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Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht



Kürzlich tauchte auf reddit eine Infografik zur europäischen Stromproduktion auf. Fein säuberlich wurden die ökologischen und weniger ökologischen Stromproduktionsarten pro Land aufgedröselt – und welche Verschiebungen in den letzten 18 Jahren stattgefunden haben.

Doch wie es so ist mit Infografiken aus dem Internet – sie sind mit Vorsicht zu geniessen. Wir haben deshalb die Angaben und Quellen überprüft und die Schweiz hinzugefügt (viel Dank für die hilfreiche Mitarbeit geht ans BfE). Und uns sind einige Dinge aufgefallen.

Strommix europäischer Länder Infografik

Bild: watson

Für die CO2-Produktion fällt vor allem der Kohlestrom stark ins Gewicht. Doch dessen Anteil reduzierte sich in den letzten 18 Jahren in den meisten Ländern. Einige Vorzeigeländer wie Dänemark und England reduzierten massiv. In anderen Ländern wie Bulgarien oder Deutschland geht es weniger schnell voran.

Zur Schweiz gilt es zu sagen, dass ein beträchtlicher Anteil der Schweizer Stromproduktion auf die Wasserkraft fällt (2018 = 55,4%). Diese beinhaltet sowohl Lauf- (2018 = 25%) wie auch Speicherkraftwerke (2018= 30.4%). Beide fallen in die Kategorie der Erneuerbaren. Zu den Speicherkraftwerken gehören allerdings Pumpspeicherkraftwerke. Bei diesen muss die Korrektheit des Labels «Erneuerbar» hinterfragt werden.

Die Schweiz importierte 2018 16,5 TWh elektrische Energie aus Deutschland (und exportierte 4,4 TWh). Gut möglich also, dass mit deutschem Strom Schweizer Pumpspeicherkraftwerke gefüllt wurden. Der Strom, der dann bei der Leerung entsteht, wird in der Schweizer Statistik als erneuerbar ausgegeben, obwohl der deutsche Strommix daran beteiligt war. Die Schweizer Statistik ist deshalb geschönt.

Eine korrekte Darstellung ist leider unmöglich. Zur Relativierung sei aber gesagt: Die Produktionserwartung ohne Umwälzbetrieb lag 2017 bei 1,5 TWh (Die tatsächlich produzierte Energie lag vermutlich höher).

