Schweiz
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Trendumfrage: Für AHVplus wird's knapp, NDG und «Grüne Wirtschaft» würden heute angenommen



ZUR HEUTIGEN TRENDUMFRAGE DER SRG ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A wind turbine above Entlebuch in the canton of Lucerne, Switzerland, pictured on August 7, 2010. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Eine Windturbine oberhalb Entlebuch im Kanton Luzern, aufgenommen am 7. August 2010. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Volk sagt wohl Ja zur «grünen Wirtschaft». Bild: KEYSTONE

Die Initiative «Grüne Wirtschaft» stösst derzeit auf viel Beifall. Auch bei der AHV-Initiative und dem Nachrichtendienstgesetz sehen Umfragen fünf Wochen vor der Abstimmung die Befürworter vorn.

Grüne Wirtschaft GFS

Wäre letzte Woche abgestimmt worden, hätten 61 Prozent bestimmt oder eher ein Ja zum Begehren der Grünen in die Urne gelegt, 24 Prozent ein Nein. Das zeigt die erste SRG-Trendumfrage zur Abstimmung vom 25. September, die vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt wurde.

Plakate von Gewerkschaften stehen vor der Einreichung der Volksinititative

AHVplus: Knappes Ergebnis wird knapp. Bild: KEYSTONE

Die Gewerkschaftsinitiative «AHVplus» kann gemäss den am Freitag publizierten Zahlen auf keine gesicherte Mehrheit zählen. 49 Prozent wollen dafür stimmen, 43 Prozent dagegen. Das Nachrichtendienstgesetz hingegen würde mit 58 Prozent Ja das Rennen machen.

Stimmungsumschwung möglich

Zwar startet das Ja-Lager der grünen Initiative mit einem klaren Vorsprung von 37 Punkten in die heisse Phase des Abstimmungskampfs. Doch sind die Meinungen noch nicht gemacht. Das zeigt auch der hohe Anteil an Unentschlossenen (15 Prozent).

Bei den Befürwortern punktet in erster Linie das Argument, der Ressourcenverbrauch müsse gesenkt werden, um die Lebensgrundlagen zu erhalten. Die Nein-Seite stösst sich vorab an der «Bevormundung der Konsumenten». Dass die Kosten nicht tragbar sein sollen, glaubt nicht einmal ein Drittel der Befragten.

Neben den Grünen steht auch bei SP, CVP und FDP eine Mehrheit der Wählenden hinter der Vorlage. Selbst bei der SVP überwiegt das Ja, wenn auch nur relativ. Bei CVP und FDP halten die Politologen einen Konflikt zwischen der Basis und den ablehnenden Parteieliten für denkbar.

In der deutschsprachigen Schweiz bekam die Initiative in der ersten Welle der SRG-Befragung die höchste Zustimmung, in der italienischen die geringste. Die französischsprachige Schweiz liegt dazwischen. Zudem geben sich deutlich mehr Frauen (70 Prozent) als Männer (53 Prozent) als Befürworter zu erkennen.

AHV-Initiative: uneinheitliches Bild

AHV GFS

In der letzten Woche publizierten Tamedia-Erhebung wurde die grüne Initiative nur von einer relativen Mehrheit von 49 Prozent unterstützt. Das Nein-Lager kam auf 33 Prozent. Gerade umgekehrt verhält es sich bei der Initiative «AHVplus».

Umfrage

AHVplus – Segen oder Fluch?

  • Abstimmen

6,634 Votes zu: AHVplus – Segen oder Fluch?

  • 37%Ich finde die Initiative sehr gut.
  • 45%Viel zu teuer!
  • 18%Keine Ahnung. Will nur das Resultat sehen.

Laut der Online-Befragung des Medienhauses wollen 60 Prozent der Teilnehmenden dafür und 32 Prozent dagegen stimmen. Hier sagt gfs.Bern ein engeres Rennen voraus. Die Ergebnisse deuten seiner Ansicht nach eher auf eine Nein-Mehrheit am Abstimmungstag hin.

Die Ja-Seite startet demnach mit einem Plus von 6 Punkten in die Endrunde. Nur 8 Prozent sind noch unentschlossen. Das spricht gemäss den Berner Forschern für eine mittel bis stark entwickelte Meinungsbildung.

Hauptgrund sei das Thema selber, denn die Auswirkungen bekämen viele direkt zu spüren, schreibt gfs.bern. Zudem werde häufig über sozialpolitische Fragen abgestimmt, bei denen entlang der Links-Rechts-Achse entschieden wird.

