Türkei
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People wave Turkish and Bosnian flags in front of an image of Turkey's president Recep Tayyip Erdogan displayed during a rally, in Sarajevo, Bosnia, on Sunday, May 20, 2018. Turkey's president arrived in the Bosnian capital to address supporters living in Europe, ahead of snap elections in his country. Turkey will vote on June 24, more than a year earlier than scheduled, in parliamentary and presidential elections, ushering in a new system of governance. (AP Photo/Amel Emric)

Auf dem Wahlkampfplakat von Erdogan herrscht heile Welt. In der wirtschaftlichen Realität der Türkei droht eine Rezession. Bild: AP/AP

Erdogan stolpert über die Lira

Die türkische Währung crasht, das Land schlittert in eine Rezession. Das könnte Erdogan den sicher geglaubten Wahlsieg kosten.



Am Mittwoch hat die türkische Lira gegenüber den wichtigsten Währungen 5 Prozent, seit Beginn dieses Jahres mehr als 20 Prozent verloren. Die Inflation liegt bei 11 Prozent und die türkische Nationalbank musste die Leitzinsen von 13,5 auf 16,5 Prozent erhöhen.

«Erdogan kann vieles kontrollieren, aber nicht den Dollar.»

Gonul Tul

Gleichzeitig haben allein die türkischen Unternehmen Auslandschulden in der Höhe von 295 Milliarden Dollar. Die Last der Schuldzinsen wird höher, je tiefer die Lira fällt. Mit anderen Worten: die türkische Volkswirtschaft befindet sich in einer misslichen Lage.

Bild

Nur lausige Optionen: Harvard Professor Dani Rodrik sieht schwarz für die Türkei.

Dani Rodrik, einer der renommiertesten Handelsökonomen der Welt und Professor an der Harvard University, hat türkische Wurzeln und kennt das Land bestens. Er ist überzeugt, dass die Zentralbank derzeit bloss drei Optionen hat, um den freien Fall der Lira zu bremsen. Alle sind lausig: «1. Sie kann ihre Dollars verkaufen und so ihre Devisenreserven verbrauchen. 2. Sie kann eine massive Erhöhung der Leitzinsen ankündigen. 3. Sie kann Kapitalkontrollen einführen. Wähle dein Gift.»

Die missliche Lage der Zentralbank wird noch verschärft durch die Tatsache, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan die elementaren Gesetzmässigkeiten der Geldpolitik nicht wirklich begriffen hat. Er bezeichnet höhere Leitzinsen als «beides, die Mutter und den Vater von allen Übeln» und hat einst ernsthaft behauptet, höhere Leitzinsen würden zu einer höheren Inflation führen.

In this Tuesday, May 22, 2018 photo, Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, center, and his wife Emine Erdogan, centre left, join Huseyin Cahit Sargin's family during an Iftar, the evening meal breaking the Ramadan fast, in Ankara, Turkey. Turkey will hold parliamentary and presidential elections on June 24, 2018. (Presidential Press Service/Pool via AP)

Ihm Wahlkampf gibt sich Erdogan bodenständig. Bild: AP/Pool Presdential Press Service

Gleichzeitig betont Erdogan immer wieder, wie wichtig ihm die Unabhängigkeit der Zentralbank sei. Angesichts solchen Schwachsinns hat er jedoch das Vertrauen der Investoren verloren. Sie gehen davon aus, dass er die Zentralbank unter Druck setzt, die Leitzinsen nicht noch weiter zu erhöhen. Das bedeutet nach Adam Riese, dass der Kurs der Lira weiter fallen wird. Wer kann, bringt seine Devisen deshalb so schnell wie möglich ins Ausland.

«Die Türkei befindet sich mit allen im Clinch.»

Philip Stephens

Der Lira-Crash erwischt Erdogan auf dem falschen Fuss. Um seine Macht zu sichern, hat der Präsident vorzeitige Wahlen auf den 24. Juni angesetzt. Er erhofft sich dabei die Konsolidierung seiner bereits sehr grossen Machtfülle. Eine Panik könnte ihm nun die Wahlen versauen, denn seine Popularität hat in jüngster Zeit ohnehin gelitten.