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176Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sgt.Pepper 25.06.2019 17:33
    Highlight Highlight Ein Pumpspeicherkraftwerk ist kein Kraftwerk sondern ein Speicher. Trotzdem eine gute Sache und kann in Zukunft auch ausgleichend zur unkontrollierten Produktion aus erneuerbaren Quellen eingesetzt werden. Dabei wird aber wahrscheinlich noch die Transportkapazität im Netz limitierend sein.
    • atomschlaf 26.06.2019 08:38
      Highlight Highlight Auch Pumpspeicherkraftwerke haben idR natürliche Zuflüsse und sind somit beides: Kraftwerk und Speicher.
  • amore 25.06.2019 12:53
    Highlight Highlight Bitte lest doch Gunzingers Buch „Kraftwerk Schweiz“. Dort zeigt er, wie‘s geht.
  • IchSageNichts 25.06.2019 12:32
    Highlight Highlight Wichtig wär auch noch zu wissen was Strom am Gesamtenergieverbrauch für einen Anteil hat. CH 20%?
    • marsel 25.06.2019 13:55
      Highlight Highlight Endenergieanteil: 24.8 % (2017)
      Benutzer Bild
  • Capodituttiicapi 25.06.2019 12:19
    Highlight Highlight Infos zu Norwegen?
  • sheimers 25.06.2019 12:07
    Highlight Highlight Es ist noch anzumerken, dass die Grafiken die Stromproduktion, nicht den Stromverbrauch der Länder zeigen. So hatte die Schweiz im Konsumentenmix z.B. im Jahr 2017 16.1% nicht deklarierten Graustrom (wohl Importe), die in der Grafik nicht zu erkennen sind. Hingegen hat Deutschland enorm viel Wind- und Solarenergie. Die Produktion aus Kohle blieb nur auf hohem Niveau, weil die Kohlekraftwerke für den Export weiter betrieben wurden. Ein Teil davon ist der in der Schweiz verbrauchte Graustrom. 2019 gibt's aber auch in der deutschen Kohlestromproduktion einen deutlichen Knick nach unten.
  • Watcherson 25.06.2019 11:40
    Highlight Highlight Island?
  • Nicosinho 25.06.2019 11:22
    Highlight Highlight wir sollten uns alle ein Beispiel an Dänemark nehmen, einfach top und sehr vorbildlich!
    • sheimers 25.06.2019 12:26
      Highlight Highlight Dänemark hat das Glück viel Wind zu haben, und eine direkte Stromleitung nach Norwegen, was wiederum zehn mal so viel Stauseekapazität hat wie die Schweiz. Ohne die Leitung nach Norwegen müsste es wohl auch deutlich mehr Kohlestrom produzieren, denn auch in Dänemark gibt es Flaute und die Sonne geht im Norden noch früher unter als bei uns in der Schweiz.
    • IchSageNichts 25.06.2019 12:27
      Highlight Highlight Wünsch mir auch mehr KohleKW in der CH. *ironieoff*
    • Nicosinho 25.06.2019 13:51
      Highlight Highlight @IchSageNichts: ich bewundere rein die Entwicklung die Dänemark hinter sich hat, in den letzten 18 Jahre ist man nun bei ca. 80% erneuerbarer Energie angelangt, was ich super finde. Die Schweiz ist ja auch top mit der Wasserkraft, aber steigern kann man sich immer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 25.06.2019 11:21
    Highlight Highlight Wäre eine korrekte Grafik nicht doch möglich, wenn der Import in der entsprechend Zusammensetzung einbezogen und der Strom aus Pumpspeicherkraftwerken einfach ausgeblendet wird?
    • Patrick Toggweiler 25.06.2019 11:43
      Highlight Highlight Man müsste den Import nicht einmal miteinbeziehen (er wurde ja bereits anderswo statistisch erfasst), sondern einfach nur die Pumpspeicherwerke weglassen. Aber unser Datensatz für die EU-28 lässt das nicht zu. Deshalb der Kompromiss.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2019 12:23
      Highlight Highlight Keine Chance. Das würde viel zu unübersichtlich.
      Wenn Strom exportiert wird, wird auch meist gleichzeitig von woanders importiert > Transit. Wie soll man das aufschlüsseln nach Quellen?
      Darum wird der importierte Strom neutral aufgefasst und nur die Hersteller weisen eine CO2 Bilanz auf. Wenn also eine Kohlekraftwerk in Polen produziert, erhält es auch den CO2- Ausstoss. Wird dieser Strom in ein anderes Land exportiert, ist er neutral. Der CO2 Ausstoss wurde ja schon abgerechnet.
      So schönen die Deutschen übrigens ihre CO2 Bilanz ...
  • Turicum04 25.06.2019 11:20
    Highlight Highlight Die Schweiz muss heute auf morgen den Import an Rohöl stoppen.
    • sheimers 25.06.2019 12:37
      Highlight Highlight Das würde zum Chaos führen, nach etwa 4.5 Monaten (wenn die Pflichtlager leer werden) würden keine Autos, Busse und Lastwagen mehr fahren und viele Häuser wären ohne Heizung und Warmwasser. Aber man könnte es kontingentieren, erst auf der heutigen Menge, und die jedes Jahr um 10% reduzieren, so dass man 2030 auf Null wäre. Da würde genug Zeit bleiben um sich anzupassen.
    • Michael Heldner 25.06.2019 12:54
      Highlight Highlight Naja wenn man sich’s leisten kann 🤔
      ohne Subventionen werden wohl die wenigsten Privaten mal eben Geld für einen Elektro Flitzer oder eine neue Heizung und Triple A Elektro Geräte haben. Je nach Gebäude wäre wahrscheinlich sogar ein Neubau billiger als eine Sanierung auf den neuesten Stand.
  • Padcat 25.06.2019 11:12
    Highlight Highlight Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden dass die Pumpspeicherkraftwerke nicht mit deutschem Kohlestrom betrieben werden. Dies aus dem einfachen Grund: PSW pumpen Wasser hoch wenn im Schweizer Stromnetz ein Überschuss an Energie herrscht, also die inländische Stromproduktion höher ist als der Stromverbrauch (dies ist vor allem nachts der Fall). Strom aus dem Ausland wird nur importiert, wenn die Situation umgekehrt ist, und Strommangel herrscht in der Schweiz (vor allem in den Wintermonaten). Und wenns sowieso schon (zu) wenig Strom hat müssen die PSW produzieren und nicht speichern.
    • sheimers 25.06.2019 12:47
      Highlight Highlight Da hast du etwas falsch verstanden, es geht nicht um Mangel oder Überschuss. Es geht rein um den Preis. Importiert wird der Strom wenn er auf dem internationalen Markt billiger ist als aus den eigenen Kraftwerken. Exportiert wird wenn die Preise auf dem Markt höher sind als die Produktionskosten. Billig ist der Strom wenn in deutschland der Wind bläst.Allerdings reicht der Strom aus Windkraft zu keinem Zeitpunkt um den deutschen Bedarf zu decken.Das heisst, wenn wir günstige Windkraft importieren läuft dafür ein Kohlekraftwerk in Deutschland weiter, das man ohne den Export ausgeschaltet hätte.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2019 22:43
      Highlight Highlight sheimers
      Das hat einen anderen Grund: Grundversorgung. Darum werden KohleKWs nicht einfach abgeschaltet. Schau dir die Preise an, wenn DE exportiert, dann sind die im Keller, manchmal müssen sie sogar noch happig draufzahlen. Jedenfalls verdient DE kaum was mit Export. Weil zu diesen Zeiten alle anderen selber genügend Strom haben ... meistens. Die Preise schwanken immer mehr. Nicht auszudenken, wenn alle Nachbarn auch noch DE nacheifern.
  • Bynaus @final-frontier.ch 25.06.2019 11:07
    Highlight Highlight Ich würde "nuklear" jetzt hellgrün darstellen, nicht "fossil-grau". Aber das beste an dieser Grafik: es geht nahezu überall in die richtige Richtung!
    • ingmarbergman 25.06.2019 11:25
      Highlight Highlight Das passt schon so. Uran ist nicht erneuerbar, sondern wird in Minen abgebaut.
      Von der Endlagerung gar nicht zu sprechen.


