Gesellschaft & Politik
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Tamara Funiciello, Praesidentin JUSO Schweiz, spricht bei der Einreichung der 99-Prozent-Initiative, am Dienstag, 2. April 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wer tritt ihr Erbe an? Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Bild: KEYSTONE

Wer folgt auf Funiciello? Das Juso-Präsidium ist heiss begehrt – vor allem bei Frauen

Die Jungsozialisten suchen nach der Rücktrittsankündigung von Tamara Funiciello eine neue Chefin oder einen neuen Chef. Das Amt lockt viele – die besten Chancen dürfte sich erneut eine Frau ausrechnen.



Voraussichtlich am 31. August wählt die Jahresversammlung der Juso Schweiz ein neues Gesicht an die Parteispitze, nachdem die amtierende Präsidentin Tamara Funiciello Anfang April ihren Rücktritt angekündigt hatte.

Das Juso-Präsidium ist in den letzten Jahren zu einem Amt mit grosser Aussenwirkung geworden. Die mitgliederstärkste Jungpartei der Schweiz schaffte es, mit eigenen Volksinitiativen (1:12, Nahrungsmittel-Spekulation) sowie einer konfrontativen Politik und medial gekonnt inszenierten Aktionen immer wieder in die Schlagzeilen. Funiciellos Vorgänger Cédric Wermuth (Juso-Präsident zwischen 2008 und 2011) und Fabian Molina (2014-2016) nutzten das Amt als Sprungbrett für ihre politische Karriere und sitzen unterdessen im Nationalrat.

Es erstaunt daher wenig, dass sich die Juso keine Sorgen über mangelndes Interesse an der Funiciello-Nachfolge machen muss. Mindestens fünf Parteimitglieder, die Juso-intern als mögliche Anwärter gehandelt werden, ziehen eine Kandidatur in Erwägung.

Knackpunkt Studium

Zum Anforderungskatalog für das Präsidium gehören für den früheren Juso-Chef Fabian Molina neben inhatlicher Sattelfestigkeit «grosses Kommunikationstalent, Mut und die Fähigkeit, Gegenwind aushalten zu können», wie er im Gespräch mit watson sagt. Es sei ein Amt «mit grosser Bedeutung für die politische Linke in der ganzen Schweiz», sagt Molina. Damit verbunden sei nicht nur die Führung der grössten und aktivsten Jungpartei des Landes, sondern auch erheblicher Einfluss auf den politischen Kurs der SP. Molina zeigt sich überzeugt davon, dass es innerhalb der Juso genügend geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gibt.

Ronja Jansen Juso SP

Ronja Jansen, Juso Baselland. Bild: sp-bl.ch

Eine, der parteiintern viele das nötige Format zusprechen, ist die 24-jährige Ronja Jansen, Co-Präsidentin der Juso Baselland und Mitglied der nationalen Geschäftsleitung. Bei einem «Arena»-Auftritt im Februar fiel sie mit einer rhetorischen Breitseite gegen SVP-Hardliner Andreas Glarner auf, den sie als «rechten Hetzer» bezeichnete. «Grundsätzlich würde mich das Amt reizen», sagt Jansen zu watson. Sie mache sich derzeit Gedanken über eine Kandidatur und spreche mit ihrem Umfeld darüber. Entscheiden will sie sich in den nächsten Wochen. Das Amt sei eine – auch zeitlich – anspruchsvolle Aufgabe: «Mein Leben würde sich stark verändern», sagt Jansen, die neben ihrem Studium für die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) arbeitet.

Mia Jenni Juso SP

Mia Jenni, Juso Aargau. Bild: ag.juso.ch

Ebenfalls häufig fällt der Name von Mia Jenni (24), die bis vor kurzem die Aargauer Juso-Sektion präsidierte und im Herbst für den Nationalrat kandidiert. Sie überlegt sich ebenfalls eine Kandidatur. Das Amt sei eine «riesige Verantwortung» und bringe einem in eine sehr exponierte Position, sagt Jenni. Daneben stellten sich auch ganz pragmatische Fragen: «Ich stehe kurz vor meinem Studiumsabschluss. Als Juso-Präsidentin würde sich das nach hinten verschieben.»