Diktatoren neigen dazu, in Krisenzeiten die Schuld bei anderen zu suchen. Erdogan ist keine Ausnahme. Anstatt seine Wirtschaft in Ordnung zu bringen, wettert er gegen Deutschland und die EU. «Die Europäer glauben, sie seien die Wiege der Zivilisation, aber sie haben versagt», tobte er jüngst an einer Wahlveranstaltung und pries gleichzeitig die Vorzüge des ehemaligen Osmanischen Reiches.

Vater des Wirtschaftswunders, das war einmal

Aussenpolitisch bewegt sich Erdogan auf dünnem Eis. Die Türkei ist nach wie vor Mitglied der NATO, geht jedoch auf Distanz zum Westen und flirtet mit Russland. In Syrien kämpft Erdogan gegen die Kurden, die mit den USA verbündet sind, und ist gleichzeitig ein erklärter Feind des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der seinerseits von Putin an der Macht gehalten wird.

In der «Financial Times» beschreibt Philip Stephens die Lage wie folgt: «Die Türkei befindet sich mit allen im Clinch. Die Beziehungen zu den USA befinden sich auf einem Tiefpunkt; mit Deutschland und Frankreich läuft es kaum besser. (…) Russland ist ein Schönwetter-Kamerad, dem man nicht vertrauen kann. Seine Verhandlungen mit Israel muss Erdogan verleugnen, und der Krieg in Syrien ist ihn sehr teuer zu stehen gekommen.»

Einst galt Erdogan als Vater des türkischen Wirtschaftswunders. Jetzt droht die Gefahr, dass er als Verursacher einer schweren Rezession dastehen wird. Gonul Tul vom Middle East Institute in Washington erklärt deshalb in der «Washington Post»: «Erdogan kann vieles kontrollieren, aber nicht den Dollar. Seine Tendenz, alle wirtschaftlichen Entscheidungen an sich zu reissen, werden nun zu einer Belastung. Der freie Fall der Lira könnte ihn die Wahl kosten.»

Erdogans Besuch beim Vatikan sorgt für Proteste

abspielen

Video: srf

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • "Das Universum" formerly known as lilie 24.05.2018 17:13
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass Erdogan abgewählt wird. Dazu bräuchte es dazu ja einen Nachfolger, und die gesamte Opposition sitzt doch im Gefängnis. Und so werden die türkischen Stimmbürger das tun, was alle Menschen tun, wenn sie Gefahr wittern - für den Typen stimmen, den sie schon kennen. Immerhin weiss man dann, wie der Hase läuft.
  • Yorik2010 24.05.2018 16:16
    Highlight Highlight Irgendwie sind in einigen Ländern nur noch selbstverliebte Vollpfosten an der Macht!
  • Joe Smith 24.05.2018 15:47
    Highlight Highlight Der Titel ist falsch: Erdogan _könnte_ über die Lira stolpern. Aber auch das ist eher unwahrscheinlich: In den ländlichen Gebieten ist er nach wie vor höchst populär. Und das geht auf die Rechnung der Kemalisten, die die ländliche Bevölkerung 100 Jahre lang vom Hohen Ross herab wie Dreck behandelt haben, falls sie sie überhaupt wahrgenommen und nicht einfach komplett ignoriert haben.
  • Chrigu BE 24.05.2018 15:03
    Highlight Highlight Für einmal ein sehr guter Kommentar von Herrn Löpfe.
    Bitte kennzeichnen Sie Ihre zukünftigen Beiträge als Kommentar, denn das sind sie zumeist.
    Ist eigentlich gängige Praxis bei seriösen Medien.
    Entschuldigen Sie, ich meine das gesamthaft positiv.
    • äti 24.05.2018 16:57
      Highlight Highlight Wo ist der Unterschied? Für mich ist ein Beitrag ein Bei-Trag. Private Fehde in der Kommentar-Spalte? Unnötig und unüblich.
    • Chrigu BE 24.05.2018 17:44
      Highlight Highlight Nein, äti, ist es absolut nicht, eine "Fehde".
      Für mich ist Nachricht und Kommentar ein himmelweiter Unterschied.
      Watson berichtet sehr sauber in meinen Augen. Bestimmte Artikel als Kommentare zu kennzeichnen, ist gängige und saubere Praxis bei guten Medien, die Objektivität schätzen.
    • äti 24.05.2018 23:14
      Highlight Highlight Naja, Chrigu, ich dachte man macht einen Kommentar zu einem Beitrag. Allenfalls Unterkommentare. Und jetzt lerne ich, der oberste Begriff ist selbst ein Kommentar. Zu was denn?
  • PlüschBerserker 24.05.2018 14:58
    Highlight Highlight Solange der Ziegenkäsekurs stabil ist, sehe ich keinen Grund zur Sorge.
  • Makatitom 24.05.2018 14:48
    Highlight Highlight Mir wäre lieber, er würde mal über seine Krawatte stolpern und dabei ersticken
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.05.2018 14:11
    Highlight Highlight Lese ich da einen watons-Artikel, der beschreibt, dass Erdogan möglicherweise von [den Märkten/dem Finanzkapitalismus/ dem Casinokapitalismus/ dem Raubtiertkapitalismus/ den Investoren und Spekulanten/ den Heuschrecken] in die Knie gezwungen wird und ich lese keine Spur von Mitleid und bedauern?
    Ich bin ja mal gespannt, wies hier aussieht, wenn sich ein ähnliches Schauspiel in Italien anbahnt.
    • Sophia 24.05.2018 20:22
      Highlight Highlight Liebes Retikulum, den Italienern geht es doch genau gleich, sie müssen sich in den Weltmärkten ebenso behaupten, wie die Türkei. Was willst du also hier hineininterpretieren? Und mit dieser Regierung, die in Rom jetzt installiert wird, wird es schwer und die Kritik wird ebenso heftig werden, wie die an der türkischen Regierung. Nur werden die Italiener von keinem selbstherrlichen diktatorischen Islamisten regiert und haben daher die besseren Chancen als die hinterwäldischen Türken in Anatolien mit ihrem Idol Erdogan.
    • Gummibär 25.05.2018 07:25
      Highlight Highlight Kriege kosten Geld, sich als Diktator an der Macht zu halten kostet Geld, seine Landsleute im Ausland zu bespitzeln kostet Geld, Teile der Bevölkerung zu unterdrücken kostet Geld, Propaganda kostet Geld, Fachkräfte und innovative Unternehmer wegen ihrer politischen Ueberzeugung in die Diaspora zu treiben schwächt die Wirtschaftskraft. Das Resultat überrascht nicht und hat mit den bösen Kapitaliszen rein gar nichts zu tun.
  • El Pepe 24.05.2018 13:28
    Highlight Highlight hoffentlich wars das mit dem schnickelschnauzbart chef osman XD
  • MaskedGaijin 24.05.2018 12:25
    Highlight Highlight Wahrscheinlich sind irgendwelche "Gülenisten und Terroristen" daran schuld.
  • ubu 24.05.2018 11:59
    Highlight Highlight Guter Artikel, kleines Detail: Das "ottoman empire" heisst auf deutsch das osmanische Reich.
    • grumpy_af 24.05.2018 12:49
      Highlight Highlight Ottomanisch ist veraltet, aber ebenfalls deutsch.
    • ubu 24.05.2018 13:52
      Highlight Highlight echt jetzt? danke!
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 24.05.2018 14:01
      Highlight Highlight Lasst die Otten aus dem Spiel. Das sind liebe Tiere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheRealSnakePlissken 24.05.2018 11:56
    Highlight Highlight Normalerweise greifen solche Typen zur - in ihren Augen - nächstbesten Lösung: Krieg. Bürgerkrieg geht nicht, die Putschisten sind ja schon im Gefängnis und den Kurdenkonflikt wieder hochfahren, wird kaum auf Begeisterung stossen. So richtig zuschlagen in Syrien kann er auch nicht, da bekäme er von Amis und Russen mächtig was aufs Dach. Bleibt noch der „Erzfeind“ Griechenland - aber da würden sich die NATO und die EU wohl für Griechenland entscheiden. Wie auch immer: Das Ende der Erdo-Wahns ist nah.
    • Z&Z 24.05.2018 12:56
      Highlight Highlight @Snake da gibts noch eine weitere Möglichkeit. Er überlebt heldenhaft ein Attentat auf ihn (mal wieder).
    • Alnothur 24.05.2018 14:00
      Highlight Highlight Der Kurdenkonflikt ist doch längst wieder voll da mit seinem Krieg gegen das potentielle Kurdistan.
    • TheRealSnakePlissken 24.05.2018 14:36
      Highlight Highlight Aber nicht in den türkischen Kurdengebieten. Dort wurde der letzte Aufstand brutal erstickt vor ca. 2 Jahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 24.05.2018 11:54
    Highlight Highlight Die Verfall der Lira hat weniger mit Erdogan zu tun als damit das Wall Street und co extrem viel Geld abziehen aus der Türkei. Der Wirtschaftsaufschwung war auch nicht wegen Erdogan sondern weil die Westler viel Geld reinpumpten in die Türkei um Erdogan aus irgendwelchen Gründen an der Macht zu halten. Jetzt brauchen die Westler ihn nicht mehr jetzt versucht man ihn durch Wirtschaft zu fall zu bringen nach dem es 2016 nicht geklappt hat. Ich bin kein Erdo Fan, ich mag ihn nicht, aber von weitem sieht es eben so aus.
    • WeischDoch 24.05.2018 13:14
      Highlight Highlight Dann empfehle ich dir Fielmann. Sorry aber du stellst hier, genau wie er, die wallstreet als ausländische Macht dar, die Politik macht. Die entstehende Politik ist nur ein Nebenprodukt. Hauptsächlich gehts um Geld. Im moment macht man mehr Geld, wenn man GEGEN die Türkei wettet. Und das aus politischen Gründen. Wofür widerum Erdo zu rügen ist.
    • ubu 24.05.2018 13:20
      Highlight Highlight DerWestenistanallemschuld. Hübsch einfaches Weltbild.

