Energiewende
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FILE - This May 5, 2019 file photo shows Microsoft co-founder Bill Gates, Microsoft co-founder at the annual Berkshire Hathaway shareholders meeting in Omaha, Neb. Gates is working on a book â??How to Avoid a Climate Disaster,â? scheduled for June 2020.  (AP Photo/Nati Harnik, File)
Bill Gates

Microsoft-Gründer und Philanthrop Gates sieht in der Atomkraft die Lösung der Energie- und Klimaprobleme. Bild: AP

Bill Gates träumt von der Renaissance der Atomkraft – ist sein Traum realistisch?



Lange galt die friedliche Nutzung der Atomenergie als eine zukunftsträchtige Technologie, die sich positiv von ihrem düsteren Zwilling, der militärischen Verwendung, abhob. Zahlreiche Störfälle, darunter auch der ernste Zwischenfall im schweizerischen Versuchsreaktor Lucens, haben dieses Image kräftig getrübt.

In den Siebzigerjahren gewann die Anti-Atomkraft-Bewegung deutlich an Fahrt; 1986 sorgte dann die Katastrophe von Tschernobyl – der bisher schlimmste Unfall in einem AKW – für einen nachhaltigen Vertrauensverlust. Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 schliesslich ist die Atomenergie klar auf dem Rückzug. In den letzten Jahren ist der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion auf nur noch zehn bis elf Prozent gesunken.

epa07869104 Journalists visit the control room of the plant's fourth reactor at the Chernobyl nuclear power plant, in Chernobyl, Ukraine, 25 September 2019. The explosion of Unit 4 of the Chernobyl nuclear power plant in the early hours of 26 April 1986 is still regarded as the biggest accident in the history of nuclear power generation. Facing nuclear disaster on unprecedented scale Soviet authorities tried to contain the situation by sending thousands of ill-equipped men into a radioactive maelstrom.  EPA/SERGEY DOLZHENKO  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Der Kontrollraum des Atomkraftwerks Tschernobyl heute. Bild: EPA

Grüne Atomfreunde

Nicht alle sind glücklich über diese Entwicklung – und ein Teil von ihnen gehört ausgerechnet zur Umweltbewegung, die bis anhin leidenschaftlich das Feindbild der Atomenergie pflegte. Für Gruppierungen wie die «Ökomodernisten» ist diese Form der Energieerzeugung kein ökologischer Sündenfall, sondern eine valable Alternative zur Verbrennung fossiler Energieträger. Selbst Greta Thunberg, das Gesicht der «Friday-for-Future»-Bewegung, bezeichnete die Atomenergie im vergangenen März als kleinen Teil «einer sehr grossen neuen kohlenstofffreien Energielösung», krebste danach aber schnell zurück.

In der Tat ist der CO2-Ausstoss von Atomkraftwerken im Vergleich zu Kohle- oder Gaskraftwerken geringer, und dies auch dann, wenn man den Abbau von Uran und dessen Aufbereitung, den Bau und Rückbau der Kraftwerke sowie die Endlagerung der Abfälle mitberechnet. Die CO2-Bilanz ist dabei stark davon abhängig, wie hoch der Uran-Gehalt im Gestein ist. Im Vergleich zu den erneuerbaren Energien produziert die Atomenergie jedoch mehr Klimagase.

Zu den Befürwortern der Atomenergie gehört auch Bill Gates. Der Microsoft-Gründer denkt dabei jedoch nicht primär an die heutige Technik, sondern hofft auf eine neue Generation von Atomkraftwerken, die im besten Fall sämtliche Energie- und Klimaprobleme der Menschheit lösen soll. Und Gates wäre nicht Gates, wenn er nicht versuchen würde, seine Vision in die Realität umzusetzen. Er plant nach eigenem Bekunden, eine Milliarde US-Dollar in die Technologie zu investieren und zusätzlich eine Milliarde von privaten Investoren locker zu machen.

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Bill Gates über Energie: «Innovation nach Null!» Video: YouTube/TED

Bereits 2006 gründete Gates das Technologieunternehmen TerraPower, das sich der Entwicklung von Laufwellen- und Flüssigsalzreaktoren verschrieben hat und unter anderem vom US-Energieministerium finanziert wird. Ein Prototyp mit einer Leistung von 600 Megawatt sollte von 2018 bis 2025 in der chinesischen Provinz Fujian gebaut werden – in China steigt nämlich die Nachfrage nach Elektrizität und zudem verfolgt das Land eine langfristige Energiestrategie.

Trump beerdigt Gates' China-Deal

Der 2015 unterzeichnete Deal mit dem Kraftwerksbetreiber China National Nuclear Corporation fiel jedoch dem Handelskrieg zum Opfer, den die Trump-Regierung mit dem Reich der Mitte anzettelte. Just vor einem Jahr gab das US-Energieministerium bekannt, dass Massnahmen ergriffen würden, um China daran zu hindern, illegal zivile amerikanische Nukleartechnologie für militärische oder andere unerlaubte Zwecke zu entwenden.