Die Wählenden von FDP und SVP sind denn auch mehrheitlich gegen die Gewerkschaftsinitiative, jene von SP, Grünen und CVP dafür. Die Basis der CVP stellt sich somit auch hier gegen die Parteielite, welche am Samstag voraussichtlich die Nein-Parole fassen wird.

Ein deutlicher Unterschied tritt zwischen den Altersgruppen zutage. Die heutigen Rentner sind mehrheitlich für das Vorhaben, die Befragten unter 40 Jahren mehrheitlich dagegen.

Komfortable Ausgangslage für NDG

NDG GFS

Auf eine solide Ja-Mehrheit können die Befürworter des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) hoffen. Sie gehen in der SRG-Umfrage mit 23 Punkten Vorsprung in die Ausmarchung. Unschlüssig, was sie stimmen sollen, sind lediglich 7 Prozent.

Ein linkes

NDG wird wohl angenommen. Bild: KEYSTONE

Bereits in der Tamedia-Studie hatten sich 55 Prozent der Teilnehmer für die Behördenvorlage ausgesprochen, 38 Prozent waren dagegen. Gegen das NDG-Gesetz hat ein linkes Komitee das Referendum ergriffen.

gfs.bern hat zwischen dem 2. und dem 12. August 1212 repräsentativ ausgewählte Stimmberechtigte in allen Landesteilen telefonisch befragt. Der Stichprobenfehler liegt bei +/- 2.9 Prozentpunkten. An der Online-Umfrage von Tamedia beteiligten sich am 8. und 9. August rund 11'000 Personen. (thi/aeg/sda)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pisti 19.08.2016 19:26
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären um was es bei der Initiative "Grüne Wirtschaft" geht? Habe bisher überhaupt noch nichts darüber gelesen. Wenn aber sogar SVP'ler und FDP'ler dafür sind, kann die Initiative ja kaum so verkehrt sein.
    • Randy Orton 19.08.2016 19:33
      Highlight Highlight Da findest du alle wichtigen Infos: http://www.gruenewirtschaft.ch
      Die Initiative wird übrigens auch von sehr vielen Firmen unterstützt.
    • atomschlaf 19.08.2016 20:11
      Highlight Highlight Da Randy nur den Link zu den Befürwortern gepostet hat, hier noch etwas mehr Material:

      https://www.gruener-zwang.ch/de

      und die Abstimmungsinformationen des Bundes:
      https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/20160925.html
    • Randy Orton 19.08.2016 21:06
      Highlight Highlight @ atomschlaf, ich gehe eigentlich davon aus, dass jeder selber googeln kann.
      PS: schon die erste Aussage mit der Ressourcenkürzung um 65% stimmt eben nicht, es geht nicht um eine Kürzung der Ressourcen. Es ist oft sinnvoller, wenn man sich zuerst einmal den Initiativtext durchliest und den findet man halt -Überraschung- auf der Seite derjenigen, die ihn geschrieben haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 19.08.2016 18:55
    Highlight Highlight Wie kann man nur für das neue NDG sein. Mehr Überwachung bedeutet nicht mehr Sicherheit, sondern WENIGER FREIHEIT.
    Zudem hat In Frankreich der Geheimdienst weitgehende Befugnisse und die Anschläge der vergangenen Monate konnten nicht verhindert werden. Deshalb Schweizer stimmt für die Freiheit und deshalb NEIN zum NDG.
    • atomschlaf 19.08.2016 19:27
      Highlight Highlight @Numelch: So weit denkt der Durchschnittsschweizer leider nicht. Da höre ich meist "Ich habe ja nichts zu verbergen" und ähnlichen Stuss.
    • Damien 19.08.2016 19:34
      Highlight Highlight >"Wie kann man nur für das neue NDG sein. Mehr Überwachung bedeutet nicht mehr Sicherheit, sondern WENIGER FREIHEIT."

      Ja, wenn man rational denkt, kommt man zu diesem Schluss.

