Schweiz
Justiz

Gondel in Engelberg abgestürzt: Strafuntersuchung eröffnet

Staatsanwaltschaft eröffnet Strafuntersuchung zu Gondelunglück in Engelberg

Nach dem tödlichen Gondelabsturz am Titlis hat die Nidwaldner Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung eröffnet. Im Fokus steht die Frage, ob starke Winde und mögliche Fehlentscheide zum Unglück führten.
26.03.2026, 09:0526.03.2026, 09:05

Das tragische Gondelunglück von Engelberg wird zum Fall für die Justiz: «Wir haben eine Strafuntersuchung eröffnet», bestätigte der Nidwaldner Oberstaatsanwalt André Wolf gegenüber der «NZZ». Dies war erwartet worden: Ein solches Vorgehen ist bei Unglücken mit Todesfolge Standard. Damit soll geklärt werden, ob menschliches Fehlverhalten zum Unglück geführt hat. Noch ist offen, ob es zu einer Anklage kommt – etwa wegen fahrlässiger Tötung.

Beim Absturz einer Gondel in Engelberg am Titlis kam eine Person ums Leben.
Beim Absturz einer Gondel kam eine Person ums Leben.Bild: Kantonspolizei Nidwalden

Beim Absturz einer Seilbahn-Gondel am Titlis ist vor rund einer Woche eine 61-jährige Frau ums Leben gekommen. Bereits bekannt ist, dass die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) eine Untersuchung eröffnet hat. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde die Unglücksgondel durch eine kräftige Böe so stark ausgelenkt, dass sie mit einer Stütze kollidierte und vom Seil gerissen wurde.

Der «Tages-Anzeiger» berichtete am Mittwoch, dass eine Nachrüstung einen Absturz unter Umständen hätte verhindern können. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Seilbahnexperten Reto Canale. Er sagt, bei der Nachrüstung gehe es darum, zu verhindern, dass die Gondel sich «am Seilfänger an der Stütze einhängt – und stattdessen daran vorbeigelenkt wird». Für die Sust steht dieser Aspekt aber nicht im Vordergrund.

Vielmehr dürften die Ermittlungen auf den Wind fokussieren und die Frage, wie die Seilbahngesellschaft die Lage diesbezüglich einschätzte. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurden in der Gegend Windspitzen deutlich über den Grenzwerten gemessen, bei denen der Betrieb der Gondelbahn eingestellt werden müsste. (bro) (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
GC-«Schuelreisli» verfälscht Barrage und Aufstiegskampf in der 1. Liga
Die Grasshoppers wollen in der Barrage gegen den FC Aarau mit aller Macht den Ligaerhalt schaffen. Und greifen dafür zu fragwürdigen Mitteln, die sogar den Aufstiegskampf in der 1. Liga verfälschen.
Die Geschichte beginnt damit, dass Rekordmeister GC am ursprünglich geplanten Termin (23. Mai) weder im eigenen noch in einem fremden Stadion sein Barrage-Heimspiel austragen kann. Das Letzigrund ist an diesem Tag besetzt wegen den Aufbauarbeiten für ein Metallica-Konzert. Andernorts haben die Sicherheitsbehörden den Hoppers das Asyl verweigert, weil ihre Fans in den vergangenen Wochen mehrmals schlimme Ausschreitungen begangen haben.
Zur Story