Dies kam dem Aus für die chinesischen Pläne von TerraPower gleich: «Wir orientieren uns neu. Vielleicht können wir einen anderen Partner finden», sagte TerraPower-CEO Chris Levesque dem «Wall Street Journal». Mögliche Kandidaten, die für China in die Bresche springen könnten, sind Saudi-Arabien, die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Labor von TerraPower

Labor von TerraPower. Bild: TerraPower

Die Atomkraftwerke der vierten Generation, auf die Gates seine Hoffnungen setzt, beruhen im Gegensatz zur sogenannten dritten Generation auf einem grundlegend anderen Konzept. Die Anlagen der dritten Generation stellen lediglich eine sicherheitstechnisch verbesserte Weiterentwicklung der Druck- und Siedewasserreaktoren der zweiten Generation – das sind die ersten kommerziellen Atomkraftwerke – dar.

Das Konzept der Flüssigsalz- und Laufwellenreaktoren ist freilich nicht neu – bereits in den Fünfzigerjahren wurde über diese Technologien nachgedacht. Sie sollen die Atomenergie effizienter nutzen und sicherer machen. Zugleich sollen sie quasi nebenbei das Problem des Atommülls lösen.

Konzept I: Flüssigsalzreaktor

Bei Flüssigsalzreaktoren (Molten Salt Reactors, MSR) befindet sich der Kernbrennstoff nicht in festen Brennstäben, sondern ist gleichmässig in einer flüssigen Salzmischung von hoher Temperatur verteilt. Der Brennstoff ist zugleich das Wärmeübertragungsmittel: Ähnlich wie Wasser in einer Heizung fliesst das geschmolzene Salz in einem geschlossenen Kreislauf. An einer Stelle dieses Primärkreislaufs findet die Kernspaltung des Brennstoffs statt, worauf das Flüssigsalz die Hitze weitertransportiert, so dass sie zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Ein Vorteil dieses Reaktortyps liegt darin, dass keine abgebrannten Brennstäbe ausgetauscht werden müssen; der Kernbrennstoff kann quasi während des laufenden Betriebs nachgetankt werden. Vor allem aber soll ein Flüssigsalzreaktor sicherer als ein herkömmlicher Reaktor sein: Zum einen sollen flüchtige radioaktive Stoffe laufend entnommen und in einen Lagertank geleitet werden, zum anderen steht das Flüssigsalz nicht unter Druck wie das Wasser in einem heute üblichen Reaktor. Überdies dehnt sich die Salzschmelze bei Überhitzung aus, wodurch sich die Uranatome weiter voneinander entfernen, was wiederum die Kettenreaktion bremst.

Bei einem Unfall, beispielsweise wenn bei einem Ausfall der externen Stromversorgung die Hitze nicht mehr abgeführt werden kann, schmilzt ein Salzpropfen im Boden des Reaktorgefässes und das Flüssigsalz fliesst in spezielle Auffangbehälter, in denen systembedingt keine Kettenreaktion mehr stattfinden kann. Das geschieht auch bei einem Leck im Primärkreislauf. Dies entspricht dem Konzept der passiven Sicherheit.

Schema eines Flüssigsalzreaktors (hier der Single Fluid MSR)
https://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigsalzreaktor#/media/Datei:Molten_Salt_Reactor.svg

Schema eines Flüssigsalzreaktors (am Beispiel des Single Fluid MSR). Bild: Wikimedia

Ein weiterer Vorteil eines Flüssigsalzreaktors besteht darin, dass er in der Theorie statt mit dem heute eingesetzten angereicherten Uran auch mit Atommüll als Brennstoff betrieben werden kann. Bis zu 95 Prozent des abgebrannten Brennstoffs aus heutigen Reaktoren liessen sich so recyclen. Übrig bliebe zudem nur radioaktiver Abfall mit relativ kurzen Halbwertszeiten.

Neben Atommüll käme auch Thorium als Brennstoff in Frage. Thorium ist ein spaltbares Metall, das in der Erdkruste etwa drei- bis fünfmal häufiger vorkommt als Uran. Beim Einsatz von Thorium fällt zwar weniger langlebiger Atommüll an als beim herkömmlichen Betrieb mit Uran, doch auch hier wären sichere Endlager für einige hunderttausend Jahre erforderlich.

Thorium

Thorium.

Flüssigsalzreaktoren haben allerdings auch Nachteile. Das flüssige Salz wirkt stark korrodierend. Dies macht extrem beständige Materialien bei Behältern und Leitungen erforderlich, wobei diese aufgrund der sehr hohen Temperaturen zusätzlich beansprucht werden. Hinzu kommt der Umstand, dass das Bombardement durch die freien Neutronen bestimmte Legierungen spröde werden lässt.

Die chemische Abtrennung der Spaltprodukte aus dem Flüssigsalz wird bisher erst im Labor beherrscht, nicht aber in industriellem Massstab. Bisher sind noch keine Reaktoren gebaut worden, die der Leistung eines herkömmlichen Atomkraftwerks entsprechen, auch wenn die kanadische Firma Terrestrial Energy in den nächsten Jahren einen Flüssigsalzreaktor in Betrieb nehmen will. Bis die Serienreife von solchen Reaktoren erreicht ist, dürften daher noch Jahrzehnte vergehen.

