Energiewende
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nationalraetin Tiana Moser an der Delegiertenversammlung der Gruenliberalen Partei Schweiz, GLP, am Samstag, 24. August 2019, in Rueschlikon. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Nationalrätin Tiana Moser referierte an der Delegiertenversammlung der GLP Schweiz. Bild: KEYSTONE

«Cool down 2040» – Grünliberale beschliessen Klimastrategie



Was ist passiert?

Mit der Klimastrategie «Cool down 2040» will die Grünliberale Partei (GLP) der Schweiz den Weg in die Klimaneutralität weisen. In 21 Jahren soll das Land klimaneutral leben. Die Delegierten haben die Strategie am Samstag in Rüschlikon ZH verabschiedet.

«Das fossile Zeitalter gehört ins Museum», sagte Parteipräsident Jürg Grossen vor den Delegierten gemäss Mitteilung. Die Schweiz müsse international eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz übernehmen. Die ökologische Wende werde zwar kein Spaziergang, aber die Technologien dafür seien vorhanden.

Welche Massnahmen sind vorgesehen?

Die von den GLP-Delegierten verabschiedete Klimastrategie umfasst insgesamt 16 Massnahmen in den vier Bereichen Mobilität, Gebäude, Strom sowie Wirtschaft/Landwirtschaft/Konsumenten. Dazu gehören namentlich eine umfassende Klimaabgabe auf fossilen Energieträgern, Klimarückzahlungen für klimafreundliches Verhalten, intelligente dezentrale Kraftwerke in Quartieren und Gebäuden.

Weiter sind 2040 auf den Strassen nach den Vorstellungen der GLP sämtliche Fahrzeuge mit erneuerbaren Energien unterwegs. Und die Schweiz soll mit gezielten Investitionen in den Forschungs- und Innovationsplatz Schweiz und dem uneingeschränkten Marktzugang nach Europa zur Nummer 1 für saubere Technologien werden.

Die Schweizer Aussenpolitik muss laut GLP den Fokus auf die Entwicklungszusammenarbeit legen. Mit dem Rahmen- und einem Stromabkommen sichere sich die Schweiz zudem den vollständigen Marktzugang in Europa.

Motor für die Strategie müssen insgesamt wirksame, liberale Massnahmen im Einflussbereich der Schweiz sein, wie Vize-Präsident Martin Bäumle ausführte. Die Schweiz wolle und müsse dem Klimaabkommen von Paris gerecht werden.

(dsc/sda)

Die grössten Klimasünder

Der Weltklimarat schlägt Alarm

Play Icon

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

«CO2 ist gar nicht so schlimm»: 9 Mythen der Klimaskeptiker im Faktencheck

Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

37
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • IMaki 25.08.2019 09:34
    Highlight Highlight Die neoliberale Gebetsmühle. Grün angestrichen.

    Geht einer nach 30 Jahren Bettnässen zum Psychiater, um sich behandeln zu lassen. Fragt ihn ein paar Wochen später sein Freund: Und. Bist Du jetzt trocken? Antwort: Nein, aber jetzt macht es Spass.
  • cheeky Badger 25.08.2019 08:55
    Highlight Highlight So oder so werden die Massnahmen nicht ausreichen. Und ich bezweifle sie überhaupt umsetzen, selbst wenn dke Ziele so lasch formuliert werden wie von der GLP.

    Aber werde mich wirklich freuen falls ich falsch liege.

    Hier ein etwas älterer aber lesenswerter Artikel der Tageswoche:

