GC-Chaoten plünderten nach Cup-Pleite in Lausanne Kassen im Stadion
Nachdem sich der Grasshopper Club Zürich im Cup-Halbfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy blamiert hatte, kam es zu schweren Ausschreitungen. Unter anderem hätten rund 30 Personen den Mannschaftsbus der Zürcher attackiert und diesen dabei mit Petarden und Absperrgittern beworfen. Ein Teil der GC-Mannschaft flüchtete in den Garderobentrakt, wobei die Chaoten dann auch versuchten, in die Garderoben vorzudringen. Das Sicherheitspersonal vor Ort habe aber verhindern können, dass die Anhänger bis zu den Spielern gelangen.
Nun hat sich auch Lausanne-Ouchy zum Verhalten der Zürcher Fans zu Wort gemeldet. Wie der Challenge-League-Klub mitteilt, seien von Anhängern der Grasshoppers «schwerwiegende und inakzeptable Verhaltensweisen» festgestellt worden. Diese beinhalten unter anderem:
- Gefährdung von Zuschauern, insbesondere Familien und Kindern.
- Einbruchsversuche und Körpergewalt.
- Erhebliche Sachbeschädigung.
- Anzünden von Bannern.
- Beschädigung und Zerstörung von Sitzen im Stadion.
Darüber hinaus hätten die GC-Chaoten zudem auch noch die Kassen der Verpflegungsstände geplündert. «Diese Handlungen sind völlig inakzeptabel und werden niemals toleriert», schreibt Lausanne-Ouchy.
Anzeige der Stadt Lausanne
Der Klub werde vollumfänglich mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, damit die Täter identifiziert werden können. Zudem wolle man alle möglichen Massnahmen ergreifen, damit solche Vorfälle nicht mehr vorkommen. «Fussball muss ein Ort des Miteinanders, des Respekts und der Leidenschaft bleiben – niemals ein Ort von Gewalt, Zerstörung und Diebstahl», schreibt der Challenge-League-Klub.
Die Stadt Lausanne hat am Montag Anzeige erstattet. Bereits auf dem Weg vom Bahnhof zum Pontaise-Stadion kam es zu mehreren Sachbeschädigungen; darunter zahlreiche Graffitis und eine zerbrochene Schaufensterscheibe. Beide Vereine behalten es sich vor, ebenfalls Strafanzeige zu erstatten. (abu/sda)