      Habe mal einen interessanten Artikel gelesen, wo ein Philosoph sich Gedanken gemacht hat, wie wir das Wissen über radioaktives Material über 200‘000 Jahren weitergeben können.
      Wir haben schon Mühe CDs aus den 80ern zu lesen, Papier ist bestenfalls ein paar tausend Jahre haltbar, Schilder aus Metall deutlich kürzer. Also einfach aufschreiben und warnen geht nicht.
      Eine Idee war z.B. gelbe Katzen zu züchten und beim Endlager anzusiedeln und dann einen Mythos verbreiten..
    • goldmandli 25.06.2019 11:49
      Highlight Highlight Bin deiner Meinung. Ist keine fossile Energie und weitaus grüner als jede Art fossiler Energiegewinnung. Die Vertäufelung nuklearer Energie muss eh stoppen. Diese kann perfekt genutzt werden, um ohne probleme erneuerbare Energien zu ergänzen. Inwiefern ist es denn besser, von Atom- auf Kohlestrom umzusteigen. Schade.
    • Bynaus @final-frontier.ch 25.06.2019 12:05
      Highlight Highlight @ingmarbergmann: Sonnenenergie ist auch nicht wirklich Erneuerbar, die Sonne scheint nur noch 6 Milliarden Jahre... Es gibt mehr als genug Uran gelöst im Meer, die Gewinnung lohnt sich heute zwar noch nicht, aber der Uranpreis beeinflusst die Kosten von Atomstrom ohnehin nur unwesentlich. "Atommüll", zumindest solcher, der mehr als ein paar Jahrhunderte lang strahlt, wird in ein paar Jahrzehnten Schnee von gestern sein, weil bis dahin eine neue Generation von Kernkraftwerken den langlebigen Müll (nuklear) verbrennen wird. Diese "gelben Katzen" dürfen also Fantasie bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrNiceGuy 25.06.2019 10:56
    Highlight Highlight finde diese Statistiken für die Katz', Europa besteht nicht nur aus der EU!
    • MrNiceGuy 25.06.2019 12:32
      Highlight Highlight wieso die Downvotes?