Hannah Pfalzgraf Juso SP

Hannah Pfalzgraf, Kantonsrätin Zürich. Bild: spkantonzh.ch

Auch die Zürcher Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf (22) zeigt sich auf Anfrage am Amt interessiert: «Ich überlege mir eine Kandidatur und will mich bis Mitte Mai entscheiden». Auch für sie stehe die Frage der Vereinbarkeit mit anderen Verpflichtungen im Vordergrund: «Das Präsidium liesse sich nicht mit dem Kantonsratsamt und meinem Studium vereinbaren. Letzeres müsste ich pausieren.»

Die Geschlechterfrage

Nadia Kuhn Juso SP

Nadia Kuhn, Juso Kanton Zürich. Bild: zvg

Ebenfalls aus dem Kanton Zürich kommt die 21-jährige Nadia Kuhn, Co-Präsidentin der Juso-Kantonalsektion: «Auch ich prüfe momentan eine Kandidatur». Bei dieser Überlegung spielten viele Faktoren eine Rolle, sagt Kuhn, die im Sommer die Matura macht. Sie sieht das Amt als «riesige Chance», für ihre politischen Werte einzustehen. Sie engagiere sich schon länger in der Umweltpolitik und würde im Falle einer erfolgreichen Kandidatur versuchen, das Profil der Juso in diesem Bereich noch zu schärfen.

Nicola Siegrist Juso SP

Nicola Siegrist, Juso Stadt Zürich. Bild: juso.ch

Mit dem Stadtzürcher Nicola Siegrist (22) überlegt sich auch ein Mann eine Kandidatur. Nebst der Vereinbarkeit mit seinem Studium an der ETH macht sich Siegrist auch Gedanken über die Geschlechterfrage: «Die Juso Schweiz hat sich den Kampf für die Gleichstellung auf die Fahnen geschrieben und es gibt viele Frauen, die sich hervorragend für das Präsidium eignen.» Dennoch spricht er von einem «sehr spannenden Amt». Es biete die Chance, die grösste und aktivste Jungpartei der Schweiz zu führen.

Der Walliser Simon Constantin (23), parteiintern ebenfalls als valabler Kandidat genannt, winkt hingegen ab: «Zum jetzigen Zeitpunkt kommt das Amt für mich nicht infrage», sagt der Präsident der Juso des französischsprachigen Wallis. Er wolle sein Studium als Umweltingenieur an der ETH Zürich beenden. Ob sich die Frage einer Kandidatur zu einem späteren Zeitpunkt stelle, könne er heute noch nicht sagen. Constantin würde es begrüssen, wenn die Juso-Spitze in Frauenhand bliebe: «Gerade die Anfeindungen gegen Tamara Funiciello haben gezeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis Frauen in der Politik gleich behandelt werden wie Männer.» Die Juso tue deshalb gut daran, mit einer Frau als Präsidentin etwas zu ändern.

Netzwerk bietet Halt

Die amtierende Juso-Präsidentin Tamara Funiciello war in den sozialen Medien und in Leserkommentaren Anfeindungen und Hass in einem Ausmass ausgesetzt wie kaum eine andere öffentliche Person in der Schweiz. Alle angefragten Interessenten bestätigen aber, dass die Exponiertheit, die das Juso-Präsidium mit sich bringe, in die Überlegungen miteinfliesse.

Doch ein Hinderungsgrund ist das für niemanden. Besonders die Frauen weisen auf die Verdienste von Funiciello hin, parteiintern und darüber hinaus ein starkes Netzwerk aufgebaut zu haben, das bei Anfeindungen gegen Jusos Unterstützung, Sicherheit und Halt biete. Stellvertretend für alle Angefragten sagt etwa die Aargauerin Mia Jenni: «Ich bewundere Tamara Funiciello dafür, wie sie damit umgegangen ist.»

