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Sam Dubos

Sam Dubose. Ob das links sein Auto ist, ist unbestätigt. Es kursiert zusammen mit Bildern des Getöteten auf Twitter. Bild: twitter

Angehalten und erschossen: Schwarzer stirbt in Cincinnati bei Polizeikontrolle



Im US-Bundesstaat Ohio ist es bei einer Polizeikontrolle zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Ein 43-jähriger Schwarzer wurde am Sonntag in Cincinnati von einem weissen Polizisten erschossen, nachdem es bei der Kontrolle zu einem Streit gekommen war.

Der 13-fache Familienvater fuhr einen Wagen ohne vorderes Nummernschild und war offenbar angetrunken, als er angehalten wurde, wie der TV-Sender CNN berichtete. Als der Polizist ihn aufforderte, aus dem Auto auszusteigen, kam es dem Bericht zufolge zu einem Handgemenge.

Der Polizist des Sicherheitsdiensts der University of Cincinnati griff zur Waffe und schoss den offenbar Unbewaffneten in den Kopf. Die Polizei in Cincinnati hat Ermittlungen aufgenommen. 

#SandraBland

Derweil sorgt der Fall von Sandra Bland, die drei Tage nach ihrer Verhaftung leblos in der Gefängniszelle in Houston aufgefunden wurde, weiterhin für Aufsehen. Die Polizei hält an ihrer Darstellung fest, wonach sich Bland mit einer Plastikmülltüte erhängt haben soll. 

Die Familie der Toten hält das für ausgeschlossen. Unter den Hashtags #SandraBland und #sayhername werfen Tausende der Polizei Rassismus vor, und beschuldigen die Beamten, den Suizid inszeniert zu haben. Seit das Video der Verhaftung aufgetaucht ist, wächst immerhin der Druck auf die Behörden, den Fall aufzuklären.

William Mitchell, 5, of Houston, holds a sign at a rally at the Waller County Jail in Hempstead, Texas, Friday, July 17, 2015, to protest the death of Sandra Bland, who was found dead in the jail. Waller County District Attorney Elton Mathis said there were no cameras in Bland’s jail cell to show if the Illinois woman hanged herself in the lockup as a medical examiner has ruled. Her relatives and supporters dispute the finding.  (Jay Janner/Austin American-Statesman via AP)  AUSTIN CHRONICLE OUT, COMMUNITY IMPACT OUT, INTERNET AND TV MUST CREDIT PHOTOGRAPHER AND STATESMAN.COM, MAGS OUT; MANDATORY CREDIT

Bild: AP/Austin American-Statesman

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • stud90 22.07.2015 11:42
    Highlight Highlight Ich denke nicht einmal, dass die Polizisten zwangsmässig rassistisch sind. Ich denke sie können die Konflikte einfach nicht ohne Waffe lösen also schiessen sie, weil es die einzige Möglichkeit ist, die ihnen einfällt, um das Problem zu lösen.
    So sehr mir die unbewaffneten Polizisten in England suspekt erscheinen, an dieser Stelle wäre es wohl eine gute Lösung.
  • Zeit_Genosse 22.07.2015 09:07
    Highlight Highlight Warum werden die Teaser/Elektroschocks in solchen Momenten nicht eingesetzt? Im Handgemenge in den Kopf geschossen, da ist doch jemand völlig überfordert gewesen. Es ist schon so, dass man in den Polizeischulen in den USA lernt, den Angreifer nicht mit Schulter-/Beinschuss zu immobilisieren, sondern direkt drauf zu halten. Wer mit der hiesigen Polizei dort in Kontakt kommt kennt das von Kind an. Weiss auch, dass das Gesetz hinter den Polizisten steht. Nur wenn man betrunken oder drogisiert ist, vergisst man das, macht gefährliche Spontandinge, die dann so unglücklich enden.

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