    https://tageswoche.ch/form/kommentar/wir-koennen-den-klimawandel-nicht-mehr-stoppen/
  • Schneider Alex 25.08.2019 06:10
    Highlight Highlight Machen Sie sich keine Illusionen diesbezüglich. An erster Stelle der Energiepolitik der Schweiz muss das Sparen von Energie stehen, durch Technologie, Suffizienz und Zuwanderungsrestriktion.
  • Statler 25.08.2019 00:06
    Highlight Highlight 2/2 … aber die grossen CO2 Verursacher sind ja u.A. Mobilität und Energie. Da haben die Verbraucher ja eigentlich keine Wahl, als die höheren Preise zu bezahlen. grüner Strom, grüne Wärme, etc, werden deshalb ja nicht billiger, sie werden im besten Fall im Verhältnis zu den fossilen etwa gleich teuer.
    Die Logik dahinter erschliesst sich mir nicht wirklich.
    • MeinSenfHierUndJetzt 25.08.2019 10:10
      Highlight Highlight Natürlich haben die Verbraucher bzgl. Mobilität und Energie eine Wahl. Die Idee ist, dass man aufgrund der höheren Preise anfängt zu überlegen, wie weit man über's Wochenende wegfährt, wie warm man seine Wohnung heizt, ob man nicht doch den teureren, aber energieeffizienteren Fernseher kaufen soll...
      Dass es auch mit viel weniger Energiekonsum gehen könnte, sieht man doch allein daran, dass noch vor 30 Jahren viel weniger Energie konsumiert wurde (auch pro Kopf), obwohl alle Geräte seither energieeffizienter wurden....
    • Binnennomade 25.08.2019 10:48
      Highlight Highlight Wenn man mit Lenkungsabgaben unsaubere Energiequellen verteuert und saubere vergünstigt, werden die sauberen für den Konsumenten attraktiver und damit mehr nachgefragt. Damit lohnt es sich für die Produzenten, mehr saubere Energie zu produzieren und weniger unsaubere. Zwar kann es zwischenzeitlich durch Knappheit zu höheren Preisen bei den sauberen Energien kommen, dies allerdings nur temporär bis sich Nachfrage und Angebot angeglichen haben. Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden..
    • DerTaran 25.08.2019 11:14
      Highlight Highlight Genau, grüner Strom und grüne Wärme werden gleich teuer und es gibt dann kein wirtschaftliches Argument mehr sie nicht zu nutzen. Du bist also schon von ganz alleine darauf gekommen. Da unsere Industrie exportorientiert ist, muss sie auch in grüne Innovationen investieren um im Ausland konkurrenzfähig zu bleiben.
      Falls es Mehreinnahmen gibt, können die dann gezielt dazu eingesetzt werden umweltfreundliche Energie oder Technologien zu verbilligen.
  • Statler 24.08.2019 23:57
    Highlight Highlight Vielleicht kann mich mal jemand aufklären, was das mit diesen Lenkungsabgaben bringen soll. Das erschliesst sich mir nämlich nicht so ganz.
    M.E. bedeutet das vor allem, dass Produkte, die mit fossilen Energien erzeugt werden, für den Endverbraucher teurer werden. Für die Erzeuger ändert sich erstmal nix, weil die ja ihre Gewinne weiter einfahren (weil sie die Mehrkosten ja auf die Verbraucher abwälzen). Der Druck, alternative Produkte anzubieten, ist somit auf der Erzeuger-Seite nicht wirklich vorhanden. Nun wird man argumentieren, dass dann ja weniger verkauft wird, weil alles teurer wird 1/2
    • Statler 25.08.2019 09:57
      Highlight Highlight Mit Blitzen und Herzen ist mir wenig gedient. Die Frage war ernst gemeint.
    • MeinSenfHierUndJetzt 25.08.2019 10:16
      Highlight Highlight Ich denke, die Nachfrage nach Energie und Mobilität sinkt sehr wohl mit höheren Preisen. Stellen Sie sich einmal vor, ein Flug nach Mallorca würde 500Fr pro Weg mindestens kosten...
      Nimmt die Nachfrage nach den fossilen Energieträgern ab, sinken auch die Gewinne der Produzenten, weil sie weniger Einheiten verkaufen (und/oder die Preise sinken).
      Abgesehen vom Umwelteffekt ist es auch in Bezug auf finanzielle Aspekte rational, fossile Energieträger zu besteuern, weil es den Staaten erlaubt, einen Teil der Gewinne abzuschöpfen, die sonst an korrupte Erdölproduzenten geht.
  • Matti_St 24.08.2019 23:55
    Highlight Highlight Mit anderen Worten, die Schweizer Wirtschaft wird sich von Steuerhöhungen subventionieren lassen und dann, ohne Risiko, die Technologie im Ausland verkaufen. Natürlich geht das Geld in die eigene Brieftasche.
    Kann man machen... Die Stimmbürger werden auch das schlucken.
    • Binnennomade 25.08.2019 10:49
      Highlight Highlight Lenkungsabgaben =/= Steuern
    • Matti_St 25.08.2019 13:12
      Highlight Highlight Man gebe Steuern ein anderes Wort. Gibt dann Lenkungsabgaben.
      Dann wird das so verpackt, dass man etwas zurück Erhält, wenn man sich richtig verhält. Nur kann sich der Mittelstand einfach so ein Elektroauto leisten? Der eine oder andere ist auf Auto angewiesen. Sei das aus gesundheitlichen Gründen oder auch beruflich.
      Schlussendlich wird es so sein, der, der es sich leisten kann, wird sein verändern nicht ändern. Und die anderen sind schon vorher nicht 3 x jährlich mit dem Flugzeug in die Ferien gefahren oder benutzten das Auto einfach so weil es Spass macht.
    • Binnennomade 25.08.2019 14:25
      Highlight Highlight Es ist eben genau nicht einfach ein anderes Wort für Steuern. Das Geld kommt vollumfänglich zur Bevölkerung zurück. Profitieren tun davon genau der Mittelstand und mittellose Haushalte, da diese schon so weniger konsumieren und dadurch weniger CO2 ausstossen. Und vermutlich kann sich auch der Mittelstand schon sehr bald Elektroautos leisten. Nen Zoe kann sich jetzt schon jeder leisten, nen günstigen Kombi wirds auch bald geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 24.08.2019 20:20
    Highlight Highlight "Motor für die Strategie müssen insgesamt wirksame, liberale Massnahmen im Einflussbereich der Schweiz sein, wie Vize-Präsident Martin Bäumle ausführte"

    Wenn ich einen solchen Satz höre, dann ist das für mich eine Relativierung dessen was die GLP vor hat.