Wer sich am Ende tatsächlich für eine Kandidatur entscheidet und schlussendlich das Rennen machen wird, ist derzeit schwierig zu prognostizieren. 2016 etwa sahen Beobachter Funiciellos Konkurrentin Samira Marti im Vorteil. Die unterdessen in den Nationalrat nachgerückte Baselbieterin unterlag bei der Wahl durch die Delegierten aber der Bernerin Funiciello. Eine Prognose oder gar eine Wahlempfehlung will deshalb auch der frühere Juso-Präsident Fabian Molina nicht abgeben: «Parteiinterne Wahlen bei der Juso haben jeweils ihre ganz eigene Dynamik.»

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125Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Firefly 22.04.2019 21:39
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Juliet Bravo 22.04.2019 16:37
    Highlight Highlight Peinlich, ja eigentlich jämmerlich, wie vermeintlich erwachsene Männer hier wieder über junge engagierte Frauen herziehen müssen.
    • Cédric Wermutstropfen 22.04.2019 17:30
      Highlight Highlight Die jungen Frauen von heute sind Manns genug, sich selber zu verteidigen. Sie benötigen wohl keinen White Knight in Form eines Juliet Bravos, der sich vor sie stellt.
    • dorfne 22.04.2019 18:05
      Highlight Highlight Dass ist ev. die Retourkutsche für die #metoo-Bewegung. Ich denke dabei an die Incels, die unfreiwilligen Junggesellen, die sich online vernetzen und Frauen hassen, weil sie in jeder eine potenzielle Sexverweigerin sehen. Wow, das wird jetzt aber gar nicht gut ankommen hier.
    • Juliet Bravo 23.04.2019 00:14
      Highlight Highlight Touché😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 22.04.2019 15:10
    Highlight Highlight Aus Sicht der Jungparteien bin ich wahrscheinlich ein alter Mann. Ein Akademiker bin ich nicht.

    Aber ich finde, dass die Jusos einen wirklich guten Job machen.

    Dass sie sich die Medienauftritte durch mehr oder weniger provokante Thesen und Auftritte verschaffen, gehört zum Geschäft.

    Dass ich einen Internetanschluss habe erleichtert es mir, die Positionen der jusos und der anderen (Jung)-Parteien miteinander zu vergleichen und zu bewerten.

    Vielleicht sollten das andere auch tun. Bei vielen Kommentaren muss ich zum Schluss kommen, dass die Grundpositionen völlig unbekannt sind.
  • Hayek1902 22.04.2019 14:27
    Highlight Highlight Es wird zeit für ein non-cis-gender-kandidatx, alles andere wäre ein Sieg des fschistischen Patriarchats.
  • Rön73 22.04.2019 12:57
    Highlight Highlight Spannend wie viele sich an der aktuellen Juso-Präsidentin und ihren Aussagen (welche teilweise wirklich etwas seltsam sind) stören, auf der anderen Seite aber scheinbar keine Probleme mit einem Aargauer NR habe, der sich Nazi-Parolen bedient. Was ist nur mit der Schweiz los? Da hoffe ich doch, dass die Schweiz endlich erwacht!
    • FrancoL 22.04.2019 14:34
      Highlight Highlight Der Antilinks-Effekt wird in den nächsten Jahren sich kaum abbauen. Da ist jegliche Handlung der Juso ein vortreffliches Angriffsziel, da die SP eh in die Mitte gerückt ist und somit nur noch die JUSO und die Chaoten als Zielscheibe etwas abgeben.
    • Hayek1902 22.04.2019 19:39
      Highlight Highlight Man muss schon ziemlich links am Abgrund sein um das Gefühl zu haben, die SP sei in die Mitte gerückt.
    • FrancoL 22.04.2019 20:26
      Highlight Highlight @Hayek1902: Oder die Sicht von der SVP haben, die alles was links von ihr ist als links und extrem links sehen mag.
  • In vino veritas 22.04.2019 12:37
    Highlight Highlight Bin ich der einzige, der möchtegern Politikern die noch nie gearbeitet haben für nicht wählbar hält? Es ist ja schön, dass alle Anwärter studieren, aber mir scheint es als ob die JUSO den Bezug zur Realität verloren hat. Was sind die Anliegen der Büezer? Kleiner Tipp, möglichst viele Ausländer, EU Beitritt, eine Frauenquote, Jeden noch so faulen zu finanzieren, Gratis Tampons, und Hasstiraden gegen die Rechten sind keine Anliegen der Büezer. Solche Anliegen wären z. B. Löhne, KK, Miete, Gewalttaten, usw.

