die Bundesregierung werde zunächst einmal das Urteil in dem bevorstehenden Prozess vor dem Berliner Kammergericht abwarten, in dem es unter anderem darum geht, ob die russische Regierung den Mord in Auftrag gegeben hat, sagte Maas am Dienstag nach einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. «Für den Fall, dass es entsprechende Feststellungen in diesem Urteil gibt, muss man damit rechnen, dass wir darauf auch noch einmal reagieren werden», fügte er hinzu.

Maas und Lawrow.
Maas und Lawrow.
Bild: keystone

Der Mord hatte im vergangenen Jahr eine Krise in den deutsch-russischen Beziehungen ausgelöst. Am 23. August 2019 wurde ein 40-jährige Tschetschene mit georgischer Staatsangehörigkeit in einem Park in der Nähe des Regierungsviertels aus nächster Nähe von einem Fahrrad aus erschossen. Ein dringend tatverdächtiger Russe wurde noch am selben Tag gefasst und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die deutsche Bundesanwaltschaft erhob Mitte Juni Anklage gegen ihn und geht davon aus, dass er mehr als einen Monat vor der Tat von «staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation» beauftragt wurde. Der Prozess soll noch in diesem Jahr vor dem Berliner Kammergericht beginnen, einen Termin gibt es aber noch nicht.

Die deutsche Regierung hatte Russland schon im Dezember fehlende Kooperation bei der Aufklärung des Mordes vorgeworfen und deshalb zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Moskau hatte mit der Ausweisung zweier deutscher Diplomaten reagiert. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum YouTube Putins Propaganda-Sender verbannt hat

RT darf auf dem YouTube-Kanal keine Anti-Impf-Videos mehr verbreiten. Der russische Präsident ist sauer.

Die Corona-Impfdebatte ist derzeit das emotionalste Thema überhaupt. Es sorgt weltweit für gute Ratings, Clicks – und politische Verwirrung. Deshalb wird das Thema von Verschwörungstheoretikern, konservativen Medien und Kräften gepusht, die ein Interesse daran haben, die liberalen Demokratien des Westens zu destabilisieren.

Dass Wladimir Putin zu diesen Kräften gehört, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Der russische Präsident lässt nichts aus, wenn es darum geht, Nato und EU zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel