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Afrika

Zehn Tote bei Anschlag auf Unicef-Bus in Somalia

Zehn Tote bei Anschlag auf Unicef-Bus in Somalia

20.04.2015, 15:0920.04.2015, 16:51

In Somalia hat sich ein islamistischer Selbstmordattentäter in einem Mini-Bus des UNO-Kinderhilfswerks Unicef in die Luft gesprengt und mindestens neun Menschen mit in den Tod gerissen. Die Opfer des Anschlags sind somalische und ausländische UNO-Mitarbeiter.

Der Täter habe offenbar auch für die Vereinigten Nationen gearbeitet, betonte der Polizeichef der Stadt Garowe, Ahmed Abdullahi Samatar Layli. Woher die anderen getöteten Ausländer stammten, war zunächst unbekannt. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden. Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu der Tat.

Unicef sprach in einer ersten Stellungnahme von vier Toten und vier Schwerverletzten. Der Anschlag ereignete sich demnach, als die UNO-Mitarbeiter auf dem normalerweise nur drei Minuten langen Weg von ihrem Gemeinschaftshaus zur Arbeit im UNO-Gebäude waren.

Die getöteten Kollegen seien ein integraler Bestandteil der Mission von Unicef vor Ort gewesen, um die Lebensbedingungen für Somalis zu verbessern, hiess es. Der UNO-Beauftragte für Somalia, Nicholas Kay, sagte auf Twitter, er sei «schockiert und entsetzt» über den tödlichen Anschlag.

Ein Kämpfer Al-Shabaabs sagte einer der Gruppe nahestehenden Webseite zufolge, die meisten der zehn Toten seien Ausländer. Die Terrorgruppe bekämpft auch die internationalen Truppen, die versuchen das seit über zwei Jahrzehnten von Kriegswirren gezeichnete Land am Horn von Afrika zu stabilisieren.

Soldaten der internationalen Friedenstruppen Amisom gerieten am Montagmorgen im Süden Somalias in einen Hinterhalt. Dabei wurden laut einer Pressemitteilung drei von ihnen getötet. Al-Shabaab behauptete hingegen, ihre Kämpfer hätten zehn Soldaten getötet. (sda/dpa)

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