      Was interessiert mich Malta mit 433'300 Einwohnern, interessanter/relevanter wären für mich z.B. die Ukraine mit 42 Millionen Einwohnern oder Norwegen als eines der reichsten Länder.
    • Wolkenlos 25.06.2019 13:42
      Highlight Highlight Und die Welt nicht aus Europa und das Universum nicht aus der Welt. Trotzdem hätte auch nur die Schweizer Grafik Informationsgehalt :)
    • MrNiceGuy 26.06.2019 10:20
      Highlight Highlight @Wolkenlos

      gut, war etwas ungeschickt ausgedrückt. Der Artikel selbst ist sehr informativ.
  • Hü Hopp Hü 25.06.2019 10:49
    Highlight Highlight Danke für den interessanten Artikel. Man kann immer mehr machen. Schlussendlich muss der Strom aber für alle bezahlbar sein. Und leider ist es eine Tatsache, dass Kohlenstrom am günstigsten ist in der Produktion. Dass ein Umbau möglich ist, zeigen aber verschiedene Beispiele in der Grafik.
    • ingmarbergman 25.06.2019 11:30
      Highlight Highlight Das ist eine sehr kurzfristige und egoistische Sicht. Für uns bezahlbar heisst für unsere Enkel unter umständen ist die Heimat nicht mehr bewohnbar. Das kostet die zwar dann auch nichts, aber ich fänds noch schade.

      Ist wie bei der AHV. Wenn wir die Renten nicht bald kürzen gibts für unsere Nachkommen keine Mehr. Meine Urenkelin sagt dann sicher „danke Grosspapi“.

      Es ist komplex, aber um Einschränkungen werden wir nicht herumkommen. Und je länger wir warten desto mehr schmerzen wird es, wenn wir dann sofort verzichten müssen.
    • Statler 25.06.2019 11:41
      Highlight Highlight In D ist der Kohlestrom aber nur so günstig, weil er massiv subventioniert wird.
      Würden die Subventionen wegfallen, sähe das ganz ander aus mit der Wirtschaftlichkeit.
    • goldmandli 25.06.2019 11:52
      Highlight Highlight Atomstrom ist doch weitaus günstiger als Kohlestrom. Kohlestrom ist doch eine der teuersten Energien überhaupt. Also, solange sie nicht durch den Staat massiv subventioniert wird, wie das z.b. In den USA und leider auch Deutschland passiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marsel 25.06.2019 10:49
    Highlight Highlight Zwei Anmerkungen:
    - der grösste Teil des aus Deutschland "importierten" Stroms fliesst direkt im Transit nach Italien und wird somit nicht in der Schweiz verbraucht. Die Schweiz leitet den Strom nur durch unsere Netze.
    - energy-charts.de ist eine tolle Webseite (Fokus auf Deutschland), welche Strom Produktion/Erzeugung, Handel, Börsenstrompreise in tagesaktuellen Grafiken aufbereitet. Alles aus einer seriösen Quelle (nein, kein reddit).
    • sheimers 25.06.2019 13:04
      Highlight Highlight Stimmt, wobei ein Teil davon zwischengespeichert wird. Also nachts billig aus DE und tags teuer nach IT. Vorallem jetzt wo wir viel Schmelzwasser haben kehrt sich die Richtung manchmal um und die Schweiz exportiert zu Spitzenteiten auch nach Deutschland, gleichzeitig aber auch nach Italien.
  • derEchteElch 25.06.2019 10:43
    Highlight Highlight So gesehen sind wir super.

    Einzig Litauen sowie Österreich haben ein wenig besseres Verhältnis... Wer sich jetzt fragt, warum Dänemark nicht? > Die haben zu viel Kohle und Schweden hat zu viel EU Strommix.

    Also, bevor man hier zu fest die Schuld am Klimawandel bei uns sucht, sollen sich die Deutschen mal an ihrer eigenen Nase nehmen... Kohle-Energie; Ist ja furchtbar!
    • Dr no 25.06.2019 11:44
      Highlight Highlight haha ja die Deutschen. Diesel Autos verteufeln aber Kohlekraftwerke sind völlig ok
    • satyros 25.06.2019 12:36
      Highlight Highlight Es müssen sich eben alle an der Nase nehmen. Bei der Stromproduktion sieht es bei uns einigermassen gut aus. Auch dank des hohen Anteil der AKW. Da geplant ist, diese abzuschalten, müssen aber Alternativen her.

      In anderen Bereichen (z.B. Flugverkehr) ist aus Schweizer Sicht durchaus noch Potential für Einsparungen vorhanden.
    • sheimers 25.06.2019 13:08
      Highlight Highlight Deutschland holt aber mächtig auf, 2002 hatten sie noch 8.6% erneuerbare, 2019 bereits 47.3%. Wenn die so weiter machen überholen die uns bald, wir sind bei etwa 60% (Wasserkraft + Solar + fast kein Wind)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Freebee 25.06.2019 10:42
    Highlight Highlight Auffaellig ust, dass die EU insgesamt sich stark verbessert hat, waehrend bei der Schweiz gar keine Verbesserung sichtbar ist :-(. Wir sollten also mit den Musterschueler Mythos aufraeumen.

