Digital
Anonymous

Twitter sperrt Anonymous Germany

Anonymous schaltet Hildmann ab – Twitter reagiert und sperrt Account des Hacker-Kollektivs

Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat am Montag Dutzende Webseiten und Telegram-Kanäle des deutschen Verschwörungserzählers Attila Hildmann gekapert. Nun hat Twitter den Account der Netzaktivisten ohne Angabe von Gründen gesperrt.
13.09.2021, 22:1614.09.2021, 14:17

Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat am Montag alle wichtigen Webseiten und Telegram-Kanäle des rechtsextremen Verschwörungserzählers Attila Hildmann übernommen und lahmgelegt. Offenbar als Reaktion darauf sperrte Twitter am Montagabend den Account von Anonymous Germany (@AnonNewsDE).

Der Account von @AnonNewsDE existierte seit 2011.
Der Account von @AnonNewsDE existierte seit 2011.

Unter dem Hashtag #FreeAnonnewsDe bekunden Tausende Twitter-User ihre Solidarität mit Anonymous.

Auf ihrer Webseite schreiben die Netzaktivisten am Montagabend:

Kein AnonNewsDE auf Twitter? Echt ungewohnt, oder?

Nein, wir haben keine Ahnung, warum die Kollegen von AnonNewsDE auf Twitter schon so früh Feierabend machen können.

Eines sollte aber jedem klar sein, der Anonymous kennt: die Arbeit endet nicht. Wer glaubt, das Anonymous Kollektiv wäre dadurch in seiner Arbeit eingeschränkt, der irrt. Sehr sogar. Wer glaubt, es käme bei Anonymous auf einen Account an, der irrt. Sehr sogar. Wer glaubt, Anonymous sei jemals zum Schweigen zu bringen, der irrt. Sehr sogar.

Denn einer der Münder mag mal stumm sein, eines der Augen mag mal blind sein, eines der Ohren mag mal taub sein. Aber Anonymous hat mehr Augen, Ohren, Münder, Arme und Hände als jeder andere.

Wir lesen uns demnächst, AnonNewsDE, Grüße gehen raus!

#FreeAnonNewsDE

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Beweise: In diesen Villen tauchte Hildmann unter
1 / 9
Die Beweise: In diesen Villen tauchte Hildmann unter
Erstes Video aus der Türkei: Hildmann postet es am 10. Januar. Er steht vor einer Wand mit einem markanten Muster, die man in der Villa Aspendia 3 in vielen Räumen findet. Bilder der Villa fanden die Netz-Aktivisten auf einer Ferienhaus-Plattform.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
NDB warnt vor chinesischen Tech-Konzernen – Lenovo im Fokus
Der Bund will chinesische Computer kaufen. Dabei hat der Schweizer Nachrichtendienst gemäss NZZ explizit auf die Bedrohungslage hingewiesen.
Die Verwaltung in Bern plant, Tausende neue Notebooks, PCs und Monitore zu kaufen. Gute Aussichten auf den Zuschlag hat das chinesische Unternehmen Lenovo – das sorgt für Unruhe, schreibt die NZZ. Grund dafür sind Sorgen wegen der möglichen Verbindungen chinesischer Firmen mit dem autoritären Regime in Peking.
Zur Story