      Kleine Info: Geld wird dort investiert, wo die Perspektiven gut sind. Stehen die Zeichen auf Autoritarismus, Untergrabung des Rechtsstaats, etc., investiert man halt lieber woanders. Das ist keine Verschwörung, das sind die Mechanismen des Marktes.
    • Tomjumper 24.05.2018 13:25
      Highlight Highlight Deine Theorie ist ja ganz amüsant, aber völliger Quatsch. Investiert wurde in der Türkei, weil Erdogan Reformen angestossen hat, zu dem Zeitpunkt rechtssicherheit bestand und die Türkei ein Wachstumsmarkt war. Seit einiger Zeit stieg die Verschuldung massiv, rechtlich wurden Rückschritte gemacht und Reformen wurden rückgängig gemacht. Deshalb wurden von Investoren mittel wieder abgezogen. Nix mit Verschwörung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 24.05.2018 11:45
    Highlight Highlight Das wäre aber wohl das erste mal, dass von einer Rezession gemässigte Kräfte profitieren.. wen gibts denn da? Da ist doch sicher noch irgendwo einer der schlimmer ist als Erdowahn..
    • WeischDoch 24.05.2018 13:58
      Highlight Highlight Naja zum einen definitiv Demirtas (HDP)der aus uerklärlichen Gründen (juristisch gesehen) im Knast hockt. Ince von der CHP hat zwar seine Tücken und altlasten, zeigt aber Teilweise ein gutes Herz. Die Dame Aksener (iYi) ist eine ehemalige faschistin die sich geläutert zeigt. Im moment also alle besser :D

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