    Nicht jedes Land hat Fluesse ohne Ende, die guenstigen erneuerbaren Strom liefern koennen.
    • mountaineer 25.06.2019 11:37
      Highlight Highlight Keineswegs. Was CO2-arme Stromproduktion angeht gehören wir zu den besten.
      Und dies nicht erst seit dem Klimahype sondern seit Jahrzehnten!
    • goldmandli 25.06.2019 11:55
      Highlight Highlight Unser Anteil fossiler Energien ist doch praktisch bei Null. Klar, man sollte in Zukunft den Anteil komplett erneuerbarer Energien weiter ausbauen und die Atomenergie auf ein Minimum zur Stromsicherung reduzieren. Dazu fossile Energien komplett auf 0 setzen. Ansonsten siehts doch ganz okay aus in CH.
    • Freebee 25.06.2019 14:25
      Highlight Highlight @Mountaineer: "Klimahype"? Du solltest wohl Deinen Nalen aendern :-(
      @Goldlandli: Bis auf das kleine Detail, dass immer noch ein Drittel des Stroms aus Atomenergei stammt ist alles Ok :-)
  • Clife 25.06.2019 10:23
    Highlight Highlight Boah man könnte meinen die Slowakei wäre über ihren Staubsauger gestolpert und der ganze Dreck hat sich wieder übers ganze Land verteilt. Wenns nicht zum heulen wäre hätt ich jetzt gelacht
  • Der Ökofuzi 25.06.2019 10:09
    Highlight Highlight Im Titel wird von Dreckstrom gesprochen und gemäss Grafik stehen wir sehr gut da. Bitte aber nicht vergessen dass die Grafik erneuerbare Energiequellen behandelt, nicht aber ob diese auch ökologisch bzw. nachhaltig sind.

    Leider Gottes sind aber viele unserer Wasserkraftwerke zu intensiv für die genutzten Gewässer (siehe z.B. Alpenrhein).

    just saying...
  • Jimmy :D 25.06.2019 10:08
    Highlight Highlight Wenn die Schweiz mit Wind und Sonne etwas vorwärts machen würde, könnte man den nuklearen Anteil verkleinern.

    Wenn aber weiterhin so viel Ablehnung gegen Wind herrscht wie bis jetzt, werden wir noch lange auf die AKWs angewiesen sein.
    • Dr no 25.06.2019 11:45
      Highlight Highlight Die Schweiz ist zu klein für Windkraft. Willst du ein Windrad neben dein Haus ? Oder die ganzen Hügel zugebaut mit Windrädern ? Da müsste man globaler denken. Länder mit viel Platz (Meer !) müssten Windenergie viel mehr pushen
    • mountaineer 25.06.2019 11:50
      Highlight Highlight Windkraft ist für ein derart dichtbesiedeltes Land mit viel Tourismus (und relativ wenig Wind) auch nicht sonderlich geeignet.
      Besser die Solarkapazität zügig ausbauen!
    • sheimers 25.06.2019 13:16
      Highlight Highlight Nicht unbedingt, wir können die Kernkraftwerke auch stillegen und den Windstrom im Winter importieren. Das scheint etwas asozial, aber für uns wäre es die sicherste, umweltfreundlichste und billigste Variante den Strom für die Konsumenten bereitzustellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 25.06.2019 10:02
    Highlight Highlight "Gut möglich also, dass mit deutschem Strom Schweizer Pumpspeicherkraftwerke gefüllt wurden."
    Die Autoren des Artikels scheinen grundsätzliche physikalische Konzepte nicht verstanden zu haben.
    Alle an ein Netz angeschlossene Kraftwerke tragen zur Spannung bei. Nach dieser Logik könnte auch der Tesla von Herr oder Frau Müller mit Kohlestrom und das Stahlkraftwerk mit Solarstrom betrieben werden.
    Ob etwas CO2 einspart oder nicht kommt auf dem Gesamtmix an, nicht ob es irgendwo noch ein Kohlekraftwerk dran hat.
    • Patrick Toggweiler 25.06.2019 11:37
      Highlight Highlight Ich gebe zu, dass das etwas flapsig formuliert wurde. Mir ging es darum zu zeigen, dass die eigentliche Energiequelle bei Pumpspeicherkraftwerken verschleiert wird. Und dass der Strommix, der benötigt wird, das Wasser in den Speicher zu pumpen, auch deutschen Kohlestrom beinhalten kann.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2019 12:00
      Highlight Highlight Da kann ich euch beruhigen. Momentan exportiert die Schweiz viel mehr Strom nach DE: Verhältnis pro Tag etwa 2-3GWh Import zu 30GWh Export.
      Di Speicher müssen also anders gefüllt werden.