    Was sind liberale Massnahmen?

    Für mich ist das der Deckmantel um sich zu verstecken, wenn die Massnahme etwas kosten könnte und dies dann nicht als liberal taxiert wird und somit unter den Tisch gewischt oder auf später verschoben wird.
    Vor 30 Jahren hätte man noch eine liberale Schiene in Sachen Umwelt fahren können heute nicht.
    • GrumpyDog 25.08.2019 09:44
      Highlight Highlight Mit liberalen Massnahmen sind Massnahmen gemeint, die die Freiheit von Individuen nicht beschränken. Diese Freiheit soll aber nicht auf Kosten anderer ausgelebt werden. Die negativen Auswirkungen sollen daher kompensiert werden. Ich denke das unterscheidet die Strategie der GLP von klassischen kollektivistischen Parteien (SP, Grüne etc.), wo Verbote und der Eingriff in die individuelle Freiheit eher tolertiert werden. Solche Massnahmen sind nicht ineffizienter als Verbote, es ist einfach ein anderer Ansatz.
    • Binnennomade 25.08.2019 10:54
      Highlight Highlight Liberal heisst in diesem Kontext wohl vor allem, dass mit Anreizen (Lenkungsabgaben) statt mit Verboten gearbeitet wird. Ob das den Temperaturanstieg auf 2°C begrenzen kann, darf schon bezweifelt werden, allerdings werden Verbote kaum je mehrheitsfähig sein und somit nie passieren. Oder denkst du, ein Verbot von Ölheizungen, Langstreckenflügen, Benzinautos oder Fleisch würde an det Urne bestehen?
  • wolge 24.08.2019 17:14
    Highlight Highlight Und auch diese Partei lässt die Finger vom Thema Kinder/Nachkommen.... Je mehr Menschen, desto mehr Konsumenten, desto mehr Ressourcenverbrauch, desto mehr Umweltverschmutzung, Artenausrottung, Abholzung etc.
    • ingmarbergman 24.08.2019 18:52
      Highlight Highlight Was willst du genau sagen? Willst du Menschen verbieten, Kinder zu haben? Oder Menschen grossflächig ermorden?
      Es gab da in den 1930er Jahren eine Partei, die ernsthaft Euthanasie betrieben hat. Tipp: Ist nicht nachzumachen.

      Ernsthaft. Du baust hier ein Strohargument. Die Geburtenrate sinkt automatisch, wenn die Sozialsysteme (Altersvorsorge) ausgebaut werden.

      Das Ziel muss sein, nachhaltig mit den Ressourcen umzugehen. Wer nachhaltig lebt, schadet der Erde nicht.
    • FrancoL 24.08.2019 20:14
      Highlight Highlight Das hat in unseren Breitengraden weniger mit den Kindern zu als mit der Tatsache, dass viele immer etwas mehr wollen und dafür braucht es wieder Produktionssteigerungen.
      Es wäre freut falsch zu meinen, dass dies mit dem Kinderkriegen zu tun hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 24.08.2019 15:58
    Highlight Highlight Gut so!
  • Toni Müller 24.08.2019 15:50
    Highlight Highlight Bravo! Endlich wird mal über die richtigen Themen diskutiert. Andere Länder, insbesondere China, investieren bereits seit Jahren hunderte Milliarden um die Vormachtstellung bei GreenTech auszubauen. Wenn wir hier noch etwas mitreden möchte, müssen wir endlich vorwärts machen.
    • Matrixx 25.08.2019 08:29
      Highlight Highlight Und zwar sehr schnell.
      Insbesonderne bei den Erneuerbaren Energien.
      In der Windkraft z.B. ist, was Fortschritt anbelangt, Europa ganz hinten.
  • Matthiah Süppi 24.08.2019 15:10
    Highlight Highlight 10 Jahre zu langsam.
    • ConcernedCitizen 24.08.2019 17:01
      Highlight Highlight Keine Minute zu früh!

Dieser Reaktor produziert Treibstoff aus Licht und Luft – und steht in Zürich

Forschenden der ETH Zürich ist eine bedeutende Weltpremiere gelungen: Sie haben eine Technologie entwickelt, die aus Sonnenlicht und Luft CO2-neutrale Treibstoffe herstellt. Die Solar-Raffinerie funktioniert bereits unter Realbedingungen.

Klimaneutrales Benzin, Diesel oder Kerosin aus Luft und Licht - was in Zeiten der Klimadiskussion wie ein Menschheitstraum klingt, ist an der ETH Realität. Am Donnerstag präsentierten die ETH-Forscher in Zürich erstmals weltweit die gesamte thermochemische Prozesskette zur Herstellung der solaren Treibstoffe unter realen Bedingungen.

Die neue solare Mini-Raffinerie steht auf dem Dach des ETH-Maschinenlaboratoriums im Zentrum von Zürich. Die Anlage stellt aktuell Methan her - einen Deziliter am …

Artikel lesen
Link zum Artikel