    Übrigens glaube ich, dass Funiciello ein geheim gehaltenes Kind von Andrea Nahles ist.
    • stopitnow 22.04.2019 14:35
      Highlight Highlight ja genau, gibt keine Student*innen die neben dem Studium arbeiten. wirklich NIEMAND einfach N I E M A N D. Ausserdem sind bessere Löhne, zu hohe Mieten und zu hohe KK sehr wichtige Anliegen der Jusos.. Schau dir doch mal die Initiativen der Jusos an vielleicht?
    • äti 22.04.2019 14:37
      Highlight Highlight .. und auf was wartest du noch? Melde dich.
    • FrancoL 22.04.2019 14:41
      Highlight Highlight Und wieso beteiligen sich denn so Viele an den Hasstiraden zB auch gegen links? Sind das alles keine Büezer, alles Studenten die sich im Netz mit Hasstiraden bemerkbar machen?
      Komm doch einfach einmal auf eine Baustelle und Prüfe Deine Aussage. Da wird quer Beet gewettert, gegen den Vorgesetzten, gegen die Polizei, gegen die „fule Sieche“ gegen Schmarotzer und grosse Hasstiraden gegen alle und vornehmlich gegen links sind an der Tagesordnung. Viele dieser Büezer sind so ziemlich gegen alles und das ist ein wahres Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lausannois86 22.04.2019 12:18
    Highlight Highlight Nebst der Vereinbarkeit mit seinem Studium an der ETH macht sich Siegrist auch Gedanken über die Geschlechterfrage: «Die Juso Schweiz hat sich den Kampf für die Gleichstellung auf die Fahnen geschrieben und es gibt viele Frauen, die sich hervorragend für das Präsidium eignen.»
    -> weils ja Gleichberechtigung ist, sind Männer eher weniger geeignet? 🥴
  • der Denker 22.04.2019 11:38
    Highlight Highlight Bin ich der einzige dem aufgefallen ist, dass nicht ein Kandidat arbeitstätig ist? Es sind alles Studenten, ich finde das ja an und für sich nicht schlecht. Aber ich denke es würde der Partei mal gut tun mit Leuten zu verkehren welche arbeiten und mit wirklichen Problemen zu tun haben.
    • aglio e olio 22.04.2019 12:03
      Highlight Highlight Ja das lässige Studentenleben. Nur Ausschlafen, tindern & Party machen.
      Das Geld wächst in der Brieftasche von alleine, Prüfungen kann man sich im Netz laden.
      WIRKLICHE Probleme haben nur die Büezer wie ich und du (?).
      :|
    • Yamamoto 22.04.2019 12:10
      Highlight Highlight Das Bild der faulen Studierenden, welche noch nie gearbeitet haben, trifft schon lange nicht mehr zu. Ich habe z.B. über ein Jahr lang auf dem Bau gearbeitet. Ich vermute, dass auch viele dieser Kandidatinnen bereits gearbeitet haben.
    • der Denker 22.04.2019 12:21
      Highlight Highlight @Aglio @Yamamoto: Ich habe dies eigentlich nicht mit faulheit gleichsetzen wollen. Mir geht es eher darum, das die JUSO so nur einen beschränkten Horizont hat, da diese Leute nur unter seines gleichen sind. So werden Lösungen für Probleme erarbeitet die es gar nicht gibt. Bei Versammlungen werden nur immer Fürsprecher eingeladen, bei den Jungfreisinnigen z. B. auch Gegner. So kann eine bessere Meinungsbildung stattfinden und ein breiterer Horizont aufgebaut werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 22.04.2019 11:37
    Highlight Highlight <Das Juso-Präsidium ist in den letzten Jahren zu einem Amt mit grosser Aussenwirkung geworden>