      Aber eigentlich hat "Endoplas" vollumfänglich recht.
    • Patrick Toggweiler 25.06.2019 12:43
      Highlight Highlight @Rabbi: Ich weiss nicht, woher deine Zahlen stammen. Meine sind vom BfE (vom 21.6.2019) und die zeigen was anderes. 12,1 TWh mehr importiert als exportiert (nach Deutschland).
      Benutzer Bild
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  • em0 25.06.2019 09:58
    Highlight Highlight Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei ElectricityMap.org empfohlen: https://www.electricitymap.org

    Livedaten der CO2-Intensität der Stromproduktionen weltweit!
    • Janorian 25.06.2019 11:54
      Highlight Highlight Und hinter dieser Site stehen zahlreiche Kollegen der Atomlobby.
      Das ist recht einfach nachzuverfolgen.
  • drüber Nachgedacht 25.06.2019 09:58
    Highlight Highlight Die Schweiz steht betreffend der erneuerbaren Stromproduktion katastrophal da.

    Sonnenenergie wird im Vergleich zu anderen Ländern fast nicht genutzt. Obwohl wir mehr als genug Möglichkeiten hätten.

    Sämtliche Subventionen für erneuerbare Energien fliessen in Speicherkraftwerke, damit die sich in der Nacht den "billigen" Atomstrom schnappen können.

    Aber wen wunderts. Wenn die gleiche Person "Albert Rösti" sowohl für die Atomkraft wie auch die Wasserkraft lobbiert.

    • Janorian 25.06.2019 12:45
      Highlight Highlight Tatsächlich wird Sonnenenerige hauptsächlich von Linksgrün gebasht, mit der Begründung "Uneffizient und passt nicht ins Landschaftsbild"

      Meine Berechnung am Beispiel der ideal gelegenen BLS Südrampe im Wallis:

      25km * 1m PV-Modul
      25'000m2
      Dies ergäbe einen jährlichen Stromertrag von 4'250 MWh.
      Klar, es braucht viele Wechselrichter und Transformatoren, daher rechnen wir mal sehr optimistisch: 4'000 MWh.

