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Wie hohe Trump-Beamte das Enthüllungsbuch «Fear» indirekt bestätigen



Zwei mutmassliche Hauptquellen von US-Reporterlegende Bob Woodward für sein Enthüllungsbuch über das Weisse Haus unter Donald Trump haben Kritik an der dortigen Darstellung des Präsidenten geübt. Viel interessanter ist hingegen, was sie nicht gesagt haben.

Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn und Ex-Stabssekretär Rob Porter veröffentlichten am Dienstag Erklärungen, denen zufolge sie mit Woodwards Darstellung nicht einverstanden sind. «Dieses Buch stellt meine Erfahrung im Weissen Haus nicht richtig dar», heisst es in der von Cohn an das Nachrichtenportal Axios verschickten Erklärung. «Ich bin stolz auf meinen Dienst in der Trump-Regierung und unterstütze weiterhin den Präsidenten und sein wirtschaftliches Programm», erklärte Cohn.

FILE - In this Jan. 23, 2018, file photo, White House chief economic adviser Gary Cohn, speaks to reporters during the daily press briefing in the Brady press briefing room at the White House, in Washington. Cohn is leaving the White House after breaking with President Donald Trump on trade policy. Cohn, the director of the National Economic Council, has been the leading internal opponent to Trump's planned tariffs on imports of steel and aluminum. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta, File)

Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn. Bild: AP/AP

Porter äusserte Kritik an der «selektiven und oft irreführenden Darstellung des Präsidenten und seiner Regierung». Er lobte Trumps Errungenschaften, welche Woodward in dem Buch ignoriert habe. Überdies lade der Präsident seine Berater zu «robusten Debatten» ein. «Aber letztlich ist es Präsident Trump, der entscheidet, und er hat gezeigt, dass er mehr als in der Lage ist, das zu tun.»

Vage Kritik

Allerdings gaben weder Cohn noch Porter in ihren Erklärungen an, was genau in Woodwards Buch inkorrekt sei. Auch dementierten sie nicht, mit Woodward gesprochen zu haben. Porter dementierte auch nicht Woodwards Beschreibung, wonach der frühere Stabssekretär während seiner Tätigkeit zu einem Drittel damit beschäftigt gewesen sei, den Präsidenten von gefährlichen Ideen abzubringen.

epa06998120 (FILE) - US Washington Post legend, 1973 Pulitzer Prize winner, Bob Woodward attends a master class conference entitled Management and Bussiness Summit organizated by AtresMedia about the profession held in Madrid, Spain, 14 June 2017. Media reports on 05 September 2018 state that Bob Woodward has written a new book 'Fear', claiming that Trump White House is dysfunctional.  EPA/FERNANDO VILLAR *** Local Caption *** 53585090

Donald Trump kommt in Bob Woodwards Enthüllungsbuch nicht gut weg. Bild: EPA/EFE

Woodward schildert in dem am Dienstag erschienenen Buch «Fear: Trump in the White House» eine Regierung im Zustand des permanenten «Nervenzusammenbruchs». Ein Grossteil der Mitarbeiter ist demnach ständig damit beschäftigt, den Präsidenten davon abzuhalten, das Welthandelssystem zu zerstören, die nationale Sicherheit zu untergraben und Kriege anzuzetteln.

Trump bezeichnete das Buch mehrfach als «Fiktion». Am Dienstag sagte er vor Journalisten, er schätze «wirklich» die Erklärungen Cohns und Porters. Diese hätten dazu beigetragen, zu zeigen, dass «das Buch nur Fiktion ist». (sda/afp)

Obama teilt gegen Trump und die Republikaner aus

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • P. Meier 12.09.2018 15:33
    Highlight Highlight "Robuste Debatten"und "präsidialer Entscheid, der zeigt dass D. Trump entscheidungsfähig ist", lässt lässt wohl sehr viel Interpreationsspielraum offen! Von "wir bringen Fakten vor und der Präsident entscheidet ohne diese überhaupt zu beachten" bis "nach sachlicher Debatte entscheidet der Präsident kompetent gemäss den verfügbaren Fakten".
  • Crissie 12.09.2018 12:53
    Highlight Highlight Ein weiteres, sehr aufschlussreiches Buch ist " Trump in Putins Hand" von Craig Unger! Der Inhalt könnte ihm ebenfalls zum Verhängnis werden!
  • Vanessa_2107 12.09.2018 07:38
    Highlight Highlight Die nachfolgende Aussage von Jim Acosta von CNN sagt alles:
    Benutzer Bild
  • Crecas 12.09.2018 06:25
    Highlight Highlight “Robuste Debatten” 🤣🤣🤣 Das Buch zeigt ja eigentlich genau nur das Bild vom Trump, das man schon seit langem jeden Tag selber sehen kann. Einfach mit ein paar neuen Anekdoten.
  • walsi 12.09.2018 05:58
    Highlight Highlight Da fragt man sich welchen Teufel Woodward geritten hat als er das Buch geschrieben hat, wenn sich nun die Quellen zu diesem Buch genötigt sehen öffentlich dagegen Stellung zu nehmen.
    • capture 12.09.2018 06:11
      Highlight Highlight Genötigt sehen oder genötigt werden?
    • Crissie 12.09.2018 06:12
      Highlight Highlight Zitat: " Allerdings gaben weder Cohn noch Porter in ihren Erklärungen an, was genau in Woodwards Buch inkorrekt sei"...
      Das finde ich schon sehr aufschlussreich! Das sind einfach nur vage und damit unglaubwürdige Statements.
    • walsi 12.09.2018 06:28
      Highlight Highlight Es kann natürlich nur sein, dass diese Männer unter Druck gesetzt wurden dies zu sagen. Dass der Journalist Woodward einfach über die Stränge gehauen hat kann nicht sein. Warum sollte er das auch tun? Nun ja, ein Argument könnte sein, dass Bücher gegen Trump sich aktuell wie "warme Weggli" verkaufen.

      Ich sage nicht, dass er in seinem Buch lügt. Er wäre aber nicht der Erste, der zu Übertreibungen neigt oder andere Fakten, die helfen das Gesagte besser einzuordnen, weg lässt. Das ist bei Journalisten und Autoren weit verbreitet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 12.09.2018 04:59
    Highlight Highlight Der Titel hier sollte vielmehr heissen: "Trump Berater bestätigen Aussagem im Enthüllungsbuch über Trump". Beide leugnen weder Quellen gewesen zu sein noch bestreiten sie die von ihnen stammenden Aussagen. Ein Dementi sähe anders aus. Sie kritisieren lediglich die "selektive" Auswahl. Die scheinen wohl einfach Angst zu haben, selber im schlechten Licht dazustehen.

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