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Animation: Flüssigsalzreaktor der Firma Terrestrial Energy. Video: YouTube/Terrestrial Energy

Konzept II: Laufwellenreaktor

Auch das Konzept des Laufwellenreaktors (traveling-wave reactor, TWR), den TerraPower entwickeln möchte, ist noch alles andere als ausgereift – die Technologie ist noch kaum über die Grundlagenforschung herausgekommen. Reaktoren dieses Typs kommen mit abgebrannten Brennstäben aus Leichtwasserreaktoren, mit Thorium, mit abgereichertem Uran oder Roh-Uran aus und erbrüten daraus spaltbares Material. Um diesen Vorgang zu starten, benötigt ein solcher Reaktor aber eine geringe Menge angereicherten Urans oder anderer spaltbarer Stoffe.

Wenn die Kernspaltung einsetzt, wandeln einige der schnellen Neutronen, die dabei erzeugt werden, das Brutmaterial in der Umgebung des Initialmaterials in spaltbares Plutonium um. Die Kernspaltung findet so nicht im gesamten Reaktor statt, sondern lediglich in einer bestimmten Zone, die mit der Zeit durch den Kern wandert – mit einer Geschwindigkeit von einigen Zentimetern pro Jahr.

Während auf der einen Seite das Brutmaterial umgewandelt und verbraucht wird, bleiben auf der anderen Seite unverbrauchter Brennstoff sowie Spaltprodukte wie die hochgiftigen Varianten der Elemente Neptunium, Cäsium und Americium zurück. Auch diese werden aber durch die schnellen Neutronen zerstrahlt, wobei wiederum Energie frei wird.

Animiertes GIF GIF abspielen

Beim Laufwellenreaktor wird Brutmaterial in spaltbare Stoffe umgewandelt. Numerische Simulation eines solchen Reaktors: Rot: 238U, grün: 239Pu, blau: Neutronendichte. Bild: Wikimedia/nbuechen

Der Rest, der am Schluss übrig bleibt, ist nach wie vor gefährlich, aber weniger toxisch als der Atommüll herkömmlicher Reaktoren. Nach der relativ kurzen Zeit von ein paar hundert Jahren wäre dieser Abfall nur noch so radioaktiv wie natürlich vorkommendes Uranerz.

Da der Reaktor seinen eigenen Brennstoff während des Betriebs aus nicht angereichertem Uran «erbrütet», könnte er theoretisch hundert Jahre laufen, ohne dass man neues Brennmaterial nachlegen müsste. Gates' Firma TerraPower sieht daher in dieser Technologie ein enormes Potential: Die Lagerbestände an abgereichertem Uran allein der USA belaufen sich derzeit auf rund 700'000 Tonnen. Mit den weltweit gelagerten Beständen könnten gemäss der Firma 80 Prozent der Weltbevölkerung über ein Jahrtausend lang mit Energie versorgt werden – und zwar auf dem gegenwärtigen Niveau eines durchschnittlichen Amerikaners.

Laufwellenreaktor
https://twitter.com/Mensch_Atom/status/1095610117616291840/photo/1

Darstellung eines Laufwellenreaktors. Bild: Twitter

Auch der Laufwellenreaktor hat jedoch Nachteile. Die Temperaturen im Reaktorkern sind sehr hoch: Am Ort der Spaltungswelle produziert der Reaktor bis zu 500 Megawatt Wärme pro Kubikmeter. Dies führt zu einer starken thermischen Belastung der Bauteile, die zudem der steten Strahlung standhalten müssen. Der Reaktor kann nur mit flüssigem Metall gekühlt werden – TerraPower favorisiert hier Natrium, das aber sehr korrosiv ist und extrem mit Wasser oder Luft reagiert.

Überdies ist auch bei dieser Technik eine Kernschmelze – das gefürchtete Szenario bei herkömmlichen Reaktoren – möglich, wenn die Kühlung ausfällt. Da das flüssige Metall aber thermisch sehr träge ist, bestünde immerhin ein Zeitvorteil: Statt wenige Sekunden hätte man etwa einen Tag Zeit, um auf den Störfall zu reagieren.

Zu spät, zu teuer

TerraPower möchte bis Mitte des nächsten Jahrzehnts einen funktionierenden Prototyp entwickeln. Bis zu einer kommerziell nutzbaren Grossanlage wäre es aber auch dann noch ein weiter Weg, der sich in Jahrzehnten bemisst – ähnlich wie bei der Technologie des Flüssigsalzreaktors. Selbst wenn beide Reaktortypen die in sie gesteckten Erwartungen erfüllen sollten, kommen sie wohl zu spät, um bei der Lösung des Klimaproblems einen entscheidenden Beitrag zu liefern.

Hinzu kommt das Problem der exorbitanten Kosten. Atomenergie ist – auch aufgrund der notwendigen Sicherheitsmassnahmen – extrem teuer. Und sie wird laufend teurer, während erneuerbare Energien wie die Photovoltaik oder Windkraft stets billiger werden. Letztere kranken zwar nach wie vor daran, dass sie nicht jederzeit verfügbar sind und die Speicherung der erzeugten Energie sehr teuer ist. Doch gerade die Energispeicherung dürfte bei entsprechenden Investitionen Fortschritte machen.

Atomkraftwerke der Schweiz

Japan acht Jahre nach Fukushima

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Video: srf/SDA SRF

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111Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • doods 14.10.2019 21:51
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Nimmt Stellung bewertet Chancen. Cool.
  • Quecksalber 14.10.2019 13:37
    Highlight Highlight A propos realistisch: wir schaffen es nicht einmal flächendeckend Photovoltaik auf die Dächer zu montieren und Speichertechnik aufzubauen. Aber klotzen und endlos Geld in Träumereien ausgeben ja gerne.
  • mrmikech 14.10.2019 11:05
    Highlight Highlight Was passierte eigentlich mit die Accelerator-Driven Subcritical Reactor (ADSR)?

    2012: An abundant source of nuclear energy with no danger of meltdown, and a possible solution to the world's energy crisis

    https://www.theguardian.com/science/blog/2012/feb/09/accelerator-nuclear-reactor
  • Pafeld 14.10.2019 10:46
    Highlight Highlight Die Restverwertung von Atommüll sowie von nicht angereicherten Erzen macht sowohl heute als auch in 20 Jahren Sinn. Aber wir reden hier von Reaktortypen, welche in ihrer Ausreifung mit der Kernfusion um die Wette rennen. Alleine der Sicherheitsaufwand, der mit jedem weiteren Jahr ebenfalls zunehmen wird, wird keinen kommerziellen Erfolg bei der Stromproduktion ermöglichen. Aber wir reden hier schliesslich von Grundlagenforschung. Wenn diese (noch mehr) rein nach ökonomischen Kriterien legitimiert wird, werden uns die Erbsenzähler aus den BWL-Fakultäten in letzte Jahrhundert schiessen.
  • Spitzbuab 14.10.2019 10:17
    Highlight Highlight "Mögliche Kandidaten, die für China in die Bresche springen könnten, sind Saudi-Arabien, die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate."
    Genau die schlimmsten 3 Länder was Menschenrechte, Rechtsverständnis und friedliche Lösungen angeht.
    Typisch Amis - Hauptsache man kommt an Geld - egal von wem und in was für eine Abhängigkeit man kommt.
    • Kaspar Floigen 14.10.2019 11:36
      Highlight Highlight "Wir machen nichts gegen Klimawandel, da es viel mehr bringt in China und Arabien etwas zu ändern!"

      "China und den mittleren Osten bei der Entwicklung von klimafreundlichen Technologien helfen? Niemals!"
  • FrancoL 13.10.2019 20:07
    Highlight Highlight Wenn die KKW der 4. Generation nur dazu dienen die erneuerbaren Energien in Ihrer Entfaltung zu hindern , kommen wir nicht weiter.
    Zudem wäre noch zu werten wie gross die Zentralist dieser Anlagen sich entfaltet. In einer immer unsicheren Welt sollten Anlagen die zu grossen zentralen Aufbereitungen führen nicht die Lösung darstellen, sie sind zu anfällig für jegliche Gefahren.
    Wenn ein grosses Mass an Dezentralität möglich wäre, dann kann es eine Möglichkeit darstellen.
  • elnino 13.10.2019 18:46
    Highlight Highlight Spannend dazu die aktuelle Serie Inside Bill's Brain:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Inside_Bill%27s_Brain:_Decoding_Bill_Gates
  • Lienat 13.10.2019 18:41
    Highlight Highlight Wenn es bis zu KKW der 4. Generation noch Jahrzehnte (Jahrzehnt im Plural, d.h. mindestens 20 Jahre) dauert, dann wird sich die Frage nach Sinn und Zweck wohl erübrigen. Bis dahin dürften die erneuerbaren Energiesysteme inklusive der zugehörigen saisonalen Speicherung soweit entwickelt sein, dass Kernkraft obsolet ist.
    • PeteZahad 14.10.2019 00:43
      Highlight Highlight Reden wir in 20 Jahren nochmals...
    • Lienat 14.10.2019 07:21
      Highlight Highlight @PeteZahad: gerne!

      @Watson: könnt Ihr bitte am 13.10.2039 diese Kommentarspalte noch einmal für einen Tag öffen?
    • ZackZackZack3+3- 14.10.2019 07:22
      Highlight Highlight !RemindMe 20 years
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 13.10.2019 17:20
    Highlight Highlight Damals bemühte sich Bill Gates mit Erfolg um eine Steckdose in einer Garage, heutzutage benötigt Digitalisierung mit oder ohne Microsoft effektiv andere Dimensionen/ Kapazitäten. Molten Salt, Tokamak, usw. Gerechtfertigt geforscht.
  • sa5 13.10.2019 15:09
    Highlight Highlight Bei der Betrachtung der Weltgeschichte der letzten 100 Jahre kann man sehr bald zur Annahme kommen, dass ein Jahrhundert kein beherrschbarer oder gar voraussehbarer Zeitraum ist.
    Bei der Energie scheint es wie bei allen aus der Natur gewonnen Produkte zu sein: Nachhaltig ist nur was lokal und regional erzeugt wird.
    Es wäre naheliegender dasjenige das vorhanden ist zu benutzen, als in zentralgesteurte Hochtechnologien mit ihren sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachteilen zu investieren.
    zb. Riesige Mengen Biomaterial zerffällt Jahr für Jahr ohne daß es zu Biogas veredelt wird.
  • Fredz 13.10.2019 14:50
    Highlight Highlight Man darf ob der CO2-Problematik die andern Umweltprobleme nicht vergessen. Eines der größten dabei sind die Atomkraftwerke. Dass diese neuerdings Werbung mit ihrer CO2- Neutralttät machen ist pervers.
    Sollten wir das CO2-Problem lösen können, sterben wir dann an den Super-Gaus der KKWs. Tolle Aussichten.
    Das eine tun und das andere nicht lassen. Oder braucht's tatsächlich ein weiteres Tschernobyl/Fukuschima bist der Denkapparat wieder läuft ??
    • Polybertarian 13.10.2019 17:30
      Highlight Highlight "Sollten wir das CO2-Problem lösen können, sterben wir dann an den Super-Gaus der KKWs.".

      Unsinn. Kernenergie töten am wenigsten Leute weltweit, auch wenn man Tschernobyl und Fukushima (wo niemand wegen Strahlung gestorben ist) einberechnet.

      Tschernobyl und Fukushima sind aber sowieso nicht repräsentativ und man hätte die einfach mit verfügbare Technologie vermeiden können. Wenn einen Flugzeugs-Unfall passiert, denkt man nicht das wird nie wieder Flugzeugen benutzten dürfen, sondern fragt sich was falsch gelaufen ist und was zu tun ist um solche Unfälle in der Zukunft zu vermeiden...
    • Auric 13.10.2019 17:49
      Highlight Highlight Nun es gibt einen sogenannten Erntefaktor
      https://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor

      und da schiffen alle anderen Technologien aber gewaltig ab gegen die Kerntechnik die sogar eure heilige Jungfrau positiv erwähnt hat (bis sie von ihren Einflüsterern zurückgepfiffen wurde)
    • Lienat 13.10.2019 18:47
      Highlight Highlight @Auric: Lies mal den ersten Absatz vom Abschnitt "Ermittlung des Erntefaktors bei Kraftwerken" im von Dir geposteten Wikipedia Artikel. Dann merkst Du vielleicht, dass das Argument mit dem Erntefaktor im Vergleich mit erneuerbaren Energien ein denkbar schlechtes ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • weissauchnicht 13.10.2019 14:06
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob zentrale Grosskraftwerke systemisch überhaupt noch Sinn machen, oder in Zukunft nicht ohnehin eher dezentrale, kleine (<10MW) und mittelgrosse (10-100 MW) Kraftwerke gefragt sind, um Produktion und Verbrauch näher zusammenzubringen, um die Abwärme nutzen zu können, um Klumpenrisiken (Wirtschaftlichkeit und Versorgung) zu vermeiden und die schneller aufgebaut sind.

    Das Ziel der Kernkraft müsste also sein, auch mit kleineren Anlagen wirtschaftlich zu werden. Es dürfte aber noch sehr lange dauern, bis sie das schaffen wird...
    • Auric 13.10.2019 14:37
      Highlight Highlight Es ist halt ein technisches Grundprinzip dass grössere Einheiten pro Einheit des Outputs günstiger sind, effizienter sind,
      Das man nicht EIN einziges Kraftwerk für die ganze Schweiz als Beispiel bauen wird, liegt nicht an der Effizienz sondern an der Regelbarkeit, an der Redundanz etc.
    • sa5 13.10.2019 15:33
      Highlight Highlight @auric
      Ein zentrales AKW für die ganze CH? Fällt es aus, sitzt die ganze Schweiz im dunkeln und friert.
      Man wäre dann sehr leicht erpressbar.
      Ein besseres Beispiel dafür was mit Klumpenrisiko gemeint ist, gibt es nicht.
      Schon der Gedanke ist schwachsinnig.
      Soziale Sicherheit wird bei einem AKW schwerer als Technologische zu gewährleisten sein.
      Wie bei allen Technologien, ist bei der Kernkraft der Mensch das schwächste Glied.
    • Auric 13.10.2019 15:58
      Highlight Highlight @sa5: Die Schweiz hat ja noch andere Stromerzeuger und ist Mitglied im Europäischen Verbundsystem, also ganz so wackelig wäre das nicht, aber richtig der Mensch muss aus der Sicherheitstechnik raus, auch die Technik sollte raus am besten haben sich die Physik die Chemie und die Naturgesetze erwiesen, wenn man die ranlässt ( so wie im MSR) dann kostet es sogar weniger
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 13.10.2019 14:00
    Highlight Highlight Da es sehr wenig Informationen zu dem Thema (also das Gegenteil zu GEGEN das Thema) auf Deutsch gibt empfehle ich mal nach DUAL und FLUID und REAKTOR und DE zu googeln. Die entwickeln dort in Berlin ein Konzept in dem nicht nur der Brennstoff als geschmolzenes Salz zirkuliert, sondern auch die Abfuhr der gewünschten Wärme drucklos über geschmolzenes Blei erfolgt, also ist auch der Sekundärkreislauf physikalisch eigensicher.
  • Franz v.A. 13.10.2019 13:52
    Highlight Highlight Es wäre viel besser, wenn er diese Milliarde in die Kernfussion stecken würde. Fusion ist die Zukunft, nicht das Spalten.
    • adam gretener 13.10.2019 14:17
      Highlight Highlight Wir haben bereits einen riesigen Fusionsreaktor. Nennt sich Sonne.
    • Polybertarian 13.10.2019 17:25
      Highlight Highlight @adam gretener: Die ist leider 150 Millionen Kilometer entfern. Dessen Energie kriegen wir eigentlich relativ wenig...
    • the Wanderer 13.10.2019 17:44
      Highlight Highlight @Polybertarian