      Heisst, eine 25km lange, 1 Meter hohe PV-Anlage produziert in einem Jahr so viel wie... Naja, Leibstadt produziert 9'000'000 MWh pro Jahr.
    • sheimers 25.06.2019 13:33
      Highlight Highlight Würde man alle Lärmschutzwände entlang der Eisen- und Autobahnen mit bifazialen Solarpanels ersetzen hätte man wohl mehr als Leibstadt. Und weil die senkrecht stehen würde das auch bei Schnee funktionieren. Und bei den heutigen Panelpreisen wäre es wohl kaum teuere als die nutzlosen und hässlichen Betonwände.
  • chandler 25.06.2019 09:57
    Highlight Highlight Die Schweiz war vor 18 Jahren sehr vorbildlich, ist aber leider seitdem stehen geblieben. Wir Zeit sich weiter zu entwickeln...
  • gangdalang 25.06.2019 09:53
    Highlight Highlight Nukular. Das Wort heisst Nukular.
  • PatsNation 25.06.2019 09:51
    Highlight Highlight Dänemark wäre auch noch interessant gewesen :)
  • 3klang 25.06.2019 09:43
    Highlight Highlight Pumpspeicherkraftwerke sind unerlässlich um Erneuerbare sinnvoll betreiben zu können. Diese dienen als Energiespeicher um die temporär überschüssige Energie aus u.a. Erneuerbaren zu speichern. Daher kann man diese wohl ohne schlechtes Gewissen dieser Kategorie zurechnen.
    • Randy Orton 25.06.2019 10:16
      Highlight Highlight Aber nicht, wenn sie mit ausländischem Kohlestrom gefüllt werden.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2019 10:29
      Highlight Highlight Die werden, wenn schon,nicht mit "Kohlestrom" gefüllt, sondern mit überschüssigen Erneuerbaren aus DE.
      Abgesehen davon bräuchten wir das gar nicht. Die Pumpspeicher werden nachts mit Atomstrom gefüllt um tags einen kleinen Ausgleich zu schaffen.
    • Yohey 25.06.2019 10:51
      Highlight Highlight Nicht korrekt als allgemeines Statement. Island zum Beispiel produziert rein aus Lauf- und Speicherkraft. Selbst mit Integration von Windenergie lässt sich das autarke Netz wunderbar betreiben, da beide Kraftwerke flexibel geregelt werden können. Als Speicher dienen Pumpspeicherkraftwerke wunderbar, ‘unabdinglich’ sind sie jedoch nicht.
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  • P. Silie 25.06.2019 09:43
    Highlight Highlight Ein kurzes Gespräch mit Regierungsverantwortlichen aus Litauen ergab, dass das AKW tatsächlich abgeschalten wurde.. die Strompreise haben sich seit dem verFÜNFfacht... 5x...
    • MacB 25.06.2019 09:58
      Highlight Highlight kurzfristig bestimmt teurer, bis die Alternativen endlich breit aufgestellt sind.
    • David Tschan 25.06.2019 10:00
      Highlight Highlight ...waren beim subventionierten Atomstrom die Folge- und Ewigkeitskosten mit eingerechnet ? 😏
    • P. Silie 25.06.2019 10:06
      Highlight Highlight @ MacB: Naja das brauchen Sie nicht mir zu erzählen.. bei uns zu Hause ist's im Winter immer schön warm, in Litauen ist das jeweils abhängig vom Gehalt bzw. von der Pension..
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  • Whitchface 25.06.2019 09:41
    Highlight Highlight Speicherkraftwerke sind vielmehr Energiespeicher als Produzent. Das Wasser wird primär durch Atomstrom in der Nacht wieder hochgepumpt...
    • Aladdin 25.06.2019 10:24
      Highlight Highlight @Whitchface:
      Das ist heute so, muss aber nicht so bleiben. Pumpspeicherkraftwerke stellen elektrische Energie zeitversetzt zur Verfügung. Mit welcher Energie das Wasser in den See hochgepumpt wird, das liegt an uns Konsumenten und Stimmbürgern zu bestimmen.
    • Aurum 25.06.2019 11:35
      Highlight Highlight Die KKWs können nicht mirnichts dirnichts einfach die Leistung herunterfahren. Daher braucht es die Pumpspeicherkraftwerke als Puffer. Win-Win, solange wir die KKWs noch haben. Nach der KKW Zeit könnten die PumpspeicherKraftwerke dann z.B. solar betrieben werden. Nur nicht in der Nacht, sondern während der Energiereichsten Zeit nach dem Mittag, nachdem alle ihr Mittagessen gekocht haben.
    • sheimers 25.06.2019 13:43
      Highlight Highlight @Whitchface: Das stimmt nicht. Als Speicherkraftwerke bezeichnet man Kraftwerke mit Stausee, im Gegensatz zu den Laufwasserkraftwerken. Nun ist es aber so, dass die meisten Speicherkraftwerke keine Pumpen haben. Man lässt sie einfach natürlich vollaufen und entnimmt das Wasser wenn man den Strom braucht. Trotzdem kann man indirekt auch Solarstrom speichern. Einfach, indem man die Produktion des Kraftwerks drosselt während die Sonne scheint, und das gesparte Wasser dann später verwenden kann. Dies funktioniert im Gegensatz zu den Pumpspeichern sogar ohne Verluste.
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  • lilie 25.06.2019 09:40
    Highlight Highlight Danke für den Artikel! Sehr aufschlussteich! 👍

    Zu den Pumpkraftwerken: Ich wage zu bezweifeln, dass der Strom aus Deutschland ausschliesslich zur Betreibung der Pumpen in PKW eingeführt wird.

    Viel mehr dient er vermutlich dazu, die Stromversorgung in Spitzenzeiten zu sichern.