      Spoiler: Das können viele Abstimmenden nicht.
    • nbollow 20.08.2016 14:08
      Highlight Highlight Ich gebe Numeich völlig recht. Aber die meisten wissen noch nicht, was im NDG wirklich drin steht. Die schlimmsten Punkte sind gut versteckt! Z.B.: Alle dem Jihadismus nahestehenden und gefährdeten Personen sollen detailliert überwacht werden. Nicht einmal Gespräche mit einem Rechtsanwalt sind privat. Dabei gewonnene, zur Strafverfolgung relevante Erkenntnisse sollen dafür weitergeben werden, auch bei Bagatelldelikten (Art. 60 Abs. 2). Dann werden der IS-Propaganda, die Terror-Bekämpfung mit Feindschaft gegen Muslime gleichsetzt, mehr Leute glauben.
  • Starfox 19.08.2016 18:34
    Highlight Highlight Wahrscheinlich haben Sie nur Watson Leser befragt, und da viele wenn nicht die meisten Watson-Leser links sind, kommt schnell eine hohe Zustimmung für die grüne Initiative. Die Initiative wird scheitern an der Urne, dies ist meine Prognose.
    • atomschlaf 19.08.2016 19:29
      Highlight Highlight Ich vermute eher, sie haben einmal mehr die immer älter werdenden Festnetztelefonbesitzer befragt. Die finden Umweltschutz meist gut ohne gross über die Folgen nachzudenken (kenne ein paar Beispiele aus meiner Familie) und sind 2050 sowieso schon alle tot.
    • Randy Orton 19.08.2016 19:34
      Highlight Highlight Und ich vermute du hast einfach den alten Abwehrreflex "grün=schlecht" walten lassen anstatt dich über die Initiative zu informieren. Stimmts oder habe ich Recht?
  • fabianhutter 19.08.2016 17:56
    Highlight Highlight Nur schon die lange Laufzeit der «Grünen Wirtschaft» ist ein Grund es abzulehnen. Pläne über 34 Jahre zu machen ist absolut stumpfsinnig. Niemend weiss we che Technologien entdeckt und erfunden werden.
    Dazu kommt dass sich viele Leute nicht bewusst sind was eine Ressourcenreduktion um 65% zur Folge hätte.

    Die angestrebte Richtung der Initiative ist zu unterstützen, aber ein so restrektives Ziel ist kontraproduktiv, da Entwicklung nun mal auch Ressourcen benötigt.
    • Maett 19.08.2016 19:35
      Highlight Highlight @fabianhutter: die Ressourcenreduktion ist auch absolut nicht umsetzbar, wenn man nicht zum Armenhaus von Europa werden möchte.

      Man muss dafür sorgen, dass die Welt nicht mehr als eine Erde verbraucht, einzelne Länder hingegen müssen (aufgrund der weltlichen Struktur) egoistisch handeln. Da gibt's Verlierer und Gewinner. Für die, die nicht auf der Gewinner-Seite leben wollen, können ja in ein Verlierer-Land auswandern.

      Und selbst wenn wir (alle) die Reduktion nicht schaffen: das ist die Evolution... sie lässt sich sowieso nicht aufhalten. Stirbt die Menschheit halt irgendwann aus - na und?
  • atomschlaf 19.08.2016 17:44
    Highlight Highlight Wenn die grüne Planwirtschaftsinitiative tatsächlich durchkommt, wird es definitiv Zeit auszuwandern.
    • Hayek1902 19.08.2016 17:56
      Highlight Highlight Kommt nicht durch, AHV plus auch nicht. Darauf wette ich den Verlust von Watson.
    • Stachanowist 19.08.2016 18:17
      Highlight Highlight "Planwirtschaftsinitiative"... Irreführende, populistische Bezeichnung.
    • Amboss 19.08.2016 18:51
      Highlight Highlight Musst nicht auswandern, alles easy
      Diese Trendumfragen fünf Wochen vor der Abstimmung sind ein Witz und sagen rein gar nichts aus. Die Leute wissen gar nicht, über was sie befragt werden.

      Das Ergebnis steht aber bereits fest: AHV und Grüne Wirtschaft werden deutlich abgelehnt (wie alle Initiativen, die nur von Links getragen werden).
      NDG wird knapp, vermutlich Ja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dadaist 19.08.2016 17:42
    Highlight Highlight Ich bin frei, darum stimme ich immer JA (-:

    Und immer nicht NEIN

    Und schon gar nicht nicht 🐴
    Nichts ist für alle Nicht :-)

Und rein ins Rampenlicht: Wer ist eigentlich Viola Amherd?

Die neu gewählte Bundesrätin Viola Amherd sieht sich als Brückenbauerin und Mittepolitikerin. Die aktuelle Zuwanderung hält sie für verkraftbar. Nicht zuletzt ihr kürzlicher Spitalaufenthalt hat sie darin bestärkt.

Als Amherd ihre politische Karriere bei der Oberwalliser CVP im Jahr 1992 begann, hätte sie nie gedacht, dass sie eines Tages Bundesrätin werden würde. Am Anfang ihrer Laufbahn musste sie laut eigenen Aussagen eher dazu überredet werden, für ein Amt zu kandidieren. Auch in die nationale Politik stieg sie 2005 durch die Hintertüre ein. Als erster Ersatz auf der Liste der CVP konnte sie Jean-Michel Cina im Nationalrat beerben, als dieser in den Walliser Staatsrat gewählt wurde.

Als diskrete …

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