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Hören wir bald erstmals Frida Kahlos Stimme?



In Mexiko soll erstmals eine Tonbandaufnahme mit der Stimme der Malerin Frida Kahlo (1907 - 1954) aufgetaucht sein. «Darauf haben wir lange gewartet», sagte der Direktor der Phonothek, Pável Granados, am Mittwoch (Ortszeit).

Die Stimme der berühmten Künstlerin sei stets ein grosses Rätsel gewesen. Bei der Aufnahme handelt es sich um einen Radiobeitrag, in dem Kahlo ihren Ehemann, den Muralisten Diego Rivera, als «grosses Kind, immens, mit freundlichem Gesicht und traurigen Blick» beschreibt.

EUA01.- NUEVA YORK (EEUU), 12/02/2015.- Fotografía sin fecha cedida hoy, martes 12 de mayo de 2015, de la artista Frida Kahlo sosteniendo una figura. La Casa Azul de Coyoacán (México) tiene durante unos meses su réplica neoyorquina gracias a una exposición en el Jardín Botánico de Nueva York, que se llena de índigo, cactus y girasoles para explorar la fascinación por la naturaleza de la genial artista Frida Kahlo. La muestra del jardín botánico, en el condado neoyorquino de El Bronx, acompaña su particular Casa Azul con una cuidadosa selección de catorce pinturas y dibujos en papel que evidencian el imaginario natural de Kahlo, concentrándose en obras menores procedentes de colecciones privadas. EFE/Nickolas Muray/Jardín Botánico de Nueva York/SOLO USO EDITORIAL/NO VENTAS

Frida Kahlo. Bild: Jardín Botánico de Nueva York

Der Beitrag könnte 1953 oder 1954 aufgenommen worden sein, wurde aber vermutlich erst nach Kahlos Tod ausgestrahlt. Im Anschluss an die Textpassage sagt der Moderator: «Diese Stimme, die nicht mehr existiert, sondern nur in der Beständigkeit ihrer Worte fortbesteht, die Stimme von Frida Kahlo, hat uns in die ferne Kindheit des Malers entführt.»

Die Aufnahme wurde in einem Archiv von 146'000 Beiträgen entdeckt, das der Radiosender Televisa der Phonothek zur Digitalisierung und Auswertung überlassen hatte. Die Aufnahme soll nun noch weiter untersucht werden, um abschliessend zu klären, ob es sich tatsächlich um eine Aufnahme von Kahlo handelt.

Erkrankt an Kinderlähmung

Kahlo ist die wohl bekannteste Malerin Lateinamerikas und gilt in Mexiko als nationales Symbol. Als Tochter des deutschen Fotografen Carl Wilhelm «Guillermo» Kahlo wurde sie 1907 in Coyoacán im heutigen Mexiko-Stadt geboren. Als Sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung, mit 18 Jahren erlitt sie einen schweren Verkehrsunfall, der sie fast das Leben kostete. Sie wurde über 30-mal operiert und musste jahrelang ein Stahlkorsett tragen.

In this 1940 photo provided by Sotheby's, artists Frida Kahlo and Diego Rivera pose for a portrait. The image is part of a collection of photographs by Nicholas Muray up for auction on Friday, April 5, 2019. (Nickolas Muray via Sothebys via AP)

Frida Kahlo und ihr Partner Diego Rivera. Bild: AP/Sotheby's

Die ständigen körperlichen Schmerzen verarbeitete Kahlo in ihren Bildern. Prägend war zudem ihre Beziehung zu dem Maler Diego Rivera, den sie zweimal heiratete. Über die ständigen Seitensprünge ihres Mannes tröstete sie sich mit eigenen Affären hinweg – sowohl mit Männern als auch mit Frauen. Am 13. Juli 1954 starb sie an einer Lungenembolie. (sda/dpa)

Mehr zu Frida Kahlo kannst du hier nachlesen:

Kunst auf der Haube: Kühlerfiguren von anno dazumal

Kein Platz für weibliche Vorbilder in Schweizer Schulbüchern

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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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