      Relativ wenig Energie von der Sonne?

      Entweder haben Sie das nicht ernst gemeint oder Sie sind ein ziemlich spassiges Kerlchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Francis Begbie 13.10.2019 13:46
    Highlight Highlight Gates? Der Typ will ja auch ganz Afrika mit GVO Pflanzen zudecken. Und er entscheidet ja jeweils alleine was richtig und was falsch ist. Ich halte es für extremst problematisch, wenn die superreichen einen auf Jesus machen, die dritte Welt retten wollen, ohne sich aber vor jemandem für sein Verhalten/Entscheide rechtfertigen zu müssen.
    • Bowell 13.10.2019 14:29
      Highlight Highlight Wer zahlt befiehlt. Du kannst ja mit deinem Geld auch machen was du willst.
    • Auric 13.10.2019 14:59
      Highlight Highlight @Bowell: Also ich muss einen beträchtlichen Anteil davon dem Staat für Dinge abtreten die ich nicht finanzieren will.
    • Gipfeligeist 13.10.2019 16:52
      Highlight Highlight @Auric
      Dieser "beachtliche" Teil finanziert Krankenhäuser, Züge, Strassen, dein Wasser und auch den Internetzugang, mit welchem Sie wahrscheinlich diesen Kommentar geschrieben haben ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 13.10.2019 13:40
    Highlight Highlight Auf keinen Fall! Wir können genug Strom erzeugen, durch Sonne Wind und Wasser.
    Die Energie muss intelligenter als jetzt genützt werden. Überall LED Licht, Straßenbeleuchtung ebenfalls, zudem brauchen die Strassenlampen nicht die ganze Nacht sinnlos Energie zu verschwenden. Bewegungsmelder aktivieren diese wenn Fußgänger, Velofahrer,Tiere und Fahrzeuge in den Bereich kommen. Aber es gibt noch viel mehr Sparpotential.
    • DemonCore 13.10.2019 14:25
      Highlight Highlight Mit Stromsparen bin ich einverstanden. Erneuerbare Energien können aber keine sog. Bandenergie liefern.
    • andrew1 13.10.2019 16:03
      Highlight Highlight Genau dort liegt das problem: solar produziert im winter nur 1/5 der energie vom sommer. Im winter wird allerdings deutlich mehr verbraucht. Die saisonalen speichermöglichkeiten namentlich stauseen haben auch ihre kapazitätsgrenze und werden heute schon komplett ausgereitzt. Die schweiz hat beispielsweise heute schon im winter einen importüberschuss. Abschalten von akw's und das errichten von solarkraftwerken verschlimmert die situation zunehmend.
    • malu 64 13.10.2019 22:02
      Highlight Highlight Natürlich, verschränken wir die Arme, trinken ein Tässchen Tee und warten ab. Ohne Anstrengungen, Forschung und Wille zur Veränderung passiert nichts. Solaranlagen sind in unsern Breitengraden sehr ertragreich, aber wir brauchen auch Windparks, Biomasse Kraftwerke, Geothermie und den Ausbau der Wasserkraft. Aber am wichtigsten sind riesige Energiespeicher, welche in Spitzenzeiten genug Strom liefern. Es gibt schon verschiedene Speicherarten. Entwicklung und Forschung arbeiten daran.Mit der Kombination der verschiedenen Stromerzeuger, sollten wir in Zukunft auskommen.
  • Cyberpunk 13.10.2019 13:39
    Highlight Highlight ich finde es gut, dass das Taboo Thema Atomenergie mit diesem Artikel gebrochen wird und man zukünftig seriös darüber diskutieren kann.
    • WID 14.10.2019 00:34
      Highlight Highlight @ Cyberpunk: ja dem schliesse ich mich an. Der logische Schluss nach diesem Bericht ist jedoch: Finger weg von der Nukleartechni. Die Risiken eines GAUs oder der hochgiftigen Stoffe sind untragbar.
    • _kokolorix 15.10.2019 11:31
      Highlight Highlight Wie man seriös über etwas diskutieren kann das Rückstände hinterlässt die mehrere Hunderttausend Jahre gepflegt werden müssen ist mir schleierhaft. Es ist unglaublich aufwändig Technologie von vor hundert Jahren am laufen zu halten, wie der Betrieb von alten Autos, Flugzeugen und Lokomotiven zeigt.
      Dieses Problem wird von keiner der genannten Technologien auch nur ansatzweise gelöst
  • Auric 13.10.2019 13:35
    Highlight Highlight Wer mehr über Flüssigsalzreaktoren erfahren will kann auf der Deutschen Seite

    https://dual-fluid-reaktor.de

    sich Informieren.