    Grosse mediale Aussenwirkung trifft es wohl besser. Ich mag mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass eine der vielen Juso-Initiativen erfolgreich war. Aber für die politische Karriere der jeweiligen Präsidenten waren sie jeweils sehr nützlich. Nur dürfte dies nicht der Sinn des Initiativrechts sein.
    • pun 22.04.2019 11:53
      Highlight Highlight @Maracuja: es gab genau zwei Initiativen und die 1:12-Initiative hat unbestritten die politische Debatte in der Schweiz geprägt und wenn man damals schon gewusst hätte, was für ein Betrug die unnütze bürgerliche "Abzocker-Initiative" ist, hätte es womöglich ganz anders ausgesehen.
      Und was gegen die Beschränkung der Spekulation mit Nahrungsmitteln spricht, müsste man mir auch nochmal erklären.
    • FrancoL 22.04.2019 12:42
      Highlight Highlight Als würden andere Jungparteien viele Initiativen einreichen. Wie Pun richtig erwähnt, waren die letzten beiden Juso Initiativen gar nicht zu unnütz.
    • Maracuja 22.04.2019 13:04
      Highlight Highlight @Pun + FrancoL

      Die Jusos reichen nicht nur eidgenössische Initiativen, sondern auch kantonale. Ich mag mich an keine erinnern, die vom Volk angenommen wurde. Diese Initiativen sind für ein sehr konservatives Land wie die Schweiz einfach zu radikal formuliert (auch wenn manche Anliegen berechtigt sind). Gibt auch andere Jungpolitiker wie Andri Silberschmidt von der jungen FDP, die versuchen sich mit einer kantonalen Initiative einen höheren Bekanntheitsgrad zu schaffen. Aber Juso scheinen mir Meister in der Selbstvermarktung, mit wenig Mehrwert für arbeitende Bevölkerung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 22.04.2019 11:24
    Highlight Highlight Gibt es auch jemanden der nicht „studiert“ in der Juso?....meine Güte🙈 Wenn man die Profile der möglichen Kandidaten/-innen liest sieht man ja gar keine Unterschiede...gleichen sich wie ein Ei dem anderen.
    • torpedo 22.04.2019 11:52
      Highlight Highlight Ist ja wohl nicht die Schuld der Studierenden/Kandidaten. Ich denke nicht, dass die Juso Leute mit Ambitionen aufgrund ihres Backgrounds auschliessen würde..
    • koks 22.04.2019 12:01
      Highlight Highlight @torpedo, indem die juso frauen privilegiert, privilegiert sie via geschlecht direkt auch akademiker. es ist dir hoffentlich bewusst, dass heute mehr frauen einen akademischen abschluss haben als männer, und deutlich mehr frauen eine matur haben als männer.
    • aglio e olio 22.04.2019 12:03
      Highlight Highlight Ist an Bildung irgendetwas schlecht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 22.04.2019 11:14
    Highlight Highlight gibts das eigentlich noch eine Partei, wo Arbeiter Politik machen oder dürfen das nur noch Hochschulabsolventen?
    (meine ich auch auf der rechten Seite der Parteienlandschaft)
    • FrancoL 22.04.2019 12:45
      Highlight Highlight Es steht jedem frei Politik zu machen, nur scheinen viele kein Interesse zu haben, das dürfte aber nicht das Problem der Studenten sein.
    • DemonCore 22.04.2019 13:08
      Highlight Highlight Kannst ja in die Juso eintreten?
    • Füdlifingerfritz 22.04.2019 13:47
      Highlight Highlight @DemonCore
      Niemand bezweifelt, dass man als Nicht-Student Juso-Mitglied werden kann. Es geht hier eher um die Aufstiegschancen, die als Nicht-Akademiker gering zu sein scheinen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 22.04.2019 11:03
    Highlight Highlight Und da kriechen sie schon wieder hervor, die Internetmutigen. Bereit, die nächste junge, engagierte Frau mit dem Antrieb, die Welt zu verbessern, mit ihrer Verbitterung und ihrem Selbsthass zu überschütten.

