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Unsere Handy-Sucht lässt uns Hörner wachsen – kein Witz jetzt!

Dieser Knochenfortsatz kommt vom Handy-Konsum.
Dieser Knochenfortsatz kommt vom Handy-Konsum.bild: nature.com

Unsere Handy-Sucht lässt uns Hörner wachsen – kein Witz jetzt!

20.06.2019, 16:1921.06.2019, 11:01

Update: Es ist nicht bewiesen, dass die Verwendung von Smartphones in menschlichen Köpfen diese knöchernen Fortsätze verursacht. Die (im Artikel erwähnten) Forscher würden nicht einmal behaupen, dass es eine Korrelation gebe, hält Motherboard fest. Sie machten «einfach eine fundierte Vermutung im Diskussionsbereich» und würden auf ein Thema für die zukünftige Forschung hinweisen.

Damit zur ursprünglichen Story:

Dass Smartphones unser Leben verändern, ist jetzt nicht gerade eine bahnbrechende Neuigkeit. Die Handys haben unser soziales Verhalten komplett umgekrempelt.

Nun sollen sie aber auch für körperliche Veränderungen verantwortlich sein. Und zwar für ziemlich deutliche. Du kannst sie sogar selber fühlen.

Fasse dir mal an die Rückseite des Schädels! In der Mitte befindet sich eventuell ein kleines Horn.

Kannst du es spüren?
An dieser Umfrage haben insgesamt 9112 Personen teilgenommen

Die Ausbuchtung soll gemäss australischen Forschern eine Folge des stark gestiegenen Handy-Konsums sein. Die Wissenschaftler sagen, dass die Smartphones oder ähnliche Geräte das menschliche Skelett verändern, weil die Nutzer sich öfters nach vorne beugen, um zu sehen, was auf den kleinen Bildschirmen passiert.

Das Horn entstünde durch die zusätzliche Belastung in den Muskeln des Schädels und des Nackens, schreiben die Studienautoren. Ein Horn kann bis zu drei bis fünf Millimeter gross werden, in extremen Fällen sogar grösser als einen Zentimeter.

Bisher wurden die hornähnlichen Ausbuchtungen meistens bei älteren Menschen festgestellt, die jahrelang unter starker körperlicher Belastung litten. Nun konnten die Studienautoren eine starke Zunahme bei jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren beobachten. Bei rund 40 Prozent der untersuchten Personen konnte demnach Knochenwachstum festgestellt werden.

Die Art und Weise, wie wir auf unsere Handy starren, verändert den Körper.
Die Art und Weise, wie wir auf unsere Handy starren, verändert den Körper.bild: shutterstock

Ist das Horn gefährlich? Indirekt ja, meinen die Studien-Autoren. Die Deformation könne zu chronischen Kopfschmerzen und zu Schmerzen in Nacken und oberem Rücken führen.

Die Studie war bereits vor einem Jahr veröffentlicht worden, erhielt aber wegen einer BBC-Geschichte mit dem Titel «wie modernes Leben das menschliche Skelett verändert» frische Aufmerksamkeit.

Seither wurden die Hörner in den australischen Medien auf und ab diskutiert. Sie wurden etwa als «Telefon-Knochen», «seltsame Beulen» oder «Kopf-Hörner» bezeichnet. Das seien eigentlich alles treffende Beschreibungen, sagt David Shahar, Autor der Studie. (cma)

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