    Ob das was da steht science-fiction, oder interessant ist kann jeder Mensch für sich selber herausfinden.
    • Polybertarian 13.10.2019 17:12
      Highlight Highlight Leider ist der DFR relativ unseriös und nur im (im Sachen Kerntechnik relativ ignoranten) Deutschen Sprachraum bekannt.
    • Auric 13.10.2019 17:36
      Highlight Highlight @Poly..: relativ unseriös? Das kann ich nicht beurteilen.

      da sollte man ihre Unseriösität durch Belege hervorheben und sie nicht relativieren, so relativ schwanger, oder relativ tot passt ja auch nicht.


      ich sehe da technische Aspekte die sich erfrischend von dem nur im deutschen Sprachraum dogmatischen Haltung der Meinungsführer auf der Strasse unterscheidet.
      Ein betteln um Finanzierung oder ein Kickstarterprojekt konnte ich keines erkennen.

      Die Seite mit der Geschichte der Kerntechnik
      https://dual-fluid-reaktor.de/miscellanious/history/

      finde ich richtig lesenswert.
    • Polybertarian 13.10.2019 21:16
      Highlight Highlight @Auric: Kann ich wahrscheinlich tun. Ich bin der einzige Schweizer, der seinen Doktorarbeit zum Thema Flüssigsalzreaktoren gemacht hat (dazu bin ich dipl. Kerntech.-Ing. ETH).

      Die Leuten hinter den DFR habe ich *persönlich* getroffen und kennen gelernt. Und die Leuten hinter anderen Forschungsarbeiten (in Europa, USA, Russland, China, usw.) auch.
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  • What’s Up, Doc? 13.10.2019 13:33
    Highlight Highlight Ich bin überhaupt kein Spezialist bei dem Thema, aber was sagt ihr zu Fusionsreaktoren? Soweit ich dass vor einigen Wochen in einer Doku gesehen habe scheinen vor allen die Deutschen und Franzosen recht viel davon zu halten. Soweit ich das verstanden habe kann die Reaktion jederzeit gestoppt werden und es ensteht kein radioaktiver Abfall. Die Temperaturen scheinen aber ein Problem zu sein.
    • Auric 13.10.2019 13:52
      Highlight Highlight Den Fusionsreaktor wird es in 25 Jahren geben.

      Sagen die Beteiligten sein ungefähr 50 Jahren.
    • Dominik Treier 13.10.2019 13:52
      Highlight Highlight Nun die Kernfusion wäre und wird wohl ganz klar die Lösung zu all unseren Energieproblemen momentan sein. Nur wäre es eben vermessen auf einen Durchbruch in dem Zeitramen zu setzen, den wird für die Bekämpfung des Klimawandels benötigen würden. Plusminus 50-100 Jahre dürften da schon ins Land ziehen zumal der erste Prototyp ITER, der erstmals mehr Energie beim Fusionsprozess erzeugen soll, als er bei seiner Initiierung verbraucht, erst 2035-2040 in Betrieb gehen soll und auch da sprechen wir noch nicht mal im Ansatz von einem Kraftwerk in Serienreife...
    • DemonCore 13.10.2019 13:56
      Highlight Highlight Die sind noch weiter von der industriellen Anwendung entfernt als jeder Reaktor der 4. Generation.
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  • just sayin' 13.10.2019 13:18
    Highlight Highlight schön, dass watson einen differenzierten bericht über kernenergie bring.

    ein lichtblick im populistischen „kernenergie=böse“-überreagieren der letzten jahre.
    • Dominik Treier 13.10.2019 18:05
      Highlight Highlight Kernerergie ist nicht per se böse, nur verstecken sich bis anhin eben auch viele Atomkonzerne in der Beschwichtigungswelle der neuen Konzepte, die am liebsten noch ihre 3. Generationsreaktoren an den Mann bringen möchten, die nie rentabel betrieben werden können werden und wie auch schon die der 2. Generation es ohne massive Sicherheitseinbussen und staatliche Unterstützung im Zuge der Waffentechnischen Kernforschung es schon nicht gekonnt hätten... Dazu würden auch noch weitere Unmengen an hochradioaktivem Abfall generiert, mit dem wir jetzt schon nicht wissen wohin...
  • Sleepless Lu 13.10.2019 13:09
    Highlight Highlight Kernfusion um Enegiegewinnung wäre ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit
  • Polybertarian 13.10.2019 12:54
    Highlight Highlight Sehr interessanter Beitrag. Leider kann man schnell merken, dass der Author relativ wenig von Reaktorphysik versteht (Thorium ist eigentlich nicht wirklich spaltbar, sondern brutfähig, Uranium-233 ist das spaltbares Produkt eines Neutroneneinfang auf Thorium-232, dessen Abfall nicht kurzlebiger ist als bei Uran; da wird Brennstoff mit Schliessung des Brennstoffskreislaufs verwechselt, usw. )