    Die Pumpen hingegen werden mW in der Regel nachts betrieben, wenn Überschuss an (einheimischem) Strom herrscht.
    • Rabbi Jussuf 25.06.2019 10:53
      Highlight Highlight Das ist saisonal bedingt. Zur Zeit wird um den Mittag herum ab und zu ein wenig importiert 2-3GWh. Das wars. Dafür wird den ganzen Rest des Tages und nachts nach DE exportiert, etwa 30GWh.
    • Aurum 25.06.2019 12:07
      Highlight Highlight Mal wieder lustige Zahlen erfunen @Rabbi?
      Die Schweiz exportierte 1,427GWh nach DE und Importierte 7.205GWh aus DE. zwischen 1.1.19 und 1.6.19
      https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/grid-data.html
    • sheimers 25.06.2019 12:22
      Highlight Highlight Die Pumpen wurden für unsere Kernkraftwerke gebaut, die nachts ihren Strom nicht los werden. Natürlich können die auch Importstrom verarbeiten und tun das wohl auch bei tiefen Preisen in Deutschland. Andererseits wird aber wohl ein guter Teil des Importstroms direkt verbraucht, und duch eine drosselung der grossen Wasserkraftwerke ohne Pumpen kompensiert. Die meisten Stauseen haben kein Pumpen, die laufen einfach durch die Zuflüsse voll solange man keinen Strom produziert. Trotzdem sind es Speicher, den gesparten Strom kann man später beziehen.
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  • haegipesche 25.06.2019 09:39
    Highlight Highlight Schade, dass die Schweiz das einzige Land ist, das sich nicht verbessert. Ruhen wir uns zu fest auf den Lorbeeren aus, oder verunmöglicht der "Füdlibürger" den weiteren Ausbau? Oder hat die Politik keinen Biss?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 25.06.2019 09:58
      Highlight Highlight Die CH kann sich CO2 technisch gar nicht mehr verbessern. Man sollte besser in die decarbonisierung des Verkehrs und die Sanierung der Gebäude investieren, hier gibt es viel mehr CO2 einzusparen.
    • Bruno S.1988 25.06.2019 10:02
      Highlight Highlight Die einzige Verbesserung die die Schweiz anpeilen sollte ist weg von der Nuklearenergie zu kommen. Das hat aber mehr Sicherheitstechnische als CO2-Reduktions-Gründe. Ansonsten hat die Schweiz im Hinblick auf die CO-2 Produktionen einen fast perfekten Strommix!
    • Driver7 25.06.2019 10:03
      Highlight Highlight Du darfst gerne Solarzellen installieren.. es hindert dich niemand daran! Aber rumjammern ist einfacher als machen gell.. zahlen sollen es dann die "Füdlibürger" ;)
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  • RhabarBär 25.06.2019 09:39
    Highlight Highlight Wow, Litauen! Was für eine Entwicklung! 😍 Sehr informative Übersichten. Danke!
    • Hans Bart 25.06.2019 09:59
      Highlight Highlight Wären Sie bereit das fünffache zu bezahlen?
    • MacB 25.06.2019 13:22
      Highlight Highlight @Hans: wieso fünffach? Der Preis hat sich um einen Fünftel erhöht. Das ist was anderes..siehe anKommentar inkl. Quelle von Ioquito.

      Aber mal schnell Halbwahres weiterverbreiten, gut gemacht Hans Bart.
    • RhabarBär 25.06.2019 13:48
      Highlight Highlight @Hans Bart: Ja, wäre ich, resp. bin ich, denn wir haben den Strommix vor Jahren auf Erneuerbare gewechselt. Ich weiss nicht, wie günstig Strom in Litauen vor der Energiewende war, wie hoch der Einkommensmedian ist und die damit einherlaufende Kaufkraft, aber bei uns in der Schweiz ist der Strom extrem günstig und für ein gutes Gewissen bezahle ich gerne das Doppelte, das Dreifache oder das Fünffache.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 25.06.2019 09:37
    Highlight Highlight Kurz gefasst, die CH, Frankreich und Schweden haben die CO2 ärmsten Stromquellen, am anderen Ende liegt Polen und Schland.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 25.06.2019 09:36
    Highlight Highlight Unsere Pumpspeicherwerke wären doch ideal für die solare Zukunft. Im Sommer, wenn die Solarzellen viel Strom produzieren, die Pumpspeicher füllen. Und im Winter, bei kleiner Sonneneinstrahlung, die gespeicherte Energie wieder nutzen.
    • ursus3000 25.06.2019 09:49
      Highlight Highlight und woher das Wasser nehmen und wohin pumpen?
    • ciaociao 25.06.2019 09:49
      Highlight Highlight hatte deeeeeefinitiv noch keiner diese idee. & wird auch nicht schon jahrelang so praktiziert. nönö.
    • FrancoL 25.06.2019 09:53
      Highlight Highlight Richtig, doch zur Zeit ist der Stromanfall von den Pv-Anlagen zu klein und somit eine Verwendung an der Anfallstelle sinnvoller. Aber in naher Zukunft kann das mitunter eine sinnvolle Nutzung bzw Speicherung des anfallenden Stroms darstellen.
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