    Das wird die jungen Frauen oben nicht abhalten und das ist gut so. Vorwärts in die Zukunft, es stehen ganz viele hinter euch!
    • Jacky Treehorn 22.04.2019 11:14
      Highlight Highlight Wirst du von denen fürs Trollen bezahlt?
    • FrancoL 22.04.2019 12:47
      Highlight Highlight @Jacky; Wer soll den @pun genau bezahlen? Was gefällt Dir nicht an seiner Aussage, dass Du auf Troll zielst?
    • DemonCore 22.04.2019 13:10
      Highlight Highlight Was ist daran Getrolle? Ist doch so, hier hat vermutlich kein einziges Juso-Mitglied kommentiert, aber (fast) alles Leute die sich über jeden Juso-Artikel aufregen. Unterschiedslos. Habt ihr auch inhaltlich etwas zu kritisieren? Hat eine der Studentinnen mal eine Vereinskasse geklaut? Vorgeschlagen ein Gulag für nicht-Juso-Mitglieder einzurichten? Nein? Was jammert ihr denn rum? Kandidiert doch selber, wenn ihr's besser könnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 22.04.2019 10:41
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Shlomo 22.04.2019 11:27
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Füdlifingerfritz 22.04.2019 10:35
    Highlight Highlight Mir ist es ja egal wer da gewählt wird aber ich hoffe er oder sie kriegt den Mix zwischen gesunder und notwendiger Provokation und professionellem und ernstzunehmendem Auftreten besser hin als die Vorgängerin. Jungparteien sollen gerne frech, mutig und idealistisch daher kommen aber eben: alles mit Mass. Dann klappts auch besser mit dem Erreichen der politischen Ziele.
    • Yamamoto 22.04.2019 12:18
      Highlight Highlight Gilt das auch für die JSVPler mit ihrem Plakat? Soviel ich weiss, wurde Tamara Funiciello zumindest noch nie erstinstanzlich wegen einer Provokation verurteilt.
    • Füdlifingerfritz 22.04.2019 13:15
      Highlight Highlight @Yamamoto
      Ist hier zwar nicht das Thema, aber ja, das gilt selbstredend auch für die jsvp und deren sehr komische Aktionen.
  • Füdlifingerfritz 22.04.2019 10:31
    Highlight Highlight "Gerade die Anfeindungen gegen Tamara Funiciello haben gezeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis Frauen in der Politik gleich behandelt werden wie Männer.»
    Geeenau, weil männliche Politiker ja noch nie angefeindet worden sind. Herzig sind sie halt schon, die Jusos. Und alles immer auf Geschlecht, Hautfarbe oder sexuelle Ausrichtung schieben zu können, ist politisch halt praktisch.
    • pun 22.04.2019 11:18
      Highlight Highlight Welcher männliche Politiker wird regelmässig mit Vergewaltigungsdrohungen konfrontiert?

      Dieser Hass ist nicht normal und schon gar nicht politisch praktisch, weil es an die Substanz geht. Funiciello brauchte teilweise Polizeischutz. Eine junge Politikerin braucht Polizeischutz in einem Land, das sich dafür rühmt, dass Bundesräte ganz normal im Zug unterwegs sein können. Nein, das ist nicht normal und nicht korrekt und hat überhaupt nichts mit "wer austeilt muss halt auch einstecken" zu tun!
    • Füdlifingerfritz 22.04.2019 11:35
      Highlight Highlight @pun
      Naja, Vergewaltigungsandrohungen gibts bei Männern jetzt allgemein nicht ganz so oft, oder?
      Aber Gewalt- und Mordandrohungen bekommen die Mörgelis, Köppels (sogar offiziell als "Kunstprojekt" getarnt) oder Erich Hess' dieser Welt auch. Ist einfach so.
    • pun 22.04.2019 11:50
      Highlight Highlight @fritz: und dass Männer keine Vergewaltigungsdrohungen erhalten ist gut so, jetzt müssen wir es nur noch schaffen, dass auch Frauen sich exponieren können und eine Meinung haben, ohne dass sofort jemand das Gefühl hat, mit seinem Schwanz könnte er diese aufmüpfige Frau schon zum schweigen bringen.

      es ist genauso falsch wenn es Mörgeli trifft, aber die Qualität der verbalen Gewalt und die Anzahl Apologeten in Onlinekommentaren ist ganz klar anders.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Genital Motors 22.04.2019 10:26
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • torpedo 22.04.2019 11:55
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • ostpol76 22.04.2019 10:17
    Highlight Highlight Unsympathischer er kann es ja nicht mehr werden.
    • w'ever 22.04.2019 11:00
      Highlight Highlight das haben sie nach bush auch gesagt
    • Roterriese 22.04.2019 12:09
      Highlight Highlight @ostpol76 hab ich nach dem Cédu auch gemeint...
    • FrancoL 22.04.2019 12:54
      Highlight Highlight Eigenartig; Wieso muss Euch ein Mitglied der Juso sympathisch sein?
      Ihr seid ja derart weit weg von dieser Partei, dass Eure Aussagen kaum Sinn machen.
  • Bangarang 22.04.2019 10:11
    Highlight Highlight Ich glaube nicht dass sich ein passender Ersatz finden lässt; dieses Bäh-bäh-bääh-bä-bäh ... ewigmotzen war schon einmalig.

    Egal, ich halte die verbale Torte bereit für die nächste Komikerin.
  • Sophia 22.04.2019 09:45
    Highlight Highlight Alles sehr sympatische Frauen, die hier vorgestellt werden! Hoffentlich auch so streitbar wie die Vorgängerin! Jusovorsitzende müssen anecken und die Rechte herausfordern, damit die gesellschaftliche Diskussion im Gange bleibt. Klar, dann werden sie von einigen Vollidioten teilweise unflätig beschimpft, bedroht und beleidigt, das müssen sie im Namen der grösseren Sache in Kauf nehmen, was nicht heisst akzeptieren. (Für die Hirngeschädigten müssten strengere Strafen folgen! Aber gegen Dummheit ist ja kein Kraut gewachsen und noch keine Pille erfunden worden.)
    • Roterriese 22.04.2019 10:59
      Highlight Highlight Ich glaube viele die du "Hirngeschädigte" nennst, politisieren in der Juso
    • FrancoL 22.04.2019 12:54
      Highlight Highlight @Roterriese; Wer genau?
    • Switch_On 22.04.2019 18:20
      Highlight Highlight @Riese: Nur weil jemand nicht ihre Gesinnung teilt heisst es nicht dass derjenige "hirngeschedigt" ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fitamine 22.04.2019 09:45
    Highlight Highlight Spannend wie man auf Watson ständig über die Juso liest, die ja politisch sehr am linken Rand politisiert und deren Mitglieder auch gerne Kontakte zu den extremeren Kreisen pflegt. Was ist mit den Jungparteien der FDP, der GLP, der SVP etc.? Interessieren wir uns da auch für parteiinterne News?
    • Freilos 22.04.2019 11:05
      Highlight Highlight Die Juso und Tamara Funiciello polarisiert zurzeit am meisten. Ich denke dass ist der Hauptgrund für diesen Artikel.
    • Roterriese 22.04.2019 11:11
      Highlight Highlight @Freilos ne, Hauptgrund ist die offensichtliche Afinität von Watson für die Juso
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.04.2019 11:21
      Highlight Highlight Weil man sich als Newsportal sicher sein kann, dass das Klicks gibt. Würden wir due Juso einfach ignorieren, würde auch nicht mehr über sie berichtet werden, es gibt ja einen Grund, weshalb viele Artikel über die SVP und die Juso gemacht werden, was polarisiert, bringt Klicks.
      Udnd, ja vielleicht hat die Juso in der Redaktion auch gewisse Sympathien, mit dieser Behauptung lehne ich mich jedoch schon einigermassen weit aus dem Fenster.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 22.04.2019 09:37
    Highlight Highlight Isch no glatt wie kein Ostschwizer däbi isch, bi üs gitts wohl nur FDP CVP SVP xD
    • Yamamoto 22.04.2019 12:28
      Highlight Highlight Die anderen sind vermutlich ausgewandert ;) Grüsse von einem Heimatortostschweizer
    • Abu Nid As Saasi 22.04.2019 13:23
      Highlight Highlight Früher auch viele Frontisten

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