    Die benützte Quellen scheinen auch ein bisschen einseitig zu sein. Zum Beispiel sind die Emissionen des Kernkrafts eigentlich mit der meisten Erneuerbaren vergleichbar. Und Kernenergie bleibt günstig.
    • El Vals del Obrero 13.10.2019 14:05
      Highlight Highlight Ja, immer diese Windenergie-Abfälle, die für hunderttausende von Jahren verbuddelt werden müssen ... (wobei "eigentlich" wahrscheinlich heisst "ohne die Abfälle zu beachten")
    • Auric 13.10.2019 14:29
      Highlight Highlight @El Vals: ja da gibt es Leute die sich Gedanken machen wo die Windmühlen (wenn sie nach 20 oder mehr Jahren nicht mehr betrieben wird) hin sollen, wie sie recycelt oder entsorgt werden.
      z.B. https://www.zeit.de/2019/08/windraeder-entsorgung-schrott-rotorblaetter-probleme
    • El Vals del Obrero 13.10.2019 16:21
      Highlight Highlight Das ist doch nicht ernsthaft zu vergleichen ...
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  • amazonas queen 13.10.2019 12:29
    Highlight Highlight Der Vorteil der Reaktoren wäre, dass wir den vorhanden Atommüll nutzen könnten. Den haben wir sowieso. Und es macht sicherlich mehr Sinn, diesen soweit zu verwerten, dass die Haltwertszeit auf ein Niveau herabsinkt, dass es beherrschbar wird. Die aktuelle Idee, diesen in einen Berg zu verkraben und tausend Jahre warten, kann es nicht sein.
    • rodolofo 13.10.2019 12:53
      Highlight Highlight Guter Trick!
      Aber darauf falle ich nicht mehr hinein.
      Eure bisherigen atomaren Tricks genügen mir vollauf!
    • Lienat 13.10.2019 12:59
      Highlight Highlight Richtig. Und das is m.E. genau der einzige Grund, warum diese Technologie weiter erforscht werden soll. Allerdings haben wir dafür noch ein paar zehntausend Jahre Zeit. Und dann gehört das unter staatliche Kontrolle und nicht in die gierigen Hände von gewinnorientierten Unternehmen.
    • Sir Lanzelot 13.10.2019 21:14
      Highlight Highlight verkraben ist eh blöd...
  • Ökonometriker 13.10.2019 12:28
    Highlight Highlight KKWs der dritten Generation sind wirtschaftlich einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Dazu sind sie gefährlich und Brüten ist noch gefährlich, sodass man endlagern muss.
    Am Ende wird sich zeigen müssen, ob man KKWs der vierten Generation wirtschaftlich viabel bauen kann. China arbeitet derzeit an einem (Gen IV) Kugelhaufenreaktor-KKW. Es dürfte in den nächsten Monaten ans Netz (kein Prototyp!) gehen. Gem. den Chinesen liegen die Kosten bei ca. einem Zehntel. Wenn sich das Konzept bewährt, könnte es eine vielversprechende Alternative sein. Wenn.
    • Polybertarian 13.10.2019 12:55
      Highlight Highlight Warum wäre Brüten "gefährlich" ?
    • Dominik Treier 13.10.2019 13:00
      Highlight Highlight Der Kugelhaufenreaktor wurde schon einige Male als Lösung beschworen und es wurde immer ein Flop. Der Reaktor kennt zwar keine Kernschmelze in diesem Sinne, dafür lässt sich das Helium als Kühlmittel aber nur sehr schwer einschliessen, die Kugeln aus Graphit produzieren weiteren Anfall und sind alles andere als Langlebig und bei Luft oder gar Wassereinbrüchen in den Kern könnte es genauso zu prompten Überkritikalitätsstörfällen kommen, wie z.B..in Tschernobyl.
      Dieses Konzept scheint mir gescheitert.
      Der Erfolg des Flüssigsslzreaktors wird sich, in Anbetracht von Materialproblemen weisen müssen
    • Evan 13.10.2019 13:01
      Highlight Highlight "wirtschaftlich betreiben" ist allerdings ein sehr dehnbarer Begriff, denn auch aktuelle AKW's werden subventioniert
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  • Do not lie to mE 13.10.2019 12:24
    Highlight Highlight Warum ich meine Meinung über die Kernkraft geändert habe. | Michael Shellenberger | TEDxBerlin
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Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Von Jeffrey Epstein «vermittelte» Millionen-Spenden an amerikanische Eliteuniversitäten werfen Fragen auf. Auch Bill Gates ist in